
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Oberpfälzer Jura und im Albvorland.
Der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz im Überblick
Der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz liegt im Westen des Regierungsbezirks Oberpfalz zwischen dem Ballungsraum Nürnberg und der Stadt Regensburg. Mit rund 1.344 km² und etwa 139.000 Einwohnern in 19 Gemeinden zählt er zu den flächengrößeren Kreisen Bayerns. Kreisstadt ist Neumarkt in der Oberpfalz, weitere Städte sind Berching, Dietfurt an der Altmühl, Freystadt, Parsberg und Velburg.
Landschaftsprägend ist die Mittlere Frankenalb (Oberpfälzer Jura), deren Schichtstufe etwa entlang der Linie Berg, Neumarkt und Berching verläuft. Der östliche Kreisteil gehört zur Fränkischen Alb (Naturraum D61) mit ihren Kalkkuppen, Trockentälern, Höhlen und Dolinen. Der westliche Teil um die Neumarkter Senke zählt zum Albvorland, dem Fränkischen Keuper-Liasland (Naturraum D59). Der Jurakalk bildet die geologische Grundlage für Magerrasen, Wacholderheiden und ein reich gegliedertes Relief.
Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Flusstäler der Schwarzen und Weißen Laaber, der Sulz, der Lauterach und der Schwarzach. Der Trauf der mittleren Frankenalb im Sulztal (FFH-Gebiet 6834-301) sichert großflächige Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, die Höhlen bei Velburg (FFH-Gebiet 6736-301) sind bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse. Sieben Naturschutzgebiete und 19 FFH-Gebiete bilden ein dichtes Netz wertvoller Lebensräume der Kalkalb.
Wirtschaftlich ist der Landkreis stark von Industrie und Bauwirtschaft geprägt, unter anderem durch Max Bögl in Sengenthal, Pfleiderer und Bionorica in Neumarkt sowie die Kalkstein- und Zementgewinnung im Jura. Der Main-Donau-Kanal, die Autobahnen A3, A6 und A9 sowie die Bahnstrecke Nürnberg und Regensburg durchziehen den Kreis. Gewerbe- und Infrastrukturprojekte, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Rohstoffabbau erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D61 ›
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Trauf der mittleren Frankenalb im Sulztal (FFH 6834-301), Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
- Schwarze Laaber (FFH 6836-371), naturnahes Kalkfließgewässer mit Talmooren
- Weiße, Wissinger und Breitenbrunner Laaber bei Dietfurt (FFH 6935-371)
- Lauterachtal (FFH 6636-371) an der Kreisgrenze zu Amberg-Sulzbach
- Fledermaushöhlen bei Velburg mit Wolfgangshöhle und Hohllochberggruppe (FFH 6736-301)
- Talmoore an der Schwarzen Laaber (FFH 6735-301), Kalkflachmoore und Streuwiesen
- Main-Donau-Kanal und unteres Altmühltal im Süden des Landkreises
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsvorhaben im gesamten oberpfälzischen Juraraum. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Neumarkt, die regionalen Flächenpools sowie die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Frankenalb mit ihren Kalkmagerrasen, Höhlenquartieren und naturnahen Laabertälern. Von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme übernehmen wir den vollständigen Prozess für Sie.
Typische Maßnahmen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Wiederherstellung und Pflege von Trockenrasen und Wacholderheiden am Albtrauf durch Entbuschung und extensive Schaf- und Ziegenbeweidung. Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Orchideen und die Zauneidechse.
Renaturierung der Laabertäler
Revitalisierung von Sulz, Schwarzer und Weißer Laaber durch Uferrückbau, Anbindung von Altarmen und Entwicklung von Auwaldstrukturen. Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Laichhabitaten.
Höhlen- und Fledermausquartiere
Schutz und Aufwertung der Kalkhöhlen bei Velburg als Winterquartiere sowie Sicherung von Quartieren in Gebäuden und Streuobst. Maßgeschneiderte CEF-Maßnahmen für Fledermausvorkommen der Frankenalb.
Kalkflachmoore und Streuwiesen
Wiedervernässung und extensive Pflege der Talmoore an der Schwarzen Laaber. Erhalt von Streuwiesen und Kleinseggenriedern als Lebensraum für seltene Falter, Amphibien und Wiesenbrüter.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur des Albvorlands. Trittsteinbiotope für Haselmaus, Feldhase und Feldvögel zwischen den Talzügen.
Streuobst und Ackerextensivierung
Anlage von Streuobstwiesen an Ortsrändern sowie Umwandlung intensiv genutzter Äcker in artenreiches Extensivgrünland. Lebensraum für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen im Jura.
Geschützte Arten im Oberpfälzer Jura und Albvorland
Fledermäuse in Jurahöhlen
Die Höhlen bei Velburg und weitere Kalkquartiere der Frankenalb beherbergen bedeutende Winterbestände von Arten wie Großem Mausohr und Kleiner Hufeisennase. Höhlensicherung und Quartierschutz sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Magerrasen
Die besonnten Kalkmagerrasen, Wacholderheiden und Bahndämme des Jura sind Kernlebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Bauvorhaben ist sie eine häufige Zielart für Ersatzhabitate nach BayKompV.
Mehr zur Art ›Eisvogel an den Laabertälern
An Schwarzer und Weißer Laaber sowie an der Sulz brütet der Eisvogel in natürlichen Uferabbrüchen. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden und die Sicherung naturnaher Gewässerabschnitte.
Mehr zur Art ›Amphibien der Kalkweiher
Kammmolch, Gelbbauchunke und Laubfrosch besiedeln Kleingewässer, Talmoore und Abbaustellen im Jura. Neuanlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme im Landkreis.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Wäldern
Die strukturreichen Waldränder, Hecken und Gebüsche des Albvorlands bieten der Haselmaus Lebensraum. Biotopverbund und der Erhalt gestufter Waldsäume fördern die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Jurawäldern
Die zusammenhängenden Laub- und Mischwälder der Frankenalb sind Rückzugsraum der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung und Vernetzung von Waldkomplexen unterstützen ihre Wiederausbreitung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Bauwirtschaft
Erweiterungen großer Arbeitgeber wie Max Bögl in Sengenthal, Pfleiderer und Bionorica sowie neue Gewerbe- und Industrieflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf. greeNature unterstützt mit Flächenmanagement und Behördenabstimmung.
Rohstoffabbau im Jura
Kalkstein-, Dolomit- und Zementgewinnung sowie Sand- und Kiesabbau greifen in Boden und Landschaft ein. Ausgleich, Ersatz und die Rekultivierung von Abbauflächen zu wertvollen Sekundärlebensräumen sind typische Aufgaben.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau der Autobahnen A3, A6 und A9, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen am Main-Donau-Kanal und an der Bahnstrecke Nürnberg und Regensburg lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Albvorland und Windkraftstandorte auf den Jurahöhen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und teils artenschutzrechtliche CEF- oder FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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