Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D64
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neu-Ulm

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Neu-Ulm. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Donau-Iller-Raum, von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme durch die Behörde.

515,84
km² Kreisfläche
~184k
Einwohner
17
Gemeinden
D64
BfN-Naturraum
4
FFH-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Neu-Ulm im Überblick

Der Landkreis Neu-Ulm liegt im äußersten Westen des Regierungsbezirks Schwaben, unmittelbar an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg und am Rand des Ballungsraums Ulm/Neu-Ulm. Im Norden bildet die Donau, im Westen die Iller die Grenze des Kreisgebiets. Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zum BfN-Naturraum D64 (Donau-Iller-Lech-Platten), der hier die Iller-Lech-Schotterplatten und das Donauried umfasst.

Die Landschaft ist geprägt von eiszeitlichen Schotterebenen und Riedellandschaften, die Iller und Donau über die Kaltzeiten aufgeschüttet haben. Zwischen den trockenen, meist ackerbaulich genutzten Schotterplatten liegen die feuchten Niederungen von Donauried, Rothtal und Illertal. Diese Gliederung schafft ein Mosaik aus intensiv genutzter Feldflur, Niedermooren, Streuwiesen und Auwaldresten.

Ökologisch besonders wertvoll ist das Donauried, einer der größten zusammenhängenden Niedermoor- und Feuchtgebietskomplexe Bayerns. Im Landkreis liegen vier FFH-Gebiete: die Donau-Auen zwischen Thalfingen und Höchstädt (7428-301), die Untere Illerauen (7726-371), das Obenhausener Ried und die Muschelbäche im Rothtal (7726-372) sowie die Wasenlöcher bei Illerberg (7726-302). Diese Auen, Riede und Streuwiesen sind Lebensraum für Wiesenbrüter, Amphibien und auentypische Arten.

Wirtschaftlich ist der Landkreis stark industriell geprägt. Namhafte Betriebe wie Wieland-Werke, Bosch Rexroth, PERI und Pfizer sowie die Nähe zum Oberzentrum Ulm sorgen für anhaltende Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturentwicklung. Betriebserweiterungen, Verkehrsprojekte entlang von A7 und Illertalachse sowie Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten lösen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Neu-Ulm (KS)SendenIllertissenVöhringenWeißenhornElchingenNersingenAltenstadtPfaffenhofen a.d. RothBellenbergRoggenburgKellmünz a.d. IllerBuchHolzheim

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Donauried, einer der größten Niedermoor- und Feuchtgebietskomplexe Bayerns
  • FFH-Gebiet Donau-Auen zwischen Thalfingen und Höchstädt (7428-301)
  • FFH-Gebiet Untere Illerauen (7726-371), naturnaher Auwald an der Iller
  • FFH-Gebiet Obenhausener Ried und Muschelbäche im Rothtal (7726-372)
  • FFH-Gebiet und NSG Wasenlöcher bei Illerberg (7726-302)
  • Iller-Lech-Schotterplatten, eiszeitliche Schotterebenen mit ausgeräumter Feldflur
  • Iller und Donau als naturnahe Fließgewässer und Landschaftsgrenzen

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet bayernweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen im Donau-Iller-Raum aus der Praxis. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neu-Ulm ab, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der Kompensation im Donauried, in den Illerauen und auf den Schotterplatten.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Neu-Ulm

🌾

Niedermoor-Wiedervernässung

Wiedervernässung entwässerter Niedermoorflächen im Donauried, Anhebung der Grundwasserstände und Entwicklung von Streuwiesen. Solche Maßnahmen verbinden Kompensation nach BayKompV mit Klimaschutz durch Moorerhalt.

🌿

Grünland-Extensivierung für Wiesenbrüter

Umwandlung intensiv genutzter Nasswiesen in artenreiches, extensiv gemähtes Feuchtgrünland im Donauried und Rothtal, Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel und weitere Wiesenbrüter.

💧

Illerauen-Revitalisierung

Anlage und Anbindung von Altwässern, Uferabflachungen und Auwaldentwicklung entlang der Iller, Aufwertung von Laich- und Bruthabitaten in den Unteren Illerauen.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Zauneidechsen-Habitate auf Bahndämmen und Schotterflächen, Biber-Konfliktmanagement an Iller und Donau sowie Fledermausquartiere in Auwäldern.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerlandschaft der Iller-Lech-Schotterplatten, Vernetzung isolierter Lebensräume für Feldvögel und Insekten.

🏞️

Streuwiesen- und Gewässerpflege

Pflege und Entwicklung der Muschelbäche und Streuwiesen im Rothtal, Erhalt kalkreicher Bäche und magerer Feuchtwiesen als hochwertige Kompensationsflächen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Donau-Iller-Raum und Iller-Lech-Platte

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter im Donauried

Das Donauried zählt zu den bedeutendsten Wiesenbrütergebieten Bayerns. Kiebitz und Großer Brachvogel brüten auf feuchten Extensivwiesen. Grünlandextensivierung und Wiedervernässung sind typische Maßnahmen zu ihrem Erhalt.

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🐟

Eisvogel und Biber an Iller und Donau

Naturnahe Uferabschnitte und Steilwände an Iller und Donau bieten dem Eisvogel Brutplätze, während der Biber die Auen aktiv gestaltet. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und die Anlage von Auengewässern.

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🦎

Zauneidechse auf Schotterflächen

Trockenwarme Bahndämme, Kiesabbauflächen und Ränder der Schotterplatten sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbeprojekten und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🐸

Amphibien in Auen und Rieden

Gelbbauchunke, Laubfrosch und Erdkröte besiedeln die Auwälder, Altwässer und Feuchtgebiete an Iller und Donau. Neu angelegte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Amphibien.

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🌊

Kammmolch in den Rieden

In den Niedermooren und Kleingewässern des Donaurieds und Rothtals kommt der Kammmolch vor, eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Erhalt und Neuanlage besonnter, fischfreier Laichgewässer sichern seine Bestände.

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🕊️

Feldlerche in der Feldflur

Auf den weiten, ackerbaulich geprägten Iller-Lech-Schotterplatten brütet die Feldlerche. Blühstreifen, Lerchenfenster und Extensivierungsmaßnahmen wirken dem Rückgang der Feldvögel entgegen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Der Landkreis ist Standort namhafter Industriebetriebe wie Wieland-Werke, Bosch Rexroth, PERI und Pfizer. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete in Neu-Ulm, Vöhringen, Illertissen und Senden erzeugen regelmäßig hohen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🛣️

Infrastruktur und Verkehr

Der Ausbau der Verkehrsachsen im Illertal, Maßnahmen an der A7, Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Bahnstrecken im Großraum Ulm/Neu-Ulm lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Die Nähe zum Oberzentrum Ulm treibt Wohnbau- und Gewerbeflächenentwicklung in Neu-Ulm, Senden und Elchingen. Eingriffe in Freiflächen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Flächeneigentümer als Anbieter infrage kommen.

☀️

Energie und Erneuerbare

Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten und Wasserkraftnutzung an der Iller erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und teils artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

GÜ
Landkreis Günzburg
Östlicher Nachbar · Schwaben
UN
Landkreis Unterallgäu
Südlicher Nachbar · Schwaben
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Neu-Ulm

Der Landkreis Neu-Ulm gehört vollständig zum BfN-Naturraum D64 (Donau-Iller-Lech-Platten). Innerhalb dieses Naturraums prägen die Iller-Lech-Schotterplatten und das Donauried das Kreisgebiet. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Neu-Ulm sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Neu-Ulm, Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege, Kantstraße 8, 89231 Neu-Ulm. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Donauried sind Wiedervernässung entwässerter Niedermoore, Grünlandextensivierung für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Brachvogel sowie Streuwiesenpflege häufige Maßnahmen. In den Illerauen kommen Auwaldentwicklung, Altwasseranbindung und Uferrenaturierung hinzu. Auf den Schotterplatten eignen sich Hecken und Biotopverbund.
Ja. Im Landkreis liegen vier FFH-Gebiete: die Donau-Auen zwischen Thalfingen und Höchstädt (7428-301), die Untere Illerauen (7726-371), das Obenhausener Ried und die Muschelbäche im Rothtal (7726-372) sowie die Wasenlöcher bei Illerberg (7726-302). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja, besonders geeignet sind Feuchtgrünland im Donauried und Rothtal, Flächen entlang von Iller und Donau sowie ackerbaulich genutzte Standorte auf den Schotterplatten mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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