
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neu-Ulm
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Neu-Ulm. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Donau-Iller-Raum, von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme durch die Behörde.
Der Landkreis Neu-Ulm im Überblick
Der Landkreis Neu-Ulm liegt im äußersten Westen des Regierungsbezirks Schwaben, unmittelbar an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg und am Rand des Ballungsraums Ulm/Neu-Ulm. Im Norden bildet die Donau, im Westen die Iller die Grenze des Kreisgebiets. Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zum BfN-Naturraum D64 (Donau-Iller-Lech-Platten), der hier die Iller-Lech-Schotterplatten und das Donauried umfasst.
Die Landschaft ist geprägt von eiszeitlichen Schotterebenen und Riedellandschaften, die Iller und Donau über die Kaltzeiten aufgeschüttet haben. Zwischen den trockenen, meist ackerbaulich genutzten Schotterplatten liegen die feuchten Niederungen von Donauried, Rothtal und Illertal. Diese Gliederung schafft ein Mosaik aus intensiv genutzter Feldflur, Niedermooren, Streuwiesen und Auwaldresten.
Ökologisch besonders wertvoll ist das Donauried, einer der größten zusammenhängenden Niedermoor- und Feuchtgebietskomplexe Bayerns. Im Landkreis liegen vier FFH-Gebiete: die Donau-Auen zwischen Thalfingen und Höchstädt (7428-301), die Untere Illerauen (7726-371), das Obenhausener Ried und die Muschelbäche im Rothtal (7726-372) sowie die Wasenlöcher bei Illerberg (7726-302). Diese Auen, Riede und Streuwiesen sind Lebensraum für Wiesenbrüter, Amphibien und auentypische Arten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis stark industriell geprägt. Namhafte Betriebe wie Wieland-Werke, Bosch Rexroth, PERI und Pfizer sowie die Nähe zum Oberzentrum Ulm sorgen für anhaltende Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturentwicklung. Betriebserweiterungen, Verkehrsprojekte entlang von A7 und Illertalachse sowie Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten lösen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D64 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Donauried, einer der größten Niedermoor- und Feuchtgebietskomplexe Bayerns
- FFH-Gebiet Donau-Auen zwischen Thalfingen und Höchstädt (7428-301)
- FFH-Gebiet Untere Illerauen (7726-371), naturnaher Auwald an der Iller
- FFH-Gebiet Obenhausener Ried und Muschelbäche im Rothtal (7726-372)
- FFH-Gebiet und NSG Wasenlöcher bei Illerberg (7726-302)
- Iller-Lech-Schotterplatten, eiszeitliche Schotterebenen mit ausgeräumter Feldflur
- Iller und Donau als naturnahe Fließgewässer und Landschaftsgrenzen
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bayernweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen im Donau-Iller-Raum aus der Praxis. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Neu-Ulm ab, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der Kompensation im Donauried, in den Illerauen und auf den Schotterplatten.
Typische Maßnahmen im Landkreis Neu-Ulm
Niedermoor-Wiedervernässung
Wiedervernässung entwässerter Niedermoorflächen im Donauried, Anhebung der Grundwasserstände und Entwicklung von Streuwiesen. Solche Maßnahmen verbinden Kompensation nach BayKompV mit Klimaschutz durch Moorerhalt.
Grünland-Extensivierung für Wiesenbrüter
Umwandlung intensiv genutzter Nasswiesen in artenreiches, extensiv gemähtes Feuchtgrünland im Donauried und Rothtal, Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel und weitere Wiesenbrüter.
Illerauen-Revitalisierung
Anlage und Anbindung von Altwässern, Uferabflachungen und Auwaldentwicklung entlang der Iller, Aufwertung von Laich- und Bruthabitaten in den Unteren Illerauen.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Zauneidechsen-Habitate auf Bahndämmen und Schotterflächen, Biber-Konfliktmanagement an Iller und Donau sowie Fledermausquartiere in Auwäldern.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerlandschaft der Iller-Lech-Schotterplatten, Vernetzung isolierter Lebensräume für Feldvögel und Insekten.
Streuwiesen- und Gewässerpflege
Pflege und Entwicklung der Muschelbäche und Streuwiesen im Rothtal, Erhalt kalkreicher Bäche und magerer Feuchtwiesen als hochwertige Kompensationsflächen.
Geschützte Arten im Donau-Iller-Raum und Iller-Lech-Platte
Kiebitz und Wiesenbrüter im Donauried
Das Donauried zählt zu den bedeutendsten Wiesenbrütergebieten Bayerns. Kiebitz und Großer Brachvogel brüten auf feuchten Extensivwiesen. Grünlandextensivierung und Wiedervernässung sind typische Maßnahmen zu ihrem Erhalt.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber an Iller und Donau
Naturnahe Uferabschnitte und Steilwände an Iller und Donau bieten dem Eisvogel Brutplätze, während der Biber die Auen aktiv gestaltet. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und die Anlage von Auengewässern.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Schotterflächen
Trockenwarme Bahndämme, Kiesabbauflächen und Ränder der Schotterplatten sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbeprojekten und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Auen und Rieden
Gelbbauchunke, Laubfrosch und Erdkröte besiedeln die Auwälder, Altwässer und Feuchtgebiete an Iller und Donau. Neu angelegte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Amphibien.
Mehr zur Art ›Kammmolch in den Rieden
In den Niedermooren und Kleingewässern des Donaurieds und Rothtals kommt der Kammmolch vor, eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Erhalt und Neuanlage besonnter, fischfreier Laichgewässer sichern seine Bestände.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Feldflur
Auf den weiten, ackerbaulich geprägten Iller-Lech-Schotterplatten brütet die Feldlerche. Blühstreifen, Lerchenfenster und Extensivierungsmaßnahmen wirken dem Rückgang der Feldvögel entgegen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
Der Landkreis ist Standort namhafter Industriebetriebe wie Wieland-Werke, Bosch Rexroth, PERI und Pfizer. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete in Neu-Ulm, Vöhringen, Illertissen und Senden erzeugen regelmäßig hohen Kompensationsbedarf nach BayKompV.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der Verkehrsachsen im Illertal, Maßnahmen an der A7, Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Bahnstrecken im Großraum Ulm/Neu-Ulm lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Siedlungsentwicklung
Die Nähe zum Oberzentrum Ulm treibt Wohnbau- und Gewerbeflächenentwicklung in Neu-Ulm, Senden und Elchingen. Eingriffe in Freiflächen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Flächeneigentümer als Anbieter infrage kommen.
Energie und Erneuerbare
Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten und Wasserkraftnutzung an der Iller erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und teils artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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