Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D65 · D66
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis München

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Münchner Umland und Isartal, von der Bedarfsanalyse bis zur dauerhaften Sicherung der Flächen.

664
km² Kreisfläche
~354k
Einwohner
29
Gemeinden
10
FFH-Gebiete (Natura 2000)
Oberbayern
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis München im Überblick

Der Landkreis München ist der bevölkerungsreichste Landkreis Bayerns und umschließt ringförmig die kreisfreie Landeshauptstadt München, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Er gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern, gliedert sich in 29 Gemeinden und wird von der Isar in Süd-Nord-Richtung durchzogen. Als wirtschaftsstärkster Landraum im Freistaat steht er unter besonders hohem Siedlungs- und Flächendruck.

Landschaftlich liegt der Landkreis überwiegend in der Münchner Schotterebene, einer würmeiszeitlichen Sander- und Niederterrassenlandschaft aus kalkreichen Flussschottern. Nach Süden steigt die Ebene sanft zu den Endmoränen des Alpenvorlandes an, während sie nach Norden zu den grundwassernahen Niedermooren abfällt. Am Nordrand treten die Moosgürtel des Dachauer, Freisinger und Erdinger Mooses zutage, wo das Grundwasser oberflächennah austritt. Die Isar hat sich in einem breiten Kastental in die Schotter eingeschnitten.

Ökologisch prägend sind die Isarauen mit ihren Brennen, kalkreichen Magerrasen, die als Naturwald und im FFH-Gebiet Isarauen von Unterföhring bis Landshut geschützt sind und wärmeliebende bis alpine Schwemmlingsarten beherbergen. Hinzu kommen die Niedermoorreste im Dachauer Moos mit einem der bedeutendsten Vorkommen der Helm-Azurjungfer. Im Landkreis sind zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) als Teil des europäischen Natura-2000-Netzes ausgewiesen.

Der wirtschaftliche Druck erzeugt regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV. Wohn- und Gewerbegebiete im Münchner Umland, der Ausbau von Verkehrsachsen (A8, A9, A94, A99, S-Bahn), die Forschungs- und Technologiestandorte um Garching sowie ein dichtes Netz an Geothermie-Anlagen lösen fortlaufend Eingriffe aus, die durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert werden müssen.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›
D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Unterschleißheim (KS)Garching bei MünchenUnterhachingOttobrunnHaarIsmaningOberhachingNeubibergTaufkirchenGrünwaldAschheimHöhenkirchen-SiegertsbrunnPullach im IsartalPlanegg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Isarauen von Unterföhring bis Landshut (7537-301) mit Auwäldern und Isar-Brennen
  • Naturwald Auwälder an der mittleren Isar
  • FFH-Gebiet Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301) mit großem Vorkommen der Helm-Azurjungfer
  • Isar-Brennen, kalkreiche Magerrasen mit wärmeliebenden und teils alpinen Schwemmlingsarten
  • Dachauer, Freisinger und Erdinger Moos, grundwassernahe Niedermoorreste am Nordrand der Schotterebene
  • Zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) im Landkreis, dazu mehrere Naturschutzgebiete wie das Deininger Moor

✅ greeNature vor Ort

greeNature entwickelt und betreut im Landkreis München Ausgleichsflächen und Ökokonten nach den Vorgaben der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Wir kennen die naturräumlichen Schwerpunkte der Münchner Schotterebene, von den Isarauen mit ihren Brennen über die Niedermoorreste der Moosgürtel bis zur ausgeräumten Ackerflur der Ebene, und stimmen Maßnahmen so ab, dass sie fachlich zum Naturraum D65 passen und mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt München abgestimmt werden können. Von der Flächenakquise über die Planung bis zur dauerhaften Sicherung, Pflege und dem Monitoring begleiten wir Vorhabenträger, Kommunen und Flächeneigentümer im gesamten Landkreis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis München

💧

Isarauen und Gewässerrenaturierung

Revitalisierung von Auwäldern, Altwassern und Uferstrukturen entlang der mittleren Isar, Wiederherstellung dynamischer Lebensräume für Fische, Eisvogel und auentypische Arten.

🌾

Brennen- und Magerrasenpflege

Erhalt und Entwicklung der kalkreichen Isar-Brennen durch Entbuschung, Mahd und Beweidung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, seltene Pflanzen und die Zauneidechse.

🌿

Niedermoor-Revitalisierung

Wiedervernässung und Extensivierung im Dachauer, Freisinger und Erdinger Moos, Anhebung der Grundwasserstände zugunsten von Wiesenbrütern und der Helm-Azurjungfer.

🌳

Waldumbau und Auwaldentwicklung

Überführung fichtendominierter Forste in standortgerechte Laubmisch- und Auwälder, Erhöhung der Struktur- und Klimastabilität in den Isarhangwäldern.

🌱

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerlandschaft der Schotterebene, Vernetzung von Lebensräumen für Feldvögel und Wildbienen.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen für Zauneidechse auf Bahndämmen und Kiesflächen, Eisvogel-Steilwände an der Isar sowie Fledermausquartiere, maßgeschneidert nach BayKompV.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Münchner Umland und Isartal

🐦

Eisvogel

An den strukturreichen Ufern der Isar findet der Eisvogel Steilwände und saubere Gewässer. Er ist nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie geschützt, typische CEF-Maßnahmen sind angelegte Steilwände und naturnahe Uferabbrüche.

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🦎

Zauneidechse

Auf trockenwarmen Brennen, Bahndämmen und Kiesflächen der Schotterebene ist die Zauneidechse verbreitet. Sie zählt zu den häufig betroffenen Arten bei Eingriffen, für die nach § 44 BNatSchG vorgezogene CEF-Maßnahmen nötig werden.

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🐤

Kiebitz und Wiesenbrüter

In den feuchten Niedermoorwiesen des Dachauer und Erdinger Mooses brüten Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland sind hier wirksame Kompensationsmaßnahmen.

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🐸

Kammmolch und Amphibien

Grundwassernahe Gräben, Kleingewässer und Moorreste bieten Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke geeignete Lebensräume. Neu angelegte, fischfreie Kleingewässer sind typische Maßnahmen im Münchner Umland.

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🦇

Fledermäuse

Auwälder, Siedlungsränder und alte Baumbestände dienen Arten wie Großem Mausohr und Zwergfledermaus als Jagdgebiet und Quartier. Quartiersangebote und strukturreiche Gehölze sichern ihre Funktionsräume.

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🕊️

Feldlerche

Auf den weiten Ackerflächen der Schotterebene ist die Feldlerche ein charakteristischer, zugleich rückläufiger Brutvogel. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstreifen verbessern ihren Lebensraum.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Der hohe Wohnungsdruck im Münchner Umland führt zu fortlaufenden Wohn- und Gewerbegebietsausweisungen in Städten wie Unterschleißheim, Garching und Unterhaching. Jede Neuversiegelung löst Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Ausbau und Ertüchtigung der Autobahnen A8, A9, A94 und A99, S-Bahn-Ausbau sowie Ortsumgehungen und Radschnellwege erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf im dicht erschlossenen Landkreis.

⚡

Energie und Geothermie

Der Landkreis München ist ein Schwerpunkt der Tiefengeothermie mit Anlagen unter anderem in Unterhaching, Sauerlach, Dürrnhaar und Grünwald. Bohrplätze, Leitungstrassen und Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation.

🔬

Wissenschafts- und Technologiestandorte

Der Forschungscampus Garching sowie Gewerbe- und Business-Parks in Ismaning, Aschheim und Unterföhring wachsen kontinuierlich. Erweiterungen und Neubauten ziehen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft nach sich.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis München

Der Landkreis München liegt überwiegend im BfN-Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten), konkret in der naturräumlichen Einheit Münchener Ebene, die zur Gruppe der Isar-Inn-Schotterplatten gehört. Nach Süden vermittelt die Landschaft zu den Endmoränen des Alpenvorlandes. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt München und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt München, Untere Naturschutzbehörde, Mariahilfplatz 17, 81541 München. Der Sitz liegt in der kreisfreien Landeshauptstadt München, die selbst nicht zum Landkreis gehört. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Landkreis sind zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen, darunter die Isarauen von Unterföhring bis Landshut (7537-301) und die Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301). Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und gegebenenfalls Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS, § 45 Abs. 7 BNatSchG) auslösen. greeNature prüft die gebiets- und artenschutzrechtlichen Anforderungen und setzt die notwendigen Maßnahmen um.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung der Isarauen und ihrer Brennen, die Wiedervernässung von Niedermoorresten in den Moosgürteln, der Umbau von Fichtenforsten zu standortgerechten Laubmisch- und Auwäldern, Heckenpflanzungen in der ausgeräumten Schotterebene sowie CEF-Maßnahmen für Zauneidechse, Eisvogel und Fledermäuse.
Ja, besonders geeignet sind intensiv genutzte Ackerflächen der Schotterebene, grundwassernahe Grünlandflächen in den Moosgebieten und Flächen entlang der Isar. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen extensiv weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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