
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis München
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Münchner Umland und Isartal, von der Bedarfsanalyse bis zur dauerhaften Sicherung der Flächen.
Der Landkreis München im Überblick
Der Landkreis München ist der bevölkerungsreichste Landkreis Bayerns und umschließt ringförmig die kreisfreie Landeshauptstadt München, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Er gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern, gliedert sich in 29 Gemeinden und wird von der Isar in Süd-Nord-Richtung durchzogen. Als wirtschaftsstärkster Landraum im Freistaat steht er unter besonders hohem Siedlungs- und Flächendruck.
Landschaftlich liegt der Landkreis überwiegend in der Münchner Schotterebene, einer würmeiszeitlichen Sander- und Niederterrassenlandschaft aus kalkreichen Flussschottern. Nach Süden steigt die Ebene sanft zu den Endmoränen des Alpenvorlandes an, während sie nach Norden zu den grundwassernahen Niedermooren abfällt. Am Nordrand treten die Moosgürtel des Dachauer, Freisinger und Erdinger Mooses zutage, wo das Grundwasser oberflächennah austritt. Die Isar hat sich in einem breiten Kastental in die Schotter eingeschnitten.
Ökologisch prägend sind die Isarauen mit ihren Brennen, kalkreichen Magerrasen, die als Naturwald und im FFH-Gebiet Isarauen von Unterföhring bis Landshut geschützt sind und wärmeliebende bis alpine Schwemmlingsarten beherbergen. Hinzu kommen die Niedermoorreste im Dachauer Moos mit einem der bedeutendsten Vorkommen der Helm-Azurjungfer. Im Landkreis sind zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) als Teil des europäischen Natura-2000-Netzes ausgewiesen.
Der wirtschaftliche Druck erzeugt regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV. Wohn- und Gewerbegebiete im Münchner Umland, der Ausbau von Verkehrsachsen (A8, A9, A94, A99, S-Bahn), die Forschungs- und Technologiestandorte um Garching sowie ein dichtes Netz an Geothermie-Anlagen lösen fortlaufend Eingriffe aus, die durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert werden müssen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
Zum Naturraum D66 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Isarauen von Unterföhring bis Landshut (7537-301) mit Auwäldern und Isar-Brennen
- Naturwald Auwälder an der mittleren Isar
- FFH-Gebiet Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301) mit großem Vorkommen der Helm-Azurjungfer
- Isar-Brennen, kalkreiche Magerrasen mit wärmeliebenden und teils alpinen Schwemmlingsarten
- Dachauer, Freisinger und Erdinger Moos, grundwassernahe Niedermoorreste am Nordrand der Schotterebene
- Zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) im Landkreis, dazu mehrere Naturschutzgebiete wie das Deininger Moor
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und betreut im Landkreis München Ausgleichsflächen und Ökokonten nach den Vorgaben der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Wir kennen die naturräumlichen Schwerpunkte der Münchner Schotterebene, von den Isarauen mit ihren Brennen über die Niedermoorreste der Moosgürtel bis zur ausgeräumten Ackerflur der Ebene, und stimmen Maßnahmen so ab, dass sie fachlich zum Naturraum D65 passen und mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt München abgestimmt werden können. Von der Flächenakquise über die Planung bis zur dauerhaften Sicherung, Pflege und dem Monitoring begleiten wir Vorhabenträger, Kommunen und Flächeneigentümer im gesamten Landkreis.
Typische Maßnahmen im Landkreis München
Isarauen und Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Auwäldern, Altwassern und Uferstrukturen entlang der mittleren Isar, Wiederherstellung dynamischer Lebensräume für Fische, Eisvogel und auentypische Arten.
Brennen- und Magerrasenpflege
Erhalt und Entwicklung der kalkreichen Isar-Brennen durch Entbuschung, Mahd und Beweidung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, seltene Pflanzen und die Zauneidechse.
Niedermoor-Revitalisierung
Wiedervernässung und Extensivierung im Dachauer, Freisinger und Erdinger Moos, Anhebung der Grundwasserstände zugunsten von Wiesenbrütern und der Helm-Azurjungfer.
Waldumbau und Auwaldentwicklung
Überführung fichtendominierter Forste in standortgerechte Laubmisch- und Auwälder, Erhöhung der Struktur- und Klimastabilität in den Isarhangwäldern.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerlandschaft der Schotterebene, Vernetzung von Lebensräumen für Feldvögel und Wildbienen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Maßnahmen für Zauneidechse auf Bahndämmen und Kiesflächen, Eisvogel-Steilwände an der Isar sowie Fledermausquartiere, maßgeschneidert nach BayKompV.
Geschützte Arten im Münchner Umland und Isartal
Eisvogel
An den strukturreichen Ufern der Isar findet der Eisvogel Steilwände und saubere Gewässer. Er ist nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie geschützt, typische CEF-Maßnahmen sind angelegte Steilwände und naturnahe Uferabbrüche.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Auf trockenwarmen Brennen, Bahndämmen und Kiesflächen der Schotterebene ist die Zauneidechse verbreitet. Sie zählt zu den häufig betroffenen Arten bei Eingriffen, für die nach § 44 BNatSchG vorgezogene CEF-Maßnahmen nötig werden.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenbrüter
In den feuchten Niedermoorwiesen des Dachauer und Erdinger Mooses brüten Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland sind hier wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Grundwassernahe Gräben, Kleingewässer und Moorreste bieten Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke geeignete Lebensräume. Neu angelegte, fischfreie Kleingewässer sind typische Maßnahmen im Münchner Umland.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Auwälder, Siedlungsränder und alte Baumbestände dienen Arten wie Großem Mausohr und Zwergfledermaus als Jagdgebiet und Quartier. Quartiersangebote und strukturreiche Gehölze sichern ihre Funktionsräume.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Auf den weiten Ackerflächen der Schotterebene ist die Feldlerche ein charakteristischer, zugleich rückläufiger Brutvogel. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstreifen verbessern ihren Lebensraum.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Der hohe Wohnungsdruck im Münchner Umland führt zu fortlaufenden Wohn- und Gewerbegebietsausweisungen in Städten wie Unterschleißheim, Garching und Unterhaching. Jede Neuversiegelung löst Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau und Ertüchtigung der Autobahnen A8, A9, A94 und A99, S-Bahn-Ausbau sowie Ortsumgehungen und Radschnellwege erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf im dicht erschlossenen Landkreis.
Energie und Geothermie
Der Landkreis München ist ein Schwerpunkt der Tiefengeothermie mit Anlagen unter anderem in Unterhaching, Sauerlach, Dürrnhaar und Grünwald. Bohrplätze, Leitungstrassen und Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation.
Wissenschafts- und Technologiestandorte
Der Forschungscampus Garching sowie Gewerbe- und Business-Parks in Ismaning, Aschheim und Unterföhring wachsen kontinuierlich. Erweiterungen und Neubauten ziehen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis München
Ökopunkte im Landkreis München anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis München.