Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt München

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der Landeshauptstadt München, von der Bedarfsanalyse bis zur dauerhaften Sicherung der Flächen.

~311
km² Stadtfläche
~1,5 Mio
Einwohner
25
Stadtbezirke
6
FFH-Gebiete (Natura 2000)
~4.800
Einwohner je km²
Stadt und Ökologie

Die Stadt München im Überblick

München ist die Landeshauptstadt Bayerns und mit rund 1,5 Millionen Einwohnern auf etwa 311 Quadratkilometern die bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Gemeinde Deutschlands. Als kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Oberbayern gliedert sie sich in 25 Stadtbezirke und wird ringförmig vom Landkreis München umschlossen. Die Isar durchquert das Stadtgebiet von Süden nach Norden.

Landschaftlich liegt München vollständig in der Münchner Schotterebene, einer würmeiszeitlichen Niederterrassen- und Sanderlandschaft aus kalkreichen Flussschottern. Nach Norden geht die Ebene in die grundwassernahen Niedermoorreste des Dachauer und Erdinger Mooses über. Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zur BfN-Großlandschaft D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten).

Trotz der dichten Bebauung besitzt München bemerkenswerte Lebensräume. Im Stadtgebiet sind sechs FFH-Gebiete gemeldet, dazu kommen die Heideflächen der nördlichen Schotterebene mit der Fröttmaninger Heide und der Panzerwiese, die Reste des historischen Lohwaldgürtels wie die Allacher Lohe sowie die Isarauen als bedeutende Biotopverbundachse zwischen Alpen und Donau.

Als wirtschaftsstärkster Standort Bayerns steht München unter hohem Siedlungs- und Flächendruck. Wohnungsbau in neuen Stadtquartieren, Gewerbe- und Technologieflächen sowie große Verkehrsvorhaben erzeugen fortlaufend Eingriffe, die nach BayKompV auszugleichen sind. Im dicht bebauten Stadtgebiet gewinnen Entsiegelung, Dachbegrünung und die Aufwertung stadtnaher Flächen als Kompensationsansätze besondere Bedeutung.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Stadtteile

Altstadt-Lehel (KS)Ludwigsvorstadt-IsarvorstadtMaxvorstadtSchwabing-WestAu-HaidhausenSendlingSchwanthalerhöheNeuhausen-NymphenburgBogenhausenRamersdorf-PerlachMilbertshofen-Am HartTrudering-RiemPasing-ObermenzingFeldmoching-Hasenbergl

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Sechs FFH-Gebiete im Stadtgebiet als Teil des Natura-2000-Netzes
  • Heideflächen und Lohwälder nördlich von München (7735-371), landesweit bedeutsame Heidelandschaft der Schotterebene
  • Fröttmaninger Heide, größte zusammenhängende Heidefläche der Münchner Schotterebene, durch Schafbeweidung gepflegt
  • Naturschutzgebiet Panzerwiese und Hartelholz, Kalkmagerrasen der nördlichen Schotterebene
  • Allacher Forst und Angerlohe (7734-302), Reste des historischen Lohwaldgürtels mit Hartholzauwald
  • Isarauen als Biotopverbundachse zwischen Alpen und Donau, FFH-Gebiet Isarauen von Unterföhring bis Landshut (7537-301)
  • Nymphenburger Park mit Allee und Kapuzinerhölzl (7834-301), FFH-Gebiet mit altem Baumbestand und Fledermausvorkommen

✅ greeNature vor Ort

greeNature entwickelt und betreut im Großraum München Ausgleichsflächen und Ökokonten nach den Vorgaben der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Wir kennen die naturräumlichen Schwerpunkte der Münchner Schotterebene, von den Isarauen über die Heideflächen der nördlichen Schotterebene bis zu den Lohwäldern, und stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde im Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt ab. Von der Flächenakquise über die Planung bis zur dauerhaften Sicherung, Pflege und dem Monitoring begleiten wir Vorhabenträger, Kommunen und Flächeneigentümer im gesamten Stadtgebiet.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt München

💧

Isarauen und Gewässerrenaturierung

Aufwertung von Auwaldresten, Uferstrukturen und Nebengewässern entlang der Isar im Stadtgebiet. Naturnahe Ufer und Kiesbänke schaffen Lebensraum für Eisvogel, Fische und auentypische Arten und stärken die Biotopverbundachse zwischen Alpen und Donau.

🧱

Entsiegelung und Flächenrückbau

Rückbau versiegelter Flächen, Umwandlung in durchlässige, begrünte Böden sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Im dicht bebauten Stadtgebiet sind solche Maßnahmen ein wirksamer Beitrag zum Ausgleich von Neuversiegelung und verbessern zugleich Wasserhaushalt und Stadtklima.

🐑

Heide- und Magerrasenpflege

Erhalt der Kalkmagerrasen und Heideflächen der nördlichen Schotterebene, etwa auf der Fröttmaninger Heide und der Panzerwiese, durch Schafbeweidung und Entbuschung. Diese Lebensräume beherbergen seltene Pflanzen, Wildbienen und die Zauneidechse.

🌳

Lohwald- und Auwaldentwicklung

Sicherung und Entwicklung der Reste des historischen Lohwaldgürtels, etwa der Allacher Lohe und der Angerlohe, durch Förderung standortgerechter Laubmischwälder sowie von Alt- und Totholz. Hartholzauwälder zählen zu den geschützten FFH-Lebensraumtypen.

🌿

Grünland-Extensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen sowie Wiedervernässung grundwassernaher Standorte in den Moosgürteln am Stadtrand. Solche Maßnahmen fördern Wiesenbrüter, Insekten und den Wasserhaushalt der Niedermoore.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Bahnflächen und Böschungen, Laichgewässer für Wechselkröte und weitere Amphibien, Fledermausquartiere sowie Eisvogel-Steilwände, jeweils als CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Landeshauptstadt in der Münchner Schotterebene

🦎

Zauneidechse

Auf den Heideflächen, Bahndämmen und Kiesstandorten der Schotterebene ist die Zauneidechse weit verbreitet. Sie zählt zu den bei Eingriffen am häufigsten betroffenen Arten, für die nach § 44 BNatSchG vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich werden.

Mehr zur Art ›
🐸

Wechselkröte und Amphibien

Die Wechselkröte ist eine typische Pionierart der Kiesgruben, Baustellen und Heideweiher im Münchner Raum. Für sie und weitere Amphibien wie Kammmolch und Erdkröte sind neu angelegte, fischfreie Kleingewässer im räumlichen Zusammenhang bewährte Kompensationsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Der Nymphenburger Park mit seinem alten Baumbestand, die Isarauen und Siedlungsränder dienen Arten wie Großem Abendsegler, Großem Mausohr und Zwergfledermaus als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss und Baumfällung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme nötig.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel

An den naturnahen Uferabschnitten der Isar findet der Eisvogel Steilwände und strukturreiche Gewässer. Er ist nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie geschützt, typische CEF-Maßnahmen sind angelegte Steilwände und naturnahe Uferabbrüche.

Mehr zur Art ›
🕊️

Feldlerche und Heidelerche

Auf den offenen Heideflächen der nördlichen Schotterebene, etwa der Fröttmaninger Heide und der Panzerwiese, brüten Feld- und Heidelerche. Erhalt und Pflege offener Magerrasen sichern ihren Lebensraum.

Mehr zur Art ›
🌰

Haselmaus

Die strukturreichen Lohwälder und Gehölzsäume im Münchner Norden und Westen, etwa in der Allacher Lohe und Angerlohe, bieten der streng geschützten Haselmaus geeigneten Lebensraum. Bei Rodungen sind eine schonende, abschnittsweise Gehölzentnahme und vernetzte Ersatzhabitate erforderlich.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnungsbau und neue Stadtquartiere

Der hohe Wohnungsdruck führt zur Entwicklung großer neuer Quartiere, etwa in Freiham im Münchner Westen, sowie zu Konversion und Nachverdichtung im gesamten Stadtgebiet. Jede Neuversiegelung löst Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Großvorhaben wie die zweite S-Bahn-Stammstrecke, Verlängerungen von U- und Tramlinien sowie der Ausbau von Straßen und Radschnellwegen erzeugen im dicht erschlossenen Stadtgebiet erheblichen Kompensationsbedarf.

🏢

Gewerbe, Technologie und Messe

Erweiterungen von Büro-, Gewerbe- und Technologiestandorten sowie Vorhaben im Umfeld von Messe und Gewerbegebieten führen fortlaufend zu Eingriffen in Natur und Landschaft, die naturschutzrechtlich auszugleichen sind.

🌳

Grün- und Freiraumentwicklung

Die Entwicklung neuer Parks und Grünzüge sowie die Aufwertung des Isarraums verbinden Stadtentwicklung mit ökologischer Aufwertung. Solche Vorhaben lassen sich mit Entsiegelung, Biotopvernetzung und Artenschutzmaßnahmen als Kompensation verknüpfen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt München

Das Stadtgebiet München liegt vollständig in der Münchner Schotterebene und gehört zur BfN-Großlandschaft D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Nach Norden vermittelt die Ebene zu den grundwassernahen Niedermoorresten der Moosgürtel. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt und alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt nimmt München die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist das Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt München, Untere Naturschutzbehörde, Blumenstraße 28b, 80331 München. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Stadtgebiet sind sechs FFH-Gebiete gemeldet, darunter die Heideflächen und Lohwälder nördlich von München (7735-371), der Allacher Forst und Angerlohe (7734-302), die Isarauen von Unterföhring bis Landshut (7537-301) und der Nymphenburger Park mit Allee und Kapuzinerhölzl (7834-301). Dazu kommen Naturschutzgebiete wie die Fröttmaninger Heide und die Panzerwiese. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und gegebenenfalls Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS, § 45 Abs. 7 BNatSchG) auslösen.
Im Stadtgebiet gewinnen Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Aufwertung des Isarraums an Bedeutung. Hinzu kommen Heide- und Magerrasenpflege auf der nördlichen Schotterebene und die Entwicklung der Lohwälder. Wo im Stadtgebiet kein Platz ist, kommen Grünland-Extensivierung und Wiedervernässung in den Moosgürteln am Stadtrand sowie CEF-Maßnahmen für Zauneidechse, Wechselkröte, Fledermäuse und Eisvogel hinzu.
Ja. Geeignet sind unter anderem entsiegelbare Flächen, stadtnahe Grünland- und Ackerflächen sowie Standorte an der Isar und in den Moosgürteln. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen extensiv weiter nutzen. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Jetzt anfragen

Ökopunkte in der Stadt München anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt München.