Obstbaumreihe auf einer extensiv gepflegten Maßnahmenfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D65 · D66
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Mühldorf am Inn

Ökopunkte im Landkreis Mühldorf am Inn sind über greeNature verfügbar. Wir übernehmen die Kompensation nach BayKompV als Full-Service-Partner, von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung bis zur dauerhaften Pflege.

805 km²
Kreisfläche
rund 122.000
Einwohner (Stand 2025)
31
Städte, Märkte und Gemeinden
D65 und D66
BfN-Naturräume
Oberbayern
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Mühldorf am Inn im Überblick

Der Landkreis Mühldorf am Inn liegt im Osten Oberbayerns zwischen dem Ballungsraum München und dem oberbayerischen Chemiedreieck. Der Inn durchzieht das Kreisgebiet von Osten nach Westen, die Isen entwässert den nördlichen Teil und mündet bei Töging in den Inn. Kreisstadt ist Mühldorf am Inn, größte Stadt und industrieller Schwerpunkt ist Waldkraiburg. Der Landkreis gehört zur Europäischen Metropolregion München und ist über die Autobahn A94 sowie den Eisenbahnknoten Mühldorf gut erschlossen.

Landschaftlich ist das Kreisgebiet dreigeteilt. Im Norden prägt das tertiäre Hügelland der Isar-Inn-Schotterplatten (Naturraum D65) mit Wäldern, Äckern und eingeschnittenen Bachtälern das Bild. In der Mitte liegt die breite Niederterrassenlandschaft des unteren Inntals mit würmzeitlichen und nacheiszeitlichen Schottern, in der der Inn in weiten Schlingen verläuft. Nach Süden gehen die Terrassen in das eiszeitlich geformte Moränen- und Hügelland des Voralpenlandes (Naturraum D66) über.

Ökologisch bedeutsam sind vor allem die Innauen mit ihren Stauseen sowie die steilen Leitenwälder entlang des Inntals, die als FFH-Gebiet Innauen und Innleitenwälder gesichert sind. Das FFH-Gebiet Isental mit Nebenbächen umfasst ein weitgehend naturnahes Fließgewässersystem, hinzu kommen Gebiete wie Grünbach und Bucher Moos sowie ausgewiesene Kammmolchhabitate. Insgesamt sind im Landkreis rund 2.520 Hektar als Natura-2000-Flächen ausgewiesen. Diese Lebensräume beherbergen unter anderem Eisvogel, Kammmolch, Wiesenbrüter und zahlreiche Fledermausarten.

Wirtschaftlich ist der Landkreis von der Industriestadt Waldkraiburg mit Kunststoff-, Metall- und Papierverarbeitung geprägt, ergänzt durch mittelständisches Gewerbe in Mühldorf, Töging und Ampfing sowie eine flächendeckende Land- und Forstwirtschaft. Ein hoher Kompensationsbedarf entsteht durch Infrastrukturvorhaben wie die Autobahn A94, den Ausbau der Bahnstrecke München, Mühldorf und Freilassing (ABS 38), durch Gewerbe- und Industrieansiedlungen sowie durch Freiflächen-Photovoltaik. Für diese Eingriffe planen und realisieren wir naturraumgerechte Ausgleichsmaßnahmen nach BayKompV.

Obstbaumreihe auf einer extensiv gepflegten Maßnahmenfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›
D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Mühldorf am Inn (KS)WaldkraiburgTöging am InnNeumarkt-Sankt VeitAmpfingHaag in OberbayernKraiburg am InnGars am InnAschau am InnBuchbachSchwindeggMettenheim

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Der Inn mit seinen Stauseen und dem Innkanal, der die Wasserkraftnutzung bei Töging speist
  • FFH-Gebiet Innauen und Innleitenwälder mit Auwäldern und steilen Hangwäldern entlang des Inntals
  • FFH-Gebiet Isental mit Nebenbächen als weitgehend naturnahes Fließgewässersystem
  • Ausgewiesene Kammmolchhabitate sowie das Gebiet Grünbach und Bucher Moos
  • Industriestandort Waldkraiburg als wirtschaftlicher Schwerpunkt des Landkreises
  • Eisenbahnknoten Mühldorf und der laufende Ausbau der Strecke München, Mühldorf und Freilassing (ABS 38)
  • Rund 2.520 Hektar Natura-2000-Flächen im Kreisgebiet

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut den Landkreis Mühldorf am Inn als Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV. Wir sichern Flächen im Inntal, im Isental und im umgebenden Hügelland, planen naturraumgerechte Maßnahmen für die Naturräume D65 und D66, stimmen sie mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt ab und übernehmen die dauerhafte Pflege sowie das Monitoring. So erhalten Vorhabenträger aus Industrie, Kommunen und Infrastruktur eine rechtssichere und planbare Kompensation ohne eigenen Verwaltungsaufwand.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Mühldorf am Inn

🌊

Auenrenaturierung am Inn

Wiederanbindung von Altwässern, Entwicklung von Auwald und Uferstrukturen entlang des Inns und seiner Stauseen zur Aufwertung der Innauen.

🌳

Leitenwälder entwickeln

Umbau und Extensivierung der steilen Hangwälder des Inntals hin zu strukturreichen, standortgerechten Laubmischwäldern mit Alt- und Totholzanteil.

💧

Gewässerrandstreifen an der Isen

Anlage von Ufergehölzen und Pufferstreifen an Isen und Nebenbächen, um Fließgewässer zu vernetzen und Nährstoffeinträge zu mindern.

🦋

Feuchtwiesen und Wiesenbrüter

Extensivierung feuchter Talwiesen mit angepasster Mahd zugunsten von Wiesenbrütern wie dem Kiebitz und einer artenreichen Wiesenflora.

🐸

Laichgewässer für Amphibien

Anlage und Pflege besonnter Kleingewässer zur Stärkung der ausgewiesenen Kammmolchhabitate und weiterer Amphibienvorkommen im Kreisgebiet.

🌾

Hecken und Streuobst im Hügelland

Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen im Isar-Inn-Hügelland zur Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Inntal und Isental

🐦

Eisvogel

Brütet an Steilufern von Inn und Isen und ist auf saubere, fischreiche Gewässer mit naturnahen Uferabbrüchen angewiesen.

Mehr zur Art ›
🦎

Kammmolch

Im Landkreis mit eigens ausgewiesenen Habitaten vertreten, angewiesen auf fischfreie, gut besonnte Laichgewässer mit strukturreichem Umland.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Finden in den Leitenwäldern des Inntals und in Streuobstbeständen Quartiere und Jagdrevier; alle Arten sind streng geschützt.

Mehr zur Art ›
🐦

Kiebitz

Wiesenbrüter der feuchten Talwiesen und offenen Feldfluren, der von Extensivierung und Wiedervernässung profitiert.

Mehr zur Art ›
🕊️

Feldlerche

Charakterart der offenen Ackerlandschaft im Hügelland, deren Bestände durch strukturarme Fluren unter Druck stehen.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse

Besiedelt sonnenexponierte Böschungen, Bahn- und Straßendämme und ist bei Eingriffen häufig durch CEF-Maßnahmen zu sichern.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Straßenbau und Autobahn A94

Neubau- und Ausbauabschnitte der A94 sowie Ortsumgehungen und Staatsstraßen führen zu erheblichen Eingriffen mit Ausgleichspflicht.

🚆

Bahnausbau ABS 38

Der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke München, Mühldorf und Freilassing erfordern Kompensation für Trassen- und Gehölzeingriffe.

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterungen von Industrie- und Gewerbegebieten in Waldkraiburg, Mühldorf und Töging beanspruchen Freiflächen und lösen Kompensation aus.

☀️

Freiflächen-Photovoltaik

Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen benötigen naturschutzfachliche Begleitung und Ausgleich nach BayKompV.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Mühldorf am Inn

Ja. greeNature stellt Ökopunkte aus Kompensationsflächen im Inntal, im Isental und im umgebenden Hügelland bereit und entwickelt bei Bedarf weitere Flächen im Landkreis. So lässt sich der Ausgleich für Eingriffe rechtssicher und ortsnah abdecken.
Die Bayerische Kompensationsverordnung legt fest, wie Eingriffe in Natur und Landschaft bewertet und in Wert- oder Ökopunkten ausgeglichen werden. Sie bildet die Grundlage für Umfang und Qualität der Ausgleichsmaßnahmen, die wir für Ihr Vorhaben planen und umsetzen.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Mühldorf a. Inn in der Töginger Straße 18. Wir stimmen Maßnahmenkonzepte und Ökokonten frühzeitig mit ihr ab, damit die Kompensation anerkannt wird.
CEF-Maßnahmen (measures to ensure the continued ecological functionality) sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach Paragraf 44 BNatSchG. Sie sichern die ökologische Funktion für Arten wie Zauneidechse oder Kiebitz, bevor der Eingriff beginnt, und müssen rechtzeitig wirksam sein.
Im Landkreis sind unter anderem Kammmolch, Eisvogel, Fledermäuse, Kiebitz, Feldlerche und Zauneidechse artenschutzrechtlich relevant. Wir prüfen die Betroffenheit im Rahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung und leiten passende Maßnahmen ab.
Wir bieten Full-Service von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung und Umsetzung bis zu Pflege, Monitoring und Dokumentation. Damit erhalten Vorhabenträger eine planbare Kompensation ohne eigenen Verwaltungsaufwand.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Mühldorf am Inn anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Mühldorf am Inn.