
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Mühldorf am Inn
Ökopunkte im Landkreis Mühldorf am Inn sind über greeNature verfügbar. Wir übernehmen die Kompensation nach BayKompV als Full-Service-Partner, von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung bis zur dauerhaften Pflege.
Der Landkreis Mühldorf am Inn im Überblick
Der Landkreis Mühldorf am Inn liegt im Osten Oberbayerns zwischen dem Ballungsraum München und dem oberbayerischen Chemiedreieck. Der Inn durchzieht das Kreisgebiet von Osten nach Westen, die Isen entwässert den nördlichen Teil und mündet bei Töging in den Inn. Kreisstadt ist Mühldorf am Inn, größte Stadt und industrieller Schwerpunkt ist Waldkraiburg. Der Landkreis gehört zur Europäischen Metropolregion München und ist über die Autobahn A94 sowie den Eisenbahnknoten Mühldorf gut erschlossen.
Landschaftlich ist das Kreisgebiet dreigeteilt. Im Norden prägt das tertiäre Hügelland der Isar-Inn-Schotterplatten (Naturraum D65) mit Wäldern, Äckern und eingeschnittenen Bachtälern das Bild. In der Mitte liegt die breite Niederterrassenlandschaft des unteren Inntals mit würmzeitlichen und nacheiszeitlichen Schottern, in der der Inn in weiten Schlingen verläuft. Nach Süden gehen die Terrassen in das eiszeitlich geformte Moränen- und Hügelland des Voralpenlandes (Naturraum D66) über.
Ökologisch bedeutsam sind vor allem die Innauen mit ihren Stauseen sowie die steilen Leitenwälder entlang des Inntals, die als FFH-Gebiet Innauen und Innleitenwälder gesichert sind. Das FFH-Gebiet Isental mit Nebenbächen umfasst ein weitgehend naturnahes Fließgewässersystem, hinzu kommen Gebiete wie Grünbach und Bucher Moos sowie ausgewiesene Kammmolchhabitate. Insgesamt sind im Landkreis rund 2.520 Hektar als Natura-2000-Flächen ausgewiesen. Diese Lebensräume beherbergen unter anderem Eisvogel, Kammmolch, Wiesenbrüter und zahlreiche Fledermausarten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis von der Industriestadt Waldkraiburg mit Kunststoff-, Metall- und Papierverarbeitung geprägt, ergänzt durch mittelständisches Gewerbe in Mühldorf, Töging und Ampfing sowie eine flächendeckende Land- und Forstwirtschaft. Ein hoher Kompensationsbedarf entsteht durch Infrastrukturvorhaben wie die Autobahn A94, den Ausbau der Bahnstrecke München, Mühldorf und Freilassing (ABS 38), durch Gewerbe- und Industrieansiedlungen sowie durch Freiflächen-Photovoltaik. Für diese Eingriffe planen und realisieren wir naturraumgerechte Ausgleichsmaßnahmen nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
Zum Naturraum D66 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der Inn mit seinen Stauseen und dem Innkanal, der die Wasserkraftnutzung bei Töging speist
- FFH-Gebiet Innauen und Innleitenwälder mit Auwäldern und steilen Hangwäldern entlang des Inntals
- FFH-Gebiet Isental mit Nebenbächen als weitgehend naturnahes Fließgewässersystem
- Ausgewiesene Kammmolchhabitate sowie das Gebiet Grünbach und Bucher Moos
- Industriestandort Waldkraiburg als wirtschaftlicher Schwerpunkt des Landkreises
- Eisenbahnknoten Mühldorf und der laufende Ausbau der Strecke München, Mühldorf und Freilassing (ABS 38)
- Rund 2.520 Hektar Natura-2000-Flächen im Kreisgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut den Landkreis Mühldorf am Inn als Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV. Wir sichern Flächen im Inntal, im Isental und im umgebenden Hügelland, planen naturraumgerechte Maßnahmen für die Naturräume D65 und D66, stimmen sie mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt ab und übernehmen die dauerhafte Pflege sowie das Monitoring. So erhalten Vorhabenträger aus Industrie, Kommunen und Infrastruktur eine rechtssichere und planbare Kompensation ohne eigenen Verwaltungsaufwand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Mühldorf am Inn
Auenrenaturierung am Inn
Wiederanbindung von Altwässern, Entwicklung von Auwald und Uferstrukturen entlang des Inns und seiner Stauseen zur Aufwertung der Innauen.
Leitenwälder entwickeln
Umbau und Extensivierung der steilen Hangwälder des Inntals hin zu strukturreichen, standortgerechten Laubmischwäldern mit Alt- und Totholzanteil.
Gewässerrandstreifen an der Isen
Anlage von Ufergehölzen und Pufferstreifen an Isen und Nebenbächen, um Fließgewässer zu vernetzen und Nährstoffeinträge zu mindern.
Feuchtwiesen und Wiesenbrüter
Extensivierung feuchter Talwiesen mit angepasster Mahd zugunsten von Wiesenbrütern wie dem Kiebitz und einer artenreichen Wiesenflora.
Laichgewässer für Amphibien
Anlage und Pflege besonnter Kleingewässer zur Stärkung der ausgewiesenen Kammmolchhabitate und weiterer Amphibienvorkommen im Kreisgebiet.
Hecken und Streuobst im Hügelland
Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstwiesen im Isar-Inn-Hügelland zur Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft.
Geschützte Arten im Inntal und Isental
Eisvogel
Brütet an Steilufern von Inn und Isen und ist auf saubere, fischreiche Gewässer mit naturnahen Uferabbrüchen angewiesen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Im Landkreis mit eigens ausgewiesenen Habitaten vertreten, angewiesen auf fischfreie, gut besonnte Laichgewässer mit strukturreichem Umland.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Finden in den Leitenwäldern des Inntals und in Streuobstbeständen Quartiere und Jagdrevier; alle Arten sind streng geschützt.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Wiesenbrüter der feuchten Talwiesen und offenen Feldfluren, der von Extensivierung und Wiedervernässung profitiert.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Ackerlandschaft im Hügelland, deren Bestände durch strukturarme Fluren unter Druck stehen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt sonnenexponierte Böschungen, Bahn- und Straßendämme und ist bei Eingriffen häufig durch CEF-Maßnahmen zu sichern.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Straßenbau und Autobahn A94
Neubau- und Ausbauabschnitte der A94 sowie Ortsumgehungen und Staatsstraßen führen zu erheblichen Eingriffen mit Ausgleichspflicht.
Bahnausbau ABS 38
Der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke München, Mühldorf und Freilassing erfordern Kompensation für Trassen- und Gehölzeingriffe.
Gewerbe und Industrie
Erweiterungen von Industrie- und Gewerbegebieten in Waldkraiburg, Mühldorf und Töging beanspruchen Freiflächen und lösen Kompensation aus.
Freiflächen-Photovoltaik
Solarparks auf landwirtschaftlichen Flächen benötigen naturschutzfachliche Begleitung und Ausgleich nach BayKompV.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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