
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Miltenberg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Miltenberg. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV am Bayerischen Untermain zwischen Spessart und Odenwald.
Der Landkreis Miltenberg im Überblick
Der Landkreis Miltenberg liegt im äußersten Südwesten Bayerns am Bayerischen Untermain und gehört zum Regierungsbezirk Unterfranken. Kreisstadt ist Miltenberg. Der Landkreis grenzt an die Landkreise Aschaffenburg und Main-Spessart sowie an die kreisfreie Stadt Aschaffenburg und reicht mit seinen Außengrenzen bis nach Baden-Württemberg und Hessen. Prägend ist das windungsreiche Maintal, das die beiden Buntsandstein-Mittelgebirge Spessart im Norden und Odenwald im Süden voneinander trennt.
Geologisch dominiert der Buntsandstein, der die bewaldeten Höhenzüge von Spessart und Odenwald aufbaut und dem Landkreis seinen Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön) zuweist. Die sauren, nährstoffarmen Sandstein-Standorte tragen ausgedehnte Laubmischwälder mit alten Eichen- und Buchenbeständen. Im Maintal wechseln fruchtbare Terrassen, Flussauen und die sonnenexponierten Hänge, auf denen bei Klingenberg und Bürgstadt sogar Weinbau betrieben wird.
Ökologisch ist der Landkreis von seinen großen zusammenhängenden Waldgebieten geprägt. Das FFH-Gebiet Hochspessart gehört zu den bedeutendsten Buchen- und Eichenwaldkomplexen Mitteleuropas und ist Rückzugsraum für Wildkatze, Schwarzstorch und seltene Fledermausarten. Entlang des Mains sichern FFH-Gebiete wie die Maintalhänge mit ihren Trockenrasen, Borstgrasrasen und Auwaldresten eine hohe Lebensraumvielfalt. Insgesamt liegen im Landkreis acht FFH-Gebiete und zwei EU-Vogelschutzgebiete.
Wirtschaftlich ist der Bayerische Untermain ein industriell geprägter Raum. Das Industrie Center Obernburg mit Chemie-, Faser- und Kunststoffproduktion sowie mittelständische Industrie in Erlenbach, Elsenfeld und Klingenberg zählen zu den wichtigen Arbeitgebern. Betriebserweiterungen, Verkehrsprojekte entlang der B469 und der Maintalbahn sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D55 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Hochspessart, einer der größten naturnahen Laubwaldkomplexe Mitteleuropas
- FFH-Gebiete der Maintalhänge mit Trockenrasen, Borstgrasrasen und Weichholz-Auwald
- Zwei EU-Vogelschutzgebiete (SPA) in den Waldgebieten des Spessarts
- Buntsandstein-Mittelgebirge Spessart und Odenwald, getrennt durch das Maintal
- Reproduzierendes Wildkatzenvorkommen in den Spessart- und Odenwaldwäldern
- Der Main als prägendes Fließgewässer mit Terrassen, Auen und Weinbergslagen bei Klingenberg
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsvorhaben am Bayerischen Untermain als Full-Service-Partner. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Miltenberg, die naturräumlichen Besonderheiten von Spessart, Odenwald und Maintal sowie die für den Naturraum D55 geeigneten Maßnahmentypen und Flächenpools.
Typische Maßnahmen im Landkreis Miltenberg
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Eichen- und Buchen-Mischwälder auf Buntsandstein, Alt- und Totholzanreicherung sowie Waldrandgestaltung zur Aufwertung der großen Spessart- und Odenwaldbestände.
Trocken- und Magerrasen
Pflege und Wiederherstellung von Borstgras- und Trockenrasen an den sonnenexponierten Maintalhängen, Entbuschung und extensive Beweidung als Lebensraum für wärmeliebende Insekten und Reptilien.
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Spessartbächen und Mainzuflüssen, Anlage naturnaher Uferstrukturen und Auwaldentwicklung zur Aufwertung der Fließgewässer und ihrer Auen.
Streuobst und Hecken
Anlage und Reaktivierung von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen in der Kulturlandschaft des Maintals, Trittsteinbiotope und Biotopverbund zwischen Wald und Offenland.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte CEF-Maßnahmen für Zauneidechse und Haselmaus, Fledermausquartiere in Altholzbeständen sowie Habitatsicherung für Schwarzstorch und Wildkatze nach BayKompV.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen in den Maintalauen, Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten sowie Aufwertung des Biotopverbunds entlang des Mains.
Geschützte Arten im Bayerischer Untermain zwischen Spessart und Odenwald
Wildkatze
Die Europäische Wildkatze ist in den ausgedehnten, strukturreichen Laubwäldern von Spessart und Odenwald heimisch. Maßnahmen wie Waldrandgestaltung, Totholzanreicherung und Biotopverbund über Grünbrücken sichern ihre Lebensräume.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den alten Waldbeständen des Spessarts und jagt an naturnahen Bächen. FCS-Maßnahmen umfassen Horstschutz, Gewässerrenaturierung und die Sicherung ungestörter Bruträume.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder sowie Hecken. Bei Eingriffen sind Gehölzstrukturen, Verbundelemente und der Erhalt von Übergangsbereichen zwischen Wald und Offenland als CEF-Maßnahmen typisch.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Main und Spessartbächen brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Kompensation erfolgt über die Anlage von Uferabbrüchen, naturnahe Gewässerentwicklung und die Sicherung eines guten Fischbestands.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Trockenrasen der Maintalhänge, Bahndämme und Böschungen. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben, für die CEF-Maßnahmen mit Ersatzlebensräumen erforderlich werden.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
In den alten Eichen- und Buchenwäldern des Spessarts leben strukturgebundene Arten wie die Bechsteinfledermaus. Quartierbäume, Winterquartiere und ungestörte Jagdhabitate sind zentrale Schutz- und Kompensationsziele.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Chemie
Das Industrie Center Obernburg mit Chemie-, Faser- und Kunststoffproduktion sowie mittelständische Industriebetriebe am Untermain lösen bei Erweiterungen und Neuansiedlungen regelmäßig Kompensationspflichten nach BayKompV aus. greeNature übernimmt das vollständige Kompensationsflächenmanagement.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau und Ortsumgehungen entlang der B469, Mainbrücken sowie Maßnahmen an der Maintalbahn erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. Häufig sind Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Haselmaus entlang von Trassen und Böschungen erforderlich.
Energie und Erneuerbare
Windkraftstandorte auf den Höhenzügen von Spessart und Odenwald sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und FCS-Maßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch und Fledermäuse.
Siedlung und Gewerbe
Wohnbau- und Gewerbegebietsausweisungen in den Mainkommunen erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten und von einer Nutzungsentschädigung profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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