Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D55
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Miltenberg

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Miltenberg. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV am Bayerischen Untermain zwischen Spessart und Odenwald.

716
km² Kreisfläche
~127k
Einwohner
32
Gemeinden
D55
Naturraum
8
FFH-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Miltenberg im Überblick

Der Landkreis Miltenberg liegt im äußersten Südwesten Bayerns am Bayerischen Untermain und gehört zum Regierungsbezirk Unterfranken. Kreisstadt ist Miltenberg. Der Landkreis grenzt an die Landkreise Aschaffenburg und Main-Spessart sowie an die kreisfreie Stadt Aschaffenburg und reicht mit seinen Außengrenzen bis nach Baden-Württemberg und Hessen. Prägend ist das windungsreiche Maintal, das die beiden Buntsandstein-Mittelgebirge Spessart im Norden und Odenwald im Süden voneinander trennt.

Geologisch dominiert der Buntsandstein, der die bewaldeten Höhenzüge von Spessart und Odenwald aufbaut und dem Landkreis seinen Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön) zuweist. Die sauren, nährstoffarmen Sandstein-Standorte tragen ausgedehnte Laubmischwälder mit alten Eichen- und Buchenbeständen. Im Maintal wechseln fruchtbare Terrassen, Flussauen und die sonnenexponierten Hänge, auf denen bei Klingenberg und Bürgstadt sogar Weinbau betrieben wird.

Ökologisch ist der Landkreis von seinen großen zusammenhängenden Waldgebieten geprägt. Das FFH-Gebiet Hochspessart gehört zu den bedeutendsten Buchen- und Eichenwaldkomplexen Mitteleuropas und ist Rückzugsraum für Wildkatze, Schwarzstorch und seltene Fledermausarten. Entlang des Mains sichern FFH-Gebiete wie die Maintalhänge mit ihren Trockenrasen, Borstgrasrasen und Auwaldresten eine hohe Lebensraumvielfalt. Insgesamt liegen im Landkreis acht FFH-Gebiete und zwei EU-Vogelschutzgebiete.

Wirtschaftlich ist der Bayerische Untermain ein industriell geprägter Raum. Das Industrie Center Obernburg mit Chemie-, Faser- und Kunststoffproduktion sowie mittelständische Industrie in Erlenbach, Elsenfeld und Klingenberg zählen zu den wichtigen Arbeitgebern. Betriebserweiterungen, Verkehrsprojekte entlang der B469 und der Maintalbahn sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Miltenberg (KS)Erlenbach am MainElsenfeldObernburg am MainKlingenberg am MainAmorbachBürgstadtGroßheubachKleinheubachWörth am MainGroßwallstadtKleinwallstadtSulzbach am MainNiedernberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Hochspessart, einer der größten naturnahen Laubwaldkomplexe Mitteleuropas
  • FFH-Gebiete der Maintalhänge mit Trockenrasen, Borstgrasrasen und Weichholz-Auwald
  • Zwei EU-Vogelschutzgebiete (SPA) in den Waldgebieten des Spessarts
  • Buntsandstein-Mittelgebirge Spessart und Odenwald, getrennt durch das Maintal
  • Reproduzierendes Wildkatzenvorkommen in den Spessart- und Odenwaldwäldern
  • Der Main als prägendes Fließgewässer mit Terrassen, Auen und Weinbergslagen bei Klingenberg

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut Kompensationsvorhaben am Bayerischen Untermain als Full-Service-Partner. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Miltenberg, die naturräumlichen Besonderheiten von Spessart, Odenwald und Maintal sowie die für den Naturraum D55 geeigneten Maßnahmentypen und Flächenpools.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Miltenberg

🌳

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung standortgerechter Eichen- und Buchen-Mischwälder auf Buntsandstein, Alt- und Totholzanreicherung sowie Waldrandgestaltung zur Aufwertung der großen Spessart- und Odenwaldbestände.

🌾

Trocken- und Magerrasen

Pflege und Wiederherstellung von Borstgras- und Trockenrasen an den sonnenexponierten Maintalhängen, Entbuschung und extensive Beweidung als Lebensraum für wärmeliebende Insekten und Reptilien.

💧

Gewässerrenaturierung

Renaturierung von Spessartbächen und Mainzuflüssen, Anlage naturnaher Uferstrukturen und Auwaldentwicklung zur Aufwertung der Fließgewässer und ihrer Auen.

🍎

Streuobst und Hecken

Anlage und Reaktivierung von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen in der Kulturlandschaft des Maintals, Trittsteinbiotope und Biotopverbund zwischen Wald und Offenland.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte CEF-Maßnahmen für Zauneidechse und Haselmaus, Fledermausquartiere in Altholzbeständen sowie Habitatsicherung für Schwarzstorch und Wildkatze nach BayKompV.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen in den Maintalauen, Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten sowie Aufwertung des Biotopverbunds entlang des Mains.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Bayerischer Untermain zwischen Spessart und Odenwald

🐈

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze ist in den ausgedehnten, strukturreichen Laubwäldern von Spessart und Odenwald heimisch. Maßnahmen wie Waldrandgestaltung, Totholzanreicherung und Biotopverbund über Grünbrücken sichern ihre Lebensräume.

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🐦

Schwarzstorch

Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den alten Waldbeständen des Spessarts und jagt an naturnahen Bächen. FCS-Maßnahmen umfassen Horstschutz, Gewässerrenaturierung und die Sicherung ungestörter Bruträume.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder sowie Hecken. Bei Eingriffen sind Gehölzstrukturen, Verbundelemente und der Erhalt von Übergangsbereichen zwischen Wald und Offenland als CEF-Maßnahmen typisch.

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🐦

Eisvogel

An Main und Spessartbächen brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Kompensation erfolgt über die Anlage von Uferabbrüchen, naturnahe Gewässerentwicklung und die Sicherung eines guten Fischbestands.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Trockenrasen der Maintalhänge, Bahndämme und Böschungen. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben, für die CEF-Maßnahmen mit Ersatzlebensräumen erforderlich werden.

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🦇

Fledermäuse

In den alten Eichen- und Buchenwäldern des Spessarts leben strukturgebundene Arten wie die Bechsteinfledermaus. Quartierbäume, Winterquartiere und ungestörte Jagdhabitate sind zentrale Schutz- und Kompensationsziele.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Chemie

Das Industrie Center Obernburg mit Chemie-, Faser- und Kunststoffproduktion sowie mittelständische Industriebetriebe am Untermain lösen bei Erweiterungen und Neuansiedlungen regelmäßig Kompensationspflichten nach BayKompV aus. greeNature übernimmt das vollständige Kompensationsflächenmanagement.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Ausbau und Ortsumgehungen entlang der B469, Mainbrücken sowie Maßnahmen an der Maintalbahn erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. Häufig sind Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Haselmaus entlang von Trassen und Böschungen erforderlich.

⚡

Energie und Erneuerbare

Windkraftstandorte auf den Höhenzügen von Spessart und Odenwald sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und FCS-Maßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch und Fledermäuse.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Wohnbau- und Gewerbegebietsausweisungen in den Mainkommunen erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten und von einer Nutzungsentschädigung profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

AS
Landkreis Aschaffenburg
Nordwestlicher Nachbar · Untermain und Spessart
AS
Stadt Aschaffenburg
Kreisfreie Stadt am Untermain
MA
Landkreis Main-Spessart
Nordöstlicher Nachbar · Hochspessart
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Miltenberg

Der Landkreis Miltenberg gehört zum BfN-Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön). Die bewaldeten Buntsandstein-Höhenzüge des Spessarts und des Odenwalds sowie das dazwischen liegende Maintal prägen den Raum. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Miltenberg und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Miltenberg, Brückenstraße 2, 63897 Miltenberg. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Aufgrund der großen Waldgebiete sind naturnaher Waldumbau, Alt- und Totholzanreicherung sowie Waldrandgestaltung häufig. Im Maintal kommen Pflege von Trocken- und Magerrasen, Gewässerrenaturierung, Streuobst und Heckenanlage hinzu. Artenschutzmaßnahmen betreffen oft Zauneidechse, Haselmaus, Fledermäuse, Schwarzstorch und Wildkatze.
Ja. Im Landkreis liegen acht FFH-Gebiete und zwei EU-Vogelschutzgebiete, darunter der Hochspessart und die Maintalhänge. Eingriffe in oder nahe diesen Gebieten können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen artenschutz- und FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem Waldflächen mit Entwicklungspotenzial, Hangflächen für Trockenrasen und Streuobst sowie Grünland in den Mainauen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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