
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Miesbach
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im bayerischen Oberland und Mangfallgebirge.
Der Landkreis Miesbach im Überblick
Der Landkreis Miesbach liegt im südlichen Oberbayern zwischen dem Ballungsraum München und der Grenze zu Tirol und gehört zum bayerischen Oberland. Er reicht von der sanften Moränenlandschaft um Holzkirchen und Weyarn bis in die Gipfelregionen des Mangfallgebirges und umfasst die bekannten Voralpenseen Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee.
Landschaftlich und geologisch teilt sich der Landkreis in zwei Bereiche. Der Norden gehört zum Voralpinen Hügel- und Moorland (BfN-Naturraum D66) mit eiszeitlich geformten Moränenrücken, Toteiskesseln und zahlreichen Filzen und Niedermooren. Der Süden zählt zu den Nördlichen Kalkalpen (Naturraum D68), wo Flyschberge und Kalkstöcke des Mangfallgebirges bis zur Rotwand aufsteigen. Mangfall, Schlierach und Leitzach entwässern das Gebiet nach Norden.
Ökologisch ist der Landkreis überdurchschnittlich reich ausgestattet. Mit dem FFH-Gebiet Mangfallgebirge (DE 8336-371) und dem gleichnamigen Vogelschutzgebiet (DE 8336-471) liegt hier eines der größten zusammenhängenden Schutzgebiete Bayerns. Hinzu kommen Moore wie die Attenloher Filzen, das Ellbach- und Kirchseemoor sowie die naturnahen Talräume von Mangfalltal und Leitzachtal. Dieses Mosaik aus Mooren, Bergmähwiesen, Almen, naturnahen Fließgewässern und Bergmischwäldern beherbergt viele nach FFH-Richtlinie und BNatSchG streng geschützte Arten.
Wirtschaftlich prägen der Tourismus rund um Tegernsee und Schliersee, mittelständisches Gewerbe sowie der Wachstumsraum Holzkirchen mit S-Bahn-Anbindung an München den Landkreis. Wohn- und Gewerbebau, Verkehrsvorhaben, Tourismus- und Freizeitinfrastruktur sowie Energieprojekte (etwa die Geothermie bei Holzkirchen) lösen regelmäßig Eingriffe aus, die nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) auszugleichen sind.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Mangfallgebirge (DE 8336-371), eines der größten FFH-Gebiete Bayerns
- Vogelschutzgebiet Mangfallgebirge mit Rotwand-Gebiet (DE 8336-471), Lebensraum alpiner Raufußhühner
- FFH-Gebiete Mangfalltal (DE 8136-371) und Leitzachtal (DE 8237-371), naturnahe Voralpenflüsse
- Moorgebiete Attenloher Filzen und Mariensteiner Moore (DE 8235-371) sowie Ellbach- und Kirchseemoor (DE 8235-301)
- Flyschberge bei Bad Wiessee (DE 8236-371) mit artenreichen Bergmischwäldern
- FFH- und Vogelschutzgebiet Taubenberg (DE 8136-302) am Übergang zum Voralpenland
- Bergmähwiesen, Almen und Streuwiesen mit hoher botanischer Vielfalt
✅ greeNature vor Ort
Unser Standort in Bayern (Kastl, Lkr. Mühldorf am Inn) liegt im selben Regierungsbezirk Oberbayern wie der Landkreis Miesbach. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde in Miesbach, die Flächenpools und die naturschutzfachlichen Besonderheiten des Oberlands und des Mangfallgebirges aus der Praxis und begleiten Ihr Vorhaben von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme.
Typische Maßnahmen im Landkreis Miesbach
Moorrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Filze und Niedermoore, etwa in den Attenloher Filzen oder im Ellbach- und Kirchseemoor. Neben dem Lebensraumgewinn für moortypische Arten wird dabei Kohlenstoff im Torfkörper gebunden.
Bergmähwiesen & Streuwiesen
Wiederaufnahme der extensiven, spät einsetzenden Mahd auf artenreichen Berg- und Streuwiesen. Erhalt und Entwicklung von Lebensräumen für Wiesenbrüter, Tagfalter und seltene Pflanzenarten des Voralpenlandes.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen und Entwicklung naturnaher Ufer an Mangfall, Schlierach und Leitzach. Schaffung von Kiesbänken, Steilufern und Auwaldstreifen als Habitat für Eisvogel, Bachforelle und Wasseramsel.
Waldumbau & Bergmischwald
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Bergmischwäldern aus Buche, Bergahorn und Tanne. Erhöhung von Totholz- und Altholzanteilen als Grundlage für Höhlenbrüter und Fledermäuse.
Hecken & Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der Moränenlandschaft um Holzkirchen und Weyarn. Vernetzung von Lebensräumen als Trittsteine für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach BayKompV: Ersatzquartiere für Fledermäuse, Reptilienhabitate an besonnten Böschungen und Bahndämmen sowie neu angelegte Laichgewässer für Amphibien, jeweils funktionsbezogen geplant.
Geschützte Arten im Bayerisches Oberland und Mangfallgebirge
Fledermäuse
Bergmischwälder, alte Almgebäude und Höhlen im Mangfallgebirge bieten Quartiere für Großes Mausohr, Kleine Bartfledermaus und weitere streng geschützte Arten. Quartierverluste bei Sanierungen und Abbruch werden über CEF-Ersatzquartiere ausgeglichen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Mooren & Auen
Gelbbauchunke, Bergmolch und Grasfrosch besiedeln Moorschlenken, Quellfluren und Auengewässer. Zeitweise wasserführende Kleingewässer sind eine typische und wirksame Ausgleichsmaßnahme im Voralpenland.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besonnte Bahndämme entlang der Strecke ins Leitzach- und Schlierachtal, Böschungen und Abbauflächen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Ziel- und Konfliktart nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Naturnahe Abschnitte von Mangfall, Schlierach und Leitzach mit Steilufern und klarem Wasser sind Bruthabitat des Eisvogels. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Brutsteilwänden und den Erhalt strukturreicher Ufer.
Mehr zur Art ›Haselmaus
In den Hecken, Waldrändern und Gebüschsäumen der Moränenlandschaft lebt die streng geschützte Haselmaus. Gehölzrodungen erfordern Vermeidungsmaßnahmen und den funktionalen Ersatz vernetzter Habitatstrukturen.
Mehr zur Art ›Alpine Raufußhühner & Steinadler
Das Vogelschutzgebiet Mangfallgebirge (DE 8336-471) beherbergt Auerhuhn, Birkhuhn und Steinadler. Vorhaben im alpinen und subalpinen Raum berühren deren Erhaltungsziele und erfordern besondere naturschutzfachliche Prüfung.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- & Gewerbeentwicklung
Der Raum Holzkirchen zählt zu den Wachstumsgemeinden im Umland von München. Neue Wohn- und Gewerbegebiete sowie Nachverdichtungen erzeugen Kompensationsbedarf nach BayKompV. Grundeigentümer im Umfeld können ihre Flächen als Ausgleichsflächen einbringen.
Infrastruktur & Verkehr
Ausbau und Sanierung von Staatsstraßen, Ortsumgehungen, Brückenbauwerke über Mangfall und Leitzach sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke der Bayerischen Oberlandbahn lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Tourismus- & Freizeitinfrastruktur
Seilbahnen, Beschneiungs- und Skigebietsprojekte, Hotel- und Beherbergungsbauten rund um Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee greifen häufig in sensible Voralpen- und Moorlebensräume ein und erfordern anspruchsvolle Kompensation.
Energie & Erneuerbare
Geothermie bei Holzkirchen, Wasserkraftanlagen an den Voralpenflüssen und Photovoltaik-Freiflächen auf Moränenstandorten benötigen naturschutzrechtlichen Ausgleich und teils artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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