Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D55 · D56
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Main-Spessart

Ökopunkte für den Landkreis Main-Spessart aus anerkannten Maßnahmen in den zugehörigen Naturräumen. greeNature begleitet Ihr Vorhaben als Full-Service-Partner von der Bilanzierung nach BayKompV bis zur dauerhaften Sicherung der Kompensationsflächen.

rund 1.321 km²
Kreisfläche
rund 124.000 (2025)
Einwohner
40
Gemeinden
Karlstadt
Kreisstadt
Geiersberg, 586 m
Höchste Erhebung
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Main-Spessart im Überblick

Der Landkreis Main-Spessart liegt im Nordwesten Bayerns im Regierungsbezirk Unterfranken und wird, wie sein Name sagt, vom Main und vom Spessart geprägt. Kreisstadt ist Karlstadt, weitere bedeutende Orte sind Lohr am Main, Gemünden am Main, Marktheidenfeld und Arnstein. Mit rund 1.321 Quadratkilometern gehört Main-Spessart zu den flächengrößeren Landkreisen Bayerns, ist mit etwa 124.000 Einwohnern aber vergleichsweise dünn besiedelt.

Naturräumlich teilt sich der Landkreis in zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Im Westen liegt der Spessart, eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Mitteleuropas, das dem Naturraum Odenwald, Spessart und Südrhön (D55) zugeordnet ist. Der Untergrund aus Buntsandstein trägt hier ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder auf eher nährstoffarmen, sauren Böden. Im Osten schließen sich die trocken-warmen Mainfränkischen Platten (D56) an, eine offene, ackerbaulich genutzte Muschelkalk- und Lösslandschaft, die zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands zählt. Dazwischen zieht sich das tief eingeschnittene Maintal mit seinen wärmebegünstigten Hängen.

Aus diesem Gegensatz ergibt sich eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung. Der Spessart ist ein bundesweit wichtiges Rückzugsgebiet für die Wildkatze und beherbergt Schwarzstorch, waldbewohnende Fledermausarten und die Haselmaus. Auf den Kalkhängen und Trockenrasen der Mainfränkischen Platten sowie in den Weinbergslagen leben wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse. Der Landkreis weist zahlreiche Naturschutzgebiete und ein dichtes Netz an FFH-Gebieten sowie Vogelschutzgebieten aus, unter anderem entlang des Mains, der Wern und in den Kalk-Lebensräumen des Werntals.

Wirtschaftlich ist Main-Spessart durch mittelständische Industrie geprägt, etwa den Maschinenbau in Lohr am Main und die Glasindustrie, ergänzt um Land- und Forstwirtschaft, Wein- und Obstbau. Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, der Ausbau von Straßen- und Bahninfrastruktur im Maintal sowie Vorhaben der erneuerbaren Energien lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen aus. Für diese Eingriffe hält greeNature Ökopunkte aus Maßnahmen in den passenden Naturräumen bereit und übernimmt die naturschutzfachliche Abwicklung nach der Bayerischen Kompensationsverordnung.

Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Karlstadt (KS)Lohr am MainGemünden am MainMarktheidenfeldArnsteinFrammersbachZellingenLohrKarbachTriefensteinRieneckBurgsinn

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Zweiteilung in den waldreichen Spessart (Buntsandstein) im Westen und die trocken-warmen Mainfränkischen Platten (Muschelkalk und Löss) im Osten
  • Der Spessart ist ein bundesweit bedeutender Lebensraum und Ausbreitungskorridor der Wildkatze
  • Die Mainfränkischen Platten gehören zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands mit wertvollen Kalkmagerrasen und Trockenhängen
  • Dichtes Netz aus Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten entlang von Main, Wern und in den Kalk-Lebensräumen
  • Maintal mit wärmebegünstigten Weinbergslagen als Lebensraum wärmeliebender Arten
  • Höchste Erhebung ist der Geiersberg im Spessart mit 586 Metern

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet in Main-Spessart mit Kompensationsmaßnahmen, die auf die beiden prägenden Naturräume abgestimmt sind, den Spessart (D55) und die Mainfränkischen Platten (D56). Wir sichern und entwickeln Flächen so, dass sie fachlich zur Eingriffsregelung des jeweiligen Vorhabens passen, stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt in Karlstadt ab und übernehmen Bilanzierung, Umsetzung, Monitoring und die dauerhafte Sicherung. So erhalten Vorhabenträger aus Industrie, Kommunen und Infrastruktur einen belastbaren, BayKompV-konformen Ausgleich aus einer Hand.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Main-Spessart

🌳

Naturnaher Waldumbau im Spessart

Entwicklung strukturreicher, standortgerechter Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen, die Arten wie Schwarzstorch, Haselmaus und waldbewohnenden Fledermäusen zugutekommen.

🐾

Biotopvernetzung und Wildkatzenkorridore

Anlage von Waldrändern, Hecken und Trittsteinbiotopen, die Waldgebiete verbinden und die Ausbreitung der Wildkatze und anderer Arten im Spessart unterstützen.

🌾

Pflege von Kalkmagerrasen und Trockenhängen

Extensivierung und Entbuschung wärmeliebender Trockenstandorte auf den Mainfränkischen Platten zur Förderung von Zauneidechse und artenreicher Kalkflora.

💧

Auen- und Gewässerrenaturierung an Main und Wern

Entwicklung naturnaher Ufer, Auwaldstrukturen und Feuchtflächen, die Lebensräume für Eisvogel, Amphibien und Fischarten schaffen und den Biotopverbund im Tal stärken.

🍎

Streuobst- und Heckenpflege im Kulturland

Neuanlage und Sanierung von Streuobstwiesen und Feldgehölzen, die als Nahrungs- und Bruthabitat für Feldlerche und andere Offenlandarten dienen.

🌱

Ackerextensivierung und Feldlerchenfenster

Anlage von Blühflächen, Ackerrandstreifen und Lerchenfenstern auf intensiv genutzten Standorten der Mainfränkischen Platten zur Aufwertung der Agrarlandschaft.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Zwischen Main und Spessart

🐈

Wildkatze

Der Spessart zählt zu den bedeutendsten Rückzugs- und Ausbreitungsgebieten der streng geschützten Wildkatze in Deutschland. Maßnahmen zur Waldvernetzung sichern ihre Wanderkorridore.

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🐭

Haselmaus

Die nach Anhang IV der FFH-Richtlinie geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Wälder und Waldränder des Spessarts und ist bei Eingriffen häufig relevant.

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🕊️

Schwarzstorch

Der scheue Schwarzstorch brütet in den ruhigen, gewässerreichen Waldgebieten des Spessarts und reagiert empfindlich auf Störungen seiner Lebensräume.

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🦎

Zauneidechse

Auf den trocken-warmen Kalkhängen, in Weinbergen und an Bahndämmen der Mainfränkischen Platten ist die Zauneidechse verbreitet und löst regelmäßig CEF-Maßnahmen aus.

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🐦

Feldlerche

Die Feldlerche brütet in der offenen Agrarlandschaft der Mainfränkischen Platten und profitiert von extensiv bewirtschafteten Ackerflächen und Blühstreifen.

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🐦

Eisvogel

An den naturnahen Abschnitten von Main und Wern findet der Eisvogel Brutmöglichkeiten in Steilufern. Auenrenaturierungen verbessern seinen Lebensraum.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe- und Industrieansiedlung

Erweiterungen von Gewerbe- und Industrieflächen, etwa im Umfeld der mittelständischen Industriestandorte um Lohr am Main und Karlstadt, erfordern Ausgleich für Flächenversiegelung und Lebensraumverlust.

🛣️

Verkehrs- und Bahninfrastruktur

Aus- und Neubau von Straßen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke im Maintal greifen in Auen und Hangbereiche ein und lösen Kompensationsverpflichtungen nach BayKompV aus.

🏘️

Wohnbau- und Siedlungsentwicklung

Neue Baugebiete und Siedlungserweiterungen in den Kommunen des Landkreises beanspruchen Freiflächen und ziehen Eingriffs- und Ausgleichsbilanzen nach sich.

☀️

Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie

Anlagen der erneuerbaren Energien auf Offenland und in Waldrandlagen des Spessarts benötigen naturschutzfachliche Kompensation und Artenschutzprüfungen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Main-Spessart

Die Ökopunkte stammen aus anerkannten Kompensationsmaßnahmen in den Naturräumen, die dem Landkreis zugeordnet sind, dem Spessart (D55) und den Mainfränkischen Platten (D56). Für die naturschutzfachliche Anrechnung ist die räumliche und funktionale Beziehung zum Eingriff maßgeblich, die wir im Einzelfall mit der Unteren Naturschutzbehörde abstimmen.
Zuständig ist in der Regel die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Main-Spessart in Karlstadt. Sie prüft die Eingriffs-Ausgleichs-Bilanz nach der Bayerischen Kompensationsverordnung und die Belange des besonderen Artenschutzes. Bei bestimmten Vorhaben können höhere Behörden oder Fachbehörden beteiligt sein.
Die Bayerische Kompensationsverordnung (BayKompV) legt fest, wie Eingriffe in Natur und Landschaft bewertet und wie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bemessen werden. Sie schafft mit einem einheitlichen Bewertungsverfahren die Grundlage dafür, dass Eingriff und Kompensation nachvollziehbar bilanziert werden.
Je nach Lage sind das im Spessart vor allem Wildkatze, Haselmaus, Schwarzstorch und Fledermausarten, in den offenen und trocken-warmen Bereichen der Mainfränkischen Platten die Zauneidechse und die Feldlerche sowie an den Gewässern der Eisvogel. Für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG sind oft vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich.
greeNature übernimmt den gesamten Ablauf: die Bilanzierung des Eingriffs, die Auswahl und Bereitstellung geeigneter Flächen und Ökopunkte, die Abstimmung mit der Behörde, die Umsetzung der Maßnahmen sowie Monitoring und dauerhafte Sicherung. Vorhabenträger erhalten so eine rechtssichere Kompensation aus einer Hand.
Sofern anerkannte Maßnahmenflächen im passenden Naturraum vorhanden sind, lassen sich Ökopunkte kurzfristig zuordnen. Umfang und zeitlicher Ablauf hängen vom konkreten Eingriff, den betroffenen Arten und den Anforderungen der Behörde ab. Eine erste Einschätzung geben wir nach Sichtung der Vorhabenunterlagen.
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