
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Main-Spessart
Ökopunkte für den Landkreis Main-Spessart aus anerkannten Maßnahmen in den zugehörigen Naturräumen. greeNature begleitet Ihr Vorhaben als Full-Service-Partner von der Bilanzierung nach BayKompV bis zur dauerhaften Sicherung der Kompensationsflächen.
Der Landkreis Main-Spessart im Überblick
Der Landkreis Main-Spessart liegt im Nordwesten Bayerns im Regierungsbezirk Unterfranken und wird, wie sein Name sagt, vom Main und vom Spessart geprägt. Kreisstadt ist Karlstadt, weitere bedeutende Orte sind Lohr am Main, Gemünden am Main, Marktheidenfeld und Arnstein. Mit rund 1.321 Quadratkilometern gehört Main-Spessart zu den flächengrößeren Landkreisen Bayerns, ist mit etwa 124.000 Einwohnern aber vergleichsweise dünn besiedelt.
Naturräumlich teilt sich der Landkreis in zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Im Westen liegt der Spessart, eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Mitteleuropas, das dem Naturraum Odenwald, Spessart und Südrhön (D55) zugeordnet ist. Der Untergrund aus Buntsandstein trägt hier ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder auf eher nährstoffarmen, sauren Böden. Im Osten schließen sich die trocken-warmen Mainfränkischen Platten (D56) an, eine offene, ackerbaulich genutzte Muschelkalk- und Lösslandschaft, die zu den niederschlagsärmsten Gebieten Deutschlands zählt. Dazwischen zieht sich das tief eingeschnittene Maintal mit seinen wärmebegünstigten Hängen.
Aus diesem Gegensatz ergibt sich eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung. Der Spessart ist ein bundesweit wichtiges Rückzugsgebiet für die Wildkatze und beherbergt Schwarzstorch, waldbewohnende Fledermausarten und die Haselmaus. Auf den Kalkhängen und Trockenrasen der Mainfränkischen Platten sowie in den Weinbergslagen leben wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse. Der Landkreis weist zahlreiche Naturschutzgebiete und ein dichtes Netz an FFH-Gebieten sowie Vogelschutzgebieten aus, unter anderem entlang des Mains, der Wern und in den Kalk-Lebensräumen des Werntals.
Wirtschaftlich ist Main-Spessart durch mittelständische Industrie geprägt, etwa den Maschinenbau in Lohr am Main und die Glasindustrie, ergänzt um Land- und Forstwirtschaft, Wein- und Obstbau. Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, der Ausbau von Straßen- und Bahninfrastruktur im Maintal sowie Vorhaben der erneuerbaren Energien lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen aus. Für diese Eingriffe hält greeNature Ökopunkte aus Maßnahmen in den passenden Naturräumen bereit und übernimmt die naturschutzfachliche Abwicklung nach der Bayerischen Kompensationsverordnung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D55 ›
Zum Naturraum D56 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Zweiteilung in den waldreichen Spessart (Buntsandstein) im Westen und die trocken-warmen Mainfränkischen Platten (Muschelkalk und Löss) im Osten
- Der Spessart ist ein bundesweit bedeutender Lebensraum und Ausbreitungskorridor der Wildkatze
- Die Mainfränkischen Platten gehören zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands mit wertvollen Kalkmagerrasen und Trockenhängen
- Dichtes Netz aus Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten entlang von Main, Wern und in den Kalk-Lebensräumen
- Maintal mit wärmebegünstigten Weinbergslagen als Lebensraum wärmeliebender Arten
- Höchste Erhebung ist der Geiersberg im Spessart mit 586 Metern
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet in Main-Spessart mit Kompensationsmaßnahmen, die auf die beiden prägenden Naturräume abgestimmt sind, den Spessart (D55) und die Mainfränkischen Platten (D56). Wir sichern und entwickeln Flächen so, dass sie fachlich zur Eingriffsregelung des jeweiligen Vorhabens passen, stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt in Karlstadt ab und übernehmen Bilanzierung, Umsetzung, Monitoring und die dauerhafte Sicherung. So erhalten Vorhabenträger aus Industrie, Kommunen und Infrastruktur einen belastbaren, BayKompV-konformen Ausgleich aus einer Hand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Main-Spessart
Naturnaher Waldumbau im Spessart
Entwicklung strukturreicher, standortgerechter Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen, die Arten wie Schwarzstorch, Haselmaus und waldbewohnenden Fledermäusen zugutekommen.
Biotopvernetzung und Wildkatzenkorridore
Anlage von Waldrändern, Hecken und Trittsteinbiotopen, die Waldgebiete verbinden und die Ausbreitung der Wildkatze und anderer Arten im Spessart unterstützen.
Pflege von Kalkmagerrasen und Trockenhängen
Extensivierung und Entbuschung wärmeliebender Trockenstandorte auf den Mainfränkischen Platten zur Förderung von Zauneidechse und artenreicher Kalkflora.
Auen- und Gewässerrenaturierung an Main und Wern
Entwicklung naturnaher Ufer, Auwaldstrukturen und Feuchtflächen, die Lebensräume für Eisvogel, Amphibien und Fischarten schaffen und den Biotopverbund im Tal stärken.
Streuobst- und Heckenpflege im Kulturland
Neuanlage und Sanierung von Streuobstwiesen und Feldgehölzen, die als Nahrungs- und Bruthabitat für Feldlerche und andere Offenlandarten dienen.
Ackerextensivierung und Feldlerchenfenster
Anlage von Blühflächen, Ackerrandstreifen und Lerchenfenstern auf intensiv genutzten Standorten der Mainfränkischen Platten zur Aufwertung der Agrarlandschaft.
Geschützte Arten im Zwischen Main und Spessart
Wildkatze
Der Spessart zählt zu den bedeutendsten Rückzugs- und Ausbreitungsgebieten der streng geschützten Wildkatze in Deutschland. Maßnahmen zur Waldvernetzung sichern ihre Wanderkorridore.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die nach Anhang IV der FFH-Richtlinie geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Wälder und Waldränder des Spessarts und ist bei Eingriffen häufig relevant.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der scheue Schwarzstorch brütet in den ruhigen, gewässerreichen Waldgebieten des Spessarts und reagiert empfindlich auf Störungen seiner Lebensräume.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Auf den trocken-warmen Kalkhängen, in Weinbergen und an Bahndämmen der Mainfränkischen Platten ist die Zauneidechse verbreitet und löst regelmäßig CEF-Maßnahmen aus.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in der offenen Agrarlandschaft der Mainfränkischen Platten und profitiert von extensiv bewirtschafteten Ackerflächen und Blühstreifen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Abschnitten von Main und Wern findet der Eisvogel Brutmöglichkeiten in Steilufern. Auenrenaturierungen verbessern seinen Lebensraum.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieansiedlung
Erweiterungen von Gewerbe- und Industrieflächen, etwa im Umfeld der mittelständischen Industriestandorte um Lohr am Main und Karlstadt, erfordern Ausgleich für Flächenversiegelung und Lebensraumverlust.
Verkehrs- und Bahninfrastruktur
Aus- und Neubau von Straßen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke im Maintal greifen in Auen und Hangbereiche ein und lösen Kompensationsverpflichtungen nach BayKompV aus.
Wohnbau- und Siedlungsentwicklung
Neue Baugebiete und Siedlungserweiterungen in den Kommunen des Landkreises beanspruchen Freiflächen und ziehen Eingriffs- und Ausgleichsbilanzen nach sich.
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie
Anlagen der erneuerbaren Energien auf Offenland und in Waldrandlagen des Spessarts benötigen naturschutzfachliche Kompensation und Artenschutzprüfungen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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im Landkreis Main-Spessart
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