Frisch gepflanzter Obsthochstamm auf einer Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D67
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lindau (Bodensee)

Ökopunkte für den Landkreis Lindau (Bodensee) aus naturraumtreuen Ausgleichsflächen im Raum Bodensee und Westallgäu. greeNature begleitet die Kompensation nach BayKompV als Full-Service-Partner, von der Fläche über die Maßnahme bis zur Anerkennung durch die Behörde.

323,38 km²
Kreisfläche
rund 82.400
Einwohner
19
Gemeinden
Schwaben
Regierungsbezirk
Lindau (Bodensee)
Kreisstadt
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Lindau (Bodensee) im Überblick

Der Landkreis Lindau (Bodensee) bildet die südwestliche Ecke Bayerns und gehört zum Regierungsbezirk Schwaben. Im Südwesten grenzt er über das Ufer des Bodensees an Baden-Württemberg mit dem Bodenseekreis und dem Landkreis Ravensburg, im Süden an das österreichische Vorarlberg und im Osten an den Landkreis Oberallgäu. Mit rund 323 Quadratkilometern zählt er zu den kleineren bayerischen Landkreisen, ist aber durch die Lage am See und im Dreiländereck naturräumlich wie wirtschaftlich besonders geprägt.

Landschaftlich reicht der Kreis vom flachen Bodenseebecken über das hügelige Westallgäuer Hügelland bis zu den ersten Voralpenzügen im Süden. Prägend sind die aus tertiärer Molasse und Nagelfluh aufgebauten Höhenrücken sowie die tief eingeschnittenen Tobel von Argen, Leiblach und Rohrach. Hohe Niederschläge und ein mildes Seeklima begünstigen ausgedehnte Grünland- und Moorlandschaften. Naturräumlich verteilt sich der Landkreis auf das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) mit Bodenseebecken und Westallgäuer Hügelland sowie die Schwäbisch-Oberbayerischen Voralpen (D67) im Bereich des Vorderen Bregenzerwaldes.

Ökologisch ist der Landkreis von europaweiter Bedeutung. Das FFH-Gebiet Bayerisches Bodenseeufer schützt Flachwasserzonen, Röhrichte und Streuwiesen am See, große Teile der Wasserfläche sind zudem als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Über den Kreis verteilt liegen zahlreiche Moore und Streuwiesen wie das Lindenberger Moos oder der Komplex Stockenweiler Weiher, Degermoos und Schwarzenbach, ergänzt durch naturnahe Bäche und Tobelwälder. Diese Lebensräume beherbergen anspruchsvolle und teils streng geschützte Arten und stellen bei Eingriffen hohe Anforderungen an eine fachgerechte Kompensation.

Wirtschaftlich prägen Milchwirtschaft und Grünlandnutzung, Tourismus am Bodensee sowie ein leistungsfähiger Industriekern das Kreisgebiet, etwa die Luftfahrttechnik in Lindenberg und Betriebe im Raum Lindau. Gewerbeerweiterungen, Wohnbau im nachgefragten Seeuferraum sowie Verkehrs- und Energieprojekte führen regelmäßig zu Eingriffen in Natur und Landschaft. Daraus ergibt sich ein stetiger Bedarf an rechtssicheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV).

Frisch gepflanzter Obsthochstamm auf einer Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D67
Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
Zum Naturraum D67 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Lindau (Bodensee) (KS)Lindenberg im AllgäuScheideggWeiler-SimmerbergHeimenkirchWasserburg (Bodensee)NonnenhornBodolzWeißensbergSigmarszellOpfenbachHergensweiler

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Lage am bayerischen Bodenseeufer im Dreiländereck zu Österreich und der Schweiz
  • FFH-Gebiet Bayerisches Bodenseeufer mit Flachwasserzonen, Röhrichten und Streuwiesen
  • Große Teile der Bodensee-Wasserfläche als EU-Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen
  • Moorreiche Kulturlandschaft mit Streuwiesen, etwa im Lindenberger Moos
  • Nagelfluh- und Molasse-Geologie mit tief eingeschnittenen Tobeln an Argen, Leiblach und Rohrach
  • Naturräumlich zwischen Bodenseebecken, Westallgäuer Hügelland und Vorderem Bregenzerwald
  • Milch- und Grünlandwirtschaft prägen weite Teile des Westallgäus

✅ greeNature vor Ort

greeNature entwickelt und betreut Ausgleichsflächen im Voralpinen Moor- und Hügelland und in den Voralpen und kennt die naturräumlichen Anforderungen im Raum Bodensee und Westallgäu. Als Full-Service-Partner übernehmen wir Flächensicherung, Maßnahmenplanung, Umsetzung und langfristige Pflege und stimmen die Kompensation mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lindau ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Lindau (Bodensee)

🌾

Streuwiesen und artenreiches Grünland

Entwicklung und extensive Pflege von Streuwiesen und Feuchtgrünland, wie sie für den Bodenseeraum und das Westallgäu typisch sind, zur Aufwertung von Lebensräumen und zur Erzeugung von Ökopunkten.

💧

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Hochmoore in den moorreichen Lagen des Westallgäus, mit hohem ökologischen Aufwertungspotenzial und einem Beitrag zum Klimaschutz.

🏞️

Fließgewässer und Tobel

Renaturierung von Bächen und Tobeln an Argen, Leiblach und Rohrach, Anlage von Uferrandstreifen und Förderung einer naturnahen Gewässerdynamik.

🌊

Uferzonen am Bodensee

Schutz und Entwicklung von Flachwasserzonen, Röhrichten und Ufergehölzen im Umfeld des FFH-Gebiets Bayerisches Bodenseeufer in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde.

🌳

Hecken und Feldgehölze

Anlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobst in der Kulturlandschaft des Westallgäuer Hügellandes zur Biotopvernetzung und Strukturanreicherung.

🐸

Kleingewässer und Amphibienhabitate

Neuanlage von Weihern und Tümpeln sowie Vernetzung von Laichgewässern als Lebensraum für Amphibien und als vorgezogene CEF-Maßnahme.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Bodensee und Westallgäu

🐦

Eisvogel

Der Eisvogel besiedelt naturnahe Ufer an Bodensee, Argen und Leiblach. Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind wichtige Bruthabitate, die bei wasserbaulichen Eingriffen zu berücksichtigen sind.

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🦇

Fledermäuse

Mehrere streng geschützte Fledermausarten nutzen Wälder, Tobel, Streuobst und Gebäude als Quartiere und Jagdräume. Gehölzrodungen und Gebäudeabrisse können Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG auslösen.

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🐟

Amphibien

Die zahlreichen Moore, Weiher und Streuwiesen bieten Laichgewässer für verschiedene Amphibienarten. Erhalt und Neuschaffung von Kleingewässern zählen zu den bewährten Kompensationsansätzen.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt südexponierte Böschungen, Bahndämme und Säume. Sie gehört zu den häufigsten planungsrelevanten Arten bei Bauvorhaben und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🌰

Haselmaus

Die Haselmaus lebt in Hecken, Waldrändern und Tobelgehölzen der Kulturlandschaft. Als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie sind bei Gehölzentnahmen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.

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🐲

Kammmolch

Der Kammmolch, eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie, ist auf besonnte, fischfreie Weiher in der Moor- und Weiherlandschaft angewiesen. Der Erhalt vernetzter Laichgewässer sichert seine Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterungen von Gewerbe- und Industriegebieten, etwa im Umfeld leistungsstarker Betriebe wie der Luftfahrttechnik in Lindenberg, versiegeln Flächen und lösen Kompensationspflichten aus.

🏘️

Wohnen und Siedlung

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum im Bodenseeraum führt zu Neubaugebieten und Nachverdichtungen mit entsprechendem Ausgleichsbedarf.

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Ortsumfahrungen, der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen sowie Maßnahmen an der Bahninfrastruktur greifen in Natur und Landschaft ein.

☀️

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik und weitere Energievorhaben beanspruchen Flächen und erfordern eine naturschutzfachliche Kompensation.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

OB
Landkreis Oberallgäu
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Lindau (Bodensee)

Der Kompensationsbedarf richtet sich nach Art und Umfang des Eingriffs und wird nach der BayKompV ermittelt. Grundlage ist die Bewertung von Ausgangs- und Zielzustand der betroffenen Flächen im Rahmen der Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung. Wir ermitteln den konkreten Bedarf für Ihr Vorhaben.
Die Kompensation soll den beeinträchtigten Funktionen im betroffenen Naturraum möglichst nahekommen. Für Lindau sind das vor allem das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) und die Schwäbisch-Oberbayerischen Voralpen (D67). Naturraumtreue Flächen erhöhen die Anerkennungsfähigkeit.
CEF-Maßnahmen sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, die bereits vor einem Eingriff wirksam sein müssen, damit die ökologische Funktion für betroffene Arten durchgehend erhalten bleibt. Bei artenschutzrechtlichen Betroffenheiten nach § 44 BNatSchG sind sie häufig zwingend erforderlich.
Für Eingriffe im Kreisgebiet ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Lindau (Bodensee) zuständig. Wir stimmen Maßnahmen und Anerkennung direkt mit dieser Behörde ab.
Ja. Als Full-Service-Partner übernehmen wir neben Planung und Umsetzung auch die langfristige Unterhaltung und das Monitoring der Ausgleichsflächen über den gesamten Verpflichtungszeitraum.
Verfügbarkeit und Umfang anerkannter Ökopunkte hängen vom jeweiligen Flächenpool ab. Sprechen Sie uns an, wir prüfen passende Flächen für Ihr Vorhaben im Raum Bodensee und Westallgäu.
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