
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lindau (Bodensee)
Ökopunkte für den Landkreis Lindau (Bodensee) aus naturraumtreuen Ausgleichsflächen im Raum Bodensee und Westallgäu. greeNature begleitet die Kompensation nach BayKompV als Full-Service-Partner, von der Fläche über die Maßnahme bis zur Anerkennung durch die Behörde.
Der Landkreis Lindau (Bodensee) im Überblick
Der Landkreis Lindau (Bodensee) bildet die südwestliche Ecke Bayerns und gehört zum Regierungsbezirk Schwaben. Im Südwesten grenzt er über das Ufer des Bodensees an Baden-Württemberg mit dem Bodenseekreis und dem Landkreis Ravensburg, im Süden an das österreichische Vorarlberg und im Osten an den Landkreis Oberallgäu. Mit rund 323 Quadratkilometern zählt er zu den kleineren bayerischen Landkreisen, ist aber durch die Lage am See und im Dreiländereck naturräumlich wie wirtschaftlich besonders geprägt.
Landschaftlich reicht der Kreis vom flachen Bodenseebecken über das hügelige Westallgäuer Hügelland bis zu den ersten Voralpenzügen im Süden. Prägend sind die aus tertiärer Molasse und Nagelfluh aufgebauten Höhenrücken sowie die tief eingeschnittenen Tobel von Argen, Leiblach und Rohrach. Hohe Niederschläge und ein mildes Seeklima begünstigen ausgedehnte Grünland- und Moorlandschaften. Naturräumlich verteilt sich der Landkreis auf das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) mit Bodenseebecken und Westallgäuer Hügelland sowie die Schwäbisch-Oberbayerischen Voralpen (D67) im Bereich des Vorderen Bregenzerwaldes.
Ökologisch ist der Landkreis von europaweiter Bedeutung. Das FFH-Gebiet Bayerisches Bodenseeufer schützt Flachwasserzonen, Röhrichte und Streuwiesen am See, große Teile der Wasserfläche sind zudem als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Über den Kreis verteilt liegen zahlreiche Moore und Streuwiesen wie das Lindenberger Moos oder der Komplex Stockenweiler Weiher, Degermoos und Schwarzenbach, ergänzt durch naturnahe Bäche und Tobelwälder. Diese Lebensräume beherbergen anspruchsvolle und teils streng geschützte Arten und stellen bei Eingriffen hohe Anforderungen an eine fachgerechte Kompensation.
Wirtschaftlich prägen Milchwirtschaft und Grünlandnutzung, Tourismus am Bodensee sowie ein leistungsfähiger Industriekern das Kreisgebiet, etwa die Luftfahrttechnik in Lindenberg und Betriebe im Raum Lindau. Gewerbeerweiterungen, Wohnbau im nachgefragten Seeuferraum sowie Verkehrs- und Energieprojekte führen regelmäßig zu Eingriffen in Natur und Landschaft. Daraus ergibt sich ein stetiger Bedarf an rechtssicheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV).

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D66 ›
Zum Naturraum D67 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Lage am bayerischen Bodenseeufer im Dreiländereck zu Österreich und der Schweiz
- FFH-Gebiet Bayerisches Bodenseeufer mit Flachwasserzonen, Röhrichten und Streuwiesen
- Große Teile der Bodensee-Wasserfläche als EU-Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen
- Moorreiche Kulturlandschaft mit Streuwiesen, etwa im Lindenberger Moos
- Nagelfluh- und Molasse-Geologie mit tief eingeschnittenen Tobeln an Argen, Leiblach und Rohrach
- Naturräumlich zwischen Bodenseebecken, Westallgäuer Hügelland und Vorderem Bregenzerwald
- Milch- und Grünlandwirtschaft prägen weite Teile des Westallgäus
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und betreut Ausgleichsflächen im Voralpinen Moor- und Hügelland und in den Voralpen und kennt die naturräumlichen Anforderungen im Raum Bodensee und Westallgäu. Als Full-Service-Partner übernehmen wir Flächensicherung, Maßnahmenplanung, Umsetzung und langfristige Pflege und stimmen die Kompensation mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lindau ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Lindau (Bodensee)
Streuwiesen und artenreiches Grünland
Entwicklung und extensive Pflege von Streuwiesen und Feuchtgrünland, wie sie für den Bodenseeraum und das Westallgäu typisch sind, zur Aufwertung von Lebensräumen und zur Erzeugung von Ökopunkten.
Moorrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Hochmoore in den moorreichen Lagen des Westallgäus, mit hohem ökologischen Aufwertungspotenzial und einem Beitrag zum Klimaschutz.
Fließgewässer und Tobel
Renaturierung von Bächen und Tobeln an Argen, Leiblach und Rohrach, Anlage von Uferrandstreifen und Förderung einer naturnahen Gewässerdynamik.
Uferzonen am Bodensee
Schutz und Entwicklung von Flachwasserzonen, Röhrichten und Ufergehölzen im Umfeld des FFH-Gebiets Bayerisches Bodenseeufer in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde.
Hecken und Feldgehölze
Anlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobst in der Kulturlandschaft des Westallgäuer Hügellandes zur Biotopvernetzung und Strukturanreicherung.
Kleingewässer und Amphibienhabitate
Neuanlage von Weihern und Tümpeln sowie Vernetzung von Laichgewässern als Lebensraum für Amphibien und als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Geschützte Arten im Bodensee und Westallgäu
Eisvogel
Der Eisvogel besiedelt naturnahe Ufer an Bodensee, Argen und Leiblach. Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind wichtige Bruthabitate, die bei wasserbaulichen Eingriffen zu berücksichtigen sind.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Fledermausarten nutzen Wälder, Tobel, Streuobst und Gebäude als Quartiere und Jagdräume. Gehölzrodungen und Gebäudeabrisse können Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG auslösen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Die zahlreichen Moore, Weiher und Streuwiesen bieten Laichgewässer für verschiedene Amphibienarten. Erhalt und Neuschaffung von Kleingewässern zählen zu den bewährten Kompensationsansätzen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt südexponierte Böschungen, Bahndämme und Säume. Sie gehört zu den häufigsten planungsrelevanten Arten bei Bauvorhaben und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus lebt in Hecken, Waldrändern und Tobelgehölzen der Kulturlandschaft. Als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie sind bei Gehölzentnahmen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch, eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie, ist auf besonnte, fischfreie Weiher in der Moor- und Weiherlandschaft angewiesen. Der Erhalt vernetzter Laichgewässer sichert seine Bestände.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Erweiterungen von Gewerbe- und Industriegebieten, etwa im Umfeld leistungsstarker Betriebe wie der Luftfahrttechnik in Lindenberg, versiegeln Flächen und lösen Kompensationspflichten aus.
Wohnen und Siedlung
Die hohe Nachfrage nach Wohnraum im Bodenseeraum führt zu Neubaugebieten und Nachverdichtungen mit entsprechendem Ausgleichsbedarf.
Verkehrsinfrastruktur
Ortsumfahrungen, der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen sowie Maßnahmen an der Bahninfrastruktur greifen in Natur und Landschaft ein.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und weitere Energievorhaben beanspruchen Flächen und erfordern eine naturschutzfachliche Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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