
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lichtenfels
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Lichtenfels. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV am Obermain und an der nördlichen Frankenalb.
Der Landkreis Lichtenfels im Überblick
Der Landkreis Lichtenfels liegt im Westen des Regierungsbezirks Oberfranken, wo der Main das Kreisgebiet in west-östlicher Richtung durchzieht. Kreisstadt ist Lichtenfels, angrenzend liegen die Landkreise Coburg, Kronach, Kulmbach, Bayreuth und Bamberg. Prägend ist die als Gottesgarten am Obermain bekannte Kulturlandschaft mit dem Zeugenberg Staffelberg, dem Kloster Banz und der Basilika Vierzehnheiligen.
Landschaftlich und geologisch treffen im Kreisgebiet drei Naturräume aufeinander. Das breite Maintal und das Obermainische Hügelland (Naturraum D62) bilden die zentrale Achse mit Auen, Terrassen und alten Flussschlingen. Im Süden steigt der Albtrauf der Nördlichen Frankenalb (Naturraum D61) mit Kalk- und Dolomitgesteinen des Weißjura auf, im Westen greift das Itz-Baunach-Hügelland (Naturraum D59) aus dem Fränkischen Keuper-Liasland herein. Diese Vielfalt schafft ein enges Nebeneinander von feuchten Talauen, trockenwarmen Kalkhängen und bewaldeten Höhen.
Ökologisch bedeutsam ist vor allem das Obere Maintal, wo über das LIFE-Natur-Projekt Oberes Maintal Flachwasserzonen, Röhrichte und Auengewässer für Amphibien und Wasservögel geschaffen wurden. Am Albtrauf prägen Kalkmagerrasen, Dolomitfelsen und magere Wiesen das FFH-Gebiet Albtrauf im Landkreis Lichtenfels. Insgesamt liegen zwölf FFH-Gebiete des Natura-2000-Netzes ganz oder teilweise im Kreisgebiet, dazu ausgedehnte Waldflächen wie der Banzer Wald.
Wirtschaftlich ist der Landkreis traditionell als deutsches Zentrum der Korb- und Flechtwaren bekannt, mit Michelau am Main als gewerblichem Schwerpunkt. Heute prägen die Automobilzulieferindustrie und die Polstermöbelfertigung die Beschäftigung. Gewerbe- und Industrieerweiterungen, der Ausbau von Verkehrswegen (unter anderem B173, A73 und die ICE-Achse durch Lichtenfels) sowie neue Siedlungs- und Energievorhaben erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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Zum Naturraum D61 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Albtrauf im Landkreis Lichtenfels, Kalkmagerrasen und Dolomitfelsen der Nördlichen Frankenalb
- LIFE-Natur-Projekt Oberes Maintal, Flachwasserzonen und Auenlebensräume am Main
- Staffelberg, markanter Zeugenberg des Weißjura über dem Maintal (Berg der Franken)
- Gottesgarten am Obermain mit Kloster Banz und Basilika Vierzehnheiligen
- Zwölf FFH-Gebiete des Natura-2000-Netzes im Kreisgebiet
- Main als prägende Fließgewässer- und Biotopverbundachse
- Banzer Wald, großes zusammenhängendes Waldgebiet als Lebensraumverbund
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und betreut Kompensationsflächen, die zum Charakter des Obermains und der nördlichen Frankenalb passen. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Lichtenfels, die regionalen Flächenpools und die naturräumlichen Besonderheiten der Naturräume D62, D61 und D59 aus der Praxis. Von der Bedarfsanalyse über die Naturraum-Zuordnung des Eingriffs und die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess, BayKompV-konform und einschließlich vorgezogener CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, wo artenschutzrechtlicher Bedarf besteht.
Typische Maßnahmen im Landkreis Lichtenfels
Maintal-Auenrenaturierung
Anlage von Flachwasserzonen, Blänken und Altwassern in der Mainaue, im Sinne des LIFE-Projekts Oberes Maintal. Neue Laichgewässer und Röhrichte für Kammmolch, Amphibien und Wasservögel.
Kalkmagerrasen am Albtrauf
Entbuschung und extensive Beweidung mit Schafen und Ziegen auf den Trockenhängen der Nördlichen Frankenalb. Diese Flächen erreichen nach BayKompV hohe Wertpunkte und sichern wärmeliebende Insekten und Reptilien.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an den Maintalhängen und in den Hügellandschaften, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiches Feucht- und Extensivgrünland entlang von Main und Rodach, Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Naturnahe Waldentwicklung
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubmischwäldern im Banzer Wald und an den bewaldeten Albhängen, mit Alt- und Totholz als Habitat für Fledermäuse und Wildkatze.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Agrarflur, um Lebensräume zwischen Maintal, Frankenalb und Itz-Baunach-Hügelland zu vernetzen.
Geschützte Arten im Gottesgarten am Obermain
Kammmolch und Amphibien im Maintal
Der Kammmolch (Anhang II der FFH-Richtlinie) besiedelt die Auengewässer des Obermains. Die im LIFE-Projekt geschaffenen Flachwasserzonen und Blänken sind ideale Laichgewässer. Typische CEF-Maßnahme: Neuanlage vernetzter Kleingewässer.
Mehr zur Art ›Eisvogel am Main
Naturnahe Uferabschnitte und Steilwände am Main und an der Rodach bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden und die Zulassung natürlicher Uferabbrüche.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenbrüter
Feuchte Talwiesen im Maintal sind Brut- und Rastgebiet für den Kiebitz. Grünlandextensivierung, Flutmulden und die Wiedervernässung von Auenflächen sind wirksame Maßnahmen für Wiesenbrüter.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenhängen
Die Kalkmagerrasen und Dolomitfelsen der Nördlichen Frankenalb sowie Bahn- und Wegböschungen sind Lebensraum der Zauneidechse. Sandlinsen, Totholz- und Steinstrukturen sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Fels und Wald
Höhlen und Dolomitfelsen der Frankenalb sowie alte Wälder wie der Banzer Wald bieten Fledermäusen Quartiere und Jagdgebiete. Quartierbäume, Winterquartiere und strukturreiche Waldränder sind typische FCS- und CEF-Bausteine.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Wäldern
Der Banzer Wald und die bewaldeten Albhänge gehören zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Alt- und Totholz sowie Biotopverbund entlang der Waldgebiete fördern die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Die Automobilzulieferindustrie und die Polstermöbelfertigung, besonders im Raum Michelau und Lichtenfels, führen bei Betriebserweiterungen und neuen Gewerbegebieten regelmäßig zu Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen (unter anderem B173), die A73 sowie die ICE-Achse durch Lichtenfels und begleitende Bahnprojekte lösen Kompensationsbedarf für Eingriffe in Auen, Wald und Offenland aus.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Agrarflächen sowie Windkraftvorhaben an den bewaldeten Höhen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen für Vögel und Fledermäuse.
Siedlungsentwicklung
Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Lichtenfels, Bad Staffelstein und den Mainanliegergemeinden erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer von Acker- und Grünlandflächen im Maintal können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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