Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Niederbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Landshut

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben im Landkreis Landshut. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Isartal und im niederbayerischen Hügelland.

1.348
km² Kreisfläche
~163k
Einwohner
35
Städte & Gemeinden
D65
BfN-Naturraum
Isar
Prägender Fluss
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Landshut im Überblick

Der Landkreis Landshut liegt im Herzen Niederbayerns und umschließt ringförmig die kreisfreie Stadt Landshut, die selbst nicht zum Landkreis gehört. Mit rund 1.348 km² zählt er zu den flächengrößten Landkreisen Bayerns und gliedert sich in 35 Städte und Gemeinden. Die Isar durchzieht das Kreisgebiet von West nach Ost und teilt es in einen nördlichen und einen südlichen Hügellandbereich. Der Verwaltungssitz des Landratsamts befindet sich seit Oktober 2025 in Essenbach.

Landschaftlich prägt ein tertiäres Hügelland mit mächtigen Lösslehmauflagen das Bild, das nördlich der Isar zum Donau-Isar-Hügelland und südlich zum Isar-Inn-Hügelland gehört. Beide Teilräume liegen im BfN-Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Entlang der Isar erstrecken sich eiszeitliche Schotterterrassen mit ergiebigen Kiesvorkommen, im Nordwesten reichen Ausläufer der Hallertau mit ihren Hopfenlagen in den Kreis hinein.

Ökologisch bildet die Isar mit ihren Auwäldern und Altwässern die zentrale Lebensader. Die Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen ist ein überregional bedeutender Rast- und Brutraum für Wasservögel. Hinzu kommen die Feuchtwiesen im Vilstal sowie an Großer und Kleiner Laber, mehrere FFH- und Vogelschutzgebiete und die zahlreichen Kiesgruben, die als Sekundärlebensräume für Pionierarten dienen.

Wirtschaftlich ist der Landkreis stark vom BMW-Werk in Landshut und der Automobilzulieferbranche geprägt, dazu kommen aktiver Kiesabbau auf den Isar-Terrassen, Logistik entlang der A92 sowie der Energiestandort Ohu bei Essenbach. Werkserweiterungen, Rohstoffgewinnung, Netzausbau und die Siedlungsentwicklung im Umland von München und Landshut erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Essenbach (KS)ErgoldingVilsbiburgRottenburg an der LaaberAltdorfErgoldsbachGeisenhausenVeldenAdlkofenBruckbergWörth an der IsarNiederaichbachKumhausen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Isar als prägende Lebensader, teilt den Kreis in eine nördliche und eine südliche Hügellandhälfte
  • Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen, überregional bedeutender Rast- und Brutraum für Wasservögel
  • Vilstal sowie Große und Kleine Laber mit Feuchtwiesen und FFH-Lebensräumen
  • Ausgedehnte Isar-Schotterterrassen mit aktivem Kiesabbau, Kiesgruben als Sekundärbiotope
  • Fruchtbare Löss-Ackerlandschaft, im Nordwesten Ausläufer der Hallertau mit Hopfenanbau
  • Landkreis umschließt die kreisfreie Stadt Landshut, Landratsamt seit 2025 in Essenbach

✅ greeNature vor Ort

Unser bayerischer Standort in Kastl (Lkr. Mühldorf am Inn) liegt in direkter Nachbarschaft zum Landkreis Landshut. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde in Essenbach, die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten des Kompensationsrechts im Isartal aus laufender Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Landshut

💧

Isarauen-Renaturierung

Entwicklung naturnaher Auwälder, Altwässer und Uferstrukturen entlang der Isar, Schaffung von Laichhabitaten und Bruthabitaten für Flussregenpfeifer, Flussuferläufer und Eisvogel.

🪨

Kiesgruben-Renaturierung

Ökologische Aufwertung ehemaliger und aktiver Abbaustellen auf den Isar-Terrassen, Steilwände, Rohböden und Kleingewässer als Sekundärlebensraum für Zauneidechse, Gelbbauchunke und Uferschwalbe.

🌿

Grünland-Extensivierung im Vilstal

Umwandlung intensiv genutzter Feuchtflächen an Vils und Laber in artenreiche Wiesen, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen sowie für Amphibien.

🌾

Ackerextensivierung & Blühflächen

Lerchenfenster, Blüh- und Brachestreifen in der ausgeräumten Löss-Ackerlandschaft, Trittsteine für Feldlerche, Rebhuhn, Feldhase und Wildbienen.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen: Zauneidechsen-Habitate an Bahndämmen und Kiesflächen, Biber-Konfliktmanagement an der Isar, Eisvogel-Steilwände und Fledermausquartiere, konform mit BayKompV und § 44 BNatSchG.

🌳

Hecken, Biotopverbund & Erstaufforstung

Anlage von Heckenzügen und Feldgehölzen in der Agrarflur sowie standortgerechte Laubmischwälder auf Grenzertragsstandorten, Vernetzung der Isarauen mit dem Hügelland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Isartal und Unterbayerisches Hügelland

🐦

Feldlerche

Charakterart der weiten Löss-Ackerlandschaft. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstrukturen sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen in die Agrarflur.

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🦅

Kiebitz

Brütet auf den Feuchtwiesen im Vilstal und in den Isarauen. Wiedervernässung und Grünland-Extensivierung schaffen und sichern seine Bruthabitate.

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🐦

Eisvogel & Biber

Die naturnahen Isarabschnitte und Altwässer bieten Steilwände und Uferstrukturen. Uferabbrüche, Steilwandmodellierungen und Bibergewässer sind wiederkehrende Kompensationsmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Besiedelt Bahndämme, Kiesabbauflächen und Böschungen auf den Isar-Schotterterrassen. Häufige Zielart bei Infrastruktur- und Rohstoffvorhaben, gesichert über vorgezogene CEF-Habitate.

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🐸

Kammmolch & Amphibien

Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke nutzen Weiher, Altwässer und wassergefüllte Kiesgruben im Vils- und Isartal. Neuanlage von Laichgewässern ist eine bewährte Maßnahme.

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🦇

Fledermäuse

Großes Mausohr, Zwergfledermaus und weitere Arten jagen in Auwäldern und Streuobstbeständen. Quartiere in Altbäumen und Gebäuden werden über Ersatzquartiere und Habitatbäume gesichert.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie & Automotive

Das BMW-Werk in Landshut und die Automobilzulieferer im Umland führen zu Werkserweiterungen, Gewerbe- und Logistikansiedlungen. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus, für die greeNature Flächen und Maßnahmen bereitstellt.

🪨

Rohstoffgewinnung & Kiesabbau

Die Kiesvorkommen der Isar-Terrassen werden intensiv abgebaut. Neuaufschlüsse und Erweiterungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen für Zauneidechse, Uferschwalbe und Gelbbauchunke.

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Der Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen, Bahnstrecken und der A92 sowie Brückenbauwerke über die Isar erzeugen Eingriffe in Auen und Offenland mit entsprechendem Kompensationsbedarf.

⚡

Energie & Netzausbau

Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Höchstspannungsleitungen (unter anderem im Raum Adlkofen) und der Rückbau des Kernkraftstandorts Ohu bei Essenbach ziehen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und CEF-Maßnahmen nach sich.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Landshut

Der gesamte Landkreis liegt im BfN-Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Nördlich der Isar handelt es sich um das Donau-Isar-Hügelland, südlich um das Isar-Inn-Hügelland, dazwischen verlaufen die Schotterterrassen der Isar. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit dem Landratsamt Landshut und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde (UNB) ist das Landratsamt Landshut, das seit Oktober 2025 seinen Sitz in der Josef-Neumeier-Allee 1, 84051 Essenbach hat. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Die kreisfreie Stadt Landshut ist zwar Namensgeberin und wird vom Landkreis ringförmig umschlossen, gehört selbst aber nicht zum Landkreis. Der Verwaltungssitz des Landratsamts befindet sich seit Oktober 2025 im neuen Gebäude in Essenbach.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung von Isarauen und Altwässern, die ökologische Aufwertung von Kiesgruben, Grünland-Extensivierung im Vilstal, Ackerextensivierung mit Lerchenfenstern und Blühflächen sowie artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen für Zauneidechse, Biber und Eisvogel.
Ja, besonders geeignet sind Flächen entlang der Isar-Niederterrassen, feuchtes Grünland im Vils- und Labertal sowie intensiv genutzte Ackerlagen im Hügelland. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter bewirtschaften. greeNature trägt die Kosten für Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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