Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume
Bayern · BayKompV
Naturraum D66
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kempten (Allgäu)

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV im Oberzentrum des Allgäus, an der Iller und in den Iller-Vorbergen.

63
km² Stadtfläche
~68k
Einwohner
674 m
Höhe (Zentrum)
D66
Naturraum
Schwaben
Regierungsbezirk
Stadt und Ökologie

Die Stadt Kempten (Allgäu) im Überblick

Kempten (Allgäu) ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Schwaben und das Oberzentrum des Allgäus. Sie liegt beiderseits der Iller im Übergang vom Illertal zu den eiszeitlich geformten Iller-Vorbergen und ist die südlichste kreisfreie Stadt Deutschlands.

Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zum BfN-Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland), konkret zu den Iller-Vorbergen. Prägend sind die Jungmoränen und Drumlinfelder der Würm-Kaltzeit, eingeschnittene Tobel sowie feuchte Senken und Moorreste im welligen Hügelland.

Ökologisch bedeutsam sind der Illerlauf mit dem Illerdurchbruch und naturnahen Uferabschnitten, mehrere Landschaftsschutzgebiete (etwa Rottachtobel und Schwabelsberger Weiher) sowie die östlich anschließenden Moore des Kempter Waldes. Die Region ist Teil der Kulisse der Allgäuer Moorallianz.

Wirtschaftlich ist Kempten durch Maschinenbau und Präzisionstechnik, die Milch- und Käsewirtschaft, Handel und Tourismus geprägt. Wohnbau, Gewerbeentwicklung, Verkehrsprojekte und Hochwasserschutz an der Iller lösen im Stadtgebiet regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›

📍 Stadtteile

Kempten (Zentrum) (KS)Sankt MangSankt LorenzLenzfriedHeiligkreuzThingersHirschdorfLeubasUrsulasriedMariabergEichBühl

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Iller als prägendes Fließgewässer mit Illerdurchbruch und naturnahen Uferabschnitten
  • FFH-Gebiet Kempter Wald mit Oberem Rottachtal (östlich an das Stadtgebiet anschließend)
  • Landschaftsschutzgebiete Rottachtobel, Schwabelsberger Weiher und Betzigauer Moos
  • Drumlinfelder und Jungmoränen der Iller-Vorberge als eiszeitliche Formen
  • Moorreste und Feuchtstandorte in der Kulisse der Allgäuer Moorallianz
  • Südlichste kreisfreie Stadt Deutschlands, Oberzentrum des Allgäus

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und in Bayern fest verwurzelt. Wir kennen die Anforderungen der Kompensation nach BayKompV im Naturraum D66 aus der Praxis, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kempten zusammen und wissen um die Besonderheiten von Iller, Tobeln und Mooren in den Iller-Vorbergen. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenbereitstellung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den gesamten Prozess.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Kempten (Allgäu)

💧

Gewässerrenaturierung an Iller und Bächen

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Strukturen an Iller, Rottach, Durach und Leubas. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwaldsäume als Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Wasseramsel.

🧱

Entsiegelung und Innenentwicklung

Rückbau versiegelter Flächen auf aufgegebenen Gewerbe- und Konversionsstandorten im Stadtgebiet, Begrünung und Wiederherstellung durchlässiger, bodenbelebter Flächen. Solche Maßnahmen sind im urbanen Kontext besonders wirksam für den Ausgleich von Neuversiegelung.

🌾

Grünland- und Streuwiesenaufwertung

Extensivierung intensiv genutzter Wiesen im Umland durch angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung sowie Wiederherstellung artenreicher Feucht- und Streuwiesen. Diese für das Voralpenland typischen Lebensräume werten Insekten- und Pflanzenvielfalt auf.

🟤

Moorrenaturierung und Wiedervernässung

Anhebung des Wasserstands und Rückbau von Entwässerungsgräben in Mooren und Feuchtsenken der Iller-Vorberge. Wiedervernässte Moore sichern seltene Lebensräume, binden Kohlenstoff und schaffen Habitate für moortypische Arten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere an Gebäuden und in Gehölzen, Eisvogel-Steilwände an der Iller, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen sowie Laichgewässer für Amphibien, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌳

Hecken, Gehölze und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Waldrändern auf Moränenhängen und an Ortsrändern. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten die Kulturlandschaft rund um die Stadt auf.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Illertal und Iller-Vorberge im Allgäu

🐦

Eisvogel an der Iller

Naturnahe Uferabschnitte und der Illerdurchbruch bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.

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🦇

Fledermäuse in Gebäuden und Gehölzen

Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle, Keller und alte Gehölzbestände im Stadtgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐸

Amphibien in Mooren und Weihern

Grasfrosch, Erdkröte und weitere Arten besiedeln Moorgewässer, Weiher und wechselfeuchte Senken der Iller-Vorberge. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.

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🦎

Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen

Die streng geschützte Zauneidechse besiedelt sonnenexponierte Bahndämme, Böschungen und Ruderalflächen. Bei Verkehrs- und Gewerbeprojekten sind Habitatanlage und fachgerechtes Umsiedeln als vorgezogene CEF-Maßnahme regelmäßig erforderlich.

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🌰

Haselmaus in Waldrändern und Hecken

Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Umfeld des Kempter Waldes. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.

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🦫

Biber und Groppe an der Iller

Der Biber besiedelt Iller und Nebengewässer und gestaltet Auenlebensräume, die Groppe lebt in kühlen, gut strukturierten Fließgewässern (Anhang II FFH-Richtlinie). Durchgängigkeit, Uferrenaturierung und Biber-Konfliktmanagement sind hier typische Aufgaben.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Innenentwicklung

Neue Wohnbaugebiete an den Ortsrändern sowie Nachverdichtung und Konversion innerstädtischer Flächen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Entsiegelung und Begrünung sind im Stadtgebiet besonders wirksame Kompensationsansätze.

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterungen von Gewerbe- und Logistikflächen im Umfeld von Sankt Mang und entlang der Verkehrsachsen lösen Eingriffe in Boden und Landschaft aus, für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach BayKompV bereitzustellen sind.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen, Bahninfrastruktur sowie Brücken über die Iller erzeugen Kompensationsbedarf, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Zauneidechse und Eisvogel.

💧

Hochwasserschutz an der Iller

Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerentwicklung an der Iller verändern Ufer und Aue. Sie lassen sich mit Renaturierung und Auwaldentwicklung verbinden, sodass Schutzwirkung und ökologische Aufwertung zusammenwirken.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Kempten (Allgäu)

Das gesamte Stadtgebiet gehört zum BfN-Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland), genauer zu den Iller-Vorbergen. Prägend sind Jungmoränen, Drumlinfelder, eingeschnittene Tobel und Moorreste. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung (D66), Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt und alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt nimmt Kempten die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist die Stadt Kempten (Allgäu), Amt für Umwelt- und Naturschutz, Kronenstraße 8, 87435 Kempten (Allgäu). greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im urbanen und stadtnahen Kontext bewähren sich Entsiegelung und Begrünung, Gewässerrenaturierung an Iller und Nebenbächen, Grünland- und Streuwiesenaufwertung im Umland, Moorwiedervernässung sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Zauneidechse, Eisvogel und Amphibien als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Östlich an das Stadtgebiet schließt das FFH-Gebiet Kempter Wald mit Oberem Rottachtal an, dazu kommen Landschaftsschutzgebiete und Moore der Allgäuer Moorallianz. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können FFH-rechtliche Anforderungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen Vorgaben.
Ja. Geeignet sind unter anderem Grünland und Ackerflächen im Umland, feuchte Senken mit Potenzial für Streuwiesen sowie Uferstreifen an Iller und Nebengewässern. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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