
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kempten (Allgäu)
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV im Oberzentrum des Allgäus, an der Iller und in den Iller-Vorbergen.
Die Stadt Kempten (Allgäu) im Überblick
Kempten (Allgäu) ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Schwaben und das Oberzentrum des Allgäus. Sie liegt beiderseits der Iller im Übergang vom Illertal zu den eiszeitlich geformten Iller-Vorbergen und ist die südlichste kreisfreie Stadt Deutschlands.
Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zum BfN-Naturraum D66 (Voralpines Hügel- und Moorland), konkret zu den Iller-Vorbergen. Prägend sind die Jungmoränen und Drumlinfelder der Würm-Kaltzeit, eingeschnittene Tobel sowie feuchte Senken und Moorreste im welligen Hügelland.
Ökologisch bedeutsam sind der Illerlauf mit dem Illerdurchbruch und naturnahen Uferabschnitten, mehrere Landschaftsschutzgebiete (etwa Rottachtobel und Schwabelsberger Weiher) sowie die östlich anschließenden Moore des Kempter Waldes. Die Region ist Teil der Kulisse der Allgäuer Moorallianz.
Wirtschaftlich ist Kempten durch Maschinenbau und Präzisionstechnik, die Milch- und Käsewirtschaft, Handel und Tourismus geprägt. Wohnbau, Gewerbeentwicklung, Verkehrsprojekte und Hochwasserschutz an der Iller lösen im Stadtgebiet regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D66 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Iller als prägendes Fließgewässer mit Illerdurchbruch und naturnahen Uferabschnitten
- FFH-Gebiet Kempter Wald mit Oberem Rottachtal (östlich an das Stadtgebiet anschließend)
- Landschaftsschutzgebiete Rottachtobel, Schwabelsberger Weiher und Betzigauer Moos
- Drumlinfelder und Jungmoränen der Iller-Vorberge als eiszeitliche Formen
- Moorreste und Feuchtstandorte in der Kulisse der Allgäuer Moorallianz
- Südlichste kreisfreie Stadt Deutschlands, Oberzentrum des Allgäus
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und in Bayern fest verwurzelt. Wir kennen die Anforderungen der Kompensation nach BayKompV im Naturraum D66 aus der Praxis, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kempten zusammen und wissen um die Besonderheiten von Iller, Tobeln und Mooren in den Iller-Vorbergen. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenbereitstellung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den gesamten Prozess.
Typische Maßnahmen in der Stadt Kempten (Allgäu)
Gewässerrenaturierung an Iller und Bächen
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Strukturen an Iller, Rottach, Durach und Leubas. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwaldsäume als Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Wasseramsel.
Entsiegelung und Innenentwicklung
Rückbau versiegelter Flächen auf aufgegebenen Gewerbe- und Konversionsstandorten im Stadtgebiet, Begrünung und Wiederherstellung durchlässiger, bodenbelebter Flächen. Solche Maßnahmen sind im urbanen Kontext besonders wirksam für den Ausgleich von Neuversiegelung.
Grünland- und Streuwiesenaufwertung
Extensivierung intensiv genutzter Wiesen im Umland durch angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung sowie Wiederherstellung artenreicher Feucht- und Streuwiesen. Diese für das Voralpenland typischen Lebensräume werten Insekten- und Pflanzenvielfalt auf.
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung des Wasserstands und Rückbau von Entwässerungsgräben in Mooren und Feuchtsenken der Iller-Vorberge. Wiedervernässte Moore sichern seltene Lebensräume, binden Kohlenstoff und schaffen Habitate für moortypische Arten.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an Gebäuden und in Gehölzen, Eisvogel-Steilwände an der Iller, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen sowie Laichgewässer für Amphibien, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Hecken, Gehölze und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Waldrändern auf Moränenhängen und an Ortsrändern. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten die Kulturlandschaft rund um die Stadt auf.
Geschützte Arten im Illertal und Iller-Vorberge im Allgäu
Eisvogel an der Iller
Naturnahe Uferabschnitte und der Illerdurchbruch bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Gebäuden und Gehölzen
Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle, Keller und alte Gehölzbestände im Stadtgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien in Mooren und Weihern
Grasfrosch, Erdkröte und weitere Arten besiedeln Moorgewässer, Weiher und wechselfeuchte Senken der Iller-Vorberge. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen
Die streng geschützte Zauneidechse besiedelt sonnenexponierte Bahndämme, Böschungen und Ruderalflächen. Bei Verkehrs- und Gewerbeprojekten sind Habitatanlage und fachgerechtes Umsiedeln als vorgezogene CEF-Maßnahme regelmäßig erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Waldrändern und Hecken
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Umfeld des Kempter Waldes. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Biber und Groppe an der Iller
Der Biber besiedelt Iller und Nebengewässer und gestaltet Auenlebensräume, die Groppe lebt in kühlen, gut strukturierten Fließgewässern (Anhang II FFH-Richtlinie). Durchgängigkeit, Uferrenaturierung und Biber-Konfliktmanagement sind hier typische Aufgaben.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Innenentwicklung
Neue Wohnbaugebiete an den Ortsrändern sowie Nachverdichtung und Konversion innerstädtischer Flächen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Entsiegelung und Begrünung sind im Stadtgebiet besonders wirksame Kompensationsansätze.
Gewerbe und Industrie
Erweiterungen von Gewerbe- und Logistikflächen im Umfeld von Sankt Mang und entlang der Verkehrsachsen lösen Eingriffe in Boden und Landschaft aus, für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach BayKompV bereitzustellen sind.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen, Bahninfrastruktur sowie Brücken über die Iller erzeugen Kompensationsbedarf, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Zauneidechse und Eisvogel.
Hochwasserschutz an der Iller
Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerentwicklung an der Iller verändern Ufer und Aue. Sie lassen sich mit Renaturierung und Auwaldentwicklung verbinden, sodass Schutzwirkung und ökologische Aufwertung zusammenwirken.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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