Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D64
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kaufbeuren

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren zwischen Wertachtal und Allgäuer Alpenvorland.

40,02
km² Stadtfläche
~46.300
Einwohner
9
Stadtteile
678 m
Höhe ü. NN
2
Naturräume D64/D66
Stadt und Ökologie

Die Stadt Kaufbeuren im Überblick

Kaufbeuren ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und bildet eine Enklave innerhalb des Landkreises Ostallgäu, von dem das Stadtgebiet vollständig umschlossen wird. Auf gut 40 Quadratkilometern leben rund 46.300 Menschen. Prägend ist das Tal der Wertach, das die Stadt in einem eiszeitlich geformten Moränental durchzieht.

Naturräumlich liegt Kaufbeuren am Übergang der Iller-Lech-Schotterplatten (BfN-Großlandschaft D64, Donau-Iller-Lech-Platten) zum Voralpinen Moor- und Hügelland (D66). Die eiszeitlichen Schotterterrassen, Moränenrücken und die Wertachaue schaffen ein vielfältiges Mosaik aus Wald, Grünland und Gewässern. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich.

Trotz der geringen Flächengröße bestehen im Stadtgebiet naturschutzfachlich bedeutsame Lebensräume. Rund 2,1 Prozent der Stadtfläche (etwa 86 Hektar) sind als Natura-2000-Gebiete gemeldet. Der Kaiserweiher beherbergt mit über 10.000 Tieren eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns, ist heute jedoch durch Straßen und Baugebiete stark eingeengt.

Wirtschaftlich ist Kaufbeuren von mittelständischer Industrie geprägt, etwa im Maschinen- und Hydraulikbau sowie in der Sensor- und Präzisionstechnik, ergänzt um den nach 1945 gegründeten Stadtteil Neugablonz mit seiner Schmuck- und Feinteilefertigung. Wohnbau-, Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben sowie Maßnahmen an der Wertach lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›

📍 Stadtteile

Kaufbeuren (Kernstadt) (KS)NeugablonzOberbeurenHirschzellKleinkemnatGroßkemnatMärzisriedÖlmühlhangSankt Cosmas

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Kalktuffquellen im Allgäuer Alpenvorland (8028-372), anteilig im Stadtgebiet
  • FFH-Gebiet Staffelwald bei Irsee und Lehmgrube Hammerschmiede (8029-371), anteilig im Stadtgebiet
  • Wertach als voralpiner Fluss mit Renaturierungskonzept nach EU-Wasserrahmenrichtlinie
  • Kaiserweiher, eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns mit über 10.000 Tieren
  • Natura-2000-Flächen auf rund 2,1 Prozent des Stadtgebiets (etwa 86 Hektar)
  • Lage am Übergang der Iller-Lech-Schotterplatten (D64) zum voralpinen Moor- und Hügelland (D66)
  • Fossilfundstätte Lehmgrube Hammerschmiede im Umfeld des Staffelwaldes

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und in Süddeutschland verwurzelt. Wir kennen die Anforderungen der Kompensation im schwäbischen und im voralpinen Raum aus der Praxis, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kaufbeuren ab und entwickeln geeignete Flächen gemeinsam mit Eigentümern, Landwirten und Kommunen in den Naturräumen D64 und D66. So stellen wir Ökopunkte bereit, die Vorhabenträger für Eingriffe im Stadtgebiet nutzen können.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Kaufbeuren

🌊

Wertach-Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Seitengerinnen und Entwicklung von Auwald entlang der Wertach im Einklang mit dem städtischen Gewässerentwicklungskonzept und der EU-Wasserrahmenrichtlinie. So entstehen naturnahe Ufer, Kiesbänke und wechselfeuchte Auenbereiche als Lebensraum für Fische, Amphibien und Eisvogel.

🧱

Entsiegelung und Innenentwicklung

Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Gewerbe- und Verkehrsstandorten, Begrünung und Wiederherstellung durchlässiger Böden im dicht bebauten Stadtgebiet. Entsiegelung wertet den Bodenhaushalt auf und schafft im urbanen Kontext anrechenbare Kompensation nach BayKompV.

🌿

Grünland-Extensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Äcker auf den Schotterterrassen und Moränenhängen in artenreiches Extensivgrünland durch angepasste Mahd und Düngeverzicht. Solche Flächen im stadtnahen Raum bieten Lebensraum für Insekten, Wiesenbrüter und Feldarten.

🐸

Amphibien-Laichgewässer

Neuanlage und Vernetzung fischfreier Klein- und Stillgewässer sowie Sicherung der Landlebensräume, etwa im Umfeld bestehender Weiher wie dem Kaiserweiher. Ergänzt um Amphibienleiteinrichtungen an Straßen sichern diese Maßnahmen Wanderungen und Fortpflanzungsstätten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden, Steilwände für den Eisvogel an der Wertach sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF-Maßnahme oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

🌾

Hecken, Streuobst und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf den Moränenhängen und Terrassenkanten rund um die Stadtteile. Diese Strukturen vernetzen Wald und Offenland, schaffen Trittsteinbiotope und werten die stadtnahe Kulturlandschaft auf.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Wertachstadt am Rand des Allgäuer Alpenvorlands

🐸

Amphibien am Kaiserweiher

Erdkröte, Grasfrosch und weitere Arten bilden am Kaiserweiher eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns. Durch Straßen und Baugebiete ist der Lebensraum stark eingeengt, Ersatzlaichgewässer und Leiteinrichtungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Vorhaben im Stadtgebiet.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel an der Wertach

Naturnahe Abschnitte der Wertach bieten Steilufer als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen bewährte CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse in Stadt und Wald

Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle und Keller der Altstadt sowie alte Bäume in den umliegenden Wäldern. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse an Bahn und Böschung

Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Kiesflächen und trockenwarme Böschungen im Stadtgebiet. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben werden Ersatzhabitate mit Sonnplätzen, Versteck- und Eiablagestrukturen als vorgezogene CEF-Maßnahme angelegt.

Mehr zur Art ›
🦎

Kammmolch in stehenden Gewässern

Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) benötigt größere, fischfreie Weiher mit reicher Unterwasservegetation und strukturreiche Landlebensräume. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer im Umland sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐭

Haselmaus in Wäldern und Hecken

Die streng geschützte Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Gebüschen und Hecken, etwa im Umfeld des Staffelwaldes. Erhalt und Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen mit Haselnuss und Beerensträuchern sichern ihre Lebensräume bei Eingriffen.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Stadtentwicklung

Neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen, etwa das Entwicklungsvorhaben Moser-Wiese zwischen Neugablonzer Straße, Bahntrasse und Wertach, verbinden Wohnen und Grünraum. Solche Projekte lösen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten nach BayKompV aus, insbesondere durch Flächenversiegelung und Eingriffe in Gehölzbestände.

🏭

Gewerbe und Industrie

Der Gewerbepark Kaufbeuren im Nordosten und weitere Gewerbeflächen bieten Raum für den örtlichen Mittelstand aus Maschinenbau, Hydraulik und Präzisionstechnik. Erweiterungen und Neuansiedlungen erzeugen Kompensationsbedarf durch Versiegelung und den Verlust offener Böden.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Straßenausbau, Knotenpunkte und Bahnanlagen im Stadtgebiet sowie leitungsgebundene Infrastruktur führen zu Eingriffen in Böschungen, Gehölze und Gewässerränder. Häufig sind Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Fledermäuse sowie Ersatzpflanzungen erforderlich.

🌊

Hochwasserschutz und Gewässerausbau

Maßnahmen zur Renaturierung und zum Hochwasserschutz an der Wertach schaffen einerseits ökologischen Mehrwert, können andererseits Eingriffe auslösen. greeNature verbindet wasserwirtschaftliche Ziele mit anrechenbaren Kompensationsmaßnahmen in der Aue.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Kaufbeuren

Kaufbeuren liegt am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der überwiegende Teil gehört zu den Iller-Lech-Schotterplatten (Naturraum D64, Donau-Iller-Lech-Platten), der östliche und südliche Rand leitet in das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) über. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung (D64/D66), die Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt sowie alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt nimmt Kaufbeuren die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist die Stadt Kaufbeuren, Abteilung Umwelt, Am Graben 3, 87600 Kaufbeuren. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme vollständig für Sie.
Im urbanen und stadtnahen Kontext sind häufige Maßnahmen die Renaturierung der Wertachaue, Entsiegelung versiegelter Flächen, Grünland-Extensivierung im Umland, die Anlage und Vernetzung von Amphibien-Laichgewässern sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Eisvogel als vorgezogene CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Ja. Anteilig im Stadtgebiet liegen die FFH-Gebiete Kalktuffquellen im Allgäuer Alpenvorland (8028-372) und Staffelwald bei Irsee und Lehmgrube Hammerschmiede (8029-371). Eingriffe in oder nahe dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach §§ 44 und 45 BNatSchG erfordern. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind intensiv genutzte Acker- und Grünlandflächen auf den Schotterterrassen und Moränenhängen, Flächen entlang der Wertach sowie Standorte mit Potenzial für Streuobst und Gewässer. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Jetzt anfragen

Ökopunkte in der Stadt Kaufbeuren anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Kaufbeuren.