
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kaufbeuren
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren zwischen Wertachtal und Allgäuer Alpenvorland.
Die Stadt Kaufbeuren im Überblick
Kaufbeuren ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und bildet eine Enklave innerhalb des Landkreises Ostallgäu, von dem das Stadtgebiet vollständig umschlossen wird. Auf gut 40 Quadratkilometern leben rund 46.300 Menschen. Prägend ist das Tal der Wertach, das die Stadt in einem eiszeitlich geformten Moränental durchzieht.
Naturräumlich liegt Kaufbeuren am Übergang der Iller-Lech-Schotterplatten (BfN-Großlandschaft D64, Donau-Iller-Lech-Platten) zum Voralpinen Moor- und Hügelland (D66). Die eiszeitlichen Schotterterrassen, Moränenrücken und die Wertachaue schaffen ein vielfältiges Mosaik aus Wald, Grünland und Gewässern. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich.
Trotz der geringen Flächengröße bestehen im Stadtgebiet naturschutzfachlich bedeutsame Lebensräume. Rund 2,1 Prozent der Stadtfläche (etwa 86 Hektar) sind als Natura-2000-Gebiete gemeldet. Der Kaiserweiher beherbergt mit über 10.000 Tieren eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns, ist heute jedoch durch Straßen und Baugebiete stark eingeengt.
Wirtschaftlich ist Kaufbeuren von mittelständischer Industrie geprägt, etwa im Maschinen- und Hydraulikbau sowie in der Sensor- und Präzisionstechnik, ergänzt um den nach 1945 gegründeten Stadtteil Neugablonz mit seiner Schmuck- und Feinteilefertigung. Wohnbau-, Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben sowie Maßnahmen an der Wertach lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D66 ›
Zum Naturraum D64 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Kalktuffquellen im Allgäuer Alpenvorland (8028-372), anteilig im Stadtgebiet
- FFH-Gebiet Staffelwald bei Irsee und Lehmgrube Hammerschmiede (8029-371), anteilig im Stadtgebiet
- Wertach als voralpiner Fluss mit Renaturierungskonzept nach EU-Wasserrahmenrichtlinie
- Kaiserweiher, eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns mit über 10.000 Tieren
- Natura-2000-Flächen auf rund 2,1 Prozent des Stadtgebiets (etwa 86 Hektar)
- Lage am Übergang der Iller-Lech-Schotterplatten (D64) zum voralpinen Moor- und Hügelland (D66)
- Fossilfundstätte Lehmgrube Hammerschmiede im Umfeld des Staffelwaldes
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und in Süddeutschland verwurzelt. Wir kennen die Anforderungen der Kompensation im schwäbischen und im voralpinen Raum aus der Praxis, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kaufbeuren ab und entwickeln geeignete Flächen gemeinsam mit Eigentümern, Landwirten und Kommunen in den Naturräumen D64 und D66. So stellen wir Ökopunkte bereit, die Vorhabenträger für Eingriffe im Stadtgebiet nutzen können.
Typische Maßnahmen in der Stadt Kaufbeuren
Wertach-Auenrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Seitengerinnen und Entwicklung von Auwald entlang der Wertach im Einklang mit dem städtischen Gewässerentwicklungskonzept und der EU-Wasserrahmenrichtlinie. So entstehen naturnahe Ufer, Kiesbänke und wechselfeuchte Auenbereiche als Lebensraum für Fische, Amphibien und Eisvogel.
Entsiegelung und Innenentwicklung
Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Gewerbe- und Verkehrsstandorten, Begrünung und Wiederherstellung durchlässiger Böden im dicht bebauten Stadtgebiet. Entsiegelung wertet den Bodenhaushalt auf und schafft im urbanen Kontext anrechenbare Kompensation nach BayKompV.
Grünland-Extensivierung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Äcker auf den Schotterterrassen und Moränenhängen in artenreiches Extensivgrünland durch angepasste Mahd und Düngeverzicht. Solche Flächen im stadtnahen Raum bieten Lebensraum für Insekten, Wiesenbrüter und Feldarten.
Amphibien-Laichgewässer
Neuanlage und Vernetzung fischfreier Klein- und Stillgewässer sowie Sicherung der Landlebensräume, etwa im Umfeld bestehender Weiher wie dem Kaiserweiher. Ergänzt um Amphibienleiteinrichtungen an Straßen sichern diese Maßnahmen Wanderungen und Fortpflanzungsstätten.
Artenschutz CEF und FCS
Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden, Steilwände für den Eisvogel an der Wertach sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF-Maßnahme oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Hecken, Streuobst und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf den Moränenhängen und Terrassenkanten rund um die Stadtteile. Diese Strukturen vernetzen Wald und Offenland, schaffen Trittsteinbiotope und werten die stadtnahe Kulturlandschaft auf.
Geschützte Arten im Wertachstadt am Rand des Allgäuer Alpenvorlands
Amphibien am Kaiserweiher
Erdkröte, Grasfrosch und weitere Arten bilden am Kaiserweiher eine der größten Amphibienpopulationen Bayerns. Durch Straßen und Baugebiete ist der Lebensraum stark eingeengt, Ersatzlaichgewässer und Leiteinrichtungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Vorhaben im Stadtgebiet.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Wertach
Naturnahe Abschnitte der Wertach bieten Steilufer als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen bewährte CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stadt und Wald
Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle und Keller der Altstadt sowie alte Bäume in den umliegenden Wäldern. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahn und Böschung
Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Kiesflächen und trockenwarme Böschungen im Stadtgebiet. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben werden Ersatzhabitate mit Sonnplätzen, Versteck- und Eiablagestrukturen als vorgezogene CEF-Maßnahme angelegt.
Mehr zur Art ›Kammmolch in stehenden Gewässern
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) benötigt größere, fischfreie Weiher mit reicher Unterwasservegetation und strukturreiche Landlebensräume. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer im Umland sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Wäldern und Hecken
Die streng geschützte Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Gebüschen und Hecken, etwa im Umfeld des Staffelwaldes. Erhalt und Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen mit Haselnuss und Beerensträuchern sichern ihre Lebensräume bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Stadtentwicklung
Neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen, etwa das Entwicklungsvorhaben Moser-Wiese zwischen Neugablonzer Straße, Bahntrasse und Wertach, verbinden Wohnen und Grünraum. Solche Projekte lösen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten nach BayKompV aus, insbesondere durch Flächenversiegelung und Eingriffe in Gehölzbestände.
Gewerbe und Industrie
Der Gewerbepark Kaufbeuren im Nordosten und weitere Gewerbeflächen bieten Raum für den örtlichen Mittelstand aus Maschinenbau, Hydraulik und Präzisionstechnik. Erweiterungen und Neuansiedlungen erzeugen Kompensationsbedarf durch Versiegelung und den Verlust offener Böden.
Verkehr und Infrastruktur
Straßenausbau, Knotenpunkte und Bahnanlagen im Stadtgebiet sowie leitungsgebundene Infrastruktur führen zu Eingriffen in Böschungen, Gehölze und Gewässerränder. Häufig sind Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Fledermäuse sowie Ersatzpflanzungen erforderlich.
Hochwasserschutz und Gewässerausbau
Maßnahmen zur Renaturierung und zum Hochwasserschutz an der Wertach schaffen einerseits ökologischen Mehrwert, können andererseits Eingriffe auslösen. greeNature verbindet wasserwirtschaftliche Ziele mit anrechenbaren Kompensationsmaßnahmen in der Aue.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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