Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen
Bayern · BayKompV
Naturraum D48
Regierungsbezirk Oberfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Hof

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im nordostbayerischen Mittelgebirgsraum. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Frankenwald und im Bayerischen Vogtland.

892
km² Kreisfläche
~92.000
Einwohner
27
Städte und Gemeinden
D48
BfN-Naturraum
794,6 m
Döbraberg (Frankenwald)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Hof im Überblick

Der Landkreis Hof liegt im äußersten Nordosten Bayerns im Regierungsbezirk Oberfranken, im Dreiländereck zu Thüringen, Sachsen und Tschechien. Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Hof, die vom Landkreisgebiet umschlossen wird. Prägend sind der Frankenwald im Nordwesten, die landwirtschaftlich genutzte Münchberger Hochfläche im Zentrum und das Bayerische Vogtland im Osten.

Naturräumlich gehört der Landkreis zur BfN-Haupteinheit D48 (Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge). Der Frankenwald erreicht im Döbraberg 794,6 Meter und ist aus Grauwacken und Tonschiefern des variszischen Grundgebirges aufgebaut. Die Münchberger Hochfläche, bekannt als Münchberger Gneismasse, besteht aus alten metamorphen Gesteinen und bildet eine sanft gewellte Hochebene. Zahlreiche Fließgewässer wie die Sächsische Saale, die Selbitz und die Südliche Regnitz durchziehen die Landschaft in tief eingeschnittenen Kerbtälern.

Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Bachtäler mit ihren kalten, sauerstoffreichen Gewässern, die noch Restvorkommen der stark gefährdeten Flussperlmuschel und Bachmuschel beherbergen. Der Landkreis hat Anteil an mehreren FFH-Gebieten, darunter das Selbitztal mit dem markanten Höllental sowie das Saaletal von Joditz bis Blankenstein. Große Teile liegen im Naturpark Frankenwald, und entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze verläuft das Grüne Band als wertvoller Biotopverbund. Bergwiesen, Hochmoore und geschlossene Waldgebiete bieten Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und zahlreiche Fledermausarten.

Der Landkreis ist überdurchschnittlich industrialisiert, mit traditionell starker Textil- und Kunststoffindustrie (unter anderem die REHAU-Gruppe in Rehau), Maschinenbau und Automobilzulieferern. Als grenznahe Region profitiert er von Programmen zum Strukturwandel. Der Ausbau der Verkehrswege (Autobahnkreuz Hof mit A9 und A93, Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale), Gewerbegebietserweiterungen, Windenergie im Frankenwald und Hochwasserschutz an Saale und Selbitz erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D48
Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
Zum Naturraum D48 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Hof (KS)MünchbergNailaRehauHelmbrechtsSchwarzenbach an der SaaleSelbitzOberkotzauBad StebenSchwarzenbach am WaldZell im FichtelgebirgeLichtenberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Frankenwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Nordbayerns
  • FFH-Gebiet Selbitz, Muschwitz und Höllental (rund 434 ha) mit dem Durchbruchstal Höllental
  • FFH-Gebiet Saaletal von Joditz bis Blankenstein (rund 323 ha) mit Flussperlmuschel-Vorkommen
  • Döbraberg (794,6 m), höchste Erhebung des Frankenwaldes
  • Münchberger Hochfläche (Gneismasse), landwirtschaftlich geprägte Hochebene
  • Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze (Mödlareuth bei Töpen)
  • Kalte Mittelgebirgsbäche als Reliktlebensräume für Flussperlmuschel und Bachmuschel

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut Vorhabenträger in ganz Bayern. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Hof, die regionalen Flächenpools und die naturräumlichen Besonderheiten von Frankenwald, Münchberger Hochfläche und Bayerischem Vogtland. Für Kompensation im Naturraum D48 entwickeln wir Maßnahmen, die funktional zum Eingriff passen und BayKompV-konform gesichert sind.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Hof

💧

Moorrenaturierung

Wiedervernässung von Hochmooren und Quellmooren in den Höhenlagen des Frankenwaldes. Anhebung des Wasserstands, Rückbau von Entwässerungsgräben und Förderung torfbildender Vegetation, wirksam auch für den Klimaschutz.

🐟

Fließgewässerrenaturierung

Verbesserung von Struktur und Wasserqualität an Selbitz, Saale und Südlicher Regnitz. Anlage naturnaher Uferzonen und Kiesbänke als Lebensraum für Flussperlmuschel, Bachmuschel und Groppe.

🌲

Klimastabiler Waldumbau

Umbau strukturarmer Fichtenbestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Buche, Tanne und Bergahorn. Mehr Struktur- und Altholzreichtum für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter.

🌾

Bergwiesen-Extensivierung

Pflege und Wiederherstellung artenreicher Bergmähwiesen und Borstgrasrasen im Frankenwald. Extensive Mahd ohne Düngung erhält seltene Pflanzenarten und Insektengemeinschaften.

🍎

Streuobst und Hecken

Anlage von Streuobstbeständen und Heckenstrukturen auf der Münchberger Hochfläche. Trittsteinbiotope und Biotopverbund für Neuntöter, Feldlerche und Wildbienen in der offenen Feldflur.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Wildkatzenkorridore, Fledermausquartiere, Horstschutz für den Schwarzstorch und Amphibienleiteinrichtungen. Maßnahmen vor Eingriffsbeginn nach § 44 BNatSchG, maßgeschneidert und rechtssicher dokumentiert.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Frankenwald und Bayerisches Vogtland

🦢

Schwarzstorch

Die großflächigen, störungsarmen Wälder des Frankenwaldes sind Brutgebiet des Schwarzstorchs. Horstschutzzonen und die Sicherung fischreicher Bachauen als Nahrungshabitat sind typische FCS-Maßnahmen bei Eingriffen im Waldraum.

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🐈

Wildkatze

Der Frankenwald zählt zu den Wiederbesiedlungsgebieten der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Waldverbund, Totholzstrukturen und der Erhalt unzerschnittener Räume sichern ihre Ausbreitung.

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🦇

Fledermäuse

Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Braunes Langohr nutzen alte Wälder und Streuobstbestände als Jagd- und Quartiergebiet. Ersatzquartiere und der Erhalt von Höhlenbäumen sind häufige CEF-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel

An den naturnahen Ufern von Saale und Selbitz brütet der Eisvogel in Steilwänden. Modellierung von Uferabbrüchen und die Sicherung strukturreicher Gewässerränder schaffen dauerhaft geeignete Brutplätze.

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🐸

Amphibien im Höllental

Feuersalamander, Grasfrosch und Bergmolch besiedeln die feuchten Bach- und Waldschluchten des Höllentals. Neuanlage von Kleingewässern und Amphibienleiteinrichtungen an Straßen mindern Konflikte bei Infrastrukturvorhaben.

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🦪

Flussperlmuschel

Die kalten, sauberen Mittelgebirgsbäche beherbergen letzte Vorkommen der hochgradig gefährdeten Flussperlmuschel und der Bachmuschel. Reduktion von Feinsedimenteinträgen und naturnahe Gewässerpflege sind zentrale Erhaltungsmaßnahmen.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Am Autobahnkreuz Hof treffen A9 und A93 zusammen. Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen, Ortsumgehungen sowie die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🏭

Industrie und Gewerbe

Die stark industrialisierte Region mit Kunststoffverarbeitung (REHAU-Gruppe), Textil, Maschinenbau und Automobilzulieferern erweitert laufend Produktions- und Gewerbeflächen. Betriebserweiterungen erzeugen Kompensationsbedarf, den greeNature als Full-Service-Partner abdeckt.

💨

Windenergie und Photovoltaik

Windkraftvorhaben in den Höhenlagen des Frankenwaldes und Freiflächen-Photovoltaik auf Grenzertragsstandorten erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und häufig FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.

🏘️

Siedlung und Hochwasserschutz

Wohn- und Gewerbegebiete sowie Hochwasserschutzmaßnahmen an Saale und Selbitz erfordern Ausgleichsflächen. Landwirte und Waldbesitzer können geeignete Flächen als Kompensationsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Hof

Der Landkreis Hof gehört zur BfN-Haupteinheit D48 (Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge). Dazu zählen der Frankenwald, die Münchberger Hochfläche und das Bayerische Vogtland. Für die Kompensation nach BayKompV ist die Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit dem Landratsamt Hof sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Hof, Untere Naturschutzbehörde, Schaumbergstraße 14, 95032 Hof. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufige Maßnahmen sind Moorrenaturierung in den Höhenlagen, klimastabiler Waldumbau von Fichten- zu Mischbeständen, Fließgewässerrenaturierung an Selbitz und Saale sowie die Pflege artenreicher Bergwiesen. Auf der Münchberger Hochfläche eignen sich Streuobst, Hecken und die Extensivierung von Grünland.
Ja. Dazu zählen das FFH-Gebiet Selbitz, Muschwitz und Höllental sowie das Saaletal von Joditz bis Blankenstein mit Vorkommen der Flussperlmuschel. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Anforderungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät zu den FFH-rechtlichen Vorgaben.
Ja. Geeignet sind unter anderem Fichtenbestände mit Potenzial für Waldumbau, feuchte Talwiesen an den Bächen sowie extensivierbares Grünland auf der Münchberger Hochfläche. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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