
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Hof
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im nordostbayerischen Mittelgebirgsraum. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Frankenwald und im Bayerischen Vogtland.
Der Landkreis Hof im Überblick
Der Landkreis Hof liegt im äußersten Nordosten Bayerns im Regierungsbezirk Oberfranken, im Dreiländereck zu Thüringen, Sachsen und Tschechien. Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Hof, die vom Landkreisgebiet umschlossen wird. Prägend sind der Frankenwald im Nordwesten, die landwirtschaftlich genutzte Münchberger Hochfläche im Zentrum und das Bayerische Vogtland im Osten.
Naturräumlich gehört der Landkreis zur BfN-Haupteinheit D48 (Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge). Der Frankenwald erreicht im Döbraberg 794,6 Meter und ist aus Grauwacken und Tonschiefern des variszischen Grundgebirges aufgebaut. Die Münchberger Hochfläche, bekannt als Münchberger Gneismasse, besteht aus alten metamorphen Gesteinen und bildet eine sanft gewellte Hochebene. Zahlreiche Fließgewässer wie die Sächsische Saale, die Selbitz und die Südliche Regnitz durchziehen die Landschaft in tief eingeschnittenen Kerbtälern.
Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Bachtäler mit ihren kalten, sauerstoffreichen Gewässern, die noch Restvorkommen der stark gefährdeten Flussperlmuschel und Bachmuschel beherbergen. Der Landkreis hat Anteil an mehreren FFH-Gebieten, darunter das Selbitztal mit dem markanten Höllental sowie das Saaletal von Joditz bis Blankenstein. Große Teile liegen im Naturpark Frankenwald, und entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze verläuft das Grüne Band als wertvoller Biotopverbund. Bergwiesen, Hochmoore und geschlossene Waldgebiete bieten Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und zahlreiche Fledermausarten.
Der Landkreis ist überdurchschnittlich industrialisiert, mit traditionell starker Textil- und Kunststoffindustrie (unter anderem die REHAU-Gruppe in Rehau), Maschinenbau und Automobilzulieferern. Als grenznahe Region profitiert er von Programmen zum Strukturwandel. Der Ausbau der Verkehrswege (Autobahnkreuz Hof mit A9 und A93, Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale), Gewerbegebietserweiterungen, Windenergie im Frankenwald und Hochwasserschutz an Saale und Selbitz erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D48 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Frankenwald, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Nordbayerns
- FFH-Gebiet Selbitz, Muschwitz und Höllental (rund 434 ha) mit dem Durchbruchstal Höllental
- FFH-Gebiet Saaletal von Joditz bis Blankenstein (rund 323 ha) mit Flussperlmuschel-Vorkommen
- Döbraberg (794,6 m), höchste Erhebung des Frankenwaldes
- Münchberger Hochfläche (Gneismasse), landwirtschaftlich geprägte Hochebene
- Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze (Mödlareuth bei Töpen)
- Kalte Mittelgebirgsbäche als Reliktlebensräume für Flussperlmuschel und Bachmuschel
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Vorhabenträger in ganz Bayern. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Hof, die regionalen Flächenpools und die naturräumlichen Besonderheiten von Frankenwald, Münchberger Hochfläche und Bayerischem Vogtland. Für Kompensation im Naturraum D48 entwickeln wir Maßnahmen, die funktional zum Eingriff passen und BayKompV-konform gesichert sind.
Typische Maßnahmen im Landkreis Hof
Moorrenaturierung
Wiedervernässung von Hochmooren und Quellmooren in den Höhenlagen des Frankenwaldes. Anhebung des Wasserstands, Rückbau von Entwässerungsgräben und Förderung torfbildender Vegetation, wirksam auch für den Klimaschutz.
Fließgewässerrenaturierung
Verbesserung von Struktur und Wasserqualität an Selbitz, Saale und Südlicher Regnitz. Anlage naturnaher Uferzonen und Kiesbänke als Lebensraum für Flussperlmuschel, Bachmuschel und Groppe.
Klimastabiler Waldumbau
Umbau strukturarmer Fichtenbestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Buche, Tanne und Bergahorn. Mehr Struktur- und Altholzreichtum für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Bergwiesen-Extensivierung
Pflege und Wiederherstellung artenreicher Bergmähwiesen und Borstgrasrasen im Frankenwald. Extensive Mahd ohne Düngung erhält seltene Pflanzenarten und Insektengemeinschaften.
Streuobst und Hecken
Anlage von Streuobstbeständen und Heckenstrukturen auf der Münchberger Hochfläche. Trittsteinbiotope und Biotopverbund für Neuntöter, Feldlerche und Wildbienen in der offenen Feldflur.
Artenschutz CEF/FCS
Wildkatzenkorridore, Fledermausquartiere, Horstschutz für den Schwarzstorch und Amphibienleiteinrichtungen. Maßnahmen vor Eingriffsbeginn nach § 44 BNatSchG, maßgeschneidert und rechtssicher dokumentiert.
Geschützte Arten im Frankenwald und Bayerisches Vogtland
Schwarzstorch
Die großflächigen, störungsarmen Wälder des Frankenwaldes sind Brutgebiet des Schwarzstorchs. Horstschutzzonen und die Sicherung fischreicher Bachauen als Nahrungshabitat sind typische FCS-Maßnahmen bei Eingriffen im Waldraum.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Der Frankenwald zählt zu den Wiederbesiedlungsgebieten der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Waldverbund, Totholzstrukturen und der Erhalt unzerschnittener Räume sichern ihre Ausbreitung.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und Braunes Langohr nutzen alte Wälder und Streuobstbestände als Jagd- und Quartiergebiet. Ersatzquartiere und der Erhalt von Höhlenbäumen sind häufige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Ufern von Saale und Selbitz brütet der Eisvogel in Steilwänden. Modellierung von Uferabbrüchen und die Sicherung strukturreicher Gewässerränder schaffen dauerhaft geeignete Brutplätze.
Mehr zur Art ›Amphibien im Höllental
Feuersalamander, Grasfrosch und Bergmolch besiedeln die feuchten Bach- und Waldschluchten des Höllentals. Neuanlage von Kleingewässern und Amphibienleiteinrichtungen an Straßen mindern Konflikte bei Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Flussperlmuschel
Die kalten, sauberen Mittelgebirgsbäche beherbergen letzte Vorkommen der hochgradig gefährdeten Flussperlmuschel und der Bachmuschel. Reduktion von Feinsedimenteinträgen und naturnahe Gewässerpflege sind zentrale Erhaltungsmaßnahmen.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Am Autobahnkreuz Hof treffen A9 und A93 zusammen. Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen, Ortsumgehungen sowie die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Industrie und Gewerbe
Die stark industrialisierte Region mit Kunststoffverarbeitung (REHAU-Gruppe), Textil, Maschinenbau und Automobilzulieferern erweitert laufend Produktions- und Gewerbeflächen. Betriebserweiterungen erzeugen Kompensationsbedarf, den greeNature als Full-Service-Partner abdeckt.
Windenergie und Photovoltaik
Windkraftvorhaben in den Höhenlagen des Frankenwaldes und Freiflächen-Photovoltaik auf Grenzertragsstandorten erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und häufig FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.
Siedlung und Hochwasserschutz
Wohn- und Gewerbegebiete sowie Hochwasserschutzmaßnahmen an Saale und Selbitz erfordern Ausgleichsflächen. Landwirte und Waldbesitzer können geeignete Flächen als Kompensationsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Hof
Ökopunkte im Landkreis Hof anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Hof.