Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D59 · D56
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Haßberge

Behördlich anerkannte Ökopunkte für Eingriffe im Landkreis Haßberge, sachgerecht nach BayKompV bewertet. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Naturraum-Zuordnung bis zur Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde in Haßfurt.

956
km² Kreisfläche
~84k
Einwohner
26
Gemeinden
20
FFH-Gebiete
~19 %
Natura-2000-Fläche
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Haßberge im Überblick

Der Landkreis Haßberge bildet den nordöstlichen Rand des Regierungsbezirks Unterfranken und grenzt an Thüringen. Die Kreisstadt Haßfurt liegt am Main, der den Landkreis von Ost nach West durchzieht. Prägend sind das bewaldete Keuperbergland der Haßberge im Nordosten, die offene Gäulandschaft im Westen und die Ausläufer des Steigerwalds südlich des Mains.

Geologisch gehört der Landkreis überwiegend zum Fränkischen Keuper-Liasland (BfN-Naturraum D59). Sandsteinkeuper bildet die bewaldeten Höhenrücken der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands, während im Westen die lössbedeckten Muschelkalkplatten der Mainfränkischen Platten (D56) in den Kreis hineinreichen. Das Maintal mit seinen Terrassen, Auwaldresten und Trockenhängen an der Haßberge-Stufe schafft ein kleinräumiges Mosaik unterschiedlicher Standorte.

Ökologisch sind die großen Laubwälder von Haßbergen und Steigerwald sowie die Fluss- und Wiesentäler von Main, Baunach, Nassach und Itz bedeutsam. Rund 19 Prozent der Kreisfläche sind als Natura-2000-Gebiete gesichert, darunter das Vogelschutzgebiet Haßbergetrauf und Bundorfer Wald (DE-5728-471) sowie zahlreiche FFH-Gebiete wie die Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt (DE-5929-372) und der Haßbergetrauf von Zeil am Main bis Königsberg (DE-5929-371).

Wirtschaftlich ist der Landkreis ländlich geprägt, mit Land- und Forstwirtschaft, mittelständischem Gewerbe und einer engen Verflechtung mit dem benachbarten Wirtschaftsraum Schweinfurt. Ausbau von Gewerbe- und Wohngebieten, Verkehrsvorhaben, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Sand- und Kiesabbau im Maintal lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D59
Fränkisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D59 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Haßfurt (KS)Zeil am MainEbernHofheim in UnterfrankenKönigsberg in BayernEltmannKnetzgauEbelsbachTheresSand am MainWonfurtOberaurachMaroldsweisachRentweinsdorf

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Vogelschutzgebiet Haßbergetrauf und Bundorfer Wald (DE-5728-471), gute Brutbestände von Wendehals, Gartenrotschwanz und Mittelspecht
  • FFH-Gebiet Buchenwälder und Wiesentäler des Nordsteigerwalds (DE-6029-371), großflächiger Laubwaldkomplex
  • Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt (DE-5929-372) mit Auwaldresten und Feuchtwiesen
  • Haßbergetrauf von Zeil am Main bis Königsberg (DE-5929-371) mit Trockenrasen und wärmeliebenden Säumen
  • Mausohrkolonien in den Haßbergen und im Itz-Baunach-Hügelland, bundesweit bedeutende Fledermausvorkommen
  • Bundorfer Wald und Quellbäche der Baunach (DE-5728-371), naturnahe Bäche und Wälder im Norden
  • Naturpark Haßberge, großräumige Kulturlandschaft aus Wald, Streuobst und Magerstandorten

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit der Bayerischen Kompensationsverordnung sowie den fränkischen Naturräumen D59 und D56 vertraut. Wir übernehmen die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Haßberge, ordnen den Eingriff dem richtigen Naturraum zu und stellen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten bereit. Von der Bedarfsanalyse bis zum Monitoring bleibt die Kompensation für Sie in einer Hand.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Haßberge

🌳

Waldumbau und Laubwald

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche im Keuperbergland der Haßberge, Aufwertung strukturarmer Nadelforste zu naturnahen Beständen mit Alt- und Totholzanteil.

💧

Renaturierung von Fließgewässern

Wiederherstellung naturnaher Gewässerläufe an Baunach, Nassach und Itz, Anlage von Uferrandstreifen und Auwaldgalerien, Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische und die Gewässerfauna.

🌾

Extensivierung von Grünland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Feuchtgrünland in den Tälern von Main und Baunach, Lebensraum für Wiesenbrüter und blütenbesuchende Insekten.

🍎

Streuobst und Magerrasen

Anlage und Pflege von Streuobstbeständen und Trockenrasen an den Sandsteinhängen des Haßbergetraufs, Förderung von Wildbienen, Reptilien und höhlenbrütenden Vogelarten.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Fledermausquartiere für Mausohrkolonien, Eisvogel-Steilwände an Fließgewässern, Zauneidechsen-Habitate an Böschungen und Trockenstandorten.

🌿

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Gäulandschaft im Westen des Landkreises, Trittsteine für Haselmaus, Feldhase und Niederwild zwischen Wald und Offenland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Haßberge und fränkisches Maintal

🦇

Großes Mausohr und Fledermäuse

Die Haßberge und das Itz-Baunach-Hügelland beherbergen bundesweit bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs. Quartiersicherung in Dachstühlen und Bäumen sowie jagdgebietsnahe Aufwertungen sind typische CEF-Maßnahmen.

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🐈

Wildkatze

Die großen zusammenhängenden Laubwälder von Haßbergen und Steigerwald zählen zu den Kernräumen der Europäischen Wildkatze in Bayern. Waldrandgestaltung und Biotopverbund fördern die Wiederausbreitung der streng geschützten Art.

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🕊️

Schwarzstorch

In den störungsarmen Waldkomplexen mit naturnahen Bächen brütet der Schwarzstorch. Ruhige Horststandorte und intakte Nahrungsgewässer sind für den Erhalt der Population entscheidend und bei Eingriffen artenschutzrechtlich relevant.

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🐦

Eisvogel

An Main, Baunach und Nassach findet der Eisvogel Steilufer und fischreiche Gewässer. Anlage und Pflege von Abbruchkanten sowie strukturreichen Uferzonen zählen zu den bewährten Kompensationsmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Die besonnten Trockenrasen und Sandsteinhänge des Haßbergetraufs sowie Bahn- und Wegböschungen sind wichtige Lebensräume der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Abbauvorhaben.

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🌾

Feldlerche

In der offenen Gäulandschaft im Westen des Landkreises brütet die Feldlerche als Charakterart der Feldflur. Blühstreifen, Lerchenfenster und extensiv genutzte Ackerränder sichern ihren Bestand.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⚡

Erneuerbare Energien

Windkraftstandorte auf den bewaldeten Höhenrücken und Photovoltaik-Freiflächen in der Gäulandschaft erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature entwickelt passende Ausgleichsflächen und CEF-Maßnahmen für Greifvögel und Fledermäuse.

🏗️

Rohstoffabbau im Maintal

Sand- und Kiesabbau entlang des Mains greift in Auen- und Terrassenstandorte ein. Renaturierung ausgebeuteter Abbauflächen und Anlage neuer Gewässerlebensräume sind typische Ersatzmaßnahmen nach BayKompV.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Ortsumgehungen, Straßenausbau und der Ausbau von Bahnstrecken im Maintal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. Wir übernehmen die naturschutzfachliche Begleitung und Flächenbereitstellung.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Haßfurt, Zeil am Main, Knetzgau und im Umfeld des Wirtschaftsraums Schweinfurt erfordern Kompensation. Landwirte können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Haßberge

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland), zu dem die Haßberge, der Steigerwald und das Itz-Baunach-Hügelland zählen. Im Westen reichen die Mainfränkischen Platten (D56) mit der Gäulandschaft in den Kreis hinein. Für die Bewertung nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenbereitstellung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Haßberge, Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Ja. Rund 19 Prozent der Kreisfläche sind Natura-2000-Gebiete, darunter das Vogelschutzgebiet Haßbergetrauf und Bundorfer Wald (DE-5728-471) und zahlreiche FFH-Gebiete wie die Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt (DE-5929-372). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Häufig sind Waldumbau zu naturnahen Laubwäldern, Renaturierung von Baunach, Nassach und Itz, Extensivierung von Grünland im Maintal, Anlage von Streuobst und Trockenrasen am Haßbergetrauf sowie Artenschutzmaßnahmen für Mausohr, Wildkatze, Eisvogel und Zauneidechse.
Ja. Besonders geeignet sind Flächen in den Auen von Main und Baunach, Hanglagen am Haßbergetrauf mit Potenzial für Streuobst und Magerrasen sowie strukturarme Ackerflächen in der Gäulandschaft. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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