
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Haßberge
Behördlich anerkannte Ökopunkte für Eingriffe im Landkreis Haßberge, sachgerecht nach BayKompV bewertet. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Naturraum-Zuordnung bis zur Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde in Haßfurt.
Der Landkreis Haßberge im Überblick
Der Landkreis Haßberge bildet den nordöstlichen Rand des Regierungsbezirks Unterfranken und grenzt an Thüringen. Die Kreisstadt Haßfurt liegt am Main, der den Landkreis von Ost nach West durchzieht. Prägend sind das bewaldete Keuperbergland der Haßberge im Nordosten, die offene Gäulandschaft im Westen und die Ausläufer des Steigerwalds südlich des Mains.
Geologisch gehört der Landkreis überwiegend zum Fränkischen Keuper-Liasland (BfN-Naturraum D59). Sandsteinkeuper bildet die bewaldeten Höhenrücken der Haßberge und des Itz-Baunach-Hügellands, während im Westen die lössbedeckten Muschelkalkplatten der Mainfränkischen Platten (D56) in den Kreis hineinreichen. Das Maintal mit seinen Terrassen, Auwaldresten und Trockenhängen an der Haßberge-Stufe schafft ein kleinräumiges Mosaik unterschiedlicher Standorte.
Ökologisch sind die großen Laubwälder von Haßbergen und Steigerwald sowie die Fluss- und Wiesentäler von Main, Baunach, Nassach und Itz bedeutsam. Rund 19 Prozent der Kreisfläche sind als Natura-2000-Gebiete gesichert, darunter das Vogelschutzgebiet Haßbergetrauf und Bundorfer Wald (DE-5728-471) sowie zahlreiche FFH-Gebiete wie die Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt (DE-5929-372) und der Haßbergetrauf von Zeil am Main bis Königsberg (DE-5929-371).
Wirtschaftlich ist der Landkreis ländlich geprägt, mit Land- und Forstwirtschaft, mittelständischem Gewerbe und einer engen Verflechtung mit dem benachbarten Wirtschaftsraum Schweinfurt. Ausbau von Gewerbe- und Wohngebieten, Verkehrsvorhaben, der Ausbau erneuerbarer Energien und der Sand- und Kiesabbau im Maintal lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
Zum Naturraum D56 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Vogelschutzgebiet Haßbergetrauf und Bundorfer Wald (DE-5728-471), gute Brutbestände von Wendehals, Gartenrotschwanz und Mittelspecht
- FFH-Gebiet Buchenwälder und Wiesentäler des Nordsteigerwalds (DE-6029-371), großflächiger Laubwaldkomplex
- Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt (DE-5929-372) mit Auwaldresten und Feuchtwiesen
- Haßbergetrauf von Zeil am Main bis Königsberg (DE-5929-371) mit Trockenrasen und wärmeliebenden Säumen
- Mausohrkolonien in den Haßbergen und im Itz-Baunach-Hügelland, bundesweit bedeutende Fledermausvorkommen
- Bundorfer Wald und Quellbäche der Baunach (DE-5728-371), naturnahe Bäche und Wälder im Norden
- Naturpark Haßberge, großräumige Kulturlandschaft aus Wald, Streuobst und Magerstandorten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit der Bayerischen Kompensationsverordnung sowie den fränkischen Naturräumen D59 und D56 vertraut. Wir übernehmen die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Haßberge, ordnen den Eingriff dem richtigen Naturraum zu und stellen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten bereit. Von der Bedarfsanalyse bis zum Monitoring bleibt die Kompensation für Sie in einer Hand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Haßberge
Waldumbau und Laubwald
Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche im Keuperbergland der Haßberge, Aufwertung strukturarmer Nadelforste zu naturnahen Beständen mit Alt- und Totholzanteil.
Renaturierung von Fließgewässern
Wiederherstellung naturnaher Gewässerläufe an Baunach, Nassach und Itz, Anlage von Uferrandstreifen und Auwaldgalerien, Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische und die Gewässerfauna.
Extensivierung von Grünland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Feuchtgrünland in den Tälern von Main und Baunach, Lebensraum für Wiesenbrüter und blütenbesuchende Insekten.
Streuobst und Magerrasen
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen und Trockenrasen an den Sandsteinhängen des Haßbergetraufs, Förderung von Wildbienen, Reptilien und höhlenbrütenden Vogelarten.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Fledermausquartiere für Mausohrkolonien, Eisvogel-Steilwände an Fließgewässern, Zauneidechsen-Habitate an Böschungen und Trockenstandorten.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Gäulandschaft im Westen des Landkreises, Trittsteine für Haselmaus, Feldhase und Niederwild zwischen Wald und Offenland.
Geschützte Arten im Haßberge und fränkisches Maintal
Großes Mausohr und Fledermäuse
Die Haßberge und das Itz-Baunach-Hügelland beherbergen bundesweit bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs. Quartiersicherung in Dachstühlen und Bäumen sowie jagdgebietsnahe Aufwertungen sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die großen zusammenhängenden Laubwälder von Haßbergen und Steigerwald zählen zu den Kernräumen der Europäischen Wildkatze in Bayern. Waldrandgestaltung und Biotopverbund fördern die Wiederausbreitung der streng geschützten Art.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
In den störungsarmen Waldkomplexen mit naturnahen Bächen brütet der Schwarzstorch. Ruhige Horststandorte und intakte Nahrungsgewässer sind für den Erhalt der Population entscheidend und bei Eingriffen artenschutzrechtlich relevant.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Main, Baunach und Nassach findet der Eisvogel Steilufer und fischreiche Gewässer. Anlage und Pflege von Abbruchkanten sowie strukturreichen Uferzonen zählen zu den bewährten Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die besonnten Trockenrasen und Sandsteinhänge des Haßbergetraufs sowie Bahn- und Wegböschungen sind wichtige Lebensräume der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Abbauvorhaben.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Gäulandschaft im Westen des Landkreises brütet die Feldlerche als Charakterart der Feldflur. Blühstreifen, Lerchenfenster und extensiv genutzte Ackerränder sichern ihren Bestand.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Erneuerbare Energien
Windkraftstandorte auf den bewaldeten Höhenrücken und Photovoltaik-Freiflächen in der Gäulandschaft erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature entwickelt passende Ausgleichsflächen und CEF-Maßnahmen für Greifvögel und Fledermäuse.
Rohstoffabbau im Maintal
Sand- und Kiesabbau entlang des Mains greift in Auen- und Terrassenstandorte ein. Renaturierung ausgebeuteter Abbauflächen und Anlage neuer Gewässerlebensräume sind typische Ersatzmaßnahmen nach BayKompV.
Infrastruktur und Verkehr
Ortsumgehungen, Straßenausbau und der Ausbau von Bahnstrecken im Maintal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. Wir übernehmen die naturschutzfachliche Begleitung und Flächenbereitstellung.
Siedlung und Gewerbe
Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Haßfurt, Zeil am Main, Knetzgau und im Umfeld des Wirtschaftsraums Schweinfurt erfordern Kompensation. Landwirte können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Haßberge.