Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D64
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Günzburg

Ökopunkte im Landkreis Günzburg (Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten, D64) für Vorhaben im Donauried und entlang der Iller-Lech-Region. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanz über die Flächensicherung bis zur BayKompV-konformen Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.

762,52 km²
Kreisfläche
rund 130.100 (Stand 30.06.2025)
Einwohner
34
Städte, Märkte und Gemeinden
Günzburg (Große Kreisstadt)
Kreisstadt
Schwaben
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Günzburg im Überblick

Der Landkreis Günzburg liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Schwaben, dort wo die Donau die Grenze zu Baden-Württemberg bildet. Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Günzburg an der Mündung der Günz in die Donau. Der Kreis grenzt an die Landkreise Dillingen an der Donau, Augsburg, Unterallgäu und Neu-Ulm sowie an den Alb-Donau-Kreis und den Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.

Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zu den Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Die Donau trennt das flache, moorgeprägte Schwäbische Donaumoos im Norden vom südlich anschließenden Riedel- und Plattenland der Unteren Iller-Lech-Schotterplatten. Nach Süden und Osten steigt das eiszeitlich geformte Tertiärhügelland mit den Waldlandschaften der Stauden und des Holzwinkels an. Prägend sind die von Nord nach Süd verlaufenden Flusstäler von Günz, Mindel, Kammel und Zusam, die das Gelände in langgezogene Schotter- und Molasserücken gliedern.

Ökologisch bedeutsam sind vor allem die feuchten Niederungen. Das Donauried mit seinen Streuwiesen und Grabensystemen ist als Vogelschutzgebiet und in Teilen als FFH-Gebiet Teil des Netzes Natura 2000 und beherbergt Wiesenbrüter wie den Kiebitz. Auch das Mindeltal ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Im Landkreis bestehen zehn Naturschutzgebiete, zahlreiche Landschaftsschutzgebiete und acht FFH-Gebiete. Die vielen Kiesabbaustellen entlang der Flusstäler bilden wertvolle Sekundärlebensräume für Amphibien und Pionierarten.

Wirtschaftlich ist der Landkreis mittelständisch geprägt, mit industriellen Ankern wie Wanzl in Leipheim und AL-KO in Kötz sowie dem Tourismusstandort Legoland Deutschland bei Günzburg. Die Bundesautobahn A8, die Bahnstrecke Ulm,Augsburg und die Bundesstraßen erschließen den Raum. Gewerbe- und Industrieansiedlungen, der Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen, Verkehrs- und Hochwasserschutzvorhaben sowie Siedlungserweiterungen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen nach der BayKompV aus.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Günzburg (KS)Krumbach (Schwaben)LeipheimBurgauIchenhausenThannhausenJettingen-ScheppachOffingenBibertalKötzBurtenbachGundremmingenNeuburg an der KammelZiemetshausen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Der gesamte Landkreis liegt im Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten (D64).
  • Die Donau trennt das Schwäbische Donaumoos im Norden von den Iller-Lech-Schotterplatten im Süden.
  • Das Donauried ist Vogelschutzgebiet und in Teilen FFH-Gebiet im Netz Natura 2000.
  • Das Mindeltal ist als Vogelschutzgebiet mit Wiesenbrütern wie Kiebitz und Großem Brachvogel ausgewiesen.
  • Acht FFH-Gebiete, zehn Naturschutzgebiete und mehrere Landschaftsschutzgebiete im Kreisgebiet.
  • Zahlreiche Kiesabbaustellen entlang der Flusstäler als Sekundärlebensräume für Amphibien und Pionierarten.
  • Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen als langfristiges Vorhaben mit Kompensationsbezug.

✅ greeNature vor Ort

greeNature unterstützt Vorhabenträger und Kommunen im Landkreis Günzburg bei der Kompensation nach der BayKompV. Wir bilanzieren den Eingriff, entwickeln geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und stimmen sie mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Günzburg ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen, die zu den regionalen Naturräumen passen, etwa der Aufwertung von Streuwiesen und Grabenrändern im Donauried, der Renaturierung von Flussabschnitten an Günz, Mindel und Kammel oder der ökologischen Nachnutzung von Kiesabbauflächen. So entstehen anrechenbare Ökopunkte mit belastbarem naturschutzfachlichem Wert.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Günzburg

🌾

Streuwiesen im Donauried

Wiederherstellung und extensive Pflege feuchter Streu- und Nasswiesen in den Donauniederungen, um Lebensräume für Wiesenbrüter und feuchtigkeitsliebende Pflanzen zu sichern.

💧

Gewässerrandstreifen an Günz und Mindel

Anlage von Uferrandstreifen und Gehölzsäumen entlang der Flusstäler, die Erosion mindern, Stoffeinträge puffern und Vernetzungsachsen für gewässergebundene Arten schaffen.

🪨

Ökologische Nachnutzung von Kiesabbauflächen

Entwicklung ehemaliger Kiesgruben zu Amphibien- und Pionierlebensräumen mit Flachwasserzonen, Rohbodenstandorten und besonnten Böschungen.

🌳

Waldrand- und Heckenstrukturen in den Stauden

Aufbau strukturreicher Waldränder, Feldhecken und Baumreihen im hügeligen Tertiärland zur Biotopvernetzung und Förderung von Gehölzbewohnern.

🌿

Extensivierung von Ackerflächen

Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in extensives Grünland, Blühflächen oder Ackerrandstreifen zugunsten von Feldvögeln und Insekten der offenen Kulturlandschaft.

🦋

Grabenrenaturierung und Feuchtbiotope

Aufwertung begradigter Entwässerungsgräben und Anlage von Kleingewässern im Ried, um Laichhabitate für Amphibien und den Kammmolch zu schaffen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Donauried und Iller-Lech-Platten

🐦

Kiebitz

Charakterart der offenen Feuchtwiesen im Donauried und im Vogelschutzgebiet Mindeltal, angewiesen auf extensiv genutztes, ungestörtes Grünland als Brutlebensraum.

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🌾

Feldlerche

Bodenbrüter der offenen Acker- und Wiesenlandschaft auf den Schotterplatten, der von Extensivierung, Blühflächen und Ackerrandstreifen profitiert.

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🐸

Amphibien

Arten wie Gelbbauchunke und Laubfrosch besiedeln Kiesabbaustellen und Kleingewässer der Flusstäler, wo besonnte Flachgewässer als Laichhabitate dienen.

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🦎

Zauneidechse

Besiedelt Bahndämme, Böschungen und Rohbodenstandorte in Kiesgruben; bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ersatzhabitate erforderlich.

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🐟

Eisvogel

Brütet in Steilufern an Günz, Mindel, Kammel und Donau und ist auf strukturreiche, gewässerbegleitende Uferabschnitte angewiesen.

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🦎

Kammmolch

Lebt in fischfreien Kleingewässern und Grabenstrukturen der Riedlandschaft und profitiert von der Neuanlage besonnter Stillgewässer.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe- und Industrieansiedlungen

Erweiterungen von Betrieben und neuen Gewerbegebieten, etwa im Umfeld der Industriestandorte an der A8, versiegeln Flächen und lösen Ausgleichspflichten aus.

🛣️

Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben

Ausbau von Straßen, Bahnanlagen und Radwegen entlang der Achse Ulm,Augsburg erfordert Eingriffsbilanzen und Kompensationsmaßnahmen nach der BayKompV.

🏘️

Siedlungs- und Wohnbauentwicklung

Neue Wohn- und Mischgebiete in den wachsenden Städten und Gemeinden des Landkreises erzeugen Bedarf an Ausgleichs- und Ersatzflächen.

⚡

Energie- und Rückbauvorhaben

Freiflächen-Photovoltaik, Netzausbau und der Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen sind Vorhaben mit naturschutzrechtlichem Kompensationsbezug.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Günzburg

Der gesamte Landkreis gehört zum Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollten sich an den Ausprägungen dieses Raums orientieren, etwa dem Donauried im Norden und den Iller-Lech-Schotterplatten mit den Flusstälern von Günz, Mindel und Kammel im Süden.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Günzburg (An der Kapuzinermauer 1, 89312 Günzburg). Sie bewertet Eingriffsbilanzen, stimmt Maßnahmen ab und erkennt Ökokonten und Kompensationsflächen nach der BayKompV an.
Die Bayerische Kompensationsverordnung (BayKompV) regelt, wie Eingriffe in Natur und Landschaft bilanziert und ausgeglichen werden. Sie legt das Bewertungsverfahren fest, nach dem Wertpunkte für Eingriff und Kompensation ermittelt und einander gegenübergestellt werden.
Regelmäßig relevant sind Wiesenbrüter wie der Kiebitz, Feldvögel wie die Feldlerche, Amphibien und der Kammmolch in Kiesgruben und Grabensystemen, die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen sowie der Eisvogel an den Flüssen. Der artenschutzrechtliche Zugriffsverbotstatbestand nach § 44 BNatSchG ist im Rahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung zu klären.
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) sind erforderlich, wenn durch ein Vorhaben die ökologische Funktion von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten geschützter Arten betroffen ist. Sie müssen vor dem Eingriff wirksam sein, damit die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG nicht ausgelöst werden, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse.
greeNature übernimmt die Kompensation als Full-Service-Leistung: Eingriffsbilanz nach BayKompV, Konzeption geeigneter Maßnahmen, Flächensicherung, Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie Umsetzung und Monitoring. So erhalten Sie planungssichere, anrechenbare Ökopunkte.
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