
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Günzburg
Ökopunkte im Landkreis Günzburg (Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten, D64) für Vorhaben im Donauried und entlang der Iller-Lech-Region. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanz über die Flächensicherung bis zur BayKompV-konformen Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Günzburg im Überblick
Der Landkreis Günzburg liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Schwaben, dort wo die Donau die Grenze zu Baden-Württemberg bildet. Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Günzburg an der Mündung der Günz in die Donau. Der Kreis grenzt an die Landkreise Dillingen an der Donau, Augsburg, Unterallgäu und Neu-Ulm sowie an den Alb-Donau-Kreis und den Landkreis Heidenheim in Baden-Württemberg.
Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zu den Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Die Donau trennt das flache, moorgeprägte Schwäbische Donaumoos im Norden vom südlich anschließenden Riedel- und Plattenland der Unteren Iller-Lech-Schotterplatten. Nach Süden und Osten steigt das eiszeitlich geformte Tertiärhügelland mit den Waldlandschaften der Stauden und des Holzwinkels an. Prägend sind die von Nord nach Süd verlaufenden Flusstäler von Günz, Mindel, Kammel und Zusam, die das Gelände in langgezogene Schotter- und Molasserücken gliedern.
Ökologisch bedeutsam sind vor allem die feuchten Niederungen. Das Donauried mit seinen Streuwiesen und Grabensystemen ist als Vogelschutzgebiet und in Teilen als FFH-Gebiet Teil des Netzes Natura 2000 und beherbergt Wiesenbrüter wie den Kiebitz. Auch das Mindeltal ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Im Landkreis bestehen zehn Naturschutzgebiete, zahlreiche Landschaftsschutzgebiete und acht FFH-Gebiete. Die vielen Kiesabbaustellen entlang der Flusstäler bilden wertvolle Sekundärlebensräume für Amphibien und Pionierarten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis mittelständisch geprägt, mit industriellen Ankern wie Wanzl in Leipheim und AL-KO in Kötz sowie dem Tourismusstandort Legoland Deutschland bei Günzburg. Die Bundesautobahn A8, die Bahnstrecke Ulm,Augsburg und die Bundesstraßen erschließen den Raum. Gewerbe- und Industrieansiedlungen, der Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen, Verkehrs- und Hochwasserschutzvorhaben sowie Siedlungserweiterungen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen nach der BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D64 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der gesamte Landkreis liegt im Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten (D64).
- Die Donau trennt das Schwäbische Donaumoos im Norden von den Iller-Lech-Schotterplatten im Süden.
- Das Donauried ist Vogelschutzgebiet und in Teilen FFH-Gebiet im Netz Natura 2000.
- Das Mindeltal ist als Vogelschutzgebiet mit Wiesenbrütern wie Kiebitz und Großem Brachvogel ausgewiesen.
- Acht FFH-Gebiete, zehn Naturschutzgebiete und mehrere Landschaftsschutzgebiete im Kreisgebiet.
- Zahlreiche Kiesabbaustellen entlang der Flusstäler als Sekundärlebensräume für Amphibien und Pionierarten.
- Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen als langfristiges Vorhaben mit Kompensationsbezug.
✅ greeNature vor Ort
greeNature unterstützt Vorhabenträger und Kommunen im Landkreis Günzburg bei der Kompensation nach der BayKompV. Wir bilanzieren den Eingriff, entwickeln geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und stimmen sie mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Günzburg ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen, die zu den regionalen Naturräumen passen, etwa der Aufwertung von Streuwiesen und Grabenrändern im Donauried, der Renaturierung von Flussabschnitten an Günz, Mindel und Kammel oder der ökologischen Nachnutzung von Kiesabbauflächen. So entstehen anrechenbare Ökopunkte mit belastbarem naturschutzfachlichem Wert.
Typische Maßnahmen im Landkreis Günzburg
Streuwiesen im Donauried
Wiederherstellung und extensive Pflege feuchter Streu- und Nasswiesen in den Donauniederungen, um Lebensräume für Wiesenbrüter und feuchtigkeitsliebende Pflanzen zu sichern.
Gewässerrandstreifen an Günz und Mindel
Anlage von Uferrandstreifen und Gehölzsäumen entlang der Flusstäler, die Erosion mindern, Stoffeinträge puffern und Vernetzungsachsen für gewässergebundene Arten schaffen.
Ökologische Nachnutzung von Kiesabbauflächen
Entwicklung ehemaliger Kiesgruben zu Amphibien- und Pionierlebensräumen mit Flachwasserzonen, Rohbodenstandorten und besonnten Böschungen.
Waldrand- und Heckenstrukturen in den Stauden
Aufbau strukturreicher Waldränder, Feldhecken und Baumreihen im hügeligen Tertiärland zur Biotopvernetzung und Förderung von Gehölzbewohnern.
Extensivierung von Ackerflächen
Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in extensives Grünland, Blühflächen oder Ackerrandstreifen zugunsten von Feldvögeln und Insekten der offenen Kulturlandschaft.
Grabenrenaturierung und Feuchtbiotope
Aufwertung begradigter Entwässerungsgräben und Anlage von Kleingewässern im Ried, um Laichhabitate für Amphibien und den Kammmolch zu schaffen.
Geschützte Arten im Donauried und Iller-Lech-Platten
Kiebitz
Charakterart der offenen Feuchtwiesen im Donauried und im Vogelschutzgebiet Mindeltal, angewiesen auf extensiv genutztes, ungestörtes Grünland als Brutlebensraum.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Bodenbrüter der offenen Acker- und Wiesenlandschaft auf den Schotterplatten, der von Extensivierung, Blühflächen und Ackerrandstreifen profitiert.
Mehr zur Art ›Amphibien
Arten wie Gelbbauchunke und Laubfrosch besiedeln Kiesabbaustellen und Kleingewässer der Flusstäler, wo besonnte Flachgewässer als Laichhabitate dienen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt Bahndämme, Böschungen und Rohbodenstandorte in Kiesgruben; bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ersatzhabitate erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet in Steilufern an Günz, Mindel, Kammel und Donau und ist auf strukturreiche, gewässerbegleitende Uferabschnitte angewiesen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Lebt in fischfreien Kleingewässern und Grabenstrukturen der Riedlandschaft und profitiert von der Neuanlage besonnter Stillgewässer.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieansiedlungen
Erweiterungen von Betrieben und neuen Gewerbegebieten, etwa im Umfeld der Industriestandorte an der A8, versiegeln Flächen und lösen Ausgleichspflichten aus.
Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben
Ausbau von Straßen, Bahnanlagen und Radwegen entlang der Achse Ulm,Augsburg erfordert Eingriffsbilanzen und Kompensationsmaßnahmen nach der BayKompV.
Siedlungs- und Wohnbauentwicklung
Neue Wohn- und Mischgebiete in den wachsenden Städten und Gemeinden des Landkreises erzeugen Bedarf an Ausgleichs- und Ersatzflächen.
Energie- und Rückbauvorhaben
Freiflächen-Photovoltaik, Netzausbau und der Rückbau des Kernkraftwerks Gundremmingen sind Vorhaben mit naturschutzrechtlichem Kompensationsbezug.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Günzburg
Ökopunkte im Landkreis Günzburg anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Günzburg.