Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Bayern · BayKompV
Naturraum D67 · D66 · D68
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Für Eingriffe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen liefert greeNature Ökopunkte und Ausgleichsflächen, die nach der naturraumbezogenen Bewertung der BayKompV zum Werdenfelser Land passen. Als Full-Service-Partner übernehmen wir Bedarfsermittlung, Fachplanung, Behördenabstimmung und langfristige Pflege.

rund 1.012 km²
Kreisfläche
rund 89.000
Einwohner
22 (drei Märkte)
Gemeinden
Zugspitze, 2.962 m
Höchster Punkt
D66, D67, D68
Naturräume (BfN)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Überblick

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen liegt im äußersten Süden Oberbayerns und grenzt über einen langen Abschnitt an das österreichische Bundesland Tirol. Die Talschaften rund um die Kreisstadt Garmisch-Partenkirchen und die umliegenden Gebirge bilden das Werdenfelser Land. Mit der Zugspitze liegt der höchste Berg Deutschlands im Kreisgebiet.

Geologisch ist der Landkreis dreigeteilt. Den Süden prägen die Nördlichen Kalkalpen mit Wettersteingebirge, Karwendel und Ammergebirge, die in weiten Teilen Hochgebirgscharakter tragen. Nördlich davon schließt die Flyschzone der Voralpen mit ihren bewaldeten Höhenrücken an. Im Norden geht die Landschaft in das voralpine Moor- und Hügelland über, wo die eiszeitlich geformten Becken Seen wie den Staffelsee sowie das ausgedehnte Murnauer Moos beherbergen. Wildflüsse wie Loisach, Isar und Ammer durchziehen das Gebiet.

Ökologisch ist der Landkreis überdurchschnittlich reich. Er umfasst zahlreiche Naturschutzgebiete, viele FFH- und Vogelschutzgebiete des Netzes Natura 2000 sowie den Naturpark Ammergauer Alpen. Kennzeichnend sind Moore und Streuwiesen, die Buckelwiesen bei Mittenwald, alpine Rasen und die naturnahen Wildflussauen mit Tamarisken- und Lavendelweidengebüschen. Für die Kompensation nach BayKompV sind die drei Naturräume D66 Voralpines Hügel- und Moorland, D67 Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen und D68 Nördliche Kalkalpen maßgeblich.

Die Wirtschaft ist stark vom Tourismus geprägt, große Industrie ist selten. Kompensationsbedarf entsteht vor allem durch Verkehrsvorhaben wie Ortsumfahrungen und Tunnelbauten, durch die Siedlungs- und Gewerbeentwicklung in den engen Tallagen sowie durch touristische Infrastruktur. Weil viele Eingriffe in einem naturschutzfachlich sensiblen Alpen- und Voralpenraum liegen, sind fachlich passende und naturraumgerechte Ausgleichsmaßnahmen entscheidend für die Genehmigungsfähigkeit.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D67
Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
Zum Naturraum D67 ›
D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D68
Nördliche Kalkalpen
Zum Naturraum D68 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Garmisch-Partenkirchen (KS)Murnau am StaffelseeMittenwaldOberammergauFarchantGrainauKrünWallgauOberauEschenloheBad KohlgrubUffing am StaffelseeOhlstadtEttal

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Mit der Zugspitze (2.962 m) liegt der höchste Berg Deutschlands im Landkreis.
  • Das Werdenfelser Land zeigt in Wetterstein und Karwendel ausgeprägten Hochgebirgscharakter.
  • Das Murnauer Moos zählt zu den größten weitgehend erhaltenen Moorlandschaften Mitteleuropas.
  • Zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete sowie der Naturpark Ammergauer Alpen liegen im Kreisgebiet.
  • Die Buckelwiesen bei Mittenwald sind eine bedeutsame historische Kulturlandschaft.
  • Grünland und Wald dominieren, Ackerbau spielt kaum eine Rolle.
  • Naturnahe Wildflussauen an Isar und Loisach beherbergen seltene Tamarisken- und Lavendelweidengebüsche.

✅ greeNature vor Ort

greeNature begleitet Vorhabenträger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen von der ersten Bedarfsermittlung bis zur gesicherten Genehmigung. Wir ordnen Ihren Eingriff dem zutreffenden Naturraum zu, entwickeln Maßnahmen, die zu Mooren, Streuwiesen und Wildflussauen des Werdenfelser Landes passen, und stimmen diese mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt ab. Wo bereits Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten verfügbar sind, nutzen Sie diese für mehr Planungssicherheit. Wo neue Flächen nötig sind, übernehmen wir Beschaffung, Fachplanung, Umsetzung und langfristige Pflege aus einer Hand.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

🌿

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Übergangsmoore, etwa im Umfeld des Murnauer Mooses und der voralpinen Moorlandschaften. Solche Maßnahmen werten Lebensräume auf, binden Kohlenstoff und erzielen hohe naturschutzfachliche Wirkung.

🌾

Streu- und Bergmähwiesen

Entwicklung und extensive Pflege artenreicher Streuwiesen und Bergmähwiesen. Angepasste, späte Mahd erhält seltene Pflanzen- und Insektengemeinschaften, wie sie für das Werdenfelser Land typisch sind.

💧

Gewässer- und Auenentwicklung

Renaturierung von Bächen und naturnahe Entwicklung der Wildflussauen an Loisach, Isar und Ammer. Uferabflachungen, Anbindung von Altarmen und Kiesbänke schaffen dynamische Lebensräume.

🌲

Bergwald und Schutzwald

Aufbau standortgerechter, klimastabiler Berg- und Schutzwälder mit strukturreichen Waldrändern. Das stabilisiert Hangbereiche und verbessert Lebensräume für Waldarten.

🦎

Vorgezogene Artenschutzmaßnahmen

CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, zum Beispiel neue Laichgewässer für Amphibien oder trockenwarme Ersatzstrukturen für die Zauneidechse in den Tallagen, wirksam bereits vor dem Eingriff.

🌳

Hecken und Streuobst

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in den Talräumen. Diese Elemente vernetzen Lebensräume und verbessern das Landschaftsbild in den Siedlungsrändern.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Werdenfelser Land

🦇

Fledermäuse

Der Landkreis bietet mit Höhlen, alten Wäldern und Gebäuden vielfältige Quartiere für streng geschützte Fledermausarten. Bei Eingriffen sichern wir Winter- und Sommerquartiere und stellen bei Bedarf Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme bereit.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien

In Mooren, Weihern und Wildflussauen leben zahlreiche geschützte Amphibien. Neu angelegte oder wiederhergestellte Laichgewässer mit passenden Landlebensräumen sind eine wirksame und häufig geforderte Maßnahme.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel

Der Eisvogel besiedelt die naturnahen Abschnitte von Loisach, Ammer und Isar. Steilufer als Brutwände und störungsarme, fischreiche Gewässerstrecken sind für seinen Schutz entscheidend.

Mehr zur Art ›
🌰

Haselmaus

Die Haselmaus lebt in strukturreichen Wäldern, Waldrändern und Hecken. Der Erhalt und die Vernetzung dieser Gehölzstrukturen sind zentrale Bausteine ihres Schutzes bei Bauvorhaben.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse

Trockenwarme Böschungen, Bahndämme und Kiesflächen in den Tallagen sind Lebensraum der Zauneidechse. Wo Vorhaben solche Strukturen berühren, sind Umsiedlung und die Anlage von Ersatzhabitaten erforderlich.

Mehr zur Art ›
🕊️

Schwarzstorch

In den großen, störungsarmen Wäldern des Landkreises findet der Schwarzstorch geeignete Brut- und Nahrungsräume. Der Schutz ruhiger Bachtäler und Horststandorte hat für ihn hohe Bedeutung.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Ortsumfahrungen und Tunnelbauten an den Bundesstraßen sowie Maßnahmen an der Bahnstrecke greifen in Natur und Landschaft ein und lösen umfangreichen Kompensationsbedarf aus.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohn- und Gewerbebau in den engen Tallagen der Kreisgemeinden erfordert Ausgleich für Bodenversiegelung und den Verlust von Lebensräumen.

🚠

Tourismusinfrastruktur

Vorhaben rund um Seilbahnen, Beherbergung und Freizeitanlagen im sensiblen Alpenraum ziehen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten nach sich.

⚡

Energie und Netze

Wasserkraftanlagen sowie der Ausbau von Leitungen und Netzen erzeugen Eingriffe, die naturraumgerecht kompensiert werden müssen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

OS
Landkreis Ostallgäu
im Westen
WE
Landkreis Weilheim-Schongau
im Norden
BA
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
im Osten
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Der Landkreis liegt in drei BfN-Naturräumen: D66 Voralpines Hügel- und Moorland im Norden, D67 Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen und D68 Nördliche Kalkalpen im Süden. Die BayKompV bewertet naturraumbezogen, deshalb ordnen wir Ihren Eingriff dem passenden Naturraum zu.
Für die meisten Vorhaben ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Garmisch-Partenkirchen zuständig. Wir stimmen Art und Umfang der Maßnahmen frühzeitig mit ihr ab.
Der hohe Anteil an Schutzgebieten, Mooren und alpinen Lebensräumen stellt besondere fachliche Anforderungen. Maßnahmen müssen zu den örtlichen Lebensräumen passen, etwa zu Streuwiesen, Mooren oder Wildflussauen, damit sie anerkannt werden.
Bewährt sind Moorrenaturierung, die Entwicklung von Streu- und Bergmähwiesen, die naturnahe Gestaltung von Gewässern und Auen sowie der Aufbau standortgerechter Bergwälder. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von Lage und Eingriffsart ab.
Sind geschützte Arten wie Fledermäuse, Amphibien oder die Zauneidechse betroffen, planen wir vorgezogene CEF-Maßnahmen. Diese müssen wirksam sein, bevor der Eingriff die bisherigen Lebensstätten beeinträchtigt.
Wo Ökopunkte aus bereits umgesetzten und behördlich anerkannten Ökokonten vorliegen, lassen sie sich zügig zuordnen. Sind neue Flächen nötig, übernehmen wir Beschaffung, Planung und Umsetzung und begleiten das Genehmigungsverfahren.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.