
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Fürth
Ökopunkte im Landkreis Fürth für Vorhaben im Verdichtungsraum Nürnberg. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner durch die Kompensation nach BayKompV, von der Flächensuche bis zur gesicherten Umsetzung und Pflege.
Der Landkreis Fürth im Überblick
Der Landkreis Fürth liegt im Westen der Europäischen Metropolregion Nürnberg und umschließt einen Großteil der kreisfreien Stadt Fürth. Kreissitz ist seit 2003 die Stadt Zirndorf. Mit einer Fläche von rund 307 km² und 14 Gemeinden ist er der kleinste Flächenlandkreis Bayerns und zugleich einer der am dichtesten besiedelten. Diese Nähe zum Ballungsraum prägt sowohl die Wirtschaft als auch den Umgang mit Freiflächen.
Landschaftlich gehört der Landkreis zum Mittelfränkischen Becken, einem Teil des Fränkischen Keuper-Liaslandes (Naturraum D59). Den Untergrund bildet überwiegend Sandsteinkeuper, in den die Flüsse Zenn, Bibert und Rednitz breite Täler eingeschnitten haben. Auf den sandigen, nährstoffarmen Böden stocken ausgedehnte Kiefernwälder, dazu kommen Sandmagerrasen und Binnendünen, etwa am Hainberg bei Oberasbach. Diese Sandlebensräume sind für Nordbayern von besonderer Bedeutung.
Ökologisch wertvoll sind vor allem die Flussauen und die offenen Sandstandorte. Im Landkreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter die FFH-Gebiete Zenntal und das Naturschutzgebiet Hainberg (Sandheiden im mittelfränkischen Becken), Teile des Biberttals sowie das Weihergebiet bei Zirndorf und die Stadtwälder. Die Grünlandauen von Rednitz und Zenn sind Lebensraum von Wiesenbrütern, die Sandflächen beherbergen wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse.
Als Teil des Wirtschaftsraums Nürnberg/Fürth ist der Landkreis von hohem Flächendruck geprägt. Bekannte Unternehmen wie geobra Brandstätter (Playmobil) in Zirndorf, Faber-Castell in Stein und die Ziegeleien im Raum Langenzenn stehen für eine industriell und gewerblich starke Region. Siedlungserweiterungen, Gewerbegebiete und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen aus. Weil geeignete Kompensationsflächen im engen Verdichtungsraum knapp sind, gewinnen Ökopunkte aus Ökokonten für Vorhabenträger deutlich an Bedeutung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Kleinster Flächenlandkreis Bayerns mit rund 307 km² und zugleich dicht besiedelt
- Teil der Europäischen Metropolregion Nürnberg mit hohem Siedlungs- und Gewerbedruck
- Sandsteinkeuper-Landschaft mit Sandmagerrasen und Binnendünen, etwa am Hainberg
- Breite Flusstäler von Zenn, Bibert und Rednitz mit wertvollem Auengrünland
- Mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter die FFH-Gebiete Zenntal und NSG Hainberg
- Kreissitz Zirndorf, Standort von geobra Brandstätter (Playmobil)
✅ greeNature vor Ort
greeNature kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Verdichtungsraum Nürnberg und stimmt Maßnahmen frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Fürth ab, damit Ihr Vorhaben rechtssicher und ohne Verzögerung kompensiert wird.
Typische Maßnahmen im Landkreis Fürth
Sandmagerrasen und Binnendünen entwickeln
Offenhalten und Entbuschen sandiger Magerstandorte schafft Lebensraum für wärmeliebende Arten der Sandheiden und wertet die für Mittelfranken typischen Sandbiotope auf.
Talgrünland extensivieren
Extensive Wiesennutzung mit angepassten Mahdterminen in den Auen von Rednitz und Zenn fördert Wiesenbrüter und blütenreiche Feuchtwiesen.
Klein- und Stillgewässer anlegen
Neuanlage und Renaturierung von Teichen und Weihern, etwa im Umfeld bestehender Weihergebiete, schafft Laichgewässer für Amphibien und den Kammmolch.
Fließgewässer und Ufer renaturieren
Gewässerrandstreifen, Uferabflachungen und Steilwände an Zenn, Bibert und Rednitz verbessern Struktur und Durchgängigkeit und schaffen Brutmöglichkeiten für den Eisvogel.
Kiefernwälder naturnah umbauen
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu naturnahen Mischwäldern und der Erhalt von Alt- und Totholz sichern Quartiere für Fledermäuse und die Haselmaus.
Feldflur strukturieren und entsiegeln
Hecken, Streuobst und Ackerrandstreifen vernetzen die ausgeräumte Feldflur, Entsiegelungen im Siedlungsraum schaffen zusätzliche Aufwertung für Feldbrüter.
Geschützte Arten im Rangau / Mittelfränkisches Becken
Zauneidechse
Besiedelt Sandmagerrasen, Bahndämme und Waldränder auf den trockenwarmen Sandstandorten und ist nach § 44 BNatSchG streng geschützt, häufig sind CEF-Maßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Feldflur, die unter dem Flächendruck der Region leidet und von Ackerbrachen, Lerchenfenstern und extensiven Randstreifen profitiert.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an den Steilufern von Zenn, Bibert und Rednitz und ist auf strukturreiche, saubere Fließgewässer mit ausreichend Kleinfischen angewiesen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Arten nutzen die Wälder, Gewässer und Gebäude als Jagdrevier und Quartier, Alt- und Totholz sowie Gebäudequartiere sind entscheidend.
Mehr zur Art ›Amphibien
Weiher und Stillgewässer, etwa in den Weihergebieten bei Zirndorf, sind wichtige Laichhabitate, deren Vernetzung Wanderkorridore sichert.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Wiesenbrüter des feuchten Auengrünlands, dessen Bestände bei Grünlandumbruch und Entwässerung zurückgehen und von extensiver Nutzung profitieren.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieflächen
Erweiterungen und Neuansiedlungen im Wirtschaftsraum Nürnberg/Fürth versiegeln Flächen und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung aus.
Wohnbau und Siedlungserweiterung
Die anhaltende Nachfrage im Ballungsraum führt zu Baugebieten, deren Eingriffe bilanziert und kompensiert werden müssen.
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Neubau von Straßen, Rad- und Bahntrassen im dichten Netz der Region erfordert häufig umfangreiche Kompensation und artenschutzrechtliche Maßnahmen.
Freiflächen-Photovoltaik
Solarparks auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen benötigen eine naturschutzfachliche Bewertung und einen Ausgleich der Eingriffe.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Fürth
Ökopunkte im Landkreis Fürth anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Fürth.