
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Fürstenfeldbruck
Ökopunkte und Kompensationsflächen für Vorhaben im Landkreis Fürstenfeldbruck, fachlich geplant und BayKompV-konform. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner von der Flächensuche bis zur langfristigen Unterhaltung.
Der Landkreis Fürstenfeldbruck im Überblick
Der Landkreis Fürstenfeldbruck liegt im Regierungsbezirk Oberbayern westlich der Landeshauptstadt München und gehört zum Verdichtungsraum der Metropolregion. Auf rund 434,82 km² leben etwa 218.600 Menschen in 23 Städten und Gemeinden. Mit rund 503 Einwohnern je km² ist er nach dem Landkreis München der am dichtesten besiedelte Landkreis Bayerns, Kreisstadt ist Fürstenfeldbruck.
Landschaftlich reicht der Kreis von der ebenen Münchner Schotterebene im Osten (BfN-Großregion D65) bis in das voralpine Hügel- und Moorland (D66) im Süden und Zentrum. Prägend sind die Jungmoränen der Würm-Eiszeit im Süden, das Fürstenfeldbrucker Altmoränenhügelland mit fruchtbaren Böden in der Mitte sowie sandig-lehmige Hügel mit Nadelwald im Norden. Die Flüsse Amper und Maisach durchziehen den Landkreis und bilden das ökologische Rückgrat.
Ökologisch bedeutsam sind das Ampermoos und das Ampertal als landesweit wertvolles Feuchtgebietssystem mit FFH- und Vogelschutzgebiet, das Haspelmoor als geschütztes Hochmoor sowie die Magerrasen des ehemaligen Fliegerhorsts. Diese Gebiete beherbergen Wiesenbrüter wie den Kiebitz, streng geschützte Amphibien, Fledermäuse und die Zauneidechse und stellen bei Eingriffen in der Umgebung besondere Anforderungen an den Arten- und Gebietsschutz.
Wirtschaftlich ist der Osten von mittelständischer Industrie und der Nähe zu München geprägt, während der Westen überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Aus Wohnungsbau, Gewerbeansiedlung, Straßenausbau und Erneuerbaren-Projekten ergibt sich ein anhaltender Kompensationsbedarf. Die hohe Flächenkonkurrenz macht eine frühzeitige, fachlich fundierte Planung des Ausgleichs nach BayKompV besonders wichtig.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D65 ›
Zum Naturraum D66 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Zweithöchste Bevölkerungsdichte aller bayerischen Landkreise nach dem Landkreis München, mit entsprechend hohem Siedlungs- und Infrastrukturdruck.
- Der Landkreis liegt in zwei BfN-Großregionen: der Münchner Schotterebene (D65) im Osten und dem voralpinen Hügel- und Moorland (D66) im Süden und Zentrum.
- Ampermoos und Ampertal bilden ein landesweit bedeutsames Feuchtgebietssystem mit FFH- und Vogelschutzgebiet sowie Bezug zum Ramsar-Gebiet Ammersee.
- Das Haspelmoor im Nordwesten ist ein geschütztes Hochmoor und FFH-Gebiet mit hoher Bedeutung für Moor- und Klimaschutz.
- Auf dem ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck haben sich wertvolle Magerrasen und Heideflächen entwickelt, die als FFH-Gebiet gesichert sind.
- Der Landkreis gehört zum Verdichtungsraum München und ist zugleich stark landwirtschaftlich geprägt, was Flächenkonkurrenz und Kompensationsbedarf erhöht.
✅ greeNature vor Ort
greeNature kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Verdichtungsraum westlich von München und die Abläufe bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck. Als Full-Service-Partner übernehmen wir Flächenbeschaffung, Maßnahmenplanung, behördliche Abstimmung, Umsetzung und langfristige Unterhaltung der Kompensation nach BayKompV.
Typische Maßnahmen im Landkreis Fürstenfeldbruck
Moor-Wiedervernässung
Anhebung des Wasserstands in Nieder- und Hochmooren wie Haspelmoor und Ampertal. Die Maßnahme verbindet Klima- und Artenschutz und erzeugt hochwertige Ökopunkte nach BayKompV.
Gewässerrenaturierung
Naturnahe Umgestaltung von Amper, Maisach und ihren Zuflüssen mit Uferrückbau, Auegehölzen und Anbindung von Altarmen. Das verbessert Durchgängigkeit und Lebensraum für Eisvogel und Fischfauna.
Grünlandextensivierung
Umstellung intensiv genutzter Wiesen im Hügelland auf extensive Mahd ohne Düngung. Die Maßnahme fördert artenreiches Grünland und Wiesenbrüter und lässt sich gut als CEF-Maßnahme ausgestalten.
Hecken und Feldgehölze
Neuanlage gebietsheimischer Hecken, Feldgehölze und Säume in der ausgeräumten Agrarlandschaft des Westens. Sie vernetzen Biotope und schaffen Deckung für Niederwild und Vögel.
Artenschutz-Ersatzhabitate
Anlage von Steinriegeln, Sandlinsen und Magerrasen für die Zauneidechse sowie neuer Laichgewässer für Amphibien. Diese vorgezogenen Maßnahmen sichern die ökologische Funktion vor dem Eingriff.
Ackerrandstreifen und Lerchenfenster
Extensive Randstreifen, Blühflächen und Lerchenfenster in Ackerbaugebieten fördern Feldlerche und Feldvögel und dienen als gezielte CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Amper-Region westlich von München
Feldlerche
Charakterart der offenen Agrarlandschaft im Westen des Landkreises. Bei Eingriffen in Ackerflächen sind Lerchenfenster und extensiv bewirtschaftete Ackerrandstreifen bewährte CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Brütet auf feuchten Wiesen und Niedermoorflächen, unter anderem im Umfeld von Ampermoos und Ampertal. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung sichern den Bruterfolg und lassen sich als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme umsetzen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt Bahndämme, Böschungen und die trockenwarmen Magerrasen im Bereich des ehemaligen Fliegerhorsts. Vor Baubeginn sind meist Umsiedlung und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Sandlinsen erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien (Laubfrosch, Kammmolch)
In den Amperauen und Moorweihern kommen streng geschützte Amphibien vor. Neu angelegte Laichgewässer und vernetzte Landlebensräume sind typische CEF-Maßnahmen für Vorhaben in Gewässernähe.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Baumbestände, Auwälder und Gebäudequartiere beherbergen mehrere Fledermausarten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Quartierverluste erfordern Ersatzquartiere und den Erhalt von Leitstrukturen entlang von Amper und Maisach.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an naturnahen Uferabschnitten von Amper und Maisach. Renaturierung von Fließgewässern, Steilwände und der Erhalt gehölzreicher Ufer verbinden Gewässerökologie mit Artenschutz.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Straßenausbau
Vorhaben wie der Ausbau der stark belasteten Bundesstraße 471 zwischen Fürstenfeldbruck und dem Autobahnkreuz erzeugen erheblichen Ausgleichsbedarf für Flächenversiegelung und Zerschneidung.
Gewerbe- und Industrieflächen
Die mittelständisch geprägte Industrie im Osten des Landkreises und neue Gewerbegebiete im Umfeld von München lösen regelmäßig Eingriffe in Boden und Freiflächen aus.
Wohn- und Siedlungsbau
Der hohe Zuzugsdruck im Verdichtungsraum München führt zu umfangreicher Wohnbebauung, deren Ausgleich über Bebauungspläne und Ökokonten gesichert werden muss.
Freiflächen-Photovoltaik
Solarparks auf Konversions- und Freiflächen, etwa auf Teilen des früheren Fliegerhorsts, erfordern naturschutzfachliche Bewertung und flächenbezogene Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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