Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D65 · D66
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Fürstenfeldbruck

Ökopunkte und Kompensationsflächen für Vorhaben im Landkreis Fürstenfeldbruck, fachlich geplant und BayKompV-konform. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner von der Flächensuche bis zur langfristigen Unterhaltung.

434,82 km²
Kreisfläche
rund 218.600
Einwohner (Stand 2025)
23
Städte und Gemeinden
503 EW/km²
Bevölkerungsdichte
D65 und D66
BfN-Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Fürstenfeldbruck im Überblick

Der Landkreis Fürstenfeldbruck liegt im Regierungsbezirk Oberbayern westlich der Landeshauptstadt München und gehört zum Verdichtungsraum der Metropolregion. Auf rund 434,82 km² leben etwa 218.600 Menschen in 23 Städten und Gemeinden. Mit rund 503 Einwohnern je km² ist er nach dem Landkreis München der am dichtesten besiedelte Landkreis Bayerns, Kreisstadt ist Fürstenfeldbruck.

Landschaftlich reicht der Kreis von der ebenen Münchner Schotterebene im Osten (BfN-Großregion D65) bis in das voralpine Hügel- und Moorland (D66) im Süden und Zentrum. Prägend sind die Jungmoränen der Würm-Eiszeit im Süden, das Fürstenfeldbrucker Altmoränenhügelland mit fruchtbaren Böden in der Mitte sowie sandig-lehmige Hügel mit Nadelwald im Norden. Die Flüsse Amper und Maisach durchziehen den Landkreis und bilden das ökologische Rückgrat.

Ökologisch bedeutsam sind das Ampermoos und das Ampertal als landesweit wertvolles Feuchtgebietssystem mit FFH- und Vogelschutzgebiet, das Haspelmoor als geschütztes Hochmoor sowie die Magerrasen des ehemaligen Fliegerhorsts. Diese Gebiete beherbergen Wiesenbrüter wie den Kiebitz, streng geschützte Amphibien, Fledermäuse und die Zauneidechse und stellen bei Eingriffen in der Umgebung besondere Anforderungen an den Arten- und Gebietsschutz.

Wirtschaftlich ist der Osten von mittelständischer Industrie und der Nähe zu München geprägt, während der Westen überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Aus Wohnungsbau, Gewerbeansiedlung, Straßenausbau und Erneuerbaren-Projekten ergibt sich ein anhaltender Kompensationsbedarf. Die hohe Flächenkonkurrenz macht eine frühzeitige, fachlich fundierte Planung des Ausgleichs nach BayKompV besonders wichtig.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›
D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Fürstenfeldbruck (KS)GermeringOlchingPuchheimGröbenzellEichenauEmmeringMaisachMammendorfMoorenweisTürkenfeldGrafrathSchöngeisingAlthegnenberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Zweithöchste Bevölkerungsdichte aller bayerischen Landkreise nach dem Landkreis München, mit entsprechend hohem Siedlungs- und Infrastrukturdruck.
  • Der Landkreis liegt in zwei BfN-Großregionen: der Münchner Schotterebene (D65) im Osten und dem voralpinen Hügel- und Moorland (D66) im Süden und Zentrum.
  • Ampermoos und Ampertal bilden ein landesweit bedeutsames Feuchtgebietssystem mit FFH- und Vogelschutzgebiet sowie Bezug zum Ramsar-Gebiet Ammersee.
  • Das Haspelmoor im Nordwesten ist ein geschütztes Hochmoor und FFH-Gebiet mit hoher Bedeutung für Moor- und Klimaschutz.
  • Auf dem ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck haben sich wertvolle Magerrasen und Heideflächen entwickelt, die als FFH-Gebiet gesichert sind.
  • Der Landkreis gehört zum Verdichtungsraum München und ist zugleich stark landwirtschaftlich geprägt, was Flächenkonkurrenz und Kompensationsbedarf erhöht.

✅ greeNature vor Ort

greeNature kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Verdichtungsraum westlich von München und die Abläufe bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck. Als Full-Service-Partner übernehmen wir Flächenbeschaffung, Maßnahmenplanung, behördliche Abstimmung, Umsetzung und langfristige Unterhaltung der Kompensation nach BayKompV.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Fürstenfeldbruck

💧

Moor-Wiedervernässung

Anhebung des Wasserstands in Nieder- und Hochmooren wie Haspelmoor und Ampertal. Die Maßnahme verbindet Klima- und Artenschutz und erzeugt hochwertige Ökopunkte nach BayKompV.

🌊

Gewässerrenaturierung

Naturnahe Umgestaltung von Amper, Maisach und ihren Zuflüssen mit Uferrückbau, Auegehölzen und Anbindung von Altarmen. Das verbessert Durchgängigkeit und Lebensraum für Eisvogel und Fischfauna.

🌱

Grünlandextensivierung

Umstellung intensiv genutzter Wiesen im Hügelland auf extensive Mahd ohne Düngung. Die Maßnahme fördert artenreiches Grünland und Wiesenbrüter und lässt sich gut als CEF-Maßnahme ausgestalten.

🌳

Hecken und Feldgehölze

Neuanlage gebietsheimischer Hecken, Feldgehölze und Säume in der ausgeräumten Agrarlandschaft des Westens. Sie vernetzen Biotope und schaffen Deckung für Niederwild und Vögel.

🦎

Artenschutz-Ersatzhabitate

Anlage von Steinriegeln, Sandlinsen und Magerrasen für die Zauneidechse sowie neuer Laichgewässer für Amphibien. Diese vorgezogenen Maßnahmen sichern die ökologische Funktion vor dem Eingriff.

🌾

Ackerrandstreifen und Lerchenfenster

Extensive Randstreifen, Blühflächen und Lerchenfenster in Ackerbaugebieten fördern Feldlerche und Feldvögel und dienen als gezielte CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Amper-Region westlich von München

🌾

Feldlerche

Charakterart der offenen Agrarlandschaft im Westen des Landkreises. Bei Eingriffen in Ackerflächen sind Lerchenfenster und extensiv bewirtschaftete Ackerrandstreifen bewährte CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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🐦

Kiebitz

Brütet auf feuchten Wiesen und Niedermoorflächen, unter anderem im Umfeld von Ampermoos und Ampertal. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung sichern den Bruterfolg und lassen sich als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme umsetzen.

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🦎

Zauneidechse

Besiedelt Bahndämme, Böschungen und die trockenwarmen Magerrasen im Bereich des ehemaligen Fliegerhorsts. Vor Baubeginn sind meist Umsiedlung und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Sandlinsen erforderlich.

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🐸

Amphibien (Laubfrosch, Kammmolch)

In den Amperauen und Moorweihern kommen streng geschützte Amphibien vor. Neu angelegte Laichgewässer und vernetzte Landlebensräume sind typische CEF-Maßnahmen für Vorhaben in Gewässernähe.

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🦇

Fledermäuse

Alte Baumbestände, Auwälder und Gebäudequartiere beherbergen mehrere Fledermausarten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Quartierverluste erfordern Ersatzquartiere und den Erhalt von Leitstrukturen entlang von Amper und Maisach.

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🐟

Eisvogel

Brütet an naturnahen Uferabschnitten von Amper und Maisach. Renaturierung von Fließgewässern, Steilwände und der Erhalt gehölzreicher Ufer verbinden Gewässerökologie mit Artenschutz.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Straßenausbau

Vorhaben wie der Ausbau der stark belasteten Bundesstraße 471 zwischen Fürstenfeldbruck und dem Autobahnkreuz erzeugen erheblichen Ausgleichsbedarf für Flächenversiegelung und Zerschneidung.

🏭

Gewerbe- und Industrieflächen

Die mittelständisch geprägte Industrie im Osten des Landkreises und neue Gewerbegebiete im Umfeld von München lösen regelmäßig Eingriffe in Boden und Freiflächen aus.

🏘️

Wohn- und Siedlungsbau

Der hohe Zuzugsdruck im Verdichtungsraum München führt zu umfangreicher Wohnbebauung, deren Ausgleich über Bebauungspläne und Ökokonten gesichert werden muss.

☀️

Freiflächen-Photovoltaik

Solarparks auf Konversions- und Freiflächen, etwa auf Teilen des früheren Fliegerhorsts, erfordern naturschutzfachliche Bewertung und flächenbezogene Kompensation.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Fürstenfeldbruck

Der Landkreis liegt im Übergang zweier BfN-Großregionen. Der östliche Teil gehört zur Münchner Schotterebene innerhalb der Großregion D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten), der südliche und zentrale Teil zum voralpinen Hügel- und Moorland (D66) mit dem Ammer-Loisach-Hügelland und dem Fürstenfeldbrucker Altmoränenhügelland. Für die Kompensation ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffsorts maßgeblich, da Ausgleich nach BayKompV möglichst im selben Naturraum erfolgen soll.
Die Preise für Ökopunkte hängen von Lage, Maßnahmentyp, Verfügbarkeit und Vertragsbedingungen ab. Die Bewertung erfolgt nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). greeNature erstellt Ihnen ein transparentes, individuelles Angebot auf Basis Ihres konkreten Kompensationsbedarfs. Sprechen Sie uns für eine unverbindliche Preisauskunft an.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Fürstenfeldbruck, Münchner Straße 32, 82256 Fürstenfeldbruck. Sie prüft Eingriffs- und Ausgleichsbilanzen, erkennt Ökokonten an und begleitet die Umsetzung. greeNature stimmt Maßnahmen und Nachweise direkt mit der Behörde ab.
Ja. In der Nähe der FFH- und Vogelschutzgebiete an Amper und Ampermoos können FFH-Verträglichkeitsprüfungen und bei erheblichen Beeinträchtigungen Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich werden. greeNature bewertet die artenschutz- und gebietsschutzrechtlichen Anforderungen frühzeitig und plant die notwendigen Maßnahmen.
Verbreitet sind Wiedervernässung und Extensivierung in den Moor- und Auenflächen von Ampertal und Haspelmoor, Renaturierung von Amper und Maisach, Grünlandextensivierung im Hügelland, die Anlage von Hecken und Feldgehölzen zur Biotopvernetzung sowie Artenschutzmaßnahmen für Feldlerche, Kiebitz und Zauneidechse.
Kompensationsmaßnahmen sind dauerhaft zu sichern und zu unterhalten. Die Sicherung erfolgt in der Regel dinglich (etwa über Grunddienstbarkeit) sowie durch dauerhafte Pflege. greeNature übernimmt als Full-Service-Partner die rechtliche Sicherung, das Monitoring und die langfristige Unterhaltung.
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