
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Freyung-Grafenau
Für Eingriffe im Landkreis Freyung-Grafenau stellt greeNature geprüfte Ökopunkte aus Maßnahmen im Naturraum Oberpfälzer und Bayerischer Wald (D63) bereit. Als Full-Service-Partner übernehmen wir die Kompensation nach BayKompV von der Flächensuche bis zur behördlichen Anerkennung.
Der Landkreis Freyung-Grafenau im Überblick
Der Landkreis Freyung-Grafenau bildet den östlichsten Zipfel Bayerns und liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Im Nordosten grenzt er über eine lange Strecke an Tschechien, im Südosten an Oberösterreich, nach Bayern hinein an die Landkreise Regen, Deggendorf und Passau. Verwaltungssitz und Kreisstadt ist Freyung. Mit rund 80 Einwohnern je Quadratkilometer gehört der Kreis zu den am dünnsten besiedelten Regionen Bayerns.
Landschaftlich ist der Kreis vollständig vom Bayerischen Wald geprägt, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mitteleuropas. Der geologische Untergrund besteht überwiegend aus Gneis und Granit des Böhmischen Grundgebirges. Über ein montanes Mittelgebirge steigt das Gelände bis zum Großen Rachel auf 1.453 Meter an. Prägend ist die Ilz, die als naturnahes Flusssystem nach Süden zur Donau bei Passau entwässert. Der Waldanteil von rund 60 Prozent und das raue, niederschlagsreiche Klima bestimmen Naturhaushalt und Landnutzung.
Naturschutzfachlich zählt der gesamte Landkreis zum Naturraum Oberpfälzer und Bayerischer Wald (D63). Im Norden liegt der Nationalpark Bayerischer Wald, der 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet wurde und zusammen mit dem tschechischen Šumava das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas bildet. Hinzu kommen der Naturpark Bayerischer Wald, mehrere Naturschutzgebiete sowie 13 FFH-Gebiete, darunter das Ilz-Talsystem. Hochmoore (Filze), Bergwiesen, Schachten und naturnahe Fließgewässer beherbergen Arten wie Schwarzstorch, Fischotter, Luchs, Mopsfledermaus und Perlmuschel. Zuständig für Ausgleich und Ersatz ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Freyung-Grafenau.
Wirtschaftlich tragen Elektronik- und Baustoffindustrie, das Handwerk und vor allem der Tourismus rund um Nationalpark und Wintersport den Kreis. Gewerbeansiedlungen etwa im Raum Waldkirchen, der Ausbau von Bundes- und Kreisstraßen, Freiflächen-Photovoltaik sowie Wohn- und Tourismusbauvorhaben lösen regelmäßig einen Kompensationsbedarf aus. Eingriffe in Natur und Landschaft sind nach der BayKompV auszugleichen. greeNature verbindet solche Vorhaben mit anerkannten Ausgleichsmaßnahmen im passenden Naturraum und übernimmt die vollständige Abwicklung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Bayerischer Wald im Norden des Kreises, 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet
- Naturpark Bayerischer Wald sowie mehrere Naturschutzgebiete und 13 FFH-Gebiete
- Sehr hoher Waldanteil von rund 60 Prozent in einem montanen Mittelgebirge
- Das naturnahe Ilz-Talsystem mit Lebensräumen von Perlmuschel, Fischotter und Mopsfledermaus
- Hochmoore (Filze), Bergwiesen und Schachten als seltene, schutzwürdige Offenlandbiotope
- Grenzlage zu Tschechien und Österreich als Teil des Grünen Dachs Europas
- Eine der am dünnsten besiedelten Regionen Bayerns mit rund 80 Einwohnern je km²
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Vorhabenträger im gesamten Bayerischen Wald und stellt Ökopunkte aus Maßnahmen bereit, die dem Naturraum Oberpfälzer und Bayerischer Wald (D63) zugeordnet sind. So bleibt der geforderte Naturraumbezug gewahrt, und die Kompensation lässt sich mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Freyung-Grafenau rechtssicher abstimmen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Freyung-Grafenau
Waldumbau zu Mischwäldern
Umbau naturferner Fichtenreinbestände in standortgerechte, klimastabile Laub- und Mischwälder mit Buche, Tanne und Bergahorn stärkt die typischen Waldlebensräume des Bayerischen Waldes.
Renaturierung von Fließgewässern
Rückbau von Verbauungen sowie Entwicklung naturnaher Ufer und Auen an Ilz, Ohe und Erlau verbessern Durchgängigkeit und Lebensraum für Fischotter, Perlmuschel und Eisvogel.
Wiedervernässung von Mooren
Anhebung des Wasserstands in entwässerten Hoch- und Niedermooren (Filze) reaktiviert Kohlenstoffspeicher und sichert hochspezialisierte, gefährdete Moorarten.
Extensivierung von Bergwiesen
Rücknahme von Düngung und angepasste Mahd entwickeln artenreiche Berg- und Feuchtwiesen und erhalten die für den Bayerischen Wald typischen Schachten.
Habitatstrukturen und Totholz
Erhalt von Alt- und Totholz, Höhlenbäumen und Quartieren fördert Mopsfledermaus, Haselmaus und weitere waldgebundene Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie.
Anlage von Kleingewässern
Neue Laichgewässer und Tümpel in besonnter Lage schaffen Lebensräume für Amphibien und werten strukturarme Landschaftsteile ökologisch auf.
Geschützte Arten im Bayerischer Wald
Schwarzstorch
Der scheue Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Wäldern des Kreises und nutzt naturnahe Bäche wie die Ilz zur Nahrungssuche. Für Vorhaben in seinem Umfeld ist der Artenschutz nach § 44 BNatSchG frühzeitig zu prüfen.
Mehr zur Art ›Mopsfledermaus
Die Mopsfledermaus zählt zu den charakteristischen Fledermausarten des Ilz-Talsystems und ist als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie streng geschützt. Quartierbäume und Jagdhabitate erfordern besondere Beachtung.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen, klaren Fließgewässern des Kreises brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferverbau und Gewässerausbau können Verbotstatbestände auslösen und machen CEF-Maßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder und Gebüsche des waldreichen Landkreises. Als streng geschützte Art ist sie bei Rodungen und Gehölzeingriffen zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Grasfrosch, Bergmolch und weitere Amphibien nutzen Tümpel, Moorgewässer und Waldweiher der Region. Der Erhalt und die Neuanlage von Laichgewässern sind wirksame Kompensationsbausteine.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze breitet sich in den zusammenhängenden Wäldern des Bayerischen Waldes wieder aus. Waldverbund und störungsarme Rückzugsräume sind für ihren Schutz entscheidend.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieflächen
Die Erschließung und Erweiterung von Gewerbegebieten, etwa im Raum Waldkirchen und Freyung, versiegelt Boden und beansprucht Lebensräume. Der Eingriff ist nach BayKompV auszugleichen.
Straßen- und Infrastrukturbau
Aus- und Neubau von Bundes- und Kreisstraßen sowie Leitungstrassen zerschneiden Landschaft und Waldverbund und lösen einen Kompensationsbedarf aus.
Freiflächen-Photovoltaik
Solarparks auf bislang landwirtschaftlich oder offen genutzten Flächen greifen in Landschaftsbild und Bodenfunktionen ein und erfordern eine naturschutzrechtliche Kompensation.
Wohn- und Tourismusbau
Neue Wohn- und Ferienbaugebiete sowie touristische Infrastruktur rund um Nationalpark und Wintersport beanspruchen Flächen, die auszugleichen sind.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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