
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Forchheim
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Landkreis Forchheim. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Regnitztal und Fränkischer Schweiz.
Der Landkreis Forchheim im Überblick
Der Landkreis Forchheim liegt im Regierungsbezirk Oberfranken am nördlichen Rand des Ballungsraums Nürnberg, Fürth und Erlangen. Er gliedert sich naturräumlich in drei Teile: das Regnitztal im Westen, die aufsteigende Fränkische Alb mit der Fränkischen Schweiz im Osten und das dazwischen liegende Albvorland. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Forchheim.
Geologisch treffen im Landkreis zwei sehr unterschiedliche Landschaften aufeinander. Der westliche Teil gehört zum Fränkischen Keuper-Liasland (Naturraum D59) mit den breiten Talauen von Regnitz und Wiesent. Der östliche Teil steigt zur Fränkischen Alb (Naturraum D61) auf, einer Karstlandschaft aus Weißjura-Kalk mit Felsen, Höhlen, Trockentälern und ausgedehnten Hangwäldern.
Ökologisch ist der Landkreis von hoher Bedeutung. Das FFH-Gebiet Wiesenttal mit Seitentälern (6233-371) und das Vogelschutzgebiet Felsen und Hangwälder in der Fränkischen Schweiz (6233-471) sichern Kalkmagerrasen, Wacholderheiden, naturnahe Fließgewässer, Felsbiotope und Höhlen als Fledermausquartiere. Die Fränkische Schweiz zählt zu den artenreichsten Regionen Bayerns. Im Regnitztal prägen die historischen Wässerwiesen mit ihrer traditionellen Wiesenbewässerung eine europaweit bedeutsame Kulturlandschaft.
Wirtschaftlich profitiert der Landkreis von der Nähe zur Metropolregion Nürnberg. Medizintechnik und Werkzeugbau (unter anderem Siemens Healthineers und Kennametal) sind starke Arbeitgeber, hinzu kommt der intensive Obstbau der Fränkischen Schweiz, eines der größten zusammenhängenden Süßkirschenanbaugebiete Deutschlands. Gewerbeansiedlungen, Wohnbauentwicklung im Verdichtungsraum sowie der Ausbau der Verkehrsachsen A73 und der Bahnstrecke Nürnberg, Bamberg erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D61 ›
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Wiesenttal mit Seitentälern (6233-371) mit naturnahen Kalkbächen und Hangwäldern
- EU-Vogelschutzgebiet Felsen und Hangwälder in der Fränkischen Schweiz (6233-471), Lebensraum von Uhu und Wanderfalke
- Karstlandschaft der Fränkischen Alb mit Höhlen als bedeutende Fledermausquartiere
- Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf den Jurahängen der Frankenalb
- Historische Wässerwiesen im Regnitztal als traditionelle Bewässerungskultur
- Streuobst- und Süßkirschengürtel der Fränkischen Schweiz
- Trockenhänge und Felsbiotope mit wärmeliebenden Insekten- und Reptiliengemeinschaften
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern tätig und betreut Kompensationsprojekte auch im oberfränkischen Raum. Wir kennen die naturräumlichen Besonderheiten der Naturräume D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) und D61 (Fränkische Alb), die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Forchheim und die Kompensationspraxis zwischen Regnitzaue und Fränkischer Schweiz.
Typische Maßnahmen im Landkreis Forchheim
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Wiederherstellung und Pflege artenreicher Trocken- und Halbtrockenrasen auf den Jurahängen der Frankenalb durch Entbuschung und extensive Beweidung mit Schafen und Ziegen, Lebensraum für Enzian, Silberdistel und seltene Tagfalter.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobst- und Kirschbestände im Albvorland der Fränkischen Schweiz, Lebensraum für Steinkauz, Gartenrotschwanz, Wendehals und zahlreiche Wildbienenarten.
Wässerwiesen und Auenrenaturierung
Revitalisierung der historischen Bewässerungswiesen im Regnitztal sowie Renaturierung von Uferabschnitten an Wiesent und Regnitz, Förderung von Wiesenbrütern und Fließgewässerarten.
Fels- und Trockenbiotope
Freistellung von Felsköpfen, Anlage von Lesesteinriegeln und Trockenmauern an sonnenexponierten Hängen, gezielte Habitatverbesserung für Zauneidechse und wärmeliebende Arten der Frankenalb.
Artenschutz CEF/FCS
Sicherung und Aufwertung von Höhlen- und Felsquartieren für Fledermäuse, Uhu- und Wanderfalken-Horstschutz, Haselmaus-Heckenverbund, maßgeschneidert nach BayKompV und § 44 BNatSchG.
Waldumbau und Erstaufforstung
Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder auf der Frankenalb mit Buche, Eiche und Elsbeere sowie strukturreicher Waldränder als Biotopverbund und Lebensraum der Wildkatze.
Geschützte Arten im Fränkische Schweiz und Regnitztal
Fledermäuse in Karsthöhlen
Die zahlreichen Höhlen und Felsspalten der Fränkischen Schweiz sind bedeutende Winter- und Sommerquartiere für Großes Mausohr, Kleine Hufeisennase und weitere Arten. Quartiersicherung und störungsfreie Zugänge sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Uhu und Wanderfalke
Die Felsen und Hangwälder des Vogelschutzgebiets 6233-471 zählen zu den besten Brutvorkommen Bayerns. Horstschutz und Besucherlenkung an Kletterfelsen sind hier zentrale Artenschutzthemen bei Eingriffsplanungen.
Zauneidechse
Trockenhänge, Magerrasen, Bahndämme und Steinbruchflächen bieten der Zauneidechse ideale Lebensräume. Bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten ist sie eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Die naturnahen Abschnitte von Wiesent und Regnitz mit Steilufern und klarem Wasser bieten dem Eisvogel Brut- und Jagdhabitate. Uferabbrüche und Steilwandmodellierungen sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die ausgedehnten Hangwälder der Fränkischen Alb sind Lebensraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Strukturreiche Waldränder, Totholz und Biotopverbund fördern die Wiederausbreitung.
Mehr zur Art ›Wiesenbrüter im Regnitztal
Die Wässerwiesen und feuchten Grünländer der Regnitzaue sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und angepasste Wasserstände sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
Medizintechnik, Werkzeugbau und Zulieferbetriebe (unter anderem Siemens Healthineers und Kennametal) sowie neue Gewerbegebiete an den Achsen nach Erlangen und Bamberg lösen bei Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen regelmäßig Kompensationspflichten nach BayKompV aus.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der A73 (Frankenschnellweg), der viergleisige Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg, Bamberg sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Regnitz und Wiesent erzeugen erheblichen Ausgleichs- und Ersatzbedarf.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Regnitztal und auf Grenzertragsstandorten sowie Windkraftplanungen auf den Höhen der Frankenalb erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.
Siedlungsentwicklung
Der Siedlungsdruck aus dem Verdichtungsraum Erlangen und Nürnberg führt zu Wohn- und Gewerbebauentwicklung in Forchheim und den Umlandgemeinden. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter für Ökokonten profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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