
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Erlangen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben in der kreisfreien Stadt Erlangen. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) im Regnitztal und in der Metropolregion Nürnberg.
Die Stadt Erlangen im Überblick
Erlangen ist eine kreisfreie Stadt im nördlichen Mittelfranken und mit rund 117.000 Einwohnern auf gut 77 Quadratkilometern die kleinste der bayerischen Großstädte. Sie liegt im Regnitztal zwischen Nürnberg und Forchheim und bildet gemeinsam mit dem umgebenden Landkreis Erlangen-Höchstadt einen Kernraum der Europäischen Metropolregion Nürnberg.
Naturräumlich gehört das Stadtgebiet zum Fränkischen Keuper-Liasland (D59), genauer zum Mittelfränkischen Becken mit der breiten Talaue der Regnitz. Prägend sind die sandigen Keuperböden der Sandachse Franken, lichte Kiefernwälder des Sebalder Reichswalds im Osten sowie die feuchten Talauen von Regnitz und Untermain. Für die Bewertung in Wertpunkten nach BayKompV ist diese Naturraum-Zuordnung des jeweiligen Eingriffs maßgeblich.
Trotz der Lage im Verdichtungsraum verfügt Erlangen über bemerkenswert wertvolle Lebensräume. Das Naturschutzgebiet Brucker Lache mit seinem Erlenbruchwald und der ehemalige Exerzierplatz im Röthelheimpark mit Sandmagerrasen liegen unmittelbar im Stadtgebiet. Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471), der Dechsendorfer Weiher und der Sebalder Reichswald als Teil des Natura-2000-Gebiets Nürnberger Reichswald ergänzen das Lebensraummosaik.
Wirtschaftlich ist Erlangen als Sitz von Siemens und Siemens Healthineers sowie der Friedrich-Alexander-Universität ein bedeutender Medizintechnik- und Hightech-Standort. Der anhaltende Wachstumsdruck bei Wohnbau, Gewerbe und Verkehr, etwa durch die geplante Stadt-Umland-Bahn und den ICE-Ausbau der Strecke Nürnberg, Erlangen, Bamberg, erzeugt regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist. Die enge Verzahnung von Siedlungsdruck und hochwertigen Schutzgebieten stellt dabei besondere Anforderungen an die Kompensationsplanung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Brucker Lache mit wertvollem Erlenbruchwald, zugleich Teil eines Vogelschutzgebiets
- Naturschutzgebiet Exerzierplatz im Röthelheimpark mit Sandmagerrasen und offenen Sandflächen der Sandachse Franken
- Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471)
- Regnitzaue als Feuchtlebensraum und Biotopverbund im Talgrund
- Sebalder Reichswald im Osten, Teil des Natura-2000-Gebiets Nürnberger Reichswald
- Dechsendorfer Weiher mit angrenzenden Feuchtflächen und Röhrichten
- Sandachse Franken mit Sandlebensräumen und lichten Kiefernwäldern
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bayernweit tätig und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Mittelfränkischen Beckens und des Regnitztals aus der Praxis. Wir stimmen uns mit dem Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen als Unterer Naturschutzbehörde ab und ordnen Ihren Eingriff dem Naturraum D59 und passenden regionalen Flächenpools zu, von der Bedarfsanalyse bis zur gesicherten Umsetzung und Pflege.
Typische Maßnahmen in der Stadt Erlangen
Gewässer- und Auenrenaturierung
Revitalisierung von Altwässern, Uferstrukturen und Auenbereichen entlang der Regnitz, Schaffung von Laichhabitaten für Fische und Amphibien sowie von Steilufern für den Eisvogel im dicht besiedelten Talgrund.
Entsiegelung und Stadtgrün
Rückbau versiegelter Flächen, Umwandlung in durchlässige, begrünte Standorte sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Im urbanen Kontext ein wichtiger Baustein, um Bodenfunktionen und Kaltluftbahnen wiederherzustellen.
Sandmagerrasen und Heidepflege
Wiederherstellung und Pflege offener Sandflächen und Magerrasen entlang der Sandachse Franken, etwa durch Aushagerung und Entbuschung, als Lebensraum für Zauneidechse, Feldlerche und wärmeliebende Insekten.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Nasswiesen in der Regnitzaue und im stadtnahen Umland, Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere in und an Gebäuden, Eisvogel-Steilwände an der Regnitz sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Sandflächen und Bahndämmen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Waldumbau, Hecken und Streuobst
Umbau strukturarmer Kiefernbestände des Reichswalds zu standortgerechten Mischwäldern sowie Anlage von Hecken und Streuobstbeständen im stadtnahen Umland als Trittsteinbiotope und Biotopverbund.
Geschützte Arten im Regnitztal und Metropolregion Nürnberg
Fledermäuse in Wald und Gebäuden
Verschiedene Arten nutzen die alten Bestände des Reichswalds, den Erlenbruchwald der Brucker Lache sowie Dachstühle und Keller im Stadtgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie); bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Sandflächen
Die Sandmagerrasen des Exerzierplatzes und der Sandachse Franken sowie Bahndämme und Böschungen sind wichtige Habitate. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt die Zauneidechse zu den häufigsten Zielarten, für die vorgezogene Ersatzhabitate anzulegen sind.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Regnitz
Naturnahe Uferabschnitte der Regnitz bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenbrüter
Die Feucht- und Nasswiesen der Regnitzaue sind potenzielle Brutgebiete für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung, angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern und entwickeln diese Lebensräume.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Der Dechsendorfer Weiher, Tümpel und wechselfeuchte Senken beherbergen Amphibien einschließlich des Kammmolchs (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der offenen Flur
Offene Sandflächen und die stadtnahe Feldflur bieten Lebensraum für die Feldlerche, deren Bestände bundesweit stark rückläufig sind. Lerchenfenster, Blühflächen und extensive Ackerrandstreifen sind geeignete Maßnahmen zur Populationsstützung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Medizintechnik und Hightech
Als Sitz von Siemens und Siemens Healthineers ist Erlangen ein bedeutender Technologiestandort. Erweiterungen von Forschungs-, Produktions- und Bürostandorten sowie Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV, den greeNature vollständig begleitet.
Wohnbau und Siedlungsentwicklung
Die wachsende Stadt entwickelt neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen, etwa im Röthelheimpark und in den westlichen Stadtteilen. Ausweisung und Bebauung erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig in Kombination mit Entsiegelung und Artenschutzmaßnahmen.
Verkehrsinfrastruktur
Die geplante Stadt-Umland-Bahn (StUB), der ICE-Ausbau der Strecke Nürnberg, Erlangen, Bamberg sowie Maßnahmen an der A73 und im städtischen Straßennetz lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie CEF-Maßnahmen für betroffene Arten aus.
Universität und Klinikum
Der Ausbau der Friedrich-Alexander-Universität und des Universitätsklinikums Erlangen mit neuen Forschungs-, Lehr- und Klinikflächen zählt zu den kontinuierlichen Vorhaben mit Kompensationsbedarf im Stadtgebiet.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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