Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D59
Regierungsbezirk Mittelfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Erlangen

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben in der kreisfreien Stadt Erlangen. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) im Regnitztal und in der Metropolregion Nürnberg.

76,96
km² Stadtfläche
~117k
Einwohner
D59
Naturraum
Mittelfranken
Regierungsbezirk
~1.500
Einwohner/km²
Stadt und Ökologie

Die Stadt Erlangen im Überblick

Erlangen ist eine kreisfreie Stadt im nördlichen Mittelfranken und mit rund 117.000 Einwohnern auf gut 77 Quadratkilometern die kleinste der bayerischen Großstädte. Sie liegt im Regnitztal zwischen Nürnberg und Forchheim und bildet gemeinsam mit dem umgebenden Landkreis Erlangen-Höchstadt einen Kernraum der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Naturräumlich gehört das Stadtgebiet zum Fränkischen Keuper-Liasland (D59), genauer zum Mittelfränkischen Becken mit der breiten Talaue der Regnitz. Prägend sind die sandigen Keuperböden der Sandachse Franken, lichte Kiefernwälder des Sebalder Reichswalds im Osten sowie die feuchten Talauen von Regnitz und Untermain. Für die Bewertung in Wertpunkten nach BayKompV ist diese Naturraum-Zuordnung des jeweiligen Eingriffs maßgeblich.

Trotz der Lage im Verdichtungsraum verfügt Erlangen über bemerkenswert wertvolle Lebensräume. Das Naturschutzgebiet Brucker Lache mit seinem Erlenbruchwald und der ehemalige Exerzierplatz im Röthelheimpark mit Sandmagerrasen liegen unmittelbar im Stadtgebiet. Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471), der Dechsendorfer Weiher und der Sebalder Reichswald als Teil des Natura-2000-Gebiets Nürnberger Reichswald ergänzen das Lebensraummosaik.

Wirtschaftlich ist Erlangen als Sitz von Siemens und Siemens Healthineers sowie der Friedrich-Alexander-Universität ein bedeutender Medizintechnik- und Hightech-Standort. Der anhaltende Wachstumsdruck bei Wohnbau, Gewerbe und Verkehr, etwa durch die geplante Stadt-Umland-Bahn und den ICE-Ausbau der Strecke Nürnberg, Erlangen, Bamberg, erzeugt regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist. Die enge Verzahnung von Siedlungsdruck und hochwertigen Schutzgebieten stellt dabei besondere Anforderungen an die Kompensationsplanung.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D59
Fränkisches Keuper-Liasland
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📍 Stadtteile

Innenstadt (KS)AlterlangenBruckBüchenbachSieglitzhofRöthelheimparkFrauenaurachEltersdorfTennenloheDechsendorfKosbachKriegenbrunnHüttendorf

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Brucker Lache mit wertvollem Erlenbruchwald, zugleich Teil eines Vogelschutzgebiets
  • Naturschutzgebiet Exerzierplatz im Röthelheimpark mit Sandmagerrasen und offenen Sandflächen der Sandachse Franken
  • Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471)
  • Regnitzaue als Feuchtlebensraum und Biotopverbund im Talgrund
  • Sebalder Reichswald im Osten, Teil des Natura-2000-Gebiets Nürnberger Reichswald
  • Dechsendorfer Weiher mit angrenzenden Feuchtflächen und Röhrichten
  • Sandachse Franken mit Sandlebensräumen und lichten Kiefernwäldern

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bayernweit tätig und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Mittelfränkischen Beckens und des Regnitztals aus der Praxis. Wir stimmen uns mit dem Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen als Unterer Naturschutzbehörde ab und ordnen Ihren Eingriff dem Naturraum D59 und passenden regionalen Flächenpools zu, von der Bedarfsanalyse bis zur gesicherten Umsetzung und Pflege.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Erlangen

💧

Gewässer- und Auenrenaturierung

Revitalisierung von Altwässern, Uferstrukturen und Auenbereichen entlang der Regnitz, Schaffung von Laichhabitaten für Fische und Amphibien sowie von Steilufern für den Eisvogel im dicht besiedelten Talgrund.

🧱

Entsiegelung und Stadtgrün

Rückbau versiegelter Flächen, Umwandlung in durchlässige, begrünte Standorte sowie Dach- und Fassadenbegrünung. Im urbanen Kontext ein wichtiger Baustein, um Bodenfunktionen und Kaltluftbahnen wiederherzustellen.

🏜️

Sandmagerrasen und Heidepflege

Wiederherstellung und Pflege offener Sandflächen und Magerrasen entlang der Sandachse Franken, etwa durch Aushagerung und Entbuschung, als Lebensraum für Zauneidechse, Feldlerche und wärmeliebende Insekten.

🌾

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Nasswiesen in der Regnitzaue und im stadtnahen Umland, Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere in und an Gebäuden, Eisvogel-Steilwände an der Regnitz sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Sandflächen und Bahndämmen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

🌳

Waldumbau, Hecken und Streuobst

Umbau strukturarmer Kiefernbestände des Reichswalds zu standortgerechten Mischwäldern sowie Anlage von Hecken und Streuobstbeständen im stadtnahen Umland als Trittsteinbiotope und Biotopverbund.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Regnitztal und Metropolregion Nürnberg

🦇

Fledermäuse in Wald und Gebäuden

Verschiedene Arten nutzen die alten Bestände des Reichswalds, den Erlenbruchwald der Brucker Lache sowie Dachstühle und Keller im Stadtgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie); bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

Zauneidechse auf Sandflächen

Die Sandmagerrasen des Exerzierplatzes und der Sandachse Franken sowie Bahndämme und Böschungen sind wichtige Habitate. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt die Zauneidechse zu den häufigsten Zielarten, für die vorgezogene Ersatzhabitate anzulegen sind.

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🐦

Eisvogel an der Regnitz

Naturnahe Uferabschnitte der Regnitz bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.

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🐤

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die Feucht- und Nasswiesen der Regnitzaue sind potenzielle Brutgebiete für den Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung, angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern und entwickeln diese Lebensräume.

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🦎

Kammmolch und Amphibien

Der Dechsendorfer Weiher, Tümpel und wechselfeuchte Senken beherbergen Amphibien einschließlich des Kammmolchs (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.

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🐦

Feldlerche in der offenen Flur

Offene Sandflächen und die stadtnahe Feldflur bieten Lebensraum für die Feldlerche, deren Bestände bundesweit stark rückläufig sind. Lerchenfenster, Blühflächen und extensive Ackerrandstreifen sind geeignete Maßnahmen zur Populationsstützung.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Medizintechnik und Hightech

Als Sitz von Siemens und Siemens Healthineers ist Erlangen ein bedeutender Technologiestandort. Erweiterungen von Forschungs-, Produktions- und Bürostandorten sowie Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV, den greeNature vollständig begleitet.

🏘️

Wohnbau und Siedlungsentwicklung

Die wachsende Stadt entwickelt neue Wohnquartiere und Nachverdichtungen, etwa im Röthelheimpark und in den westlichen Stadtteilen. Ausweisung und Bebauung erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig in Kombination mit Entsiegelung und Artenschutzmaßnahmen.

🚈

Verkehrsinfrastruktur

Die geplante Stadt-Umland-Bahn (StUB), der ICE-Ausbau der Strecke Nürnberg, Erlangen, Bamberg sowie Maßnahmen an der A73 und im städtischen Straßennetz lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie CEF-Maßnahmen für betroffene Arten aus.

🎓

Universität und Klinikum

Der Ausbau der Friedrich-Alexander-Universität und des Universitätsklinikums Erlangen mit neuen Forschungs-, Lehr- und Klinikflächen zählt zu den kontinuierlichen Vorhaben mit Kompensationsbedarf im Stadtgebiet.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Erlangen

Erlangen gehört zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland), genauer zum Mittelfränkischen Becken mit der Talaue der Regnitz. Prägend sind sandige Keuperböden der Sandachse Franken und die lichten Kiefernwälder des Reichswalds. Für die Bewertung in Wertpunkten nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) in Wertpunkten bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung (D59), Flächenzuordnung aus dem Portfolio, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt ist Erlangen selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz und Energiefragen der Stadt Erlangen, Schuhstraße 40, 91052 Erlangen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Stadtgebiet liegen die Naturschutzgebiete Brucker Lache und Exerzierplatz, Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471) sowie der Sebalder Reichswald als Teil des Natura-2000-Gebiets Nürnberger Reichswald. Eingriffe im Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG und gegebenenfalls FCS-Maßnahmen auslösen.
Im urbanen und stadtnahen Kontext sind häufige Maßnahmen: Entsiegelung und Begrünung, Renaturierung der Regnitzaue, Pflege und Wiederherstellung von Sandmagerrasen der Sandachse Franken, Grünland-Extensivierung sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Zauneidechse und Eisvogel.
Ja. Geeignet sind unter anderem Flächen in der Regnitzaue, Sandstandorte entlang der Sandachse Franken sowie Grünland im stadtnahen Umland. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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