
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Erlangen-Höchstadt. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Aischgrund und in der Metropolregion Nürnberg.
Der Landkreis Erlangen-Höchstadt im Überblick
Der Landkreis Erlangen-Höchstadt liegt im nördlichen Mittelfranken und umschließt die kreisfreie Stadt Erlangen, in der auch der Kreissitz (Landratsamt) angesiedelt ist. Der Landkreis gehört zur Europäischen Metropolregion Nürnberg und erstreckt sich vom Aischgrund im Westen über das Regnitztal bis in das Vorland der Nördlichen Frankenalb im Osten.
Naturräumlich gehört das Kreisgebiet überwiegend zum Fränkischen Keuper-Liasland (D59) mit dem Mittelfränkischen Becken, während der östliche Rand in das Vorland der Frankenalb (D60) übergeht. Prägend sind die sandigen Keuperböden der Sandachse Franken, die lichten Kiefernwälder des Reichswalds sowie die weiten Talauen von Regnitz und Aisch. Der niedrigste Punkt liegt im Aischgrund bei rund 258 m, die höchsten Lagen im Osten erreichen über 500 m.
Ökologisch besonders wertvoll ist die Aischgrund-Teichlandschaft, eine der größten zusammenhängenden Karpfenteichregionen Europas, deren Verlandungszonen und Röhrichte zahlreiche geschützte Arten beherbergen. Der Landkreis umfasst acht FFH-Gebiete, mehrere Naturschutzgebiete wie die Vogelfreistätte Weihergebiet bei Mohrhof sowie Anteile am SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471). Sandmagerrasen und offene Sandflächen entlang der Sandachse Franken ergänzen das Lebensraummosaik.
Wirtschaftlich zählt der Landkreis zu den zukunftsstärksten Regionen Deutschlands. In Herzogenaurach sitzen die Weltkonzerne adidas, Puma und Schaeffler, und die Nähe zum Wirtschaftsraum Erlangen (Siemens, Medizintechnik) sorgt für kontinuierliche Gewerbe- und Siedlungsentwicklung. Verkehrsprojekte wie der ICE-Ausbau Nürnberg,Erlangen,Bamberg, der Ausbau der A3 und die geplante Stadt-Umland-Bahn erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Aischgrund-Teichlandschaft, eine der größten Karpfenteichregionen Europas mit naturschutzfachlich wertvollen Verlandungszonen und Röhrichten
- SPA-Vogelschutzgebiet Regnitztal- und Unteres Wiesenttal (DE-6332-471), rund 1.634 ha über mehrere Landkreise
- Naturschutzgebiet und Vogelfreistätte Weihergebiet bei Mohrhof, eines der ersten Natura-2000-Gebiete des Landkreises
- Sandachse Franken mit Sandmagerrasen, offenen Sandflächen und lichten Kiefernwäldern des Reichswalds
- Regnitz- und Aischaue als Feuchtlebensräume und Biotopverbund im Talgrund
- Acht FFH-Gebiete, teils landkreisübergreifend
- Vorland der Nördlichen Frankenalb im Osten mit Streuobst, Hangwäldern und Trockenstandorten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bayernweit tätig und kennt die naturräumlichen Besonderheiten des Aischgrunds und des Mittelfränkischen Beckens aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Erlangen-Höchstadt zusammen und ordnen Ihren Eingriff dem passenden Naturraum (D59 oder D60) und den regionalen Flächenpools zu.
Typische Maßnahmen im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Teich- und Weiherrenaturierung
Extensivierung und Reaktivierung von Karpfenteichen im Aischgrund, Entwicklung von Verlandungszonen und Röhrichten, Anlage von Laichgewässern für Kammmolch und Amphibien nach BayKompV.
Feuchtwiesen und Grünlandextensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Nasswiesen in der Regnitz- und Aischaue, Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Sandmagerrasen und Heideflächen
Wiederherstellung offener Sandflächen und Magerrasen entlang der Sandachse Franken, Pflegeentbuschung und Aushagerung als Lebensraum für Zauneidechse und Feldlerche.
Streuobst und Hecken
Anlage von Streuobstbeständen und Heckenstrukturen im Albvorland und in der Feldflur, Trittsteinbiotope und Biotopverbund für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.
Auwald und Ufergehölze
Entwicklung standortgerechter Ufergehölze und Auwaldsäume an Regnitz und Aisch, Schwarzerle und Esche, Schaffung von Steilwänden und Brutwänden für den Eisvogel.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene CEF-Maßnahmen für die Zauneidechse an Bahndämmen und Sandstandorten, Fledermausquartiere, Laichgewässer für den Kammmolch, maßgeschneidert nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Aischgrund und Mittelfränkisches Becken
Kiebitz
Der Kiebitz brütet auf den Feucht- und Nasswiesen der Regnitz- und Aischaue. Grünlandextensivierung, Wiedervernässung und die Anlage von Blänken sind typische Maßnahmen zur Stützung dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Regnitz, Aisch und den Teichen des Aischgrunds findet der Eisvogel geeignete Gewässer. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Steil- und Brutwänden sowie strukturreicher, fischreicher Uferbereiche.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Die Teichlandschaft des Aischgrunds ist ein Kerngebiet für den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie). Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer mit strukturreichem Umfeld zählen zu den häufigen Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Auf den Sandstandorten der Sandachse Franken, an Bahndämmen und Waldrändern ist die Zauneidechse verbreitet. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten, meist über vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche besiedelt die offene Agrarlandschaft und die Sandmagerrasen des Landkreises. Lerchenfenster, extensive Ackerrandstreifen und magere Offenflächen fördern den Bestand dieser rückläufigen Feldvogelart.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Wälder, Streuobstbestände und Gewässer bieten Jagd- und Quartierlebensräume für Fledermäuse. Quartierhilfen an Gebäuden und in Altbäumen sowie strukturreiche Leitlinien sind bewährte FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
In Herzogenaurach und im Umfeld von Erlangen erweitern Weltkonzerne wie adidas, Puma und Schaeffler ihre Standorte. Neue Betriebs-, Logistik- und Bürogebäude sowie Gewerbegebietsausweisungen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Infrastruktur und Verkehr
Der viergleisige ICE-Ausbau Nürnberg,Erlangen,Bamberg (VDE 8.1), der Ausbau der A3, Ortsumgehungen und die geplante Stadt-Umland-Bahn erfordern umfangreiche naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.
Siedlungsentwicklung
Der anhaltende Zuzug in die Metropolregion Nürnberg treibt Wohnbau- und Nachverdichtungsprojekte in Herzogenaurach, Baiersdorf, Höchstadt und den Umlandgemeinden. Grundstückseigentümer können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf sandigen Grenzertragsstandorten und Windkraftvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie FCS-Maßnahmen für Greifvögel und weitere windkraftsensible Arten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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