Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Erding

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Erdinger Moos und im wachsenden Umland des Flughafens München.

~870
km² Kreisfläche
~140.000
Einwohner
26
Städte, Märkte und Gemeinden
D65
BfN-Naturraum
9
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Erding im Überblick

Der Landkreis Erding liegt im Nordosten des Regierungsbezirks Oberbayern, im Verdichtungsraum nordöstlich von München und südwestlich von Landshut. Er grenzt an die Landkreise Freising und München im Westen, Ebersberg im Süden, Mühldorf am Inn im Osten und Südosten sowie an den niederbayerischen Landkreis Landshut im Nordosten. Kreisstadt ist die Große Kreisstadt Erding.

Landschaftlich gliedert sich der Landkreis in drei Räume. Im Norden und Osten prägt das tertiäre Isar-Inn-Hügelland mit bewegtem Relief, Lösslehmdecken und dem waldreichen Erdinger Holzland das Bild. Im Süden und Südosten schließt eine eiszeitliche Altmoränenlandschaft an. Der Westen gehört zur Münchener Schotterebene, in deren nördlicher Fortsetzung das Erdinger Moos liegt. Die Isar bildet über weite Strecken die nordwestliche Grenze, im Inneren entwässern Sempt, Isen, Strogn, Dorfen und Gfällach den Landkreis. Naturräumlich gehört das Kreisgebiet zur BfN-Haupteinheitengruppe D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten).

Ökologisch ist das Erdinger Moos von herausragender Bedeutung. Die einst großflächigen Niedermoore wurden im Lauf der Zeit weitgehend entwässert und kultiviert, erhaltene Reste und die begleitenden Grabensysteme beherbergen aber weiterhin seltene Arten. Das EU-Vogelschutzgebiet Nördliches Erdinger Moos (DE-7637-471) mit rund 4.525 Hektar zählt zu den bedeutenden Wiesenbrütergebieten des Alpenvorlandes. Hinzu kommen die FFH-Gebiete der Isarauen von Unterföhring bis Landshut (DE-7537-301), das Isental mit Nebenbächen (DE-7739-371), Strogn mit Hammerbach (DE-7637-371) sowie Niedermoorreste im Erdinger und Freisinger Moos.

Wirtschaftlich ist der Landkreis stark vom Flughafen München geprägt, der 1992 im Erdinger Moos eröffnet wurde und seither einen kräftigen Bevölkerungs- und Beschäftigungszuwachs ausgelöst hat. Neben dem Luftverkehr bestimmen Logistik, Gewerbe, Kiesabbau in der Schotterebene und eine intensive Landwirtschaft die Flächennutzung. Ausbauvorhaben an Flughafen, Straßen und Schiene sowie die dynamische Siedlungsentwicklung im Münchner Umland erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Erding (KS)DorfenTaufkirchen (Vils)OberdingWartenbergIsenFinsingMoosinningForsternBockhornSankt WolfgangLengdorfFraunbergWörth

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Nördliches Erdinger Moos (DE-7637-471, rund 4.525 ha), bedeutendes Wiesenbrütergebiet
  • Isarauen von Unterföhring bis Landshut (FFH DE-7537-301) als überregionale Biotopverbundachse
  • Isental mit Nebenbächen (FFH DE-7739-371) und Strogn mit Hammerbach (FFH DE-7637-371)
  • Niedermoorreste und Gräben im Erdinger und Freisinger Moos (FFH DE-7736-371 und DE-7636-371)
  • Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland (FFH DE-7839-371) als Fledermaus-Wochenstuben
  • Flughafen München im Erdinger Moos als prägender Wachstums- und Eingriffsraum
  • Münchener Schotterebene mit Kiesvorkommen und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung

✅ greeNature vor Ort

greeNature entwickelt und betreut Ausgleichs- und Ökokontoflächen, die zum Charakter des Naturraums D65 passen, etwa Wiedervernässungen im Erdinger Moos, Wiesenbrüterschutz auf Extensivgrünland und die Renaturierung von Sempt, Isen und Strogn. Wir sichern geeignete Flächen, planen die Aufwertung nach BayKompV, setzen die Maßnahmen um und übernehmen die dauerhafte Pflege, Dokumentation und Berichterstattung gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Erding. Weil die BayKompV eine naturraumtreue Zuordnung des Ausgleichs vorsieht, achten wir darauf, dass die Kompensation möglichst im betroffenen Naturraum wirksam wird. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Erding

💧

Niedermoor-Wiedervernässung

Anhebung der Wasserstände und Extensivierung auf entwässerten Niedermoorböden im Erdinger Moos. Solche Maßnahmen mindern den Torfschwund, binden Kohlenstoff und schaffen wieder feuchte Lebensräume mit hohem Aufwertungswert nach BayKompV.

🐦

Wiesenbrüterschutz

Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland mit Blänken, Nassstellen und angepasstem Mahdregime für Kiebitz, Großen Brachvogel und Bekassine. Gesicherte Brutbereiche und eine späte Mahd stabilisieren die Bestände im Nördlichen Erdinger Moos.

🌊

Gewässer- und Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung an Isar, Sempt, Isen und Strogn. Steilufer, Altwasser und Auwaldsäume verbessern die Lebensräume für Biber, Eisvogel und Fische.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen für Zauneidechse an Bahndämmen und Kiesflächen, Ersatzquartiere für Fledermäuse sowie Laichgewässer für Amphibien. Vorgezogene CEF-Maßnahmen sichern die ökologische Funktion nach § 44 BNatSchG.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur der Schotterebene. Diese Trittsteinbiotope vernetzen Lebensräume und fördern Feldvögel, Wildbienen und Feldhase.

🍎

Streuobst auf dem Hügelland

Neuanlage und Pflege hochstämmiger Streuobstbestände an den Hängen des Isar-Inn-Hügellandes. Mit extensiver Grünlandnutzung entstehen wertvolle Lebensräume für Höhlenbrüter, Insekten und Fledermäuse.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Erdinger Moos und Isar-Inn-Hügelland

🐦

Wiesenbrüter im Erdinger Moos

Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine nutzen das offene Feuchtgrünland des Nördlichen Erdinger Mooses als Brutgebiet. Als Arten der Roten Liste profitieren sie von Extensivgrünland, Nassstellen und später Mahd, wie sie über CEF-Maßnahmen und produktionsintegrierte Kompensation umgesetzt werden.

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🦇

Großes Mausohr und weitere Fledermäuse

Das FFH-Gebiet Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland (DE-7839-371) schützt bedeutende Wochenstuben. Erhalt der Quartiere, Sicherung von Jagdhabitaten und Vernetzung über Hecken und Waldsäume sind typische Maßnahmen im Landkreis.

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🐦

Eisvogel und Biber

An Isar, Sempt und Isen finden Eisvogel und Biber naturnahe Ufer und Auen. Der Eisvogel benötigt Steilwände für die Brut, der Biber gestaltet Feuchtlebensräume aktiv um. Gewässerrenaturierungen schaffen Lebensraum und Kompensationswert.

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🐸

Amphibien der Moosgewässer

Laubfrosch, Kammmolch und weitere Amphibien besiedeln die Gräben und Kleingewässer im Erdinger Moos. Die Neuanlage besonnter, fischfreier Tümpel als CEF-Maßnahme sichert Fortpflanzungsstätten und stärkt den Biotopverbund.

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Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Böschungen und Kiesabbauflächen der Schotterebene. Als streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG erfordert sie bei Eingriffen häufig CEF-Maßnahmen wie Lesesteinhaufen und besonnte Säume.

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🌾

Feldlerche

Die Feldlerche ist Charaktervogel der offenen Ackerlandschaft im Erdinger Moos und auf der Schotterebene. Ihr Bestand leidet unter intensiver Nutzung, weshalb Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen wirksame Aufwertungen sind.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

✈️

Flughafen und Luftverkehrsinfrastruktur

Der Flughafen München liegt im Erdinger Moos und ist einer der größten Eingriffs- und Wachstumsräume des Landkreises. Erweiterungen von Betriebs- und Verkehrsflächen sowie flughafennahe Vorhaben lösen regelmäßig umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Der Ausbau der A94, Ortsumgehungen sowie Schienenvorhaben wie der Erdinger Ringschluss zur besseren Flughafenanbindung erzeugen Kompensationsbedarf. Trassen, Brücken und Bahnkörper führen zu artenschutzrechtlichen Anforderungen, etwa für Zauneidechse und Fledermäuse.

🏘️

Siedlung, Gewerbe und Logistik

Als dynamischer Wachstumsraum im Münchner Umland weist der Landkreis laufend Wohn-, Gewerbe- und Logistikflächen aus. Diese Versiegelung erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Landwirte Flächen als Kompensationsflächen bereitstellen können.

⛏️

Kiesabbau in der Schotterebene

Die Münchener Schotterebene birgt bedeutende Kiesvorkommen. Rohstoffabbau und Rekultivierung sind mit naturschutzrechtlichen Auflagen verbunden, bieten aber zugleich Chancen für die Entwicklung von Amphibien- und Pioniergewässern als Kompensation.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Erding

Der Landkreis Erding gehört zur BfN-Haupteinheitengruppe D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Dazu zählen das tertiäre Isar-Inn-Hügelland im Norden und Osten, eine eiszeitliche Altmoränenlandschaft im Süden sowie die Münchener Schotterebene mit dem Erdinger Moos im Westen. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Erding am Alois-Schießl-Platz 2 in 85435 Erding. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme und Dokumentation.
Im Erdinger Moos sind die Wiedervernässung entwässerter Niedermoorböden, die Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Großen Brachvogel, die Renaturierung von Gräben und Fließgewässern sowie die Anlage von Kleingewässern für Amphibien besonders verbreitet. Diese Maßnahmen lassen sich als Ökopunkte nach BayKompV anrechnen.
Ja. Im Landkreis liegen unter anderem das EU-Vogelschutzgebiet Nördliches Erdinger Moos (DE-7637-471) sowie die FFH-Gebiete der Isarauen (DE-7537-301), des Isentals (DE-7739-371) und der Mausohrkolonien im Unterbayerischen Hügelland (DE-7839-371). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können Kohärenzsicherungsmaßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG (FCS) auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenauswahl, Behördenabstimmung mit dem Landratsamt Erding sowie die Dokumentation und dauerhafte Pflege.
Ja. Besonders geeignet sind Flächen im Erdinger Moos mit Potenzial zur Wiedervernässung, feuchtes Grünland entlang von Sempt, Isen und Isar sowie Hanglagen im Hügelland für Streuobst. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature trägt die Kosten für Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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