
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Eichstätt
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Naturpark Altmühltal und auf der südlichen Frankenalb.
Der Landkreis Eichstätt im Überblick
Der Landkreis Eichstätt ist der nördlichste Landkreis Oberbayerns und liegt in der Mitte Bayerns zwischen Ingolstadt und der Fränkischen Alb. Prägend ist das Altmühltal mit seinen markanten Talmäandern, dazu die weiten Albhochflächen im Norden und der Übergang zum Donauraum im Süden. Der überwiegende Teil des Kreisgebiets gehört zum Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb).
Geologisch ist der Landkreis vom Weißjura der Fränkischen Alb bestimmt, mit Kalk- und Dolomitgestein, ausgeprägter Verkarstung, Höhlen und trockenen Karsttälern wie dem Wellheimer Trockental, dem einstigen Urdonautal. Der Süden um Kösching, Großmehring und Pförring liegt bereits im Unterbayerischen Hügelland (Donau-Isar-Hügelland) mit den Donauauen. Weltbekannt sind die Plattenkalke bei Mörnsheim, eine Fossillagerstätte von internationalem Rang.
Ökologisch bedeutsam sind die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden an den Altmühlleiten, die zu den großflächigsten und artenreichsten Trockenlebensräumen der deutschen Mittelgebirge zählen. Kalkfelsen und Hangwälder beherbergen Uhu und Wanderfalke, die Höhlen und Kellergewölbe der Alb sind bedeutende Fledermausquartiere, und die Donauauen bilden einen wertvollen Auwald- und Feuchtlebensraum. Im Kreisgebiet liegen zehn FFH-Gebiete und ein europäisches Vogelschutzgebiet.
Wirtschaftlich zählt Eichstätt zu den stärkeren Landkreisen Bayerns. Der industriegeprägte Süden im Umland von Ingolstadt (Gaimersheim, Kösching, Lenting, Großmehring) ist stark vom Automobil- und Zulieferersektor sowie von Logistik geprägt, der Norden von Steinindustrie (Juramarmor und Plattenkalk), Landwirtschaft und Tourismus. Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben sowie der Rohstoffabbau lösen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Trauf der südlichen Frankenalb (6833-371), großflächige Hangwälder und Trockenbiotope
- FFH-Gebiet Mittleres Altmühltal mit Wellheimer Trockental und Schambachtal (7132-371)
- EU-Vogelschutzgebiet Felsen und Hangwälder im Altmühltal und Wellheimer Trockental (7132-471), Uhu und Wanderfalke
- FFH-Gebiet Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (7136-304), Auwald und Biber
- Fledermauswinterquartiere und Mausohrkolonien der südlichen Frankenalb (FFH-Gebiete)
- Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Altmühlleiten, europaweit bedeutende Trockenlebensräume
- Plattenkalke bei Mörnsheim, Fossillagerstätte von internationalem Rang
✅ greeNature vor Ort
Als bayerische Fachfirma sind wir im gesamten Regierungsbezirk Oberbayern aktiv, in dem auch der Landkreis Eichstätt liegt. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Eichstätt, die Anforderungen im Naturpark Altmühltal und die naturschutzfachlichen Besonderheiten der südlichen Frankenalb aus der Projektpraxis und übernehmen die Abstimmung mit den Behörden vollständig für Sie.
Typische Maßnahmen im Landkreis Eichstätt
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Wiederherstellung und Pflege der artenreichen Trockenrasen an den Altmühlleiten durch Entbuschung und Schaf- oder Ziegenbeweidung. Diese Lebensräume beherbergen wärmeliebende Insekten, seltene Orchideen und Reptilien und gehören zu den wertvollsten Biotoptypen der Frankenalb.
Steinbruch-Renaturierung
Ökologische Aufwertung aufgelassener und aktiver Abbaustätten im Juraabbau. Besonnte Kleingewässer für die Gelbbauchunke, Rohbodenflächen und Felspartien für Zauneidechse, Uhu und Wildbienen entstehen als vorgezogene CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Fledermausquartiere sichern
Sicherung und Optimierung von Winterquartieren in Höhlen, Stollen und Kellergewölben der Alb sowie Erhalt von Wochenstuben des Großen Mausohrs. Ergänzt um Habitatbäume und Leitstrukturen, abgestimmt auf die störungsempfindliche Winterschlafzeit.
Auen- und Altmühlrenaturierung
Revitalisierung von Ufern und Altwassern an Altmühl und Donau, Anlage von Steilwänden für den Eisvogel und Förderung des Bibers. Naturnahe Gewässerentwicklung schafft Laich- und Bruthabitate und wertet den Biotopverbund im Talraum auf.
Grünland-Extensivierung im Donauraum
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland in den Donauauen und Talniederungen. Angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen.
Naturnaher Waldumbau auf der Albhochfläche
Entwicklung struktur- und totholzreicher Buchen- und Mischwälder, Sicherung von Alt- und Habitatbäumen. Diese Maßnahmen fördern Wildkatze, Fledermäuse und höhlenbrütende Vogelarten und stärken den Waldbiotopverbund der Frankenalb.
Geschützte Arten im Naturpark Altmühltal und südliche Frankenalb
Fledermäuse in Höhlen und Kellern
Die Höhlen, Stollen und Kellergewölbe der südlichen Frankenalb sind bedeutende Winterquartiere, dazu bestehen Mausohrkolonien als Wochenstuben. Alle Arten sind über Anhang IV der FFH-Richtlinie streng geschützt, mehrere zusätzlich über Anhang II.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Magerrasen
Kalkmagerrasen, Felsköpfe, Bahndämme und Steinbrüche im Altmühltal bieten der streng geschützten Zauneidechse ideale Habitate. Sie ist bei Infrastruktur- und Abbauvorhaben eine der häufigsten Zielarten der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung.
Mehr zur Art ›Gelbbauchunke in Abbaustätten
Die Steinbrüche und Abgrabungen des Juraabbaus sind klassische Sekundärlebensräume der Gelbbauchunke, einer Anhang-II- und Anhang-IV-Art. Besonnte, zeitweise trockenfallende Kleingewässer als CEF-Maßnahmen sichern ihren Bestand.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Albwäldern
Die ausgedehnten Buchen- und Hangwälder der Frankenalb sind Rückzugs- und Ausbreitungsraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Strukturreiche Wälder mit Alt- und Totholz sowie vernetzte Waldkorridore fördern die Art.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Altmühl und Donau
Naturnahe Ufer mit Steilwänden entlang von Altmühl und Donau bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche, Steilwandmodellierungen und die Renaturierung von Auengewässern sind typische Maßnahmen im Talraum.
Mehr zur Art ›Kiebitz in den Donauauen
In den feuchten Wiesen und Niederungen des Donauraums brütet der stark gefährdete Kiebitz. Blänken, Flutmulden und extensiv genutztes Feuchtgrünland sichern als CEF-Maßnahmen die Fortpflanzungs- und Ruhestätten dieses Wiesenbrüters.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Automotive im Süden
Der Ballungsraum um Ingolstadt (Gaimersheim, Kösching, Lenting, Großmehring) ist stark vom Automobil- und Zulieferersektor geprägt. Erweiterungen von Produktions-, Gewerbe- und Logistikflächen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.
Steinindustrie und Rohstoffabbau
Der Abbau von Juramarmor und Plattenkalk hat im nördlichen Landkreis lange Tradition. Neue Abbaufelder und Erweiterungen bestehender Brüche lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die sich häufig durch Renaturierung im Abbaubereich verbinden lassen.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der A9 und der Bahnstrecke im Donauraum berühren Fortpflanzungs- und Ruhestätten geschützter Arten und erfordern CEF-Maßnahmen und Kompensation.
Energie und Siedlungsentwicklung
Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Wohn- und Gewerbegebiete im Umland von Ingolstadt sowie Windkraftstandorte auf der Albhochfläche erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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