Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D61 · D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Eichstätt

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Naturpark Altmühltal und auf der südlichen Frankenalb.

1.214
km² Kreisfläche
~136k
Einwohner
30
Städte und Gemeinden
2
Naturräume D61/D65
11
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Eichstätt im Überblick

Der Landkreis Eichstätt ist der nördlichste Landkreis Oberbayerns und liegt in der Mitte Bayerns zwischen Ingolstadt und der Fränkischen Alb. Prägend ist das Altmühltal mit seinen markanten Talmäandern, dazu die weiten Albhochflächen im Norden und der Übergang zum Donauraum im Süden. Der überwiegende Teil des Kreisgebiets gehört zum Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb).

Geologisch ist der Landkreis vom Weißjura der Fränkischen Alb bestimmt, mit Kalk- und Dolomitgestein, ausgeprägter Verkarstung, Höhlen und trockenen Karsttälern wie dem Wellheimer Trockental, dem einstigen Urdonautal. Der Süden um Kösching, Großmehring und Pförring liegt bereits im Unterbayerischen Hügelland (Donau-Isar-Hügelland) mit den Donauauen. Weltbekannt sind die Plattenkalke bei Mörnsheim, eine Fossillagerstätte von internationalem Rang.

Ökologisch bedeutsam sind die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden an den Altmühlleiten, die zu den großflächigsten und artenreichsten Trockenlebensräumen der deutschen Mittelgebirge zählen. Kalkfelsen und Hangwälder beherbergen Uhu und Wanderfalke, die Höhlen und Kellergewölbe der Alb sind bedeutende Fledermausquartiere, und die Donauauen bilden einen wertvollen Auwald- und Feuchtlebensraum. Im Kreisgebiet liegen zehn FFH-Gebiete und ein europäisches Vogelschutzgebiet.

Wirtschaftlich zählt Eichstätt zu den stärkeren Landkreisen Bayerns. Der industriegeprägte Süden im Umland von Ingolstadt (Gaimersheim, Kösching, Lenting, Großmehring) ist stark vom Automobil- und Zulieferersektor sowie von Logistik geprägt, der Norden von Steinindustrie (Juramarmor und Plattenkalk), Landwirtschaft und Tourismus. Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben sowie der Rohstoffabbau lösen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D61
Fränkische Alb
Zum Naturraum D61 ›
D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Eichstätt (KS)BeilngriesGaimersheimKöschingLentingGroßmehringAltmannsteinKipfenbergTittingPförringNassenfelsWellheimMörnsheimStammham

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Trauf der südlichen Frankenalb (6833-371), großflächige Hangwälder und Trockenbiotope
  • FFH-Gebiet Mittleres Altmühltal mit Wellheimer Trockental und Schambachtal (7132-371)
  • EU-Vogelschutzgebiet Felsen und Hangwälder im Altmühltal und Wellheimer Trockental (7132-471), Uhu und Wanderfalke
  • FFH-Gebiet Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg (7136-304), Auwald und Biber
  • Fledermauswinterquartiere und Mausohrkolonien der südlichen Frankenalb (FFH-Gebiete)
  • Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Altmühlleiten, europaweit bedeutende Trockenlebensräume
  • Plattenkalke bei Mörnsheim, Fossillagerstätte von internationalem Rang

✅ greeNature vor Ort

Als bayerische Fachfirma sind wir im gesamten Regierungsbezirk Oberbayern aktiv, in dem auch der Landkreis Eichstätt liegt. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Eichstätt, die Anforderungen im Naturpark Altmühltal und die naturschutzfachlichen Besonderheiten der südlichen Frankenalb aus der Projektpraxis und übernehmen die Abstimmung mit den Behörden vollständig für Sie.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Eichstätt

🐑

Kalkmagerrasen und Wacholderheiden

Wiederherstellung und Pflege der artenreichen Trockenrasen an den Altmühlleiten durch Entbuschung und Schaf- oder Ziegenbeweidung. Diese Lebensräume beherbergen wärmeliebende Insekten, seltene Orchideen und Reptilien und gehören zu den wertvollsten Biotoptypen der Frankenalb.

🪨

Steinbruch-Renaturierung

Ökologische Aufwertung aufgelassener und aktiver Abbaustätten im Juraabbau. Besonnte Kleingewässer für die Gelbbauchunke, Rohbodenflächen und Felspartien für Zauneidechse, Uhu und Wildbienen entstehen als vorgezogene CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

🦇

Fledermausquartiere sichern

Sicherung und Optimierung von Winterquartieren in Höhlen, Stollen und Kellergewölben der Alb sowie Erhalt von Wochenstuben des Großen Mausohrs. Ergänzt um Habitatbäume und Leitstrukturen, abgestimmt auf die störungsempfindliche Winterschlafzeit.

💧

Auen- und Altmühlrenaturierung

Revitalisierung von Ufern und Altwassern an Altmühl und Donau, Anlage von Steilwänden für den Eisvogel und Förderung des Bibers. Naturnahe Gewässerentwicklung schafft Laich- und Bruthabitate und wertet den Biotopverbund im Talraum auf.

🌾

Grünland-Extensivierung im Donauraum

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland in den Donauauen und Talniederungen. Angepasste Mahdtermine und Wiedervernässung sichern Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Braunkehlchen.

🌳

Naturnaher Waldumbau auf der Albhochfläche

Entwicklung struktur- und totholzreicher Buchen- und Mischwälder, Sicherung von Alt- und Habitatbäumen. Diese Maßnahmen fördern Wildkatze, Fledermäuse und höhlenbrütende Vogelarten und stärken den Waldbiotopverbund der Frankenalb.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Naturpark Altmühltal und südliche Frankenalb

🦇

Fledermäuse in Höhlen und Kellern

Die Höhlen, Stollen und Kellergewölbe der südlichen Frankenalb sind bedeutende Winterquartiere, dazu bestehen Mausohrkolonien als Wochenstuben. Alle Arten sind über Anhang IV der FFH-Richtlinie streng geschützt, mehrere zusätzlich über Anhang II.

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🦎

Zauneidechse auf Magerrasen

Kalkmagerrasen, Felsköpfe, Bahndämme und Steinbrüche im Altmühltal bieten der streng geschützten Zauneidechse ideale Habitate. Sie ist bei Infrastruktur- und Abbauvorhaben eine der häufigsten Zielarten der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung.

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🐸

Gelbbauchunke in Abbaustätten

Die Steinbrüche und Abgrabungen des Juraabbaus sind klassische Sekundärlebensräume der Gelbbauchunke, einer Anhang-II- und Anhang-IV-Art. Besonnte, zeitweise trockenfallende Kleingewässer als CEF-Maßnahmen sichern ihren Bestand.

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🐈

Wildkatze in den Albwäldern

Die ausgedehnten Buchen- und Hangwälder der Frankenalb sind Rückzugs- und Ausbreitungsraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Strukturreiche Wälder mit Alt- und Totholz sowie vernetzte Waldkorridore fördern die Art.

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🐦

Eisvogel an Altmühl und Donau

Naturnahe Ufer mit Steilwänden entlang von Altmühl und Donau bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche, Steilwandmodellierungen und die Renaturierung von Auengewässern sind typische Maßnahmen im Talraum.

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🐧

Kiebitz in den Donauauen

In den feuchten Wiesen und Niederungen des Donauraums brütet der stark gefährdete Kiebitz. Blänken, Flutmulden und extensiv genutztes Feuchtgrünland sichern als CEF-Maßnahmen die Fortpflanzungs- und Ruhestätten dieses Wiesenbrüters.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Automotive im Süden

Der Ballungsraum um Ingolstadt (Gaimersheim, Kösching, Lenting, Großmehring) ist stark vom Automobil- und Zulieferersektor geprägt. Erweiterungen von Produktions-, Gewerbe- und Logistikflächen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

⛏️

Steinindustrie und Rohstoffabbau

Der Abbau von Juramarmor und Plattenkalk hat im nördlichen Landkreis lange Tradition. Neue Abbaufelder und Erweiterungen bestehender Brüche lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die sich häufig durch Renaturierung im Abbaubereich verbinden lassen.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der A9 und der Bahnstrecke im Donauraum berühren Fortpflanzungs- und Ruhestätten geschützter Arten und erfordern CEF-Maßnahmen und Kompensation.

⚡

Energie und Siedlungsentwicklung

Photovoltaik-Freiflächenanlagen, Wohn- und Gewerbegebiete im Umland von Ingolstadt sowie Windkraftstandorte auf der Albhochfläche erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Eichstätt

Der Landkreis gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D61 (Fränkische Alb), konkret zur südlichen Frankenalb mit dem Altmühltal, seinen Kalkmagerrasen und Karsttälern. Der Süden am Donauraum liegt im Naturraum D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung (D61/D65), die Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Eichstätt und alle Dokumentationspflichten aus einer Hand.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Eichstätt, Sachgebiet 45 (Naturschutz), Residenzplatz 1, 85072 Eichstätt. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme und dem Monitoring.
Verbreitet sind die Pflege und Wiederherstellung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden durch Beweidung, die ökologische Aufwertung von Steinbrüchen für Gelbbauchunke und Zauneidechse, die Sicherung von Fledermausquartieren in Höhlen und Kellern, die Renaturierung von Altmühl- und Donauauen sowie naturnaher Waldumbau auf der Albhochfläche.
Ja, im Landkreis liegen zehn FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet, darunter der Trauf der südlichen Frankenalb, das Mittlere Altmühltal mit Wellheimer Trockental, die Donauauen zwischen Ingolstadt und Weltenburg sowie das SPA Felsen und Hangwälder im Altmühltal. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland und Hanglagen auf der Albhochfläche mit Potenzial für Magerrasen, feuchte Flächen im Donauraum sowie Grundstücke im Umfeld von Abbaustätten. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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