
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Ebersberg
Für Eingriffe im Landkreis Ebersberg stellt greeNature Ökopunkte aus naturraumgerechten Kompensationsflächen bereit und übernimmt als Full-Service-Partner die Kompensation nach BayKompV von der Planung bis zur langfristigen Unterhaltung.
Der Landkreis Ebersberg im Überblick
Der Landkreis Ebersberg liegt östlich von München im Regierungsbezirk Oberbayern und gehört zur wachstumsstarken Metropolregion. Auf rund 549 Quadratkilometern leben etwa 144.500 Menschen in 21 Gemeinden, darunter die beiden Städte Ebersberg (Kreisstadt) und Grafing bei München. Die Nähe zur Landeshauptstadt prägt den Landkreis als gefragten Wohn- und Wirtschaftsstandort und erzeugt einen anhaltend hohen Nutzungsdruck auf Freiflächen.
Landschaftlich reicht der Landkreis von der eiszeitlichen Münchener Schotterebene im Westen über das Isen-Sempt-Hügelland im Norden und Nordosten bis zur voralpinen Endmoränen- und Hügellandschaft im Süden und Osten. Diese Gliederung spiegelt sich in der naturräumlichen Zuordnung wider: Der überwiegende Teil gehört zur Großlandschaft D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten), der südöstliche Moränenrand zählt zu D66 (Voralpines Hügel- und Moorland). Über der Schotterebene erstreckt sich mit dem Ebersberger Forst eines der größten geschlossenen Waldgebiete Süddeutschlands.
Ökologisch ist der Landkreis vielfältig ausgestattet. Der Ebersberger Forst ist Bannwald und Landschaftsschutzgebiet, sein südöstlicher Endmoränenbereich zugleich Teil des FFH-Gebiets Ebersberger und Großhaager Forst. Zu den weiteren Natura-2000-Gebieten zählen unter anderem das Attel-Tal, der Kastensee mit angrenzenden Kesselmooren sowie das Kupferbachtal mit Glonnquellen und Streuwiesen. Am Rand der Kreisstadt liegt das Naturschutzgebiet Egglburger See mit der Ebersberger Weiherkette. Fließgewässer wie Sempt, Attel und Glonn, Moor- und Streuwiesenreste sowie strukturreiche Waldränder bilden ein Netz wertvoller Lebensräume.
Der Kompensationsbedarf entsteht vor allem aus der Siedlungs- und Gewerbeentwicklung im Münchner Umland, dem Ausbau von Bahn- und Straßeninfrastruktur sowie aus Projekten der Energiewende, für die sich der Landkreis ausdrücklich engagiert. Für Eingriffe nach der Eingriffsregelung und für artenschutzrechtliche Anforderungen nach den §§ 44 und 45 BNatSchG werden naturraumgerechte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen benötigt. greeNature entwickelt hierfür Flächen und Ökopunkte, die sich an den Zielarten und Biotoptypen von D65 und D66 orientieren.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D66 ›
Zum Naturraum D65 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der Ebersberger Forst ist eines der größten geschlossenen Waldgebiete Süddeutschlands und zugleich Bannwald sowie Landschaftsschutzgebiet.
- Im Landkreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter das FFH-Gebiet Ebersberger und Großhaager Forst und ein Vogelschutzgebiet.
- Das Naturschutzgebiet Egglburger See mit der Ebersberger Weiherkette bildet einen der wertvollsten Feuchtlebensräume der Region.
- Kesselmoore und Streuwiesen (etwa am Kastensee und im Kupferbachtal) sind seltene, gesetzlich geschützte Biotope.
- Die Lage im direkten Münchner Umland erzeugt hohen Siedlungs- und Infrastrukturdruck und damit stetigen Kompensationsbedarf.
- Der Landkreis verfolgt ehrgeizige Klimaschutzziele, wodurch Vorhaben der Wind- und Solarenergie an Bedeutung gewinnen.
- Die Kulisse reicht von der Münchener Schotterebene über das Isen-Sempt-Hügelland bis zur voralpinen Endmoränenlandschaft.
✅ greeNature vor Ort
Als Fachfirma für Naturschutz-Kompensation begleitet greeNature Vorhabenträger, Kommunen und Unternehmen im Landkreis Ebersberg über den gesamten Prozess. Wir stimmen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt ab, entwickeln Flächen passend zu den Naturräumen D65 und D66 und stellen daraus buchbare Ökopunkte bereit. Von der ersten Bilanzierung über Planung, Umsetzung und rechtssichere Sicherung bis zur langfristigen Unterhaltung und dem Monitoring erhalten Sie alle Leistungen aus einer Hand, BayKompV-konform und mit Blick auf die regionalen Zielarten.
Typische Maßnahmen im Landkreis Ebersberg
Waldumbau und Waldrandgestaltung
Entwicklung strukturreicher, standortheimischer Mischwälder und stufiger Waldränder im Umfeld des Ebersberger Forsts, mit Alt- und Totholzanteilen als Lebensraum für Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Gewässerrenaturierung
Wiederherstellung naturnaher Fließgewässerabschnitte an Sempt, Attel und Glonn, mit Ufergehölzen, Anbindung von Auen und Verbesserung der Durchgängigkeit.
Moor- und Streuwiesenpflege
Renaturierung von Kesselmooren und Wiederaufnahme der extensiven Streuwiesenmahd, um Wasserhaushalt und typische Nass- und Feuchtlebensräume zu sichern.
Wiesenbrüterschutz und Grünlandextensivierung
Umwandlung von Intensivgrünland in extensiv genutzte Feucht- und Nasswiesen zur Förderung bodenbrütender Vogelarten wie dem Kiebitz.
Hecken und Feldgehölze
Anlage von Hecken, Feldgehölzen, Säumen und Ackerrandstreifen in der Agrarlandschaft, die Vernetzung schaffen und Arten der offenen Feldflur dienen.
Amphibienlaichgewässer
Neuanlage und Aufwertung von Klein- und Stillgewässern als CEF-Maßnahmen für Amphibien und den Kammmolch, abgestimmt auf bestehende Vorkommen.
Geschützte Arten im Ebersberger Land (Münchner Ostraum)
Kiebitz
Bodenbrütende Vogelart der offenen Feuchtwiesen und Ackerflächen, für die im Landkreis eigene Schutzregelungen bestehen und die von extensiver Grünlandnutzung profitiert.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Agrarlandschaft, deren Bestände von strukturreichen Ackerflächen, Brachen und extensiver Bewirtschaftung abhängen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Der Ebersberger Forst mit seinen Alt- und Totholzbeständen bietet Quartiere und Jagdhabitate für waldgebundene Fledermausarten, die nach FFH-Richtlinie geschützt sind.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze breitet sich in den großen Waldgebieten Südbayerns wieder aus; der Ebersberger Forst zählt zu ihren potenziellen Lebensräumen und Wanderkorridoren.
Mehr zur Art ›Kammmolch
In den Kesselmooren und Kleingewässern des Landkreises, etwa am Kastensee, kommt der nach FFH-Richtlinie geschützte Kammmolch vor und ist auf besonnte, fischfreie Laichgewässer angewiesen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Sempt, Attel und Glonn sowie an der Ebersberger Weiherkette findet der Eisvogel Steilwände zum Brüten und klare, fischreiche Gewässer.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohn- und Gewerbebau
Neue Wohn- und Gewerbegebiete im dicht besiedelten Münchner Umland lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen nach der Eingriffsregelung aus.
Bahn- und Straßeninfrastruktur
Der Ausbau von S-Bahn- und Bahnstrecken sowie Maßnahmen an Bundes- und Staatsstraßen erfordern flächenbezogene Kompensation und häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen.
Erneuerbare Energien
Vorhaben der Wind- und Freiflächen-Photovoltaik, unter anderem im Umfeld des Ebersberger Forsts, bringen Eingriffe mit Kompensations- und Artenschutzbedarf mit sich.
Rohstoffgewinnung
Kies- und Sandabbau in der Schotterebene und im Hügelland ist mit Abgrabungsgenehmigungen und entsprechenden Ausgleichspflichten verbunden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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