Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Niederbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dingolfing-Landau

Im Landkreis Dingolfing-Landau vermittelt greeNature verfügbare Ökopunkte und übernimmt die Kompensation nach BayKompV als Full-Service-Partner. Von der Flächensuche über Maßnahmenplanung und Umsetzung bis zur rechtssicheren Anerkennung und Pflege begleiten wir Ihr Vorhaben.

877,57 km²
Kreisfläche
rund 101.000
Einwohner
15 (2 Städte, 6 Märkte, 7 Gemeinden)
Gemeinden
Dingolfing
Kreisstadt
D65 Unterbayerisches Hügelland
Naturraum (BfN)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Dingolfing-Landau im Überblick

Der Landkreis Dingolfing-Landau liegt im Regierungsbezirk Niederbayern und wird von West nach Ost von der Isar durchflossen. Von Norden mündet das Aitrachtal, von Süden das Vilstal ein, beides rechte Zuflüsse zur Donau. Nachbarkreise sind Straubing-Bogen im Norden, Deggendorf im Osten, Rottal-Inn im Süden und Landshut im Westen. Kreisstadt ist Dingolfing, zweite große Stadt ist Landau an der Isar.

Naturräumlich gehört der Landkreis zum Unterbayerischen Hügelland (BfN-Naturraum D65). Prägend sind die fruchtbaren Gäuflächen des Dungaus und das flach- bis kuppenreiche Tertiärhügelland, das nach Süden hin auf etwa 500 Meter ansteigt. Der tiefste Punkt liegt bei rund 324 Metern nahe Karlshof, der höchste am Weinberg bei Frontenhausen mit etwa 508 Metern. Das Untere Isartal bildet mit Auwäldern, steilen bewaldeten Leiten und Trockenstandorten die ökologische Hauptachse.

Ökologisch besonders wertvoll sind die Natura-2000-Gebiete entlang der Unteren Isar, darunter das FFH-Gebiet Untere Isar zwischen Landau und Plattling sowie die Leiten der Unteren Isar. Hinzu kommen Niedermoorreste wie das Königsauer Moos, das Vilstal zwischen Vilsbiburg und Marklkofen und mehrere Mausohr-Wochenstuben in Kirchen des Hügellands. Der Landkreis weist sechs Naturschutzgebiete, acht FFH-Gebiete und angrenzende Vogelschutzgebiete auf.

Wirtschaftlich ist der Landkreis stark industriell geprägt. Das BMW-Werk Dingolfing zählt zu den größten Produktionsstandorten Europas, dazu kommen bedeutende Automobilzulieferer und Betriebe des Werkzeug- und Maschinenbaus. Werkserweiterungen, Gewerbe- und Industrieflächen, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Siedlungsentwicklung erzeugen einen regelmäßigen Bedarf an Ausgleich und Ersatz. Wer Eingriffe plant, muss nach BayKompV kompensieren, wofür greeNature verfügbare Ökopunkte und passgenaue Maßnahmen bereitstellt.

Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Dingolfing (KS)Landau an der IsarEichendorfFrontenhausenPilstingReisbachSimbachWallersdorfMammingMarklkofenMengkofenMoosthenningNiederviehbachGottfrieding

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Untere Isar als überregionaler Biotopverbund mit Auwäldern, Leiten und Trockenstandorten
  • Acht FFH-Gebiete, darunter Untere Isar zwischen Landau und Plattling sowie Leiten der Unteren Isar
  • Niedermoorreste wie das Mettenbacher, Grießenbacher und Königsauer Moos
  • Mausohr-Wochenstuben im Unterbayerischen Hügelland (FFH-Gebiet 7839-371)
  • Fruchtbarer Dungau mit intensiver Landwirtschaft und dadurch hohem Aufwertungspotenzial
  • Starker industrieller Kompensationsbedarf durch das BMW-Werk Dingolfing und Zulieferbetriebe
  • Vilstal zwischen Vilsbiburg und Marklkofen als strukturreiches Talraumsystem

✅ greeNature vor Ort

greeNature kennt die naturschutzfachlichen Rahmenbedingungen im Landkreis Dingolfing-Landau und stimmt Maßnahmen frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt ab. Wir sichern geeignete Flächen im Isartal, im Dungau und im Tertiärhügelland, entwickeln BayKompV-konforme Aufwertungen und dokumentieren Ökopunkte prüffähig. So erhalten Bauherren, Kommunen und Industriebetriebe eine rechtssichere Kompensation aus einer Hand, ohne eigene Flächen vorhalten oder die Pflege selbst organisieren zu müssen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Dingolfing-Landau

🌊

Auen- und Uferrenaturierung

Entwicklung von Auwald, Altwässern und naturnahen Ufern entlang der Unteren Isar sowie an Vils und Aitrach, um Gewässerdynamik und Biotopverbund zu stärken.

🌾

Grünlandextensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen im Dungau und in den Niedermooren in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd und Verzicht auf Düngung.

🐸

Kleingewässer und Laichhabitate

Anlage besonnter Tümpel und Kleingewässer als CEF-Maßnahme für Gelbbauchunke, Kammmolch und weitere Amphibien in Abbaustellen und Talräumen.

🦎

Trocken- und Magerstandorte

Pflege und Neuanlage von Magerrasen und Säumen an den sonnenexponierten Leiten der Unteren Isar als Lebensraum für Zauneidechse und wärmeliebende Arten.

🌳

Hecken und Streuobst

Gliederung der ausgeräumten Gäulandschaft durch Hecken, Feldgehölze und Streuobstwiesen zur Vernetzung von Lebensräumen und Aufwertung des Landschaftsbildes.

🦇

Artenschutz für Fledermäuse

Sicherung und Aufwertung von Quartieren, etwa der Mausohr-Wochenstuben in Kirchen, sowie Erhalt von Jagdhabitaten in strukturreichen Wald- und Talräumen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Unteres Isartal und Dungau

🐸

Gelbbauchunke

Die Gelbbauchunke ist im Landkreis eigens durch das FFH-Gebiet Habitate der Gelbbauchunke geschützt und besiedelt besonnte Kleingewässer, Fahrspuren und Abbaustellen. Für sie eignen sich CEF-Maßnahmen mit neuen Laichgewässern.

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🦇

Großes Mausohr

Im Unterbayerischen Hügelland bestehen bedeutende Wochenstuben des Großen Mausohrs, unter anderem in Kirchendachstühlen. Quartiersicherung und der Erhalt von Jagdlebensräumen sind hier zentrale Artenschutzaufgaben.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt die trockenwarmen Leiten und Böschungen entlang der Unteren Isar. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG erforderlich.

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🦉

Kammmolch

Der Kammmolch kommt in den Auen und Feuchtgebieten des Isartals vor und ist nach der FFH-Richtlinie streng geschützt. Er profitiert von vernetzten, fischfreien Stillgewässern.

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🐦

Kiebitz

Der Kiebitz brütet in den offenen Niedermoor- und Wiesenlandschaften wie dem Königsauer Moos. Extensivierung und Wiedervernässung verbessern seine Bruterfolge deutlich.

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🐟

Eisvogel

An den naturnahen Abschnitten und Steilufern der Unteren Isar brütet der Eisvogel. Uferrenaturierung und der Erhalt von Abbruchkanten sichern seinen Lebensraum.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Automobilbau

Werkserweiterungen des BMW-Standorts Dingolfing und der Zulieferindustrie beanspruchen Flächen und lösen umfangreichen Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🏗️

Gewerbe- und Industriegebiete

Die Ausweisung neuer Gewerbe- und Industrieflächen in den Kommunen des Landkreises erfordert Ausgleich für Versiegelung und Lebensraumverlust.

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Der Aus- und Neubau von Straßen sowie Ortsumfahrungen greift in Natur und Landschaft ein und macht Ersatzmaßnahmen erforderlich.

☀️

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen benötigen naturschutzfachliche Begleitung und Kompensation für die beanspruchten Flächen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Dingolfing-Landau

Ökopunkte bewerten die naturschutzfachliche Aufwertung einer Fläche. Wer im Landkreis einen Eingriff in Natur und Landschaft plant, etwa durch Bau- oder Industrievorhaben, muss diesen nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) ausgleichen. Ökopunkte belegen den erbrachten Ausgleich rechtssicher.
Zuständig ist in der Regel die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Dingolfing-Landau (Sachgebiet 42 Umwelt und Natur) in der Oberen Stadt 1 in Dingolfing. greeNature stimmt Maßnahmen und Bilanzierung frühzeitig mit ihr ab.
Ja. Wir sichern und entwickeln Flächen im Isartal, im Dungau und im Tertiärhügelland und stellen daraus anerkennungsfähige Ökopunkte bereit. So müssen Sie keine eigenen Flächen vorhalten.
CEF-Maßnahmen sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG. Im Landkreis betrifft das häufig Gelbbauchunke, Kammmolch oder Zauneidechse, für die neue Lebensräume vor dem Eingriff funktionsfähig sein müssen.
Ja. Als Full-Service-Partner planen wir die Maßnahmen, setzen sie um, dokumentieren die Ökopunkte prüffähig und übernehmen die dauerhafte Unterhaltung und Pflege.
Bei Vorhaben im Umfeld der FFH- und Vogelschutzgebiete prüfen wir mögliche Beeinträchtigungen und stimmen die Maßnahmen so ab, dass Erhaltungsziele und Biotopverbund gewahrt bleiben.
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