
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dillingen an der Donau
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für das Schwäbische Donautal und das Donauried. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Dillingen an der Donau.
Der Landkreis Dillingen an der Donau im Überblick
Der Landkreis Dillingen an der Donau liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Schwaben, entlang der Donau zwischen Ulm und Donauwörth. Die Große Kreisstadt Dillingen an der Donau bildet mit Lauingen, Gundelfingen, Höchstädt und Wertingen die wirtschaftlichen Schwerpunkte. Im Westen grenzt der Landkreis an Baden-Württemberg. Namensgebend und landschaftsprägend ist die Donau, die auf rund 27 Kilometern das Kreisgebiet durchzieht.
Landschaftlich ist der Landkreis dreigeteilt. Im Norden reichen die Ausläufer der Schwäbischen Alb (Naturraum D60) mit ihren Jurakalkzügen, Trockenhängen und Buchenwäldern in das Kreisgebiet hinein. Das breite Donautal in der Mitte gehört mit seinen Auwäldern, Altwässern und dem weiten Wiesengürtel des Donaurieds zur Donau-Iller-Lech-Platte (Naturraum D64), die sich nach Süden in das lössbedeckte Zusam-Hügelland und die Schotterterrassen fortsetzt.
Ökologisch besonders wertvoll ist das Donauried, eines der bedeutendsten Wiesenbrütergebiete Bayerns. Das EU-Vogelschutzgebiet Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried (DE 7330-471) umfasst rund 4.000 Hektar Feuchtwiesen und Niedermoore. Hinzu kommen Naturschutzgebiete wie das Gundelfinger Moos, die Mertinger Höll, das Wittislinger Ried und das Dattenhauser Ried sowie mehrere FFH-Gebiete der Donauauen. Diese Feuchtlebensräume beherbergen Großen Brachvogel, Kiebitz, Wachtelkönig und Biber.
Wirtschaftlich ist der Landkreis von Maschinenbau und Industrie geprägt, etwa dem Traktorenwerk der SAME DEUTZ-FAHR Gruppe in Lauingen, dem Hausgerätewerk der BSH in Dillingen und der Wasseraufbereitung (Grünbeck) in Höchstädt. Betriebserweiterungen, Gewerbegebiete, der Ausbau von Straßen und Bahn im Donautal sowie Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D64 ›
Zum Naturraum D60 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried (DE 7330-471), rund 4.000 ha
- FFH-Gebiet Mertinger Höll und angrenzende Feuchtgebiete (7330-301), Niedermoor und Wiesenbrüterkern
- Naturschutzgebiet Gundelfinger Moos, eines der größten Niedermoore an der schwäbischen Donau
- Donauauen mit Weich- und Hartholzauwald, Altwässern und Biberrevieren entlang der Donau
- Wittislinger Ried und Dattenhauser Ried, wertvolle Streuwiesen und Moorreste
- Trockenhänge und Wacholderheiden der Schwäbischen Alb im Norden des Landkreises
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern für Kompensation nach BayKompV aktiv und betreut auch den schwäbischen Donauraum. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Dillingen, die naturschutzfachlichen Schwerpunkte im Donauried und die besonderen Ansprüche des Wiesenbrüterschutzes. Von der Naturraum-Zuordnung (D60/D64) bis zur Flächenbereitstellung übernehmen wir den gesamten Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Dillingen an der Donau
Niedermoor-Wiedervernässung
Anhebung der Wasserstände in den Rieden des Donaurieds (Mertinger Höll, Gundelfinger Moos, Wittislinger Ried), Rückbau von Entwässerungsgräben und Wiederherstellung nasser Streuwiesen als Lebensraum und CO2-Senke.
Wiesenbrüterschutz durch Extensivgrünland
Umwandlung von Intensivgrünland und Acker in spät gemähte, artenreiche Feuchtwiesen, angepasste Mahdtermine und Prädatorenmanagement für Großen Brachvogel, Kiebitz und Wachtelkönig.
Donauauen-Renaturierung
Reaktivierung von Altwässern und Flutmulden, Anlage von Uferabbrüchen und Auwaldsäumen entlang der Donau, Förderung von Biber, Eisvogel und auentypischen Fischarten.
Artenschutz CEF und FCS
Zauneidechsen-Habitate auf Bahn- und Straßenböschungen, Laichgewässer für Kammmolch und Gelbbauchunke, Fledermausquartiere und Ersatzhabitate, maßgeschneidert und BayKompV-konform.
Auwald und standortgerechte Aufforstung
Entwicklung von Weich- und Hartholzauwäldern in den Donauniederungen sowie standortgerechte Laubmischwälder mit Eiche, Esche und Schwarzerle als Ersatz für Rodungen und Versiegelung.
Kalkmagerrasen auf der Alb
Pflege und Neuanlage von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen an den Jurahängen im Norden des Landkreises, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Tagfalter und Wildbienen.
Geschützte Arten im Schwäbisches Donautal und Donauried
Wiesenbrüter im Donauried
Das Schwäbische Donauried gehört zu den letzten großen Rückzugsräumen für Kiebitz, Großen Brachvogel und Wachtelkönig in Bayern. Typische Kompensationsmaßnahmen sind Extensivgrünland, Wiedervernässung und angepasste Mahdregime.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Offenlandarten
Auf den Ackerflächen der Schotterplatten und des Zusam-Hügellandes brütet die Feldlerche. Blüh- und Brachestreifen, Lerchenfenster und Heckenstrukturen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen im Offenland.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber an der Donau
Naturnahe Donauufer mit Steilwänden und Altwässern bieten Brutplätze für den Eisvogel, während der Biber die Auen strukturreich gestaltet. Uferrenaturierung und Altwasseranbindung sind hier typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahn und Straße
Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Kiesflächen und Bahndämme und ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben. CEF-Maßnahmen mit Steinlinsen und Sandlinsen sichern die Ersatzhabitate.
Mehr zur Art ›Kammmolch in den Rieden
In den Feuchtgebieten und Kleingewässern des Donaurieds kommt der Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie) vor. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sichern die Populationen bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Auen und Dörfern
Großes Mausohr, Wasserfledermaus und Zwergfledermaus jagen über Auwäldern und Gewässern. Quartierhilfen an Gebäuden und Bäumen sowie strukturreiche Leitlinien sind gängige FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Maschinenbau und Industrie
Der Landkreis ist ein starker Industriestandort, etwa mit dem Traktorenwerk der SAME DEUTZ-FAHR Gruppe in Lauingen, dem BSH-Hausgerätewerk in Dillingen und der Wasseraufbereitung Grünbeck in Höchstädt. Betriebserweiterungen und neue Produktionshallen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der Bundes- und Staatsstraßen im Donautal, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der Donautalbahn und den Donaubrücken lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten und entlang von Verkehrstrassen sowie einzelne Windkraftstandorte erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.
Siedlung und Gewerbe
Wohnbaugebiete und Gewerbeflächen in Dillingen, Lauingen, Wertingen und Höchstädt benötigen Ausgleichsmaßnahmen. Landwirte mit Flächen im Donauried oder an der Donau können als Flächenanbieter profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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