Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D64 · D60
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dillingen an der Donau

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für das Schwäbische Donautal und das Donauried. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Dillingen an der Donau.

792
km² Kreisfläche
~99k
Einwohner
27
Gemeinden
2
Naturräume D60/D64
~27 km
Donau im Kreisgebiet
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Dillingen an der Donau im Überblick

Der Landkreis Dillingen an der Donau liegt im Nordwesten des Regierungsbezirks Schwaben, entlang der Donau zwischen Ulm und Donauwörth. Die Große Kreisstadt Dillingen an der Donau bildet mit Lauingen, Gundelfingen, Höchstädt und Wertingen die wirtschaftlichen Schwerpunkte. Im Westen grenzt der Landkreis an Baden-Württemberg. Namensgebend und landschaftsprägend ist die Donau, die auf rund 27 Kilometern das Kreisgebiet durchzieht.

Landschaftlich ist der Landkreis dreigeteilt. Im Norden reichen die Ausläufer der Schwäbischen Alb (Naturraum D60) mit ihren Jurakalkzügen, Trockenhängen und Buchenwäldern in das Kreisgebiet hinein. Das breite Donautal in der Mitte gehört mit seinen Auwäldern, Altwässern und dem weiten Wiesengürtel des Donaurieds zur Donau-Iller-Lech-Platte (Naturraum D64), die sich nach Süden in das lössbedeckte Zusam-Hügelland und die Schotterterrassen fortsetzt.

Ökologisch besonders wertvoll ist das Donauried, eines der bedeutendsten Wiesenbrütergebiete Bayerns. Das EU-Vogelschutzgebiet Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried (DE 7330-471) umfasst rund 4.000 Hektar Feuchtwiesen und Niedermoore. Hinzu kommen Naturschutzgebiete wie das Gundelfinger Moos, die Mertinger Höll, das Wittislinger Ried und das Dattenhauser Ried sowie mehrere FFH-Gebiete der Donauauen. Diese Feuchtlebensräume beherbergen Großen Brachvogel, Kiebitz, Wachtelkönig und Biber.

Wirtschaftlich ist der Landkreis von Maschinenbau und Industrie geprägt, etwa dem Traktorenwerk der SAME DEUTZ-FAHR Gruppe in Lauingen, dem Hausgerätewerk der BSH in Dillingen und der Wasseraufbereitung (Grünbeck) in Höchstädt. Betriebserweiterungen, Gewerbegebiete, der Ausbau von Straßen und Bahn im Donautal sowie Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›
D60
Schwäbische Alb
Zum Naturraum D60 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Dillingen an der Donau (KS)Lauingen (Donau)Gundelfingen an der DonauHöchstädt an der DonauWertingenButtenwiesenBlindheimSchwenningenBissingenBächingen an der BrenzAislingenWittislingenHolzheimSyrgenstein

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried (DE 7330-471), rund 4.000 ha
  • FFH-Gebiet Mertinger Höll und angrenzende Feuchtgebiete (7330-301), Niedermoor und Wiesenbrüterkern
  • Naturschutzgebiet Gundelfinger Moos, eines der größten Niedermoore an der schwäbischen Donau
  • Donauauen mit Weich- und Hartholzauwald, Altwässern und Biberrevieren entlang der Donau
  • Wittislinger Ried und Dattenhauser Ried, wertvolle Streuwiesen und Moorreste
  • Trockenhänge und Wacholderheiden der Schwäbischen Alb im Norden des Landkreises

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist in ganz Bayern für Kompensation nach BayKompV aktiv und betreut auch den schwäbischen Donauraum. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Dillingen, die naturschutzfachlichen Schwerpunkte im Donauried und die besonderen Ansprüche des Wiesenbrüterschutzes. Von der Naturraum-Zuordnung (D60/D64) bis zur Flächenbereitstellung übernehmen wir den gesamten Prozess.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Dillingen an der Donau

💧

Niedermoor-Wiedervernässung

Anhebung der Wasserstände in den Rieden des Donaurieds (Mertinger Höll, Gundelfinger Moos, Wittislinger Ried), Rückbau von Entwässerungsgräben und Wiederherstellung nasser Streuwiesen als Lebensraum und CO2-Senke.

🌾

Wiesenbrüterschutz durch Extensivgrünland

Umwandlung von Intensivgrünland und Acker in spät gemähte, artenreiche Feuchtwiesen, angepasste Mahdtermine und Prädatorenmanagement für Großen Brachvogel, Kiebitz und Wachtelkönig.

🌊

Donauauen-Renaturierung

Reaktivierung von Altwässern und Flutmulden, Anlage von Uferabbrüchen und Auwaldsäumen entlang der Donau, Förderung von Biber, Eisvogel und auentypischen Fischarten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Zauneidechsen-Habitate auf Bahn- und Straßenböschungen, Laichgewässer für Kammmolch und Gelbbauchunke, Fledermausquartiere und Ersatzhabitate, maßgeschneidert und BayKompV-konform.

🌳

Auwald und standortgerechte Aufforstung

Entwicklung von Weich- und Hartholzauwäldern in den Donauniederungen sowie standortgerechte Laubmischwälder mit Eiche, Esche und Schwarzerle als Ersatz für Rodungen und Versiegelung.

🌿

Kalkmagerrasen auf der Alb

Pflege und Neuanlage von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen an den Jurahängen im Norden des Landkreises, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Tagfalter und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Schwäbisches Donautal und Donauried

🐦

Wiesenbrüter im Donauried

Das Schwäbische Donauried gehört zu den letzten großen Rückzugsräumen für Kiebitz, Großen Brachvogel und Wachtelkönig in Bayern. Typische Kompensationsmaßnahmen sind Extensivgrünland, Wiedervernässung und angepasste Mahdregime.

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🌾

Feldlerche und Offenlandarten

Auf den Ackerflächen der Schotterplatten und des Zusam-Hügellandes brütet die Feldlerche. Blüh- und Brachestreifen, Lerchenfenster und Heckenstrukturen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen im Offenland.

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🐟

Eisvogel und Biber an der Donau

Naturnahe Donauufer mit Steilwänden und Altwässern bieten Brutplätze für den Eisvogel, während der Biber die Auen strukturreich gestaltet. Uferrenaturierung und Altwasseranbindung sind hier typische Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse an Bahn und Straße

Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Kiesflächen und Bahndämme und ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben. CEF-Maßnahmen mit Steinlinsen und Sandlinsen sichern die Ersatzhabitate.

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🐸

Kammmolch in den Rieden

In den Feuchtgebieten und Kleingewässern des Donaurieds kommt der Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie) vor. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sichern die Populationen bei Eingriffen.

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🦇

Fledermäuse in Auen und Dörfern

Großes Mausohr, Wasserfledermaus und Zwergfledermaus jagen über Auwäldern und Gewässern. Quartierhilfen an Gebäuden und Bäumen sowie strukturreiche Leitlinien sind gängige FCS-Maßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Maschinenbau und Industrie

Der Landkreis ist ein starker Industriestandort, etwa mit dem Traktorenwerk der SAME DEUTZ-FAHR Gruppe in Lauingen, dem BSH-Hausgerätewerk in Dillingen und der Wasseraufbereitung Grünbeck in Höchstädt. Betriebserweiterungen und neue Produktionshallen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Der Ausbau der Bundes- und Staatsstraßen im Donautal, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der Donautalbahn und den Donaubrücken lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

⚡

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik auf den Schotterplatten und entlang von Verkehrstrassen sowie einzelne Windkraftstandorte erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Wohnbaugebiete und Gewerbeflächen in Dillingen, Lauingen, Wertingen und Höchstädt benötigen Ausgleichsmaßnahmen. Landwirte mit Flächen im Donauried oder an der Donau können als Flächenanbieter profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Dillingen an der Donau

Der Landkreis umfasst zwei BfN-Naturräume. Der Norden gehört zur Schwäbischen Alb (D60) mit Jurakalk und Trockenhängen, das Donautal, das Donauried und das südliche Hügelland zur Donau-Iller-Lech-Platte (D64). Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung (D60/D64), die Flächenbereitstellung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit dem Landratsamt Dillingen und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Dillingen a.d.Donau, Große Allee 24, 89407 Dillingen a.d.Donau. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im Donauried stehen der Wiesenbrüterschutz und die Moorregeneration im Vordergrund. Häufige Maßnahmen sind Wiedervernässung von Niedermooren, Extensivierung von Feuchtgrünland mit späten Mahdterminen, die Anlage von Kleingewässern für Kammmolch und Amphibien sowie die Renaturierung von Donaualtwässern.
Ja. Der Landkreis liegt im EU-Vogelschutzgebiet Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried (DE 7330-471) und umfasst mehrere FFH-Gebiete wie die Mertinger Höll und das Gundelfinger Moos. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Feuchtgrünland und Streuwiesen im Donauried, Flächen entlang der Donau sowie Ackerflächen auf den Schotterplatten. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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