
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Deggendorf
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Landkreis Deggendorf. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Donautal, Gäuboden und Bayerischem Wald.
Der Landkreis Deggendorf im Überblick
Der Landkreis Deggendorf liegt im Osten Niederbayerns beiderseits der Donau und ist der Ausgangspunkt zum Bayerischen Wald. Bei Deggendorf mündet die Isar in die Donau, das Autobahnkreuz von A3 und A92 macht den Landkreis zu einem wichtigen Verkehrsknoten Niederbayerns.
Die Landschaft gliedert sich in drei sehr unterschiedliche Naturräume. Im Süden erstreckt sich der fruchtbare Gäuboden (Dungau) mit tiefgründigen Lössböden auf den Isar-Inn-Schotterplatten (Naturraum D65). Nördlich der Donau steigt das kristalline Grundgebirge des Bayerischen Waldes (Naturraum D63) mit seinen bewaldeten Höhen an. Dazwischen bildet die Donauniederung mit ihren Auen die zentrale und ökologisch wertvollste Achse.
Ökologisch herausragend ist das Mündungsgebiet der Isar bei Moos und Plattling, ein national und europäisch bedeutsames Auen- und Vogelschutzgebiet mit ausgedehnten Altwässern, Feuchtwiesen und Auwald. Der Landkreis weist zahlreiche FFH-Gebiete und Naturschutzgebiete auf, darunter Donaualtwässer und die Hangwälder des Bayerischen Waldes. Diese Strukturvielfalt schafft Lebensraum für viele nach europäischem und nationalem Recht geschützte Arten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis von Industrie, Logistik und Gewerbe entlang der Donau und der Autobahnen geprägt, ergänzt durch die Technische Hochschule Deggendorf, den Donauhafen und eine leistungsfähige Landwirtschaft im Gäuboden. Der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, Gewerbe- und Wohngebieten sowie erneuerbaren Energien erzeugt regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D63 ›
Zum Naturraum D65 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Mündungsgebiet der Isar bei Moos und Plattling, national und europäisch bedeutsames Vogelschutz- und Auengebiet
- Naturschutzgebiet Isarmündung mit ausgedehnten Altwässern, Feuchtwiesen und Auwald
- Donaualtwässer und Auwaldreste als FFH-Lebensraum entlang der Donauniederung
- Fruchtbarer Gäuboden (Dungau) mit tiefgründigen Lössböden auf Isar-Inn-Schotterplatten
- Hang- und Bergmischwälder des Bayerischen Waldes als Rückzugsraum für Wildkatze und Schwarzstorch
- Klosterlandschaft mit Metten und Niederalteich, Quartiere für gebäudebewohnende Fledermausarten
✅ greeNature vor Ort
Wir kennen die naturschutzfachlichen Besonderheiten zwischen Donautal, Gäuboden und Bayerischem Wald aus der Praxis. greeNature koordiniert für Sie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Deggendorf, ordnet Ihren Eingriff dem richtigen Naturraum (D63 oder D65) zu und bringt Kompensationsflächen sowie anerkannte Ökopunkte zusammen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Deggendorf
Auenrenaturierung an Donau und Isar
Anbindung und Revitalisierung von Altwässern, Entwicklung von Auwald und Feuchtgrünland in der Donauniederung, Schaffung von Laich- und Bruthabitaten im Umfeld der Isarmündung.
Wiesenbrüterschutz im Gäuboden
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland als Lebensraum für Kiebitz, Feldlerche und weitere Wiesenbrüter, angepasste Mahdregime und Gelegeschutz in der ausgeräumten Ackerlandschaft.
Waldumbau im Bayerischen Wald
Entwicklung standortgerechter, strukturreicher Laub- und Mischwälder auf den Hanglagen, Alt- und Totholzanreicherung als Lebensraum für Haselmaus, Fledermäuse und Schwarzstorch.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen zur Vernetzung von Donauaue, Gäuboden und Waldrand, Trittsteinbiotope für Feldhase, Rebhuhn und Wildbienen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) für Zauneidechse an Bahn- und Straßenböschungen, Amphibienleiteinrichtungen, Fledermausquartiere und Eisvogel-Steilwände, maßgeschneidert nach § 44 BNatSchG und BayKompV.
Kleingewässer und Amphibienschutz
Neuanlage besonnter Laichgewässer für Amphibien und den Kammmolch in Auen- und Waldrandlagen, Vernetzung bestehender Vorkommen entlang der Donauniederung.
Geschützte Arten im Donautal, Gäuboden und Bayerischer Wald
Kiebitz und Wiesenbrüter
Die Feuchtwiesen der Isarmündung und des Donautals sind Rückzugsraum für Kiebitz, Großen Brachvogel und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland sind typische Kompensationsmaßnahmen im Gäuboden.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber
Die Steilufer und Altwässer von Donau und Isar bieten Brut- und Jagdrevier für den Eisvogel, der Biber gestaltet die Auen. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und naturnahe Ufergestaltung.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsarmen Hang- und Auwälder zwischen Bayerischem Wald und Donau bieten dem Schwarzstorch Brutplätze und Nahrungshabitate. Waldrandnahe Vorhaben und Windkraft können FCS-Maßnahmen nach § 45 BNatSchG auslösen.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Bayerischen Wald
Die zusammenhängenden Waldgebiete nördlich der Donau sind Lebensraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Strukturreiche Waldränder und Biotopverbund sind wirksame Kompensationsansätze.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Klöstern
Alte Buchenwälder, Auwald und historische Gebäude wie die Klöster Metten und Niederalteich beherbergen zahlreiche Fledermausarten. Quartiersicherung und Ersatzquartiere gehören zum Standardrepertoire des Artenschutzes.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
Altwässer, Tümpel und Waldkleingewässer sind Laichhabitate für Amphibien und den nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützten Kammmolch. Neuanlage besonnter Gewässer ist eine häufige Ausgleichsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Der Landkreis ist mit dem Autobahnkreuz von A3 und A92, der Bahnstrecke mit ICE-Halt in Plattling und dem Donauhafen ein Verkehrsknoten Niederbayerns. Ausbau- und Sanierungsvorhaben an Autobahnen, Straßen und Bahn lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Gewerbe und Industrie
Gewerbe- und Industrieansiedlungen entlang der Donau und der Autobahnen, im Umfeld der Technischen Hochschule Deggendorf sowie in Plattling und Osterhofen erzeugen Kompensationsbedarf durch Flächenversiegelung und Eingriffe in den Naturhaushalt.
Siedlungsentwicklung
Wohnbau- und Gewerbegebiete in Deggendorf, Plattling, Osterhofen und Hengersberg erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer von Acker- und Grünlandflächen können ihre Flächen als Kompensationsflächen anbieten.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Gäuboden und Windkraftvorhaben an den Rändern des Bayerischen Waldes erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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