Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese
Bayern · BayKompV
Naturraum D65
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dachau

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Großraum München. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Dachau, von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde.

579 km²
Kreisfläche
~154.000
Einwohner
17
Gemeinden (1 Stadt, 2 Märkte, 14 Gemeinden)
D65
BfN-Naturraum
~2.170 ha
FFH-Gebiet Ampertal (Kreisanteil)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Dachau im Überblick

Der Landkreis Dachau liegt im Regierungsbezirk Oberbayern unmittelbar nordwestlich der Landeshauptstadt München. Er grenzt im Norden an Pfaffenhofen an der Ilm, im Osten an Freising und den Landkreis München, im Süden an die Stadt München und Fürstenfeldbruck und im Westen an Aichach-Friedberg. Die Nähe zur Metropole prägt den Landkreis als stark wachsende Pendler- und Wirtschaftsregion mit anhaltendem Siedlungs- und Flächendruck.

Landschaftlich teilt sich der Kreis in zwei Räume. Im Norden bestimmt das leicht gewellte Donau-Isar-Hügelland mit tertiären Hügeln, Lössböden und Ackerbau das Bild, im Süden geht die Landschaft in die flache Münchener Schotterebene über. Die Amper bildet mit ihrem Auental die naturräumliche Grenze zwischen beiden Teilen. Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zur BfN-Einheit D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten).

Ökologisch herausragend sind die Reste des einst weiträumigen Dachauer Mooses, einer eiszeitlich entstandenen Niedermoorlandschaft, die im 19. Jahrhundert weitgehend entwässert wurde. Erhalten sind unter anderem das FFH-Gebiet Ampertal (7635-301) mit naturnahem Flusslauf, Auwäldern und Feuchtwiesen, das FFH-Gebiet Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301) sowie das Naturschutzgebiet Weichser Moos (7634-301). Diese Gebiete beherbergen Wiesenbrüter, Amphibien und moortypische Pflanzengesellschaften.

Wirtschaftlich profitiert der Landkreis vom Verflechtungsraum München mit Betrieben aus Fahrzeugbau, Informationstechnik, Medizintechnik, Maschinenbau und Brauwesen. Wohnbau, Gewerbeentwicklung, der Ausbau von Verkehrsachsen (A8, A92, S-Bahn) und Freiflächen-Photovoltaik erzeugen hier regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D65
Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten
Zum Naturraum D65 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Dachau (KS)KarlsfeldMarkt IndersdorfAltomünsterRöhrmoosBergkirchenPetershausenHaimhausenHebertshausenVierkirchenSchwabhausenOdelzhausenErdwegSulzemoos

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Ampertal (7635-301), naturnaher Flusslauf mit Auwäldern, Altwässern und Feuchtwiesen
  • FFH-Gebiet Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301), grenzübergreifend mit München
  • Naturschutzgebiet Weichser Moos (7634-301), erhaltener Niedermoorrest
  • Naturschutzgebiet Schwarzhölzl, Feuchtwald und Streuwiesen im Dachauer Moos
  • Dachauer Moos, historische Niedermoorlandschaft mit hohem Renaturierungspotenzial
  • Amperauen als Biotopverbundachse zwischen Hügelland und Schotterebene
  • Tertiäre Lösshügel im Donau-Isar-Hügelland mit Streuobst- und Heckenstrukturen

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut Kompensationsvorhaben im gesamten Großraum München. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Dachau, die naturschutzfachlichen Anforderungen im Dachauer Moos und im Ampertal sowie die regionalen Flächenpools aus der Praxis und stimmen Maßnahmen frühzeitig mit der Behörde ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Dachau

💧

Moor-Wiedervernässung

Anhebung des Wasserstands in entwässerten Niedermoorresten des Dachauer Mooses, Rückbau von Entwässerungsgräben und Wiederherstellung moortypischer Lebensräume. Solche Maßnahmen verbinden Artenschutz mit dem Erhalt von Kohlenstoffvorräten im Torfkörper.

🏞️

Amper-Auenrenaturierung

Revitalisierung von Altwässern, Uferabbrüchen und Auwaldbeständen entlang der Amper, Schaffung von Laich- und Bruthabitaten und Stärkung des Biotopverbunds im FFH-Gebiet Ampertal.

🌾

Wiesenbrüterschutz & Grünland

Extensivierung intensiv genutzter Feucht- und Streuwiesen im Moos, angepasste Mahdregime und Vernässungsmulden als Lebensraum für Kiebitz, Bekassine und weitere Wiesenbrüter.

🌳

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur des Donau-Isar-Hügellandes, Trittsteinbiotope zwischen Hügelland und Amperaue für Feldvögel, Insekten und Kleinsäuger.

🍎

Streuobst auf Hügellagen

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände auf Lösshängen des nördlichen Landkreises, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und seltene Wildbienen.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Zielgerichtete vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des Erhaltungszustands (FCS) nach BayKompV, etwa Zauneidechsenhabitate auf Bahn- und Straßendämmen, Amphibiengewässer und Fledermausquartiere.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Dachauer Moos und Ampertal

🐦

Kiebitz & Wiesenbrüter

Die Feuchtwiesen des Dachauer Mooses und der Amperaue zählen zu den letzten Wiesenbrütergebieten im Münchner Umland. Grünlandextensivierung, Vernässung und angepasste Mahd sind hier typische Kompensationsmaßnahmen.

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🐸

Kammmolch & Amphibien

In den Gräben und Niedermoorresten des Dachauer Mooses leben Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer dienen häufig als CEF-Maßnahme bei Eingriffen im Moosbereich.

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🐦

Eisvogel an der Amper

Die naturnahen Uferabschnitte der Amper mit Steilwänden und Altwässern bieten dem Eisvogel Bruthabitate. Uferrenaturierung und der Erhalt von Abbruchkanten stärken den Bestand.

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🦇

Fledermäuse in Auwald & Streuobst

Auwälder der Amper und Streuobstbestände des Hügellandes sind Jagdgebiete und Quartierstandorte für mehrere Fledermausarten. Der Erhalt von Höhlenbäumen und gezielte Quartierangebote sind gängige Artenschutzmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Bahndämme, Straßenböschungen und Abbauflächen bieten der Zauneidechse trockenwarme Lebensräume. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für Umsiedlung und Habitatanlage nach § 44 BNatSchG.

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🌾

Feldlerche

In der offenen Ackerlandschaft des Donau-Isar-Hügellandes ist die Feldlerche verbreitet, aber rückläufig. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Siedlungs- & Wohnbauentwicklung

Als wachsende Pendlerregion im Verflechtungsraum München weist der Landkreis laufend Wohn- und Gewerbegebiete aus, etwa in Dachau, Karlsfeld und den S-Bahn-Gemeinden. Neuversiegelung löst regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🛤️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbaumaßnahmen an A8 und A92, Staats- und Kreisstraßen, Ortsumgehungen sowie Kapazitätserweiterungen im S-Bahn-Netz erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf, häufig mit artenschutzrechtlichen CEF-Maßnahmen.

⚡

Energie & Erneuerbare

Freiflächen-Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen des Hügellandes und der Schotterebene sowie Netzausbauvorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und eine sorgfältige Prüfung der Belange von Wiesenbrütern und Feldvögeln.

🏭

Gewerbe & Industrie

Erweiterungen von Betrieben aus Fahrzeugbau, Medizintechnik und Maschinenbau sowie neue Logistik- und Gewerbeflächen im Umland München begründen Kompensationspflichten, die greeNature mit Ökopunkten aus anerkannten Ökokonten abdeckt.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Dachau

Der Landkreis Dachau gehört naturräumlich zur BfN-Einheit D65 (Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-Schotterplatten). Der Norden ist vom Donau-Isar-Hügelland geprägt, der Süden von der flachen Münchener Schotterebene mit den Resten des Dachauer Mooses. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung, Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Dachau sowie alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Dachau, Weiherweg 16, 85221 Dachau. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Genehmigung bis zur Abnahme.
Im Bereich des Dachauer Mooses sind Moor-Wiedervernässung, Grünlandextensivierung für Wiesenbrüter, die Anlage besonnter Kleingewässer für Amphibien und die Aufwertung von Grabensystemen häufige Maßnahmen. Entlang der Amper kommen Auenrenaturierung und Uferstrukturmaßnahmen hinzu.
Ja. Im Landkreis liegen die FFH-Gebiete Ampertal (7635-301) und Gräben und Niedermoorreste im Dachauer Moos (7734-301) sowie das Naturschutzgebiet Weichser Moos (7634-301). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine Natura-2000-Verträglichkeitsprüfung und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erfordern. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Feucht- und Grünlandflächen im Dachauer Moos und in der Amperaue sowie Ackerlagen im Hügelland mit Potenzial für Streuobst oder Hecken. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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