
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Coburg
Für Eingriffe im Landkreis Coburg lässt sich der naturschutzrechtliche Ausgleich nach BayKompV über behördlich anerkannte Ökokonten und Ökopunkte abwickeln. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Umsetzung im Naturraum D59 und D56.
Der Landkreis Coburg im Überblick
Der Landkreis Coburg liegt im äußersten Nordwesten Oberfrankens an der Grenze zu Thüringen. Verwaltungssitz ist die von ihm umschlossene kreisfreie Stadt Coburg, die selbst nicht zum Landkreis gehört. Auf rund 590 km² leben etwa 83.700 Menschen in 17 Gemeinden, darunter die Große Kreisstadt Neustadt bei Coburg sowie die Städte Rödental, Bad Rodach und Seßlach. Die Flüsse Itz, Rodach und Lauter prägen das Talnetz und entwässern zum Main.
Landschaftlich gliedert sich der Kreis in mehrere Einheiten. Der Süden gehört zum Itz-Baunach-Hügelland und damit zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) mit seinen fruchtbaren Tallagen und Keuperhöhen. Der westliche und mittlere Bereich wird vom Muschelkalkzug der Langen Berge sowie den Werra-Gäuplatten des Grabfeldgaus bestimmt, die zum Naturraum D56 (Mainfränkische Platten) zählen. Der Norden trägt als Vorland des Thüringer Waldes Mittelgebirgscharakter. Geologisch dominieren Muschelkalk, Keuper und Lias.
Ökologisch ist der Landkreis durch das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und durch kalkgeprägte Lebensräume geprägt. Große Teile der Langen Berge sind als FFH-Gebiet Muschelkalkzug (rund 1.981 ha) gesichert und beherbergen Kalkmagerrasen, Schlucht- und Hangmischwälder sowie prioritäre Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie. Das länderübergreifende Naturschutzgroßprojekt Rodachtal, Lange Berge und Steinachtal verbindet Bayern und Thüringen und fördert Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze und Heidelerche.
Wirtschaftlich ist der Raum Coburg ein bedeutender Industriestandort mit Polstermöbelherstellung, Automobilzulieferern, Spielwaren und Keramik. Gewerbe- und Industrieansiedlungen, der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur sowie Wohnbau- und Energievorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus. Für solche Eingriffe braucht es rechtssichere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die naturräumlich passen und dauerhaft gesichert sind.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
Zum Naturraum D56 ›
Zum Naturraum D62 ›
Zum Naturraum D48 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Zwei BfN-Naturräume im Kreisgebiet: D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) im Süden und D56 (Mainfränkische Platten) im Westen und in der Mitte.
- Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als überregionaler Biotopverbund und Wildkatzenkorridor.
- FFH-Gebiet Muschelkalkzug der Langen Berge (rund 1.981 ha) mit Kalkmagerrasen und Schluchtwäldern, ergänzt durch das Nationale Naturerbe Lauterberg.
- Länderübergreifendes Naturschutzgroßprojekt Rodachtal, Lange Berge und Steinachtal gemeinsam mit den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg.
- Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Coburg, die vom Landkreis vollständig umschlossen wird.
- Industriell geprägter Raum mit Polstermöbel-, Automobilzuliefer- und Keramikbetrieben und entsprechendem Flächenbedarf.
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in Oberfranken und den fränkischen Naturräumen D59 und D56 aktiv und kennt die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg. Wir bilanzieren Ihren Eingriff nach BayKompV, sichern passende Flächen im Coburger Land und stimmen Maßnahmen mit den Schutzzielen von FFH-Gebieten wie dem Muschelkalkzug der Langen Berge und dem Grünen Band ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Coburg
Kalkmagerrasen entwickeln
Wiederherstellung und Pflege von Kalkmagerrasen auf den Muschelkalkstandorten der Langen Berge, unter anderem durch Entbuschung und extensive Beweidung, als hochwertiger Ausgleich im Naturraum D56.
Streuobstwiesen anlegen
Neuanlage und Sanierung von Streuobstbeständen im Itz- und Rodachtal mit standortgerechten Hochstämmen, ein typisches Aufwertungselement im Coburger Land.
Gewässer renaturieren
Strukturverbesserung an Itz, Rodach und Lauter durch Uferabflachung, Totholz und Auengehölze, was Lebensräume für Eisvogel und Gewässerorganismen schafft.
Grünland extensivieren
Extensivierung von Feucht- und Talwiesen im Grabfeld und in den Flussauen zugunsten von Wiesenbrütern und Insekten, mit langfristiger Bewirtschaftungsbindung.
Laubmischwald aufbauen
Waldumbau hin zu strukturreichen, standortgerechten Laubmischwäldern mit Alt- und Totholz als Lebensraum für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Biotopverbund am Grünen Band
Anlage von Hecken, Säumen und Trittsteinbiotopen entlang des Grünen Bandes zur Vernetzung der Lebensräume und Förderung der Wildkatze.
Geschützte Arten im Coburger Land (Itz- und Rodachtal)
Wildkatze
Die Europäische Wildkatze nutzt die Wälder der Langen Berge und das Grüne Band als Rückzugs- und Wanderraum. Eingriffe in waldnahe Korridore erfordern eine sorgfältige Prüfung nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, strukturreichen Waldgebieten des Kreises und ist auf ungestörte Horststandorte und intakte Bachauen als Nahrungshabitat angewiesen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Itz, Rodach und Lauter lebt der Eisvogel an naturnahen Ufern mit Steilwänden. Gewässerausbau kann artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Die kalk- und waldreiche Landschaft bietet Fledermäusen Quartiere in Wäldern, Höhlen und Gebäuden. Rodungen und Abrisse benötigen CEF-Maßnahmen zur Quartiersicherung.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Agrarlandschaft des Grabfelds brütet die Feldlerche am Boden. Für Flächenverluste sind Feldlerchenfenster und Blühflächen als CEF-Maßnahmen etabliert.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Magerrasen, Böschungen und Säume auf Kalk. Bei Baumaßnahmen sind Umsiedlung und Habitatschaffung als vorgezogene Maßnahmen üblich.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Erweiterung und Neuansiedlung von Betrieben aus Polstermöbel-, Automobilzuliefer- und Keramikbranche mit Versiegelung und Eingriffsbilanz nach BayKompV.
Verkehr und Infrastruktur
Straßenaus- und -neubau, Rad- und Wegeverbindungen sowie Leitungstrassen, die Flächen beanspruchen und Ausgleich erfordern.
Wohnen und Siedlung
Baugebiete und Nachverdichtung in den wachsenden Städten und Gemeinden des Coburger Landes mit naturschutzrechtlichem Kompensationsbedarf.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen auf den Hochflächen, deren Zulassung Eingriffsregelung und Artenschutzprüfung nach sich zieht.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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