Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D59 · D56 · D62 · D48
Regierungsbezirk Oberfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Coburg

Für Eingriffe im Landkreis Coburg lässt sich der naturschutzrechtliche Ausgleich nach BayKompV über behördlich anerkannte Ökokonten und Ökopunkte abwickeln. greeNature begleitet Sie als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Umsetzung im Naturraum D59 und D56.

590 km²
Kreisfläche
rund 83.700
Einwohner (2025)
17
Gemeinden (davon 4 Städte)
Oberfranken
Regierungsbezirk
21
FFH-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Coburg im Überblick

Der Landkreis Coburg liegt im äußersten Nordwesten Oberfrankens an der Grenze zu Thüringen. Verwaltungssitz ist die von ihm umschlossene kreisfreie Stadt Coburg, die selbst nicht zum Landkreis gehört. Auf rund 590 km² leben etwa 83.700 Menschen in 17 Gemeinden, darunter die Große Kreisstadt Neustadt bei Coburg sowie die Städte Rödental, Bad Rodach und Seßlach. Die Flüsse Itz, Rodach und Lauter prägen das Talnetz und entwässern zum Main.

Landschaftlich gliedert sich der Kreis in mehrere Einheiten. Der Süden gehört zum Itz-Baunach-Hügelland und damit zum BfN-Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) mit seinen fruchtbaren Tallagen und Keuperhöhen. Der westliche und mittlere Bereich wird vom Muschelkalkzug der Langen Berge sowie den Werra-Gäuplatten des Grabfeldgaus bestimmt, die zum Naturraum D56 (Mainfränkische Platten) zählen. Der Norden trägt als Vorland des Thüringer Waldes Mittelgebirgscharakter. Geologisch dominieren Muschelkalk, Keuper und Lias.

Ökologisch ist der Landkreis durch das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und durch kalkgeprägte Lebensräume geprägt. Große Teile der Langen Berge sind als FFH-Gebiet Muschelkalkzug (rund 1.981 ha) gesichert und beherbergen Kalkmagerrasen, Schlucht- und Hangmischwälder sowie prioritäre Lebensraumtypen der FFH-Richtlinie. Das länderübergreifende Naturschutzgroßprojekt Rodachtal, Lange Berge und Steinachtal verbindet Bayern und Thüringen und fördert Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze und Heidelerche.

Wirtschaftlich ist der Raum Coburg ein bedeutender Industriestandort mit Polstermöbelherstellung, Automobilzulieferern, Spielwaren und Keramik. Gewerbe- und Industrieansiedlungen, der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur sowie Wohnbau- und Energievorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV aus. Für solche Eingriffe braucht es rechtssichere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die naturräumlich passen und dauerhaft gesichert sind.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D59
Fränkisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D59 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›
D62
Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland
Zum Naturraum D62 ›
D48
Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
Zum Naturraum D48 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Coburg (Verwaltungssitz, kreisfrei) (KS)Neustadt bei CoburgRödentalBad RodachSeßlachEbersdorf bei CoburgSonnefeldUntersiemauMeederGrub am ForstWeidhausen bei CoburgAhorn

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Zwei BfN-Naturräume im Kreisgebiet: D59 (Fränkisches Keuper-Liasland) im Süden und D56 (Mainfränkische Platten) im Westen und in der Mitte.
  • Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als überregionaler Biotopverbund und Wildkatzenkorridor.
  • FFH-Gebiet Muschelkalkzug der Langen Berge (rund 1.981 ha) mit Kalkmagerrasen und Schluchtwäldern, ergänzt durch das Nationale Naturerbe Lauterberg.
  • Länderübergreifendes Naturschutzgroßprojekt Rodachtal, Lange Berge und Steinachtal gemeinsam mit den Thüringer Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg.
  • Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Coburg, die vom Landkreis vollständig umschlossen wird.
  • Industriell geprägter Raum mit Polstermöbel-, Automobilzuliefer- und Keramikbetrieben und entsprechendem Flächenbedarf.

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist in Oberfranken und den fränkischen Naturräumen D59 und D56 aktiv und kennt die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg. Wir bilanzieren Ihren Eingriff nach BayKompV, sichern passende Flächen im Coburger Land und stimmen Maßnahmen mit den Schutzzielen von FFH-Gebieten wie dem Muschelkalkzug der Langen Berge und dem Grünen Band ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Coburg

�euphemism

Kalkmagerrasen entwickeln

Wiederherstellung und Pflege von Kalkmagerrasen auf den Muschelkalkstandorten der Langen Berge, unter anderem durch Entbuschung und extensive Beweidung, als hochwertiger Ausgleich im Naturraum D56.

🍎

Streuobstwiesen anlegen

Neuanlage und Sanierung von Streuobstbeständen im Itz- und Rodachtal mit standortgerechten Hochstämmen, ein typisches Aufwertungselement im Coburger Land.

🌊

Gewässer renaturieren

Strukturverbesserung an Itz, Rodach und Lauter durch Uferabflachung, Totholz und Auengehölze, was Lebensräume für Eisvogel und Gewässerorganismen schafft.

🌾

Grünland extensivieren

Extensivierung von Feucht- und Talwiesen im Grabfeld und in den Flussauen zugunsten von Wiesenbrütern und Insekten, mit langfristiger Bewirtschaftungsbindung.

🌳

Laubmischwald aufbauen

Waldumbau hin zu strukturreichen, standortgerechten Laubmischwäldern mit Alt- und Totholz als Lebensraum für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter.

🐾

Biotopverbund am Grünen Band

Anlage von Hecken, Säumen und Trittsteinbiotopen entlang des Grünen Bandes zur Vernetzung der Lebensräume und Förderung der Wildkatze.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Coburger Land (Itz- und Rodachtal)

🐈

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze nutzt die Wälder der Langen Berge und das Grüne Band als Rückzugs- und Wanderraum. Eingriffe in waldnahe Korridore erfordern eine sorgfältige Prüfung nach § 44 BNatSchG.

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🕊️

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, strukturreichen Waldgebieten des Kreises und ist auf ungestörte Horststandorte und intakte Bachauen als Nahrungshabitat angewiesen.

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🐦

Eisvogel

An Itz, Rodach und Lauter lebt der Eisvogel an naturnahen Ufern mit Steilwänden. Gewässerausbau kann artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen.

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🦇

Fledermäuse

Die kalk- und waldreiche Landschaft bietet Fledermäusen Quartiere in Wäldern, Höhlen und Gebäuden. Rodungen und Abrisse benötigen CEF-Maßnahmen zur Quartiersicherung.

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🐦

Feldlerche

In der offenen Agrarlandschaft des Grabfelds brütet die Feldlerche am Boden. Für Flächenverluste sind Feldlerchenfenster und Blühflächen als CEF-Maßnahmen etabliert.

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🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Magerrasen, Böschungen und Säume auf Kalk. Bei Baumaßnahmen sind Umsiedlung und Habitatschaffung als vorgezogene Maßnahmen üblich.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterung und Neuansiedlung von Betrieben aus Polstermöbel-, Automobilzuliefer- und Keramikbranche mit Versiegelung und Eingriffsbilanz nach BayKompV.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Straßenaus- und -neubau, Rad- und Wegeverbindungen sowie Leitungstrassen, die Flächen beanspruchen und Ausgleich erfordern.

🏘️

Wohnen und Siedlung

Baugebiete und Nachverdichtung in den wachsenden Städten und Gemeinden des Coburger Landes mit naturschutzrechtlichem Kompensationsbedarf.

☀️

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen auf den Hochflächen, deren Zulassung Eingriffsregelung und Artenschutzprüfung nach sich zieht.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Coburg

Der Landkreis liegt im Süden im Naturraum D59 (Fränkisches Keuper-Liasland, Itz-Baunach-Hügelland) und im Westen und in der Mitte im Naturraum D56 (Mainfränkische Platten mit den Werra-Gäuplatten und dem Muschelkalkzug der Langen Berge). Für die Kompensation ist die naturräumliche Zuordnung wichtig, weil Maßnahmen möglichst im betroffenen Naturraum liegen sollen.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg, Lauterer Straße 60, 96450 Coburg. Sie prüft die Eingriffsbilanzierung nach BayKompV und erkennt Ökokonten und Kompensationsmaßnahmen an. greeNature stimmt Umfang und Ausgestaltung der Maßnahmen frühzeitig mit der Behörde ab.
Die Kosten hängen von Lage, Maßnahmentyp, Flächenverfügbarkeit und Vertragsbedingungen ab. Die Bewertung erfolgt nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). greeNature erstellt Ihnen auf Basis Ihres konkreten Kompensationsbedarfs ein individuelles Angebot. Sprechen Sie uns für eine unverbindliche Auskunft an.
Verbreitet sind die Entwicklung und Pflege von Kalkmagerrasen auf Muschelkalk, Streuobstwiesen im Itz- und Rodachtal, die Renaturierung von Fließgewässern, die Extensivierung von Talwiesen sowie der Aufbau strukturreicher Laubmischwälder und der Biotopverbund entlang des Grünen Bandes.
Ja. Liegen Vorhaben in oder nahe Natura-2000-Gebieten wie dem Muschelkalkzug der Langen Berge, ist eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG erforderlich. Bei betroffenen europäischen Arten können Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 BNatSchG notwendig werden. greeNature berät zu allen artenschutz- und gebietsschutzrechtlichen Anforderungen.
Über anerkannte Ökokonten lassen sich bereits umgesetzte Aufwertungen als Ökopunkte kurzfristig zuordnen, sofern passende Flächen im Naturraum vorhanden sind. Alternativ realisiert greeNature projektbezogene Maßnahmen. Wir prüfen für Ihren Eingriff, welcher Weg am schnellsten zu einer rechtssicheren Kompensation führt.
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