
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Cham
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Cham zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald.
Der Landkreis Cham im Überblick
Der Landkreis Cham ist der östlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberpfalz und grenzt auf langer Strecke an Tschechien. Mit rund 1.527 km² ist er der flächengrößte Landkreis der Oberpfalz. Prägend ist die Lage zwischen den beiden Mittelgebirgen Oberpfälzer Wald im Norden und Bayerischer Wald im Süden, die durch die wärmebegünstigte Cham-Further Senke voneinander getrennt werden.
Landschaftlich und geologisch wird der Landkreis vom kristallinen Grundgebirge der ostbayerischen Mittelgebirge bestimmt. Ein markantes Element ist der Pfahl, ein weißes Quarzriff, das sich als kristalline Verwerfung durch den Bayerischen Wald zieht. Der Regen und sein Zufluss Chamb durchziehen als prägende Fließgewässer die Senke und schaffen weite Talauen zwischen den bewaldeten Hochlagen.
Ökologisch liegt der gesamte Landkreis im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Herausragend ist die Regentalaue, mit rund 1.427 Hektar das größte Naturschutzgebiet der Oberpfalz und Teil des Natura-2000-Gebiets Chamb, Regentalaue und Regen. Die extensiv genutzten Wiesen und Teiche gehören zu den bedeutendsten Wiesenbrütergebieten Bayerns, die waldreichen Hochlagen bieten Lebensraum für zahlreiche störungsempfindliche Arten.
Wirtschaftlich ist der Landkreis von einer breit gefächerten mittelständischen Struktur geprägt, mit Schwerpunkten in Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotive und Kunststofftechnik sowie einer starken Tourismusregion. Größter Arbeitgeber ist die Zollner Elektronik AG in Zandt. Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben, der Ausbau der Bundesstraßen B20, B22 und B85 sowie Anlagen der erneuerbaren Energien erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D63 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Regentalaue (rund 1.427 ha), größtes NSG der Oberpfalz und bedeutendes Wiesenbrütergebiet
- Natura-2000-Gebiet Chamb, Regentalaue und Regen (FFH 6741-371 und SPA 6741-471)
- Naturpark Oberer Bayerischer Wald, der den gesamten Landkreis umfasst
- Cham-Further Senke, wärmebegünstigtes Becken zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald
- Der Pfahl, markantes Quarzriff als geologische Leitlinie des Bayerischen Waldes
- Rötelseeweiher als überregional bedeutendes Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel
- Naturnahe Fließgewässer Regen und Chamb mit Vorkommen von Biber und Fischotter
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern aktiv und betreut Kompensationsvorhaben auch in der Oberpfalz und im ostbayerischen Grenzraum. Wir kennen die naturräumlichen Besonderheiten des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes, die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Cham und die regionalen Flächenpotenziale aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Cham
Auenrenaturierung an Regen und Chamb
Revitalisierung von Altarmen, Uferstrukturen und Feuchtflächen in den Talauen von Regen und Chamb, zur Förderung von Biber, Fischotter und typischen Auenlebensräumen.
Wiesenbrüterschutz im Regental
Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtwiesen als Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel, Bekassine und Wachtelkönig, abgestimmt auf die Schutzziele der Regentalaue.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Mischwäldern in den Hochlagen von Oberpfälzer und Bayerischem Wald, mit Alt- und Totholzanteilen für waldgebundene Arten.
Fließgewässer und Bachrenaturierung
Rückbau von Querbauwerken und Anlage naturnaher Gewässerabschnitte in den kühlen Mittelgebirgsbächen, günstig für Bachmuschel, Groppe und wandernde Fischarten.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV für Zauneidechse an Bahn- und Straßendämmen, Fledermausquartiere in Wäldern und Gebäuden sowie Amphibiengewässer für Kammmolch und Gelbbauchunke.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der offenen Flur der Cham-Further Senke, zur Vernetzung von Wald- und Offenlandlebensräumen.
Geschützte Arten im Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Wiesenbrüter im Regental
Die Feuchtwiesen der Regentalaue zählen zu den wichtigsten Wiesenbrütergebieten Bayerns, mit bedeutenden Beständen von Kiebitz, Großem Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Extensivierung und Wiedervernässung sind hier zentrale Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Fischotter am Regen
Naturnahe Abschnitte von Regen und Chamb bieten Eisvogel, Fischotter und Biber Lebensraum. Steilwände, strukturreiche Ufer und durchgängige Gewässer sind typische Zielstrukturen von CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Waldgebieten
Die zusammenhängenden Wälder des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes gehören zum Ausbreitungsraum der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, Alt- und Totholz sowie störungsarme Rückzugsräume fördern die Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Gebäuden
Großes Mausohr, Mopsfledermaus und weitere Arten nutzen Wälder, Keller und Dachräume der Region. Quartiersicherung und die Anlage von Jagdhabitaten sind häufige Anforderungen bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Waldtümpeln
Kammmolch, Gelbbauchunke und Springfrosch besiedeln Kleingewässer, Waldtümpel und ehemalige Abbaustellen. Die Neuanlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Ausgleichsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Wäldern
Die störungsarmen, gewässerreichen Wälder bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitat. Horstschutz und die Aufwertung von Waldbächen zählen zu den typischen FCS-Maßnahmen der Region.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Der Landkreis Cham ist ein starker mittelständischer Industriestandort mit Schwerpunkten in Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotive und Kunststofftechnik. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der Bundesstraßen B20, B22 und B85, Ortsumgehungen sowie Brücken- und Bahnprojekte im Regental erzeugen Eingriffe in Natur und Landschaft, für die naturschutzrechtliche Kompensation erforderlich wird.
Energie und Erneuerbare
Windkraftstandorte in den waldreichen Höhenlagen, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und die Nutzung der Wasserkraft am Regen erfordern Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.
Siedlung und Tourismus
Wohnbau- und Gewerbeflächen in den Städten und Märkten sowie touristische Infrastruktur im Bayerischen Wald erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Grundeigentümer können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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