Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D63
Regierungsbezirk Oberpfalz

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Cham

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Cham zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald.

1.527
km² Kreisfläche
~128k
Einwohner
39
Gemeinden
D63
Naturraum
1.427 ha
NSG Regentalaue
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Cham im Überblick

Der Landkreis Cham ist der östlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberpfalz und grenzt auf langer Strecke an Tschechien. Mit rund 1.527 km² ist er der flächengrößte Landkreis der Oberpfalz. Prägend ist die Lage zwischen den beiden Mittelgebirgen Oberpfälzer Wald im Norden und Bayerischer Wald im Süden, die durch die wärmebegünstigte Cham-Further Senke voneinander getrennt werden.

Landschaftlich und geologisch wird der Landkreis vom kristallinen Grundgebirge der ostbayerischen Mittelgebirge bestimmt. Ein markantes Element ist der Pfahl, ein weißes Quarzriff, das sich als kristalline Verwerfung durch den Bayerischen Wald zieht. Der Regen und sein Zufluss Chamb durchziehen als prägende Fließgewässer die Senke und schaffen weite Talauen zwischen den bewaldeten Hochlagen.

Ökologisch liegt der gesamte Landkreis im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Herausragend ist die Regentalaue, mit rund 1.427 Hektar das größte Naturschutzgebiet der Oberpfalz und Teil des Natura-2000-Gebiets Chamb, Regentalaue und Regen. Die extensiv genutzten Wiesen und Teiche gehören zu den bedeutendsten Wiesenbrütergebieten Bayerns, die waldreichen Hochlagen bieten Lebensraum für zahlreiche störungsempfindliche Arten.

Wirtschaftlich ist der Landkreis von einer breit gefächerten mittelständischen Struktur geprägt, mit Schwerpunkten in Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotive und Kunststofftechnik sowie einer starken Tourismusregion. Größter Arbeitgeber ist die Zollner Elektronik AG in Zandt. Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben, der Ausbau der Bundesstraßen B20, B22 und B85 sowie Anlagen der erneuerbaren Energien erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Zum Naturraum D63 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Cham (KS)RodingBad KötztingFurth im WaldWaldmünchenRötzLamNeukirchen beim Heiligen BlutFalkensteinStamsriedTraitschingChamerauBlaibachMiltach

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Regentalaue (rund 1.427 ha), größtes NSG der Oberpfalz und bedeutendes Wiesenbrütergebiet
  • Natura-2000-Gebiet Chamb, Regentalaue und Regen (FFH 6741-371 und SPA 6741-471)
  • Naturpark Oberer Bayerischer Wald, der den gesamten Landkreis umfasst
  • Cham-Further Senke, wärmebegünstigtes Becken zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald
  • Der Pfahl, markantes Quarzriff als geologische Leitlinie des Bayerischen Waldes
  • Rötelseeweiher als überregional bedeutendes Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel
  • Naturnahe Fließgewässer Regen und Chamb mit Vorkommen von Biber und Fischotter

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist in ganz Bayern aktiv und betreut Kompensationsvorhaben auch in der Oberpfalz und im ostbayerischen Grenzraum. Wir kennen die naturräumlichen Besonderheiten des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes, die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Cham und die regionalen Flächenpotenziale aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Cham

💧

Auenrenaturierung an Regen und Chamb

Revitalisierung von Altarmen, Uferstrukturen und Feuchtflächen in den Talauen von Regen und Chamb, zur Förderung von Biber, Fischotter und typischen Auenlebensräumen.

🌾

Wiesenbrüterschutz im Regental

Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtwiesen als Lebensraum für Kiebitz, Großen Brachvogel, Bekassine und Wachtelkönig, abgestimmt auf die Schutzziele der Regentalaue.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Mischwäldern in den Hochlagen von Oberpfälzer und Bayerischem Wald, mit Alt- und Totholzanteilen für waldgebundene Arten.

🐟

Fließgewässer und Bachrenaturierung

Rückbau von Querbauwerken und Anlage naturnaher Gewässerabschnitte in den kühlen Mittelgebirgsbächen, günstig für Bachmuschel, Groppe und wandernde Fischarten.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV für Zauneidechse an Bahn- und Straßendämmen, Fledermausquartiere in Wäldern und Gebäuden sowie Amphibiengewässer für Kammmolch und Gelbbauchunke.

🌿

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der offenen Flur der Cham-Further Senke, zur Vernetzung von Wald- und Offenlandlebensräumen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Oberpfälzer und Bayerischer Wald

🐦

Wiesenbrüter im Regental

Die Feuchtwiesen der Regentalaue zählen zu den wichtigsten Wiesenbrütergebieten Bayerns, mit bedeutenden Beständen von Kiebitz, Großem Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Extensivierung und Wiedervernässung sind hier zentrale Kompensationsmaßnahmen.

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🐟

Eisvogel und Fischotter am Regen

Naturnahe Abschnitte von Regen und Chamb bieten Eisvogel, Fischotter und Biber Lebensraum. Steilwände, strukturreiche Ufer und durchgängige Gewässer sind typische Zielstrukturen von CEF-Maßnahmen.

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🐈

Wildkatze in den Waldgebieten

Die zusammenhängenden Wälder des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes gehören zum Ausbreitungsraum der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, Alt- und Totholz sowie störungsarme Rückzugsräume fördern die Art.

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🦇

Fledermäuse in Wald und Gebäuden

Großes Mausohr, Mopsfledermaus und weitere Arten nutzen Wälder, Keller und Dachräume der Region. Quartiersicherung und die Anlage von Jagdhabitaten sind häufige Anforderungen bei Eingriffen.

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🐸

Amphibien in Waldtümpeln

Kammmolch, Gelbbauchunke und Springfrosch besiedeln Kleingewässer, Waldtümpel und ehemalige Abbaustellen. Die Neuanlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Ausgleichsmaßnahme.

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🕊️

Schwarzstorch in den Wäldern

Die störungsarmen, gewässerreichen Wälder bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitat. Horstschutz und die Aufwertung von Waldbächen zählen zu den typischen FCS-Maßnahmen der Region.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe und Industrie

Der Landkreis Cham ist ein starker mittelständischer Industriestandort mit Schwerpunkten in Elektrotechnik, Maschinenbau, Automotive und Kunststofftechnik. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🛣️

Infrastruktur und Verkehr

Der Ausbau der Bundesstraßen B20, B22 und B85, Ortsumgehungen sowie Brücken- und Bahnprojekte im Regental erzeugen Eingriffe in Natur und Landschaft, für die naturschutzrechtliche Kompensation erforderlich wird.

⚡

Energie und Erneuerbare

Windkraftstandorte in den waldreichen Höhenlagen, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und die Nutzung der Wasserkraft am Regen erfordern Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.

🏘️

Siedlung und Tourismus

Wohnbau- und Gewerbeflächen in den Städten und Märkten sowie touristische Infrastruktur im Bayerischen Wald erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Grundeigentümer können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Cham

Der Landkreis Cham gehört nahezu vollständig zum BfN-Naturraum D63 (Oberpfälzer und Bayerischer Wald). Innerhalb dieses Raums prägen die Cham-Further Senke sowie die angrenzenden Hochlagen von Oberpfälzer und Bayerischem Wald das Landschaftsbild. Für die Bewertung nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung, die Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Cham und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Cham, Untere Naturschutzbehörde, Rachelstraße 6, 93413 Cham. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung der Auen von Regen und Chamb, der Wiesenbrüterschutz im Regental durch Extensivierung und Wiedervernässung, naturnaher Waldumbau in den Mittelgebirgslagen sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Amphibien nach BayKompV.
Ja. Prägend ist das Natura-2000-Gebiet Chamb, Regentalaue und Regen, das als FFH-Gebiet (6741-371) und als EU-Vogelschutzgebiet (SPA 6741-471) ausgewiesen ist. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Feuchtgrünland in den Talauen von Regen und Chamb, gewässernahe Flächen sowie strukturarme Standorte mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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