
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Berchtesgadener Land
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen den Berchtesgadener Alpen und dem Rupertiwinkel.
Der Landkreis Berchtesgadener Land im Überblick
Der Landkreis Berchtesgadener Land liegt im äußersten Südosten Bayerns und ragt als Halbinsel weit in österreichisches Gebiet hinein. Auf deutscher Seite grenzt er allein an den Landkreis Traunstein, ansonsten an die Stadt Salzburg und mehrere Bezirke des Landes Salzburg. Kreisstadt ist Bad Reichenhall, wirtschaftlicher Schwerpunkt ist der Norden um Freilassing im Ballungsraum Salzburg.
Landschaftlich reicht der Kreis von den Berchtesgadener Alpen mit dem Watzmann (2.713 m) und dem Untersberg bis in das voralpine Hügel- und Moorland des Rupertiwinkels. Geologisch prägen die Kalk- und Dolomitstöcke der Nördlichen Kalkalpen den Süden (Naturraum D68), während der Norden von eiszeitlichen Moränen, Schottern und Niedermooren entlang von Salzach und Saalach bestimmt ist (Naturraum D66).
Ökologisch ist der Landkreis von herausragender Bedeutung. Rund 37 Prozent der Kreisfläche sind als Natura-2000-Gebiete gemeldet, darunter 13 FFH-Gebiete und vier Vogelschutzgebiete. Herzstück ist der Nationalpark Berchtesgaden, der einzige Alpen-Nationalpark Deutschlands, ergänzt um das FFH-Gebiet Untersberg, die Salzach- und Saalachauen sowie zahlreiche Moore und Bergmähwiesen. Der Kreis gehört zur Biosphärenregion Berchtesgadener Land.
Die Wirtschaft verbindet Tourismus sowie Kur- und Gesundheitswesen mit Gewerbe und Wohnungsbau im dicht besiedelten Grenzraum zu Salzburg. Verkehrsvorhaben, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung sowie Wasserkraft an den alpinen Flüssen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist. Die enge Verzahnung von Siedlungsdruck und hochwertigen Schutzgebieten stellt dabei besondere Anforderungen an die Kompensationsplanung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Berchtesgaden, einziger Alpen-Nationalpark Deutschlands
- 17 Natura-2000-Gebiete (13 FFH-Gebiete, 4 Vogelschutzgebiete) auf rund 37 % der Kreisfläche
- FFH-Gebiet Untersberg (8343-303), Kalkmassiv mit Höhlen, Quellen und Latschenfeldern
- Salzach- und Saalachauen als grenzüberschreitende Fluss- und Auenlandschaft
- Königssee und Watzmann-Ostwand, hochalpine Fels- und Karlebensräume
- Nieder- und Hochmoore im Rupertiwinkel, etwa das Ainringer Moos
- Bergmähwiesen und Almen als artenreiches Extensivgrünland
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist im oberbayerischen Inn-Salzach-Raum verwurzelt und kennt die Anforderungen der Kompensation im Alpen- und Voralpenraum aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Reichenhall, kennen die regionalen Flächenpools und die Besonderheiten der Naturräume D66 und D68 im Berchtesgadener Land.
Typische Maßnahmen im Landkreis Berchtesgadener Land
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung des Wasserstands und Rückbau von Entwässerungsgräben in den Nieder- und Hochmooren des Rupertiwinkels, etwa im Umfeld des Ainringer Mooses. Solche Maßnahmen sichern Moorlebensräume, binden Kohlenstoff und schaffen Habitate für moortypische Arten.
Auenrenaturierung an Salzach und Saalach
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien entlang der alpinen Flüsse.
Bergmisch- und Schutzwaldentwicklung
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Bergmischwäldern aus Fichte, Tanne, Buche und Bergahorn sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen stabilisieren Schutzwälder und werten Lebensräume in den bewaldeten Hanglagen auf.
Extensivierung von Bergmähwiesen und Almen
Erhalt und Entwicklung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen durch angepasste Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Bergmähwiesen zählen zu den geschützten FFH-Lebensraumtypen und sind für die alpine Insekten- und Pflanzenvielfalt zentral.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere in und an Gebäuden sowie an Höhlen des Untersbergs, Eisvogel-Steilwände an Saalach und Salzach, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Hecken, Streuobst und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen auf den Moränenhängen des Rupertiwinkels. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten die ausgeräumte Agrarlandschaft im Norden des Kreises auf.
Geschützte Arten im Berchtesgadener Alpen und Rupertiwinkel
Fledermäuse an Höhlen und Gebäuden
Großes Mausohr, Mopsfledermaus und weitere Arten nutzen die Höhlen und Spalten des Untersbergs sowie Dachstühle und Keller im Kreisgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Saalach und Salzach
Die naturnahen Uferabschnitte der alpinen Flüsse bieten Steilwände als Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Eisvogel.
Mehr zur Art ›Amphibien in Mooren und Weihern
Grasfrosch, Erdkröte und Gelbbauchunke besiedeln Moorgewässer, Tümpel und wechselfeuchte Senken des Rupertiwinkels. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Kammmolch in stehenden Gewässern
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) braucht größere, fischfreie Weiher mit reicher Unterwasservegetation sowie strukturreiche Landlebensräume. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Gehölzen und Waldrändern
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Voralpenland. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Alpine Arten der Hochlagen
Steinadler, Birkhuhn, Alpenschneehuhn und Alpensalamander prägen die Hochlagen der Berchtesgadener Alpen. Für Vorhaben in sensiblen Bergregionen (etwa Seilbahnen oder alpine Infrastruktur) ist die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung dieser Arten regelmäßig erforderlich.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Staatsstraßen, Ortsumgehungen, Brückenbauwerke über Salzach und Saalach sowie Vorhaben an der Bahnstrecke im Raum Freilassing und Bad Reichenhall lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Siedlung, Gewerbe und Tourismus
Wohnbau- und Gewerbegebiete im dicht besiedelten Grenzraum zu Salzburg (Freilassing, Ainring, Bad Reichenhall) sowie touristische Vorhaben führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig unter Berücksichtigung angrenzender Schutzgebiete.
Energie und Wasserkraft
Wasserkraftanlagen an Saalach und Salzach, Modernisierung bestehender Anlagen sowie Photovoltaik-Freiflächen erzeugen Kompensationsbedarf und können CEF-Maßnahmen für gewässergebundene Arten wie den Eisvogel auslösen.
Alpine und touristische Infrastruktur
Seilbahnen, Bergstationen, Wege und Beschneiungsanlagen in den Berchtesgadener Alpen berühren empfindliche Hochlagenlebensräume. Eingriffe erfordern eine sorgfältige artenschutzrechtliche Prüfung und passgenaue Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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