
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bamberg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Raum Bamberg. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Regnitztal, Steigerwald und Fränkischer Alb.
Der Landkreis Bamberg im Überblick
Der Landkreis Bamberg ist der westlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberfranken und umschließt die kreisfreie Stadt Bamberg, in der auch das Landratsamt seinen Sitz hat. Mit rund 1.168 km² Kreisfläche und etwa 147.000 Einwohnern in 36 Gemeinden reicht das Kreisgebiet vom Steigerwald im Westen über das Regnitz- und Maintal bis an die Ausläufer der Fränkischen Alb im Osten.
Landschaftlich und geologisch ist der Landkreis zweigeteilt. Der überwiegende Teil gehört zum Fränkischen Keuper-Liasland (Naturraum D59) mit den bewaldeten Keuperhöhen des Steigerwalds, dem breiten Talraum von Regnitz und Main sowie den ausgedehnten Sandgebieten der Sandachse Franken mit Flugsanden, Binnendünen und Sandmagerrasen. Der Osten um Scheßlitz greift auf die Fränkische Alb (Naturraum D61) über, mit Malmkalken, Trockenrasen und Wacholderheiden auf der Albhochfläche.
Ökologisch prägend sind die naturnahen Buchen- und Eichenwälder des Steigerwalds, eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Deutschlands und Lebensraum von Wildkatze und Schwarzstorch. Das Regnitztal wirkt als überregionaler Biotopverbund und Zugkorridor, die Sandlebensräume um Bamberg beherbergen hochspezialisierte, teils europarechtlich geschützte Arten. Der Landkreis hat Anteil an mehreren Natura-2000-Gebieten (FFH und EU-Vogelschutz), unter anderem im Nördlichen Steigerwald.
Wirtschaftlich ist der Raum durch die Nähe zum Oberzentrum Bamberg, durch Gewerbe und Logistik entlang der Autobahnen A70 und A73 sowie durch eine kleinteilige, brauerei- und landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft bestimmt. Der Ausbau von Verkehrswegen, Gewerbe- und Wohngebieten, Freiflächen-Photovoltaik sowie der Sand- und Kiesabbau im Regnitztal erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D59 ›
Zum Naturraum D61 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Steigerwald im Westen, großflächige naturnahe Buchen- und Eichenwälder als Lebensraum der Wildkatze
- Regnitztal als überregionaler Biotopverbund und Zugkorridor entlang der Main-Donau-Wasserstraße
- Sandachse Franken um Bamberg, Flugsande, Binnendünen und Sandmagerrasen mit spezialisierter Insekten- und Pflanzenwelt
- Nördliche Fränkische Alb bei Scheßlitz mit Kalk-Trockenrasen, Wacholderheiden und Streuobsthängen
- Main- und Regnitzauen mit Eisvogel, Biber und Auwaldresten
- Anteil an mehreren Natura-2000-Gebieten (FFH und EU-Vogelschutz), unter anderem im Nördlichen Steigerwald
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist in ganz Bayern für Kompensationsprojekte aktiv und betreut Vorhaben auch im oberfränkischen Raum. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Bamberg, die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Steigerwald, Sandachse Franken und Fränkischer Alb sowie die Anforderungen des Kompensationsrechts in dieser Region.
Typische Maßnahmen im Landkreis Bamberg
Auenrenaturierung Regnitz und Main
Anbindung von Altwassern, Uferentfesselung und Entwicklung von Auwald entlang von Regnitz und Main, Lebensraum für Eisvogel, Biber und auentypische Amphibien.
Sandlebensräume der Sandachse Franken
Freistellung und Pflege von Binnendünen, Sandmagerrasen und lichten Kiefernwäldern um Bamberg, Förderung wärmeliebender Wildbienen, Heuschrecken und Sandspezialisten.
Naturnaher Waldumbau im Steigerwald
Entwicklung strukturreicher Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteil, Trittsteinbiotope und Waldränder für Wildkatze, Haselmaus und Schwarzstorch.
Grünland-Extensivierung im Regnitztal
Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiche Feucht- und Frischwiesen, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und für die Feldlerche.
Teich- und Feuchtbiotope
Anlage von Klein- und Laichgewässern in Auen und Waldrandlagen, gezielte Habitate für Kammmolch, Gelbbauchunke und Laubfrosch.
Artenschutz CEF und FCS
Zauneidechsen-Habitate an Bahn- und Straßendämmen sowie auf ehemaligen Abbauflächen, Fledermausquartiere und Ersatzstandorte, maßgeschneidert nach BayKompV und § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Regnitz-Main-Raum, Steigerwald und Fränkische Alb
Wildkatze im Steigerwald
Die großen Laubwälder des Steigerwalds gehören zu den bedeutenden Vorkommensgebieten der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Waldverbund, Alt- und Totholz sowie Krautsäume an Waldrändern sind typische Förderansätze.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in störungsarmen Altholzbeständen des Steigerwalds und nutzt naturnahe Bäche und Feuchtwiesen zur Nahrungssuche. Eingriffe in Waldgebieten können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen auslösen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Regnitz und Main
Naturnahe Steilufer und klare Gewässer bieten dem Eisvogel Brut- und Jagdreviere. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden, Uferabbrüche und den Erhalt strukturreicher Ufergehölze.
Mehr zur Art ›Fledermäuse der Laubwälder
Alte Eichen- und Buchenwälder, etwa im Steigerwald, sind Jagd- und Quartierräume für waldgebundene Arten wie die Bechsteinfledermaus. Höhlenbäume und Quartierverbund werden über CEF-Maßnahmen gesichert.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
In den Teichlandschaften und Auengewässern des Kreisgebiets leben Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie), Gelbbauchunke und Laubfrosch. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Feldlerche im Talraum
Die offenen Wiesen- und Ackerlagen im Regnitz- und Maintal beherbergen Wiesenbrüter wie den Kiebitz und die Feldlerche. Extensivierung und Feldlerchenfenster gehören zu den typischen Fördermaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau der Autobahnen A70 und A73, Ortsumgehungen, Bahnprojekte entlang der Achse Nürnberg-Bamberg-Erfurt sowie Brückenbauwerke über Regnitz und Main lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Gewerbe- und Siedlungsentwicklung
Wohn- und Gewerbegebiete im Umland von Bamberg, Logistikansiedlungen an den Autobahnen sowie Konversionsflächen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.
Sand- und Kiesabbau im Regnitztal
Der Abbau von Sand und Kies in den Talräumen ist regional bedeutend. Aufschluss, Betrieb und Rekultivierung von Abbaustätten sind mit Kompensationsverpflichtungen und häufig mit Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Uferschwalbe verbunden.
Energie und Erneuerbare
Freiflächen-Photovoltaik auf Konversions- und Ackerstandorten sowie Windkraftvorhaben in den Höhenlagen von Steigerwald und Haßbergen erfordern Kompensation nach BayKompV und artenschutzrechtliche Prüfungen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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