Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Bayern · BayKompV
Naturraum D66 · D67 · D68
Regierungsbezirk Oberbayern

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Voralpenraum zwischen Isar und Loisach. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Tölzer Land und Oberen Isartal.

1.111
km² Kreisfläche
~130k
Einwohner
21
Gemeinden
2
Naturräume D66/D68
2.102 m
Schafreiter (höchster Berg)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen im Überblick

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen liegt im Süden Oberbayerns und reicht von der Münchner Schotterebene im Norden bis an die Bayerischen Alpen an der Grenze zu Tirol. Prägend sind die Täler von Isar und Loisach, zahlreiche Voralpenseen wie der Kochelsee sowie die Kurstadt Bad Tölz als Kreisstadt. Der nördliche Teil gehört zum Verdichtungsraum München und wächst als Wohn- und Gewerbestandort spürbar.

Geologisch trifft hier das Voralpine Hügel- und Moorland (Naturraum D66) auf die Nördlichen Kalkalpen (Naturraum D68). Eiszeitliche Gletscher haben Moränenwälle, Toteiskessel und breite Schottertäler hinterlassen, in denen sich ausgedehnte Nieder- und Hochmoore gebildet haben. Nach Süden steigt das Gelände über die Flyschvoralpen bis zum Karwendelvorgebirge und zum Schafreiter (2.102 m) an.

Ökologisch ist der Landkreis von europäischem Rang. Die Loisach-Kochelsee-Moore zählen zu den bedeutendsten Flusstal- und Seevermoorungen Deutschlands und sind zugleich als FFH-Gebiet (DE-8334-371) und Vogelschutzgebiet (DE-8334-471) gesichert. Entlang von Isar und Karwendel schützt das FFH-Gebiet Karwendel mit Isar (DE-8433-301) einen der letzten naturnahen Wildflussabschnitte im Alpenraum. Dazu kommen die Isarauen mit ihren dynamischen Kiesbänken und Auwäldern.

Wirtschaftlich verbindet der Landkreis Tourismus, mittelständisches Gewerbe und Energieerzeugung. In Geretsried und Wolfratshausen entstehen Wohn- und Gewerbegebiete, an Isar und Sylvensteinspeicher wird Wasserkraft genutzt, und Tiefengeothermie sowie Hochwasserschutz gewinnen an Bedeutung. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus, für die passgenaue Kompensationsflächen benötigt werden.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›
D67
Schwäbisch-Oberbayerische Voralpen
Zum Naturraum D67 ›
D68
Nördliche Kalkalpen
Zum Naturraum D68 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Tölz (KS)GeretsriedWolfratshausenLenggriesKochel am SeeBenediktbeuernBad HeilbrunnDietramszellEglingEurasburgKönigsdorfMünsingGaißachJachenau

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Loisach-Kochelsee-Moore, FFH-Gebiet (DE-8334-371) und Vogelschutzgebiet (DE-8334-471)
  • FFH-Gebiet Karwendel mit Isar (DE-8433-301) mit naturnahem Wildflussabschnitt
  • Isarauen mit dynamischen Kiesbänken, Umlagerungsstrecken und Auwald
  • Ausgedehnte Nieder-, Übergangs- und Hochmoore im Alpenvorland
  • Voralpine Streuwiesen und Kalk-Magerrasen mit hoher Artenvielfalt
  • Bergmischwälder und alpine Rasen der Nördlichen Kalkalpen
  • Sylvensteinspeicher als prägendes Element im Oberen Isartal

✅ greeNature vor Ort

Von unserem bayerischen Standort im Landkreis Mühldorf am Inn betreuen wir Kompensationsvorhaben im gesamten oberbayerischen Voralpenraum. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Tölz, die sensiblen Moor- und Auenlebensräume an Isar und Loisach sowie die naturraumbezogene Bewertung nach BayKompV aus der Praxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

🌾

Moor- und Streuwiesenrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Nieder- und Hochmoore in den Loisach-Kochelsee-Mooren, Wiederaufnahme der Streuwiesenmahd und Entbuschung als hochwertige, dauerhaft anerkennungsfähige Kompensation.

💧

Isar- und Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Förderung der Kiesbankdynamik im Isartal, Lebensraum für Flussuferläufer, Deutsche Tamariske und kiesbrütende Vogelarten.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiches Feucht- und Magergrünland, angepasste Mahdregime als Lebensraum für Wiesenbrüter und Wiesenknopf-Ameisenbläulinge.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Zauneidechsen-Habitate auf Bahn- und Straßendämmen, Fledermausquartiere, Amphibiengewässer und Eisvogel-Steilwände an Isar und Loisach.

🌳

Bergmischwald und Waldumbau

Entwicklung standortgerechter Bergmischwälder aus Buche, Tanne und Bergahorn an den Voralpenhängen, Schutzwaldstärkung und Erhöhung der Strukturvielfalt als Ersatzmaßnahme.

🌱

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen im nördlichen Hügelland, Vernetzung zwischen Moorkomplexen und Waldrändern für Haselmaus, Neuntöter und Wildbienen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Tölzer Land und Oberes Isartal

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die offenen Moor- und Streuwiesen der Loisach-Kochelsee-Moore beherbergen Kiebitz, Großen Brachvogel und Bekassine. Wiedervernässung und extensive Mahd sind hier die wirksamsten Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Isar und Loisach

Naturnahe Ufer mit Steilwänden und Altarmen bieten dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen, Uferabbrüche und die Sicherung fischreicher Flachwasserzonen.

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🐸

Amphibien der Auen und Moore

Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch nutzen Auengewässer, Moorschlenken und Kleingewässer. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer sind eine typische Zielart-Maßnahme bei Eingriffen.

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🦇

Fledermäuse im Voralpenland

Großes Mausohr, Kleine Hufeisennase und Zwergfledermaus jagen in strukturreicher Kulturlandschaft und Bergwäldern. Quartiere in Dachstühlen, Stollen und alten Bäumen werden gezielt gesichert.

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🦎

Zauneidechse an Verkehrswegen

Auf Bahndämmen, Straßenböschungen und Kiesabbauflächen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckplätzen sind Standard.

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🐔

Birkhuhn und Alpenarten

In den Übergangsmooren und der alpinen Zone der Nördlichen Kalkalpen kommen Birkhuhn und weitere störungsempfindliche Arten vor. Lebensraumpflege und Besucherlenkung sichern ihre Vorkommen.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Im Verdichtungsraum München wachsen Geretsried, Wolfratshausen und die nördlichen Gemeinden. Neue Wohn- und Gewerbegebiete erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, Eigentümer von Flächen im Hügelland können als Flächenanbieter profitieren.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Ortsumgehungen, Ausbau der Bundesstraßen (B11, B472) sowie Brücken- und Radwegprojekte über Isar und Loisach lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

⚡

Energie und Wasserkraft

Wasserkraftnutzung an Isar und Sylvensteinspeicher, Tiefengeothermie im Raum Geretsried sowie Photovoltaik-Freiflächen erzeugen Kompensationsbedarf und teils artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.

💧

Hochwasserschutz und Gewässerbau

Deichbau, Rückhalteräume und Gewässerausbau zum Schutz der Talorte greifen in Auen und Uferbereiche ein und ziehen Ausgleichsmaßnahmen in den sensiblen Fluss- und Moorlebensräumen nach sich.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Der Landkreis umfasst zwei BfN-Naturräume: das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) im Norden mit seinen Mooren, Seen und Moränenlandschaften sowie die Nördlichen Kalkalpen (D68) im Süden mit Bergwäldern und alpinen Lebensräumen. Für die Bewertung nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung (D66 oder D68), Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Prof.-Max-Lange-Platz 1 in 83646 Bad Tölz. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Wegen der ausgedehnten Moore und Flusstäler sind Wiedervernässung von Nieder- und Hochmooren, Streuwiesenpflege, Auen- und Gewässerrenaturierung an Isar und Loisach sowie Grünland-Extensivierung besonders wirksam. Bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten kommen häufig Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Amphibien und Fledermäuse hinzu.
Ja. Im Landkreis liegen unter anderem das FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet Loisach-Kochelsee-Moore (DE-8334-371 und DE-8334-471) sowie das FFH-Gebiet Karwendel mit Isar (DE-8433-301). Eingriffe im Umfeld dieser Natura-2000-Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach Paragraf 45 Absatz 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind entwässerte Moor- und Streuwiesenstandorte, Feuchtgrünland an Isar und Loisach sowie strukturarme Talwiesen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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