Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D55 · D56 · D47
Regierungsbezirk Unterfranken

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bad Kissingen

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten in der bayerischen Rhön und im Fränkischen Saaletal. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Bad Kissingen.

~1.137
km² Kreisfläche
~103k
Einwohner
26
Gemeinden
2
Naturräume D47/D56
3
Staatsbäder
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Bad Kissingen im Überblick

Der Landkreis Bad Kissingen liegt im nördlichen Unterfranken und reicht von den bewaldeten Höhen der Bayerischen Rhön im Norden bis in die offenen Ackerlandschaften der Mainfränkischen Platten im Süden. Er grenzt an die hessischen Landkreise Fulda und Main-Kinzig sowie an die bayerischen Landkreise Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Main-Spessart. Prägend ist das tief eingeschnittene Tal der Fränkischen Saale, das den Landkreis von Nordost nach Südwest durchzieht.

Geologisch trifft hier der vulkanische Basalt der Rhön auf die Schichtstufen aus Buntsandstein und Muschelkalk. Diese Vielfalt schafft ein enges Nebeneinander von basenreichen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf den Muschelkalkhängen, ausgedehnten Buchen- und Mischwäldern über Buntsandstein sowie den offenen Hochflächen der Langen Rhön. Der Landkreis gehört zu den beiden BfN-Naturräumen D47 (Osthessisches Bergland, Vogelsberg und Rhön) und D56 (Mainfränkische Platten).

Ökologisch ist der Landkreis Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Mit dem FFH-Gebiet Bayerische Hohe Rhön (5526-371), dem größten FFH-Gebiet Unterfrankens, dem Truppenübungsplatz Wildflecken als großflächigem Offenland und dem FFH-Gebiet Fränkische Saale zwischen Heustreu und Steinach (5627-371) verfügt er über ein dichtes Netz an Natura-2000-Flächen. Kalkmagerrasen, Bergmähwiesen, naturnahe Buchenwälder und die mäandrierende Saale bilden ein hochwertiges Biotopmosaik.

Wirtschaftlich prägen die drei Staatsbäder Bad Kissingen, Bad Brückenau und Bad Bocklet mit Kur- und Gesundheitstourismus den Landkreis, ergänzt durch mittelständisches Gewerbe, Automobilzulieferer und Lebensmittelverarbeitung. Die Bundesautobahn A7 quert den Landkreis. Infrastrukturausbau, Gewerbe- und Wohnbauflächen, Rohstoffabbau und Vorhaben der Energiewende erzeugen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Zum Naturraum D55 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›
D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Kissingen (KS)HammelburgMünnerstadtBad BrückenauBad BockletBurkardrothOberthulbaNüdlingenOerlenbachMaßbachWildfleckenEuerdorfElfershausenZeitlofs

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit Kernzonen im Landkreis
  • FFH-Gebiet Bayerische Hohe Rhön (5526-371), größtes FFH-Gebiet Unterfrankens
  • FFH-Gebiet Fränkische Saale zwischen Heustreu und Steinach (5627-371)
  • Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf Muschelkalkhängen des Saaletals
  • Bergmähwiesen und Offenland der Langen Rhön, Lebensraum seltener Wiesenbrüter
  • Naturnahe Buchenwälder über Buntsandstein, Rückzugsraum für Wildkatze und Schwarzstorch
  • Truppenübungsplatz Wildflecken als großflächiges, störungsarmes Offenland

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut Kompensationsvorhaben in ganz Bayern und kennt die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Rhön und des Fränkischen Saaletals aus der Praxis. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad Kissingen ab, ordnen Eingriffe den Naturräumen D47 und D56 korrekt zu und übernehmen die Flächenbeschaffung aus regionalen Ökokonten.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Bad Kissingen

💧

Renaturierung der Fränkischen Saale

Revitalisierung von Uferabschnitten, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Auenstrukturen entlang der Fränkischen Saale, Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Bachmuschel.

🌼

Pflege von Kalkmagerrasen

Entbuschung und extensive Beweidung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen auf den Muschelkalkhängen des Saaletals, Lebensraum für wärmeliebende Orchideen, Insekten und Reptilien.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung strukturreicher Buchen- und Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen über Buntsandstein, Rückzugsraum für Wildkatze, Bechsteinfledermaus und Schwarzstorch.

🌾

Bergwiesen und Grünland-Extensivierung

Umwandlung von Intensivgrünland in artenreiche Berg- und Feuchtwiesen auf den Rhönhochflächen, Förderung von Wiesenbrütern und blütenreichen Wiesengesellschaften.

🍎

Streuobst und Heckenverbund

Anlage und Pflege fränkischer Streuobstbestände und Heckenstrukturen in der offenen Feldflur, Trittsteinbiotope und Biotopverbund zwischen Saaletal und Rhönrand.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Habitatstrukturen für Wildkatze und Haselmaus, Fledermausquartiere, Amphibiengewässer und Zauneidechsenhabitate an Bahn- und Straßentrassen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Bayerische Rhön und Fränkisches Saaletal

🐱

Wildkatze

Die zusammenhängenden Buchen- und Mischwälder der Rhön und des Spessartrandes zählen zu den Kernvorkommen der Europäischen Wildkatze. Waldrandstrukturen, Totholz und Biotopverbund sind typische FCS-Maßnahmen zur Vernetzung der Populationen.

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🕊️

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Altholzbeständen der Rhön und jagt an naturnahen Waldbächen und in den Saaleauen. Erhalt alter Laubwälder und ungestörter Gewässerläufe sichert seinen Lebensraum.

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🐦

Feldlerche und Wiesenbrüter

Die offenen Hochflächen der Langen Rhön und das Grabfeld beherbergen Feldlerche und weitere Wiesenbrüter. Extensive Grünlandnutzung und der Verzicht auf frühe Mahd sichern erfolgreiche Bruten.

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🦇

Fledermäuse

Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Buchenwälder als Wochenstuben- und Jagdlebensraum. Erhalt von Höhlenbäumen und die Sicherung von Quartieren sind gängige Kompensationsmaßnahmen.

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🐟

Eisvogel an der Saale

Die mäandrierende Fränkische Saale mit ihren Steilufern bietet dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Steilwänden, Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern.

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🐸

Amphibien und Kammmolch

In den Weihern und Feuchtbiotopen der Rhön leben Kammmolch, Gelbbauchunke und weitere Amphibien. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Feuchtlebensräume.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Infrastruktur und Verkehr

Die Bundesautobahn A7 sowie Bundes- und Staatsstraßen queren den Landkreis. Ausbaumaßnahmen, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über die Fränkische Saale lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.

🏭

Gewerbe und Siedlung

Neue Gewerbe- und Wohnbaugebiete in Bad Kissingen, Hammelburg und Münnerstadt sowie Erweiterungen von Automobilzulieferern und Lebensmittelbetrieben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Flächeneigentümer können als Anbieter von Ausgleichsflächen profitieren.

⛏️

Rohstoffabbau

Der Abbau von Basalt, Sand und Kalkstein in der Rhön und im Saaletal greift in Natur und Landschaft ein. Renaturierung von Abbaustellen und begleitende Ausgleichsmaßnahmen gehören zu den typischen Kompensationsaufgaben.

⚡

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windkraftvorhaben am Rande der Schutzgebiete erfordern naturschutzfachliche Prüfungen sowie CEF- und FCS-Maßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Bad Kissingen

Der Landkreis verteilt sich auf zwei BfN-Naturräume: den Norden prägt D47 (Osthessisches Bergland, Vogelsberg und Rhön) mit den Höhen der Bayerischen Rhön, den Süden D56 (Mainfränkische Platten) mit offenen Acker- und Kalklandschaften. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Naturraum-Zuordnung (D47/D56), Flächenbereitstellung, die vollständige Abstimmung mit dem Landratsamt Bad Kissingen und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Bad Kissingen, Untere Naturschutzbehörde, Obere Marktstraße 6, 97688 Bad Kissingen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufige Maßnahmen sind die Pflege von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, die Renaturierung der Fränkischen Saale, naturnaher Waldumbau in den Buchenwäldern, die Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen sowie Streuobst- und Heckenanlagen. Ergänzend kommen artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen für Wildkatze, Fledermäuse, Amphibien und Wiesenbrüter hinzu.
Ja. Zum dichten Schutzgebietsnetz gehören das FFH-Gebiet Bayerische Hohe Rhön (5526-371), das größte FFH-Gebiet Unterfrankens, und das FFH-Gebiet Fränkische Saale zwischen Heustreu und Steinach (5627-371), zudem liegt der Landkreis im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Anforderungen nach § 44 und § 45 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Vorgaben.
Ja. Besonders geeignet sind Grünlandflächen im Saaletal und am Rhönrand, magere Hanglagen mit Potenzial für Kalkmagerrasen sowie Flächen für Streuobst und Gewässerentwicklung. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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