
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bad Kissingen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten in der bayerischen Rhön und im Fränkischen Saaletal. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Bad Kissingen.
Der Landkreis Bad Kissingen im Überblick
Der Landkreis Bad Kissingen liegt im nördlichen Unterfranken und reicht von den bewaldeten Höhen der Bayerischen Rhön im Norden bis in die offenen Ackerlandschaften der Mainfränkischen Platten im Süden. Er grenzt an die hessischen Landkreise Fulda und Main-Kinzig sowie an die bayerischen Landkreise Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Main-Spessart. Prägend ist das tief eingeschnittene Tal der Fränkischen Saale, das den Landkreis von Nordost nach Südwest durchzieht.
Geologisch trifft hier der vulkanische Basalt der Rhön auf die Schichtstufen aus Buntsandstein und Muschelkalk. Diese Vielfalt schafft ein enges Nebeneinander von basenreichen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf den Muschelkalkhängen, ausgedehnten Buchen- und Mischwäldern über Buntsandstein sowie den offenen Hochflächen der Langen Rhön. Der Landkreis gehört zu den beiden BfN-Naturräumen D47 (Osthessisches Bergland, Vogelsberg und Rhön) und D56 (Mainfränkische Platten).
Ökologisch ist der Landkreis Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Mit dem FFH-Gebiet Bayerische Hohe Rhön (5526-371), dem größten FFH-Gebiet Unterfrankens, dem Truppenübungsplatz Wildflecken als großflächigem Offenland und dem FFH-Gebiet Fränkische Saale zwischen Heustreu und Steinach (5627-371) verfügt er über ein dichtes Netz an Natura-2000-Flächen. Kalkmagerrasen, Bergmähwiesen, naturnahe Buchenwälder und die mäandrierende Saale bilden ein hochwertiges Biotopmosaik.
Wirtschaftlich prägen die drei Staatsbäder Bad Kissingen, Bad Brückenau und Bad Bocklet mit Kur- und Gesundheitstourismus den Landkreis, ergänzt durch mittelständisches Gewerbe, Automobilzulieferer und Lebensmittelverarbeitung. Die Bundesautobahn A7 quert den Landkreis. Infrastrukturausbau, Gewerbe- und Wohnbauflächen, Rohstoffabbau und Vorhaben der Energiewende erzeugen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit Kernzonen im Landkreis
- FFH-Gebiet Bayerische Hohe Rhön (5526-371), größtes FFH-Gebiet Unterfrankens
- FFH-Gebiet Fränkische Saale zwischen Heustreu und Steinach (5627-371)
- Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf Muschelkalkhängen des Saaletals
- Bergmähwiesen und Offenland der Langen Rhön, Lebensraum seltener Wiesenbrüter
- Naturnahe Buchenwälder über Buntsandstein, Rückzugsraum für Wildkatze und Schwarzstorch
- Truppenübungsplatz Wildflecken als großflächiges, störungsarmes Offenland
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsvorhaben in ganz Bayern und kennt die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Rhön und des Fränkischen Saaletals aus der Praxis. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad Kissingen ab, ordnen Eingriffe den Naturräumen D47 und D56 korrekt zu und übernehmen die Flächenbeschaffung aus regionalen Ökokonten.
Typische Maßnahmen im Landkreis Bad Kissingen
Renaturierung der Fränkischen Saale
Revitalisierung von Uferabschnitten, Anbindung von Altarmen und Entwicklung naturnaher Auenstrukturen entlang der Fränkischen Saale, Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Bachmuschel.
Pflege von Kalkmagerrasen
Entbuschung und extensive Beweidung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen auf den Muschelkalkhängen des Saaletals, Lebensraum für wärmeliebende Orchideen, Insekten und Reptilien.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung strukturreicher Buchen- und Laubmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen über Buntsandstein, Rückzugsraum für Wildkatze, Bechsteinfledermaus und Schwarzstorch.
Bergwiesen und Grünland-Extensivierung
Umwandlung von Intensivgrünland in artenreiche Berg- und Feuchtwiesen auf den Rhönhochflächen, Förderung von Wiesenbrütern und blütenreichen Wiesengesellschaften.
Streuobst und Heckenverbund
Anlage und Pflege fränkischer Streuobstbestände und Heckenstrukturen in der offenen Feldflur, Trittsteinbiotope und Biotopverbund zwischen Saaletal und Rhönrand.
Artenschutz CEF/FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Habitatstrukturen für Wildkatze und Haselmaus, Fledermausquartiere, Amphibiengewässer und Zauneidechsenhabitate an Bahn- und Straßentrassen.
Geschützte Arten im Bayerische Rhön und Fränkisches Saaletal
Wildkatze
Die zusammenhängenden Buchen- und Mischwälder der Rhön und des Spessartrandes zählen zu den Kernvorkommen der Europäischen Wildkatze. Waldrandstrukturen, Totholz und Biotopverbund sind typische FCS-Maßnahmen zur Vernetzung der Populationen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in den störungsarmen Altholzbeständen der Rhön und jagt an naturnahen Waldbächen und in den Saaleauen. Erhalt alter Laubwälder und ungestörter Gewässerläufe sichert seinen Lebensraum.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Wiesenbrüter
Die offenen Hochflächen der Langen Rhön und das Grabfeld beherbergen Feldlerche und weitere Wiesenbrüter. Extensive Grünlandnutzung und der Verzicht auf frühe Mahd sichern erfolgreiche Bruten.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Buchenwälder als Wochenstuben- und Jagdlebensraum. Erhalt von Höhlenbäumen und die Sicherung von Quartieren sind gängige Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Saale
Die mäandrierende Fränkische Saale mit ihren Steilufern bietet dem Eisvogel Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen die Anlage von Steilwänden, Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
In den Weihern und Feuchtbiotopen der Rhön leben Kammmolch, Gelbbauchunke und weitere Amphibien. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Feuchtlebensräume.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Infrastruktur und Verkehr
Die Bundesautobahn A7 sowie Bundes- und Staatsstraßen queren den Landkreis. Ausbaumaßnahmen, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über die Fränkische Saale lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Gewerbe und Siedlung
Neue Gewerbe- und Wohnbaugebiete in Bad Kissingen, Hammelburg und Münnerstadt sowie Erweiterungen von Automobilzulieferern und Lebensmittelbetrieben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Flächeneigentümer können als Anbieter von Ausgleichsflächen profitieren.
Rohstoffabbau
Der Abbau von Basalt, Sand und Kalkstein in der Rhön und im Saaletal greift in Natur und Landschaft ein. Renaturierung von Abbaustellen und begleitende Ausgleichsmaßnahmen gehören zu den typischen Kompensationsaufgaben.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windkraftvorhaben am Rande der Schutzgebiete erfordern naturschutzfachliche Prüfungen sowie CEF- und FCS-Maßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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