Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Bayern · BayKompV
Naturraum D64
Regierungsbezirk Schwaben

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Augsburg

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben im Landkreis Augsburg. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Lechfeld, Stauden und den Westlichen Wäldern.

1.071 km²
Kreisfläche
~263.000
Einwohner
46
Gemeinden
D64
Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten
7 FFH / 1 SPA
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Augsburg im Überblick

Der Landkreis Augsburg umschließt die kreisfreie Stadt Augsburg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und reicht vom Donauried im Norden bis an den Rand des Alpenvorlands im Süden. Mit rund 263.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsstärkste Landkreis Schwabens und einer der einwohnerreichsten Bayerns. Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Augsburg, in der auch das Landratsamt und die Untere Naturschutzbehörde ihren Sitz haben.

Naturräumlich gehört der Landkreis zu den Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Prägend sind die eiszeitlichen Schotterflächen der Lech-Wertach-Ebene, das flache Lechfeld im Osten und die tertiären Molassehügel der Westlichen Wälder (Stauden und Reischenau) im Westen. Dazwischen gliedern die Täler von Lech, Wertach, Schmutter und Zusam die Landschaft in ein Mosaik aus Auen, Riedeln und bewaldeten Hochflächen.

Ökologisch bedeutsam ist der Naturpark Augsburg, Westliche Wälder, einer der größten Naturparke Bayerns, mit seiner kleinteiligen Wald-Wiesen-Kulturlandschaft. Entlang des Lechs liegen die europaweit seltenen Lechheiden (wärmeliebende Kalkmagerrasen) und naturnahe Auwaldreste. Im Landkreis sind sieben FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) als Natura-2000-Flächen gemeldet, darunter das Lechtal, das Schmuttertal mit seinen Feuchtwiesen und das Donauried.

Wirtschaftlich ist besonders der Norden des Landkreises stark industriell geprägt: der Chemie- und Industriestandort Gersthofen, die Lech-Stahlwerke in Meitingen (das einzige Stahlwerk Bayerns) und die großen Logistikstandorte am Lechfeld bei Graben und Kleinaitingen. Zusammen mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum im Augsburger Umland, dem Kiesabbau im Lechtal und dem Ausbau erneuerbarer Energien entsteht ein hoher und kontinuierlicher Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Augsburg (Verwaltungssitz) (KS)KönigsbrunnGersthofenNeusäßStadtbergenBobingenSchwabmünchenMeitingenZusmarshausenDiedorfDinkelscherbenLangweid am LechFischach

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Augsburg, Westliche Wälder, einer der größten Naturparke Bayerns
  • Lechauen und FFH-Gebiete entlang des Lechs mit naturnahen Auwaldresten
  • Lechheiden, europaweit seltene wärmeliebende Kalkmagerrasen der Schotterebene
  • Schmuttertal, FFH-Gebiet mit artenreichen Feucht- und Streuwiesen
  • Stauden und Reischenau, kleinteilige Wald-Wiesen-Kulturlandschaft der Molassehügel
  • Donauried im Norden als Teil der Donauauen-Landschaft
  • Sieben FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) im Natura-2000-Netz

✅ greeNature vor Ort

greeNature kennt den Kompensationsraum zwischen Lech, Wertach und den Westlichen Wäldern aus der Praxis. Wir sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Augsburg, den regionalen Flächenpools und den naturschutzfachlichen Besonderheiten der Lechheiden und Auenlebensräume vertraut und begleiten Vorhaben von der ersten Bilanzierung bis zur gesicherten Anerkennung der Maßnahmen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Augsburg

🌾

Lechheiden und Magerrasen

Pflege und Neuentwicklung wärmeliebender Kalkmagerrasen auf den Schotterflächen des Lechfelds. Entbuschung, Mahd- und Beweidungskonzepte sowie Anbindung an bestehende Heideflächen sichern Lebensräume für seltene Insekten und Reptilien.

💧

Lechauen-Renaturierung

Revitalisierung von Altwassern, Uferstrukturen und Auwaldbeständen entlang des Lechs. Wiederangebundene Nebengewässer schaffen Laich- und Bruthabitate und stärken den Biotopverbund im Lechtal.

🌿

Feuchtwiesen im Schmutter- und Zusamtal

Extensivierung und Wiedervernässung von Talwiesen zugunsten von Wiesenbrütern und feuchtegebundenen Pflanzengesellschaften. Angepasste Mahdregime erhalten artenreiche Streu- und Nasswiesen.

🍎

Streuobst und Hecken in den Stauden

Anlage von Streuobstbeständen, Hecken und Feldgehölzen in der Kulturlandschaft der Westlichen Wälder. Trittsteinbiotope vernetzen Wald- und Offenland und fördern strukturgebundene Arten.

🌳

Waldumbau und Erstaufforstung

Umbau von Nadelforsten zu standortgerechten Laubmischwäldern und Erstaufforstung auf Grenzertragsstandorten in den Westlichen Wäldern, mit Struktur- und Totholzanreicherung für Alt- und Totholzbewohner.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Zauneidechsen-Habitate in Kiesgruben und an Bahndämmen, Fledermausquartiere, Kiebitz-Bruthilfen auf dem Lechfeld sowie Amphibiengewässer in den Stauden.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Lechfeld und Augsburger Westliche Wälder

🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt die trockenwarmen Lechheiden, Bahndämme und Kiesabbauflächen. Bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben ist sie eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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🐦

Kiebitz

Der Kiebitz brütet auf den offenen Agrarflächen des Lechfelds, im Donauried und in Talwiesen. Wiedervernässung, Grünlandextensivierung und Bruthilfen sichern seine Vorkommen bei Flächeninanspruchnahme.

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🐟

Eisvogel

An Lech, Wertach und Schmutter findet der Eisvogel naturnahe Steilufer und klare Fließgewässer. Uferabbrüche und Gewässerrenaturierungen sind wirksame Kompensationsmaßnahmen für die Art.

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🦇

Fledermäuse

Die Wälder, Quartierbäume und historischen Bauwerke der Westlichen Wälder beherbergen mehrere Fledermausarten. Quartiersicherung und Jagdhabitatpflege gehören zu den typischen FCS-Maßnahmen im Landkreis.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch nutzen Kleingewässer, Kiesgruben und Waldtümpel der Stauden. Die Anlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme.

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🕊️

Feldlerche

Die Feldlerche brütet in der offenen Agrarlandschaft des Lechfelds und der Schotterebenen. Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen sind gängige Ausgleichsmaßnahmen bei Bau- und Verkehrsprojekten.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Der Chemie- und Industriestandort Gersthofen, die Lech-Stahlwerke in Meitingen und die Logistikstandorte am Lechfeld (Graben, Kleinaitingen) erzeugen bei Erweiterungen und Neuansiedlungen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🛤️

Infrastruktur und Verkehr

Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen (etwa B17 und B2), Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Bahnstrecken im Verdichtungsraum Augsburg lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Das starke Bevölkerungswachstum im Augsburger Umland führt in Königsbrunn, Gersthofen, Neusäß und den Umlandgemeinden zu neuen Wohn- und Gewerbegebieten, die Ausgleichsflächen erfordern.

⚡

Energie und Rohstoffe

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf dem Lechfeld sowie Kiesabbau in den Lech- und Wertachtälern erfordern Kompensation und artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Augsburg

Ja. greeNature verfügt über Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Naturraum D64. Damit lässt sich der Ausgleich für Vorhaben im Landkreis Augsburg rechtssicher und ohne eigene Flächensuche erbringen.
Zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Augsburg am Prinzregentenplatz 4 in 86150 Augsburg. Sie prüft die Eingriffsbilanzierung und erkennt die Kompensationsmaßnahmen an.
Die Bilanzierung erfolgt in Bayern nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV). Sie ordnet Eingriff und Ausgleich in Wertpunkten zu und bildet die Grundlage für die naturschutzrechtliche Gestattung.
Der Landkreis liegt im Naturraum Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Für die Kompensation ist die Herkunft der Ökopunkte aus demselben Naturraum ein wichtiges Kriterium der räumlichen Zuordnung.
Häufig prüfungsrelevant sind Zauneidechse auf Lechheiden und Bahndämmen, Kiebitz und Feldlerche in der Agrarlandschaft, Amphibien in Kiesgruben sowie Fledermäuse in den Westlichen Wäldern. Für sie werden CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG erforderlich.
Ja. Wir begleiten als Full-Service-Partner von der Eingriffsbilanzierung über die Auswahl geeigneter Maßnahmen und die Abstimmung mit der Behörde bis zur dauerhaften Sicherung und Dokumentation der Flächen.
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