
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Augsburg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben im Landkreis Augsburg. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV zwischen Lechfeld, Stauden und den Westlichen Wäldern.
Der Landkreis Augsburg im Überblick
Der Landkreis Augsburg umschließt die kreisfreie Stadt Augsburg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und reicht vom Donauried im Norden bis an den Rand des Alpenvorlands im Süden. Mit rund 263.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsstärkste Landkreis Schwabens und einer der einwohnerreichsten Bayerns. Verwaltungssitz ist die kreisfreie Stadt Augsburg, in der auch das Landratsamt und die Untere Naturschutzbehörde ihren Sitz haben.
Naturräumlich gehört der Landkreis zu den Donau-Iller-Lech-Platten (D64). Prägend sind die eiszeitlichen Schotterflächen der Lech-Wertach-Ebene, das flache Lechfeld im Osten und die tertiären Molassehügel der Westlichen Wälder (Stauden und Reischenau) im Westen. Dazwischen gliedern die Täler von Lech, Wertach, Schmutter und Zusam die Landschaft in ein Mosaik aus Auen, Riedeln und bewaldeten Hochflächen.
Ökologisch bedeutsam ist der Naturpark Augsburg, Westliche Wälder, einer der größten Naturparke Bayerns, mit seiner kleinteiligen Wald-Wiesen-Kulturlandschaft. Entlang des Lechs liegen die europaweit seltenen Lechheiden (wärmeliebende Kalkmagerrasen) und naturnahe Auwaldreste. Im Landkreis sind sieben FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) als Natura-2000-Flächen gemeldet, darunter das Lechtal, das Schmuttertal mit seinen Feuchtwiesen und das Donauried.
Wirtschaftlich ist besonders der Norden des Landkreises stark industriell geprägt: der Chemie- und Industriestandort Gersthofen, die Lech-Stahlwerke in Meitingen (das einzige Stahlwerk Bayerns) und die großen Logistikstandorte am Lechfeld bei Graben und Kleinaitingen. Zusammen mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum im Augsburger Umland, dem Kiesabbau im Lechtal und dem Ausbau erneuerbarer Energien entsteht ein hoher und kontinuierlicher Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Augsburg, Westliche Wälder, einer der größten Naturparke Bayerns
- Lechauen und FFH-Gebiete entlang des Lechs mit naturnahen Auwaldresten
- Lechheiden, europaweit seltene wärmeliebende Kalkmagerrasen der Schotterebene
- Schmuttertal, FFH-Gebiet mit artenreichen Feucht- und Streuwiesen
- Stauden und Reischenau, kleinteilige Wald-Wiesen-Kulturlandschaft der Molassehügel
- Donauried im Norden als Teil der Donauauen-Landschaft
- Sieben FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet (SPA) im Natura-2000-Netz
✅ greeNature vor Ort
greeNature kennt den Kompensationsraum zwischen Lech, Wertach und den Westlichen Wäldern aus der Praxis. Wir sind mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Augsburg, den regionalen Flächenpools und den naturschutzfachlichen Besonderheiten der Lechheiden und Auenlebensräume vertraut und begleiten Vorhaben von der ersten Bilanzierung bis zur gesicherten Anerkennung der Maßnahmen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Augsburg
Lechheiden und Magerrasen
Pflege und Neuentwicklung wärmeliebender Kalkmagerrasen auf den Schotterflächen des Lechfelds. Entbuschung, Mahd- und Beweidungskonzepte sowie Anbindung an bestehende Heideflächen sichern Lebensräume für seltene Insekten und Reptilien.
Lechauen-Renaturierung
Revitalisierung von Altwassern, Uferstrukturen und Auwaldbeständen entlang des Lechs. Wiederangebundene Nebengewässer schaffen Laich- und Bruthabitate und stärken den Biotopverbund im Lechtal.
Feuchtwiesen im Schmutter- und Zusamtal
Extensivierung und Wiedervernässung von Talwiesen zugunsten von Wiesenbrütern und feuchtegebundenen Pflanzengesellschaften. Angepasste Mahdregime erhalten artenreiche Streu- und Nasswiesen.
Streuobst und Hecken in den Stauden
Anlage von Streuobstbeständen, Hecken und Feldgehölzen in der Kulturlandschaft der Westlichen Wälder. Trittsteinbiotope vernetzen Wald- und Offenland und fördern strukturgebundene Arten.
Waldumbau und Erstaufforstung
Umbau von Nadelforsten zu standortgerechten Laubmischwäldern und Erstaufforstung auf Grenzertragsstandorten in den Westlichen Wäldern, mit Struktur- und Totholzanreicherung für Alt- und Totholzbewohner.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach BayKompV, etwa Zauneidechsen-Habitate in Kiesgruben und an Bahndämmen, Fledermausquartiere, Kiebitz-Bruthilfen auf dem Lechfeld sowie Amphibiengewässer in den Stauden.
Geschützte Arten im Lechfeld und Augsburger Westliche Wälder
Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt die trockenwarmen Lechheiden, Bahndämme und Kiesabbauflächen. Bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben ist sie eine der häufigsten Zielarten für CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz brütet auf den offenen Agrarflächen des Lechfelds, im Donauried und in Talwiesen. Wiedervernässung, Grünlandextensivierung und Bruthilfen sichern seine Vorkommen bei Flächeninanspruchnahme.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Lech, Wertach und Schmutter findet der Eisvogel naturnahe Steilufer und klare Fließgewässer. Uferabbrüche und Gewässerrenaturierungen sind wirksame Kompensationsmaßnahmen für die Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Die Wälder, Quartierbäume und historischen Bauwerke der Westlichen Wälder beherbergen mehrere Fledermausarten. Quartiersicherung und Jagdhabitatpflege gehören zu den typischen FCS-Maßnahmen im Landkreis.
Mehr zur Art ›Amphibien
Gelbbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch nutzen Kleingewässer, Kiesgruben und Waldtümpel der Stauden. Die Anlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in der offenen Agrarlandschaft des Lechfelds und der Schotterebenen. Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen sind gängige Ausgleichsmaßnahmen bei Bau- und Verkehrsprojekten.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe
Der Chemie- und Industriestandort Gersthofen, die Lech-Stahlwerke in Meitingen und die Logistikstandorte am Lechfeld (Graben, Kleinaitingen) erzeugen bei Erweiterungen und Neuansiedlungen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach BayKompV.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen (etwa B17 und B2), Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Bahnstrecken im Verdichtungsraum Augsburg lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Siedlungsentwicklung
Das starke Bevölkerungswachstum im Augsburger Umland führt in Königsbrunn, Gersthofen, Neusäß und den Umlandgemeinden zu neuen Wohn- und Gewerbegebieten, die Ausgleichsflächen erfordern.
Energie und Rohstoffe
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf dem Lechfeld sowie Kiesabbau in den Lech- und Wertachtälern erfordern Kompensation und artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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