
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Aschaffenburg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach BayKompV in der kreisfreien Stadt Aschaffenburg, am Bayerischen Untermain zwischen Spessart und Mainaue.
Die Stadt Aschaffenburg im Überblick
Aschaffenburg ist eine kreisfreie Stadt im äußersten Nordwesten Bayerns und gehört zum Regierungsbezirk Unterfranken. Die Stadt liegt am Main am Rand des Spessarts und ist Sitz des Landratsamts, gehört selbst jedoch nicht zum gleichnamigen Landkreis. Als kreisfreie Kommune nimmt die Stadt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde für ihr Gebiet selbst wahr.
Naturräumlich teilt sich das Stadtgebiet in zwei Großlandschaften. Der Nordwesten mit den Mainniederungen um Leider, Nilkheim und Damm gehört zur Untermainebene (BfN-Naturraum D53, Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland), geprägt von sandigen und kiesigen Niederterrassen des Mains. Der Südosten um Schweinheim, Gailbach und Obernau steigt in den Sandsteinspessart und Vorderen Spessart an (Naturraum D55, Odenwald, Spessart und Südrhön).
Ökologisch bedeutsam sind die Sandmagerrasen und Extensivwiesen der Untermainebene sowie die Streuobst- und Waldflächen am Spessartrand. Im Stadtgebiet liegen drei FFH-Gebiete, zwei Naturschutzgebiete, ein Landschaftsschutzgebiet in der Schutzzone des Naturparks Spessart sowie seit 2018 eine Fläche des Nationalen Naturerbes südlich von Schweinheim.
Wirtschaftlich ist Aschaffenburg ein Industrie- und Dienstleistungszentrum am Bayerischen Untermain mit Maschinenbau, Papierindustrie, Logistik und dem Bayernhafen Aschaffenburg. Verkehrsknoten (A3, A45, Bahnknoten), die Umnutzung ehemaliger US-Kasernenflächen sowie Wohn- und Gewerbeentwicklung erzeugen regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D55 ›
Zum Naturraum D53 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Extensivwiesen und Ameisenbläulinge in und um Aschaffenburg (6021-371)
- FFH-Gebiet Standortübungsplatz Aschaffenburg (6021-302), Sandmagerrasen im Übergang zum Spessart
- FFH-Gebiet Streuobstwiesen zwischen Erbig und Bischberg (6020-301)
- Naturpark Spessart, Schutzzone mit Landschaftsschutzgebiet im Süden des Stadtgebiets
- Nationales Naturerbe südlich Schweinheim (seit 2018)
- Mainaue als Fließgewässer- und Auenlebensraum entlang des Bayerischen Untermains
- Sandmagerrasen und Binnensandstandorte der Untermainebene
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Eingriffsvorhaben in ganz Bayern. Am Bayerischen Untermain kennen wir die Anforderungen der Kompensation nach BayKompV im Zusammenspiel der Naturräume Untermainebene (D53) und Spessart (D55). Wir stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Aschaffenburg ab und berücksichtigen die Besonderheiten der Sandmagerrasen, Streuobst- und Mainauenlebensräume im Stadtgebiet.
Typische Maßnahmen in der Stadt Aschaffenburg
Entsiegelung und Innenentwicklung
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions-, Gewerbe- und Bahnbrachen im Stadtgebiet und Entwicklung durchgrünter, wasseraufnahmefähiger Böden. Entsiegelung ist im dicht bebauten Stadtraum eine wirksame Aufwertung und mindert zugleich die Folgen von Starkregen und Hitze.
Mainauen- und Gewässerrenaturierung
Aufwertung der Uferzonen von Main und Aschaff durch Rückbau von Verbauungen, Anlage von Flachwasserzonen und standortgerechten Auengehölzen. So entstehen Laich-, Brut- und Rückzugsräume für Fische, Amphibien und den Eisvogel entlang des Untermains.
Sandmagerrasen und Binnensandflächen
Pflege und Entwicklung offener Sandmagerrasen und lückiger Trockenrasen der Untermainebene durch Entbuschung, extensive Beweidung und Bodenverwundung. Diese wärmeliebenden Lebensräume sind für Zauneidechse, Wildbienen und seltene Sandpflanzen von hoher Bedeutung.
Streuobst und Extensivwiesen
Anlage und Reaktivierung von Streuobstbeständen und mageren, spät gemähten Wiesen am Spessartrand um Schweinheim, Gailbach und Obernau. Solche Flächen sichern unter anderem die Lebensräume der stark gefährdeten Ameisenbläulinge und der übrigen Wiesenfauna.
Waldrand- und Waldumbau am Spessart
Entwicklung strukturreicher, stufig aufgebauter Waldränder und Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubmischwäldern aus Eiche, Buche und Hainbuche. Alt- und Totholzanreicherung wertet die bewaldeten Hanglagen im Sandsteinspessart auf.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ersatzlebensräume für die Zauneidechse an Bahndämmen und Sandstandorten, Fledermausquartiere an Gebäuden und im Wald sowie Ersatzlaichgewässer für Amphibien, jeweils als CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Geschützte Arten im Bayerischer Untermain zwischen Spessart und Mainaue
Zauneidechse und Heidelerche
Die Sandmagerrasen und offenen Bahnflächen der Untermainebene sind Kernlebensräume der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) sowie bodenbrütender Arten wie der Heidelerche. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind vorgezogene Ersatzhabitate als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Ameisenbläulinge
Der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling geben dem FFH-Gebiet Extensivwiesen und Ameisenbläulinge in und um Aschaffenburg (6021-371) seinen Namen. Ihre Entwicklung ist an Großen Wiesenknopf und bestimmte Wirtsameisen sowie an spät gemähte, magere Wiesen gebunden.
Eisvogel an Main und Aschaff
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden und Kleinfischbeständen bieten dem streng geschützten Eisvogel Brut- und Nahrungshabitate. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stadt und Wald
Zwergfledermaus, Großes Mausohr und Braunes Langohr nutzen Dachstühle, Keller und Baumhöhlen im Stadtgebiet und in den Spessartwäldern. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme vorzusehen.
Mehr zur Art ›Haselmaus am Spessartrand
Die Haselmaus (Anhang IV FFH-Richtlinie) besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche des Vorderen Spessarts um Schweinheim und Gailbach. Verlust von Gehölzsäumen erfordert die Neuanlage vernetzter Strauchstrukturen als CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Amphibien in Waldtümpeln
Erdkröte, Grasfrosch und Gelbbauchunke besiedeln Tümpel, wechselfeuchte Senken und Kleingewässer am Spessartrand. Ersatzlaichgewässer und Landhabitate im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Konversion ehemaliger Kasernenflächen
Die Umnutzung ehemaliger US-Militärflächen zu Wohn- und Gewerbequartieren ist ein prägendes Entwicklungsthema in Aschaffenburg. Solche Konversionsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach BayKompV zu erbringen ist, häufig verbunden mit Artenschutzmaßnahmen auf den vorgenutzten Sandstandorten.
Gewerbe, Logistik und Hafen
Der Bayernhafen Aschaffenburg, Industrie- und Logistikstandorte sowie Betriebserweiterungen entlang des Mains erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature unterstützt Vorhabenträger bei Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung und Behördenabstimmung.
Verkehr und Infrastruktur
Als Verkehrsknoten mit den Autobahnen A3 und A45, dem Bahnknoten und mehreren Mainbrücken sind Straßen-, Brücken- und Bahnvorhaben regelmäßige Auslöser von Ausgleichs- und Ersatzpflichten im Stadtgebiet und Umland.
Wohnbau und Innenentwicklung
Wohnbau- und Nachverdichtungsvorhaben in den Stadtteilen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Im dicht bebauten Stadtraum gewinnen Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Aufwertung stadtnaher Flächen an Bedeutung.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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