Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Bayern · BayKompV
Naturraum D61 · D62 · D63
Regierungsbezirk Oberpfalz

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Amberg-Sulzbach

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Oberpfälzer Jura. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Amberg-Sulzbach.

1.256
km² Kreisfläche
~103k
Einwohner
27
Gemeinden
3
Naturräume D61/D62/D63
18
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Amberg-Sulzbach im Überblick

Der Landkreis Amberg-Sulzbach liegt im Westen der Oberpfalz und gehört zur Metropolregion Nürnberg. Er umschließt die kreisfreie Stadt Amberg, die zugleich Sitz des Landratsamts ist, selbst aber nicht zum Kreisgebiet zählt. Größte Stadt innerhalb des Landkreises ist Sulzbach-Rosenberg. Prägend ist der Wechsel zwischen den waldreichen Hochflächen des Oberpfälzer Jura und den offenen Tälern von Vils und Pegnitz.

Naturräumlich gliedert sich der Landkreis in drei Bereiche. Den größten Teil nimmt der Oberpfälzer Jura ein (BfN-Großlandschaft D61, Fränkische Alb) mit Malmkalk und Dolomit, Karsterscheinungen, Höhlen und trockenen Kalkhängen. Im Nordosten schließt das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland (D62) an, im Osten reicht mit dem Naabgebirge der westliche Ausläufer des Oberpfälzer Waldes (D63) mit kristallinem Urgestein herein.

Ökologisch ist der Landkreis Teil des EU-weiten Netzes Natura 2000 mit 18 FFH- und Vogelschutzgebieten. Herausragend ist die Vilsecker Mulde (FFH-Gebiet DE-6337-371, Vogelschutzgebiet DE-6336-471) mit Feuchtwiesen, Weihern und Bruchwäldern. Die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden des Jura, betreut unter anderem im Biodiversitätsprojekt Juradistl, sowie die Karsthöhlen als Fledermausquartiere zählen zu den wertvollsten Lebensräumen der Region.

Wirtschaftlich war die Region lange vom Erzbergbau und der Eisenverarbeitung geprägt (Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg). Heute bestimmen der Kaolin- und Feldspatabbau um Hirschau und Schnaittenbach, Kalk- und Dolomitsteinbrüche im Jura sowie Gewerbe entlang der Autobahn A6 das Bild. Rohstoffabbau, Verkehrsprojekte, Windkraft auf den Jura-Höhen und Siedlungsentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D61
Fränkische Alb
Zum Naturraum D61 ›
D62
Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland
Zum Naturraum D62 ›
D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Zum Naturraum D63 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Sulzbach-Rosenberg (KS)KümmersbruckAuerbach in der OberpfalzHirschauVilseckSchnaittenbachHahnbachFreihungKastlEnsdorfAmmerthalPoppenrichtHohenburgKönigstein

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Oberpfälzer Jura mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden (Projektgebiet Juradistl)
  • Karsthöhlen im Jura als bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse
  • Vilsecker Mulde als FFH- und Vogelschutzgebiet mit Feuchtwiesen und Weiherlandschaft
  • Vils und Pegnitz als naturnahe Fließgewässer, Lebensraum von Eisvogel und Bachmuschel
  • Naabgebirge als westlicher Ausläufer des Oberpfälzer Waldes mit kristallinem Urgestein
  • Kaolinabbau bei Hirschau und Schnaittenbach mit Bergbau-Folgelandschaften (Monte Kaolino)
  • Streuobstbestände und Trockenmauern der Jura-Kulturlandschaft

✅ greeNature vor Ort

greeNature betreut Kompensationsprojekte in der gesamten Oberpfalz und kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Oberpfälzer Jura aus der Praxis. Wir stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach und der Regierung der Oberpfalz ab und verfügen über Zugang zu geeigneten Flächen und Ökokonten in der Region.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Amberg-Sulzbach

🌸

Kalkmagerrasen & Wacholderheiden

Pflege und Wiederherstellung der artenreichen Trockenrasen und Wacholderheiden des Oberpfälzer Jura durch Entbuschung und extensive Beweidung, im Verbund mit dem Biodiversitätsprojekt Juradistl.

🌿

Feucht- und Nasswiesen

Extensivierung von Grünland in Vilstal und Vilsecker Mulde als Lebensraum für Wiesenbrüter, Wachtelkönig und seltene Tagfalter, mit angepassten Mahdterminen und Verzicht auf Düngung.

💧

Gewässerrenaturierung

Renaturierung von Vils, Pegnitz und Nebenbächen mit Ufergehölzen, Sohlanhebung und der Anlage von Laichgewässern für Fische, Amphibien und Libellen.

🌳

Waldumbau & Erstaufforstung

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder auf Jura-Kalkstandorten und den Urgesteinsböden des Naabgebirges, klimaresilient und langfristig gesichert.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Zauneidechse auf Abbau- und Bahnflächen, Sicherung von Fledermausquartieren in Höhlen und Stollen, neue Amphibienlaichgewässer, maßgeschneidert nach BayKompV und § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken, Trockenmauern & Biotopverbund

Vernetzung der Kulturlandschaft durch Hecken, Feldgehölze und Trockenmauern als Trittsteinbiotope für Wildbienen, Reptilien und Vögel.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Oberpfälzer Jura und Vilstal

🦇

Fledermäuse in Jurahöhlen

Die Karsthöhlen und Stollen des Oberpfälzer Jura sind bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse, darunter Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Typische Maßnahmen sind die Sicherung von Höhlen- und Stolleneingängen sowie Quartiere in Wäldern und Streuobstbeständen.

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🦎

Zauneidechse auf Trocken- und Abbauflächen

Kalkmagerrasen, Steinbrüche und die Sandflächen der Kaolinabbaugebiete um Hirschau bieten wärmeliebenden Reptilien Lebensraum. Für die streng geschützte Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) sind Steinriegel, Sandlinsen und Habitatverlagerungen häufige CEF-Maßnahmen.

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🐦

Schwarzstorch & Weißstorch

Die störungsarmen Wälder des Jura und die Feuchtgebiete der Vilsecker Mulde sind Lebensraum für Schwarzstorch und Weißstorch sowie zahlreiche Greifvögel. Für Vorhaben in Waldnähe kommen Horstschutz und die Sicherung störungsfreier Nahrungshabitate in Betracht.

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🐦

Eisvogel an Vils und Pegnitz

An den naturnahen Uferabschnitten von Vils und Pegnitz brütet der Eisvogel in Steilwänden. Renaturierte Gewässerabschnitte, Uferabbrüche und angelegte Brutwände sind wirksame Kompensations- und CEF-Maßnahmen.

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🐸

Kammmolch in der Weiherlandschaft

Die Weiher und Feuchtwiesen der Vilsecker Mulde beherbergen Amphibien wie den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie), Laubfrosch und Gelbbauchunke. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind typische Maßnahmen zur Sicherung der Populationen.

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🌾

Feldlerche & Wiesenbrüter

In der offenen Feldflur der Jura-Hochflächen brütet die Feldlerche, in Feuchtwiesen des Vilstals auch der Wachtelkönig. Lerchenfenster, Blühstreifen und eine späte Mahd sichern als CEF-Maßnahmen die Fortpflanzungsstätten.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Rohstoffabbau

Der Kaolin- und Feldspatabbau um Hirschau und Schnaittenbach sowie Kalk- und Dolomitsteinbrüche im Jura zählen zu den prägenden Eingriffen. Abbauvorhaben und Erweiterungen lösen regelmäßig Kompensations- und Renaturierungspflichten aus.

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Die Autobahn A6, die Bundesstraßen B85 und B299, Ortsumgehungen sowie Arbeiten an der Bahnstrecke Nürnberg, Schwandorf und Regensburg erzeugen Ausgleichs- und Ersatzbedarf nach BayKompV.

⚡

Energie & Erneuerbare

Windkraftstandorte auf den bewaldeten Jura-Höhen und Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, etwa für Fledermäuse und Greifvögel.

🏭

Gewerbe & Siedlung

Als Teil der Metropolregion Nürnberg entwickelt der Landkreis Gewerbegebiete entlang der A6 und Wohnbauflächen in Sulzbach-Rosenberg und Kümmersbruck, verbunden mit Ausgleichsverpflichtungen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Amberg-Sulzbach

Den größten Teil des Landkreises nimmt der Naturraum D61 (Fränkische Alb) mit dem Oberpfälzer Jura ein. Im Nordosten liegt Naturraum D62 (Oberpfälzisch-Obermainisches Hügelland), im Osten reicht mit dem Naabgebirge Naturraum D63 (Oberpfälzer und Bayerischer Wald) herein. Für die Kompensationspflicht nach BayKompV ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) bewertet und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt die Bedarfsanalyse, die Naturraum-Zuordnung, die Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit dem Landratsamt Amberg-Sulzbach und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Amberg-Sulzbach, Fachreferat Umwelt-, Immissions- und Naturschutz, Schloßgraben 3, 92224 Amberg. Sitz des Landratsamts ist die kreisfreie Stadt Amberg, die selbst nicht zum Landkreis gehört. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie.
Der Landkreis ist mit 18 Gebieten Teil des Netzes Natura 2000. Herausragend ist die Vilsecker Mulde als FFH-Gebiet (DE-6337-371) und Vogelschutzgebiet (DE-6336-471). Eingriffe in oder nahe solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Ausnahmen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Häufig sind die Pflege und Wiederherstellung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, die Extensivierung von Feuchtwiesen im Vilstal, die Renaturierung von Vils und Pegnitz sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse auf Abbauflächen und für Fledermäuse in Höhlen und Stollen. Auf Abbau-Folgeflächen kommen zudem naturschutzfachliche Rekultivierungen in Betracht.
Ja. Besonders geeignet sind Grenzertragsstandorte auf Jura-Kalkhängen, feuchte Flächen im Vilstal und in der Vilsecker Mulde sowie strukturarme Ackerflächen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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