
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Amberg-Sulzbach
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Oberpfälzer Jura. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach BayKompV im Landkreis Amberg-Sulzbach.
Der Landkreis Amberg-Sulzbach im Überblick
Der Landkreis Amberg-Sulzbach liegt im Westen der Oberpfalz und gehört zur Metropolregion Nürnberg. Er umschließt die kreisfreie Stadt Amberg, die zugleich Sitz des Landratsamts ist, selbst aber nicht zum Kreisgebiet zählt. Größte Stadt innerhalb des Landkreises ist Sulzbach-Rosenberg. Prägend ist der Wechsel zwischen den waldreichen Hochflächen des Oberpfälzer Jura und den offenen Tälern von Vils und Pegnitz.
Naturräumlich gliedert sich der Landkreis in drei Bereiche. Den größten Teil nimmt der Oberpfälzer Jura ein (BfN-Großlandschaft D61, Fränkische Alb) mit Malmkalk und Dolomit, Karsterscheinungen, Höhlen und trockenen Kalkhängen. Im Nordosten schließt das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland (D62) an, im Osten reicht mit dem Naabgebirge der westliche Ausläufer des Oberpfälzer Waldes (D63) mit kristallinem Urgestein herein.
Ökologisch ist der Landkreis Teil des EU-weiten Netzes Natura 2000 mit 18 FFH- und Vogelschutzgebieten. Herausragend ist die Vilsecker Mulde (FFH-Gebiet DE-6337-371, Vogelschutzgebiet DE-6336-471) mit Feuchtwiesen, Weihern und Bruchwäldern. Die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden des Jura, betreut unter anderem im Biodiversitätsprojekt Juradistl, sowie die Karsthöhlen als Fledermausquartiere zählen zu den wertvollsten Lebensräumen der Region.
Wirtschaftlich war die Region lange vom Erzbergbau und der Eisenverarbeitung geprägt (Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg). Heute bestimmen der Kaolin- und Feldspatabbau um Hirschau und Schnaittenbach, Kalk- und Dolomitsteinbrüche im Jura sowie Gewerbe entlang der Autobahn A6 das Bild. Rohstoffabbau, Verkehrsprojekte, Windkraft auf den Jura-Höhen und Siedlungsentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach BayKompV.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D61 ›
Zum Naturraum D62 ›
Zum Naturraum D63 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Oberpfälzer Jura mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden (Projektgebiet Juradistl)
- Karsthöhlen im Jura als bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse
- Vilsecker Mulde als FFH- und Vogelschutzgebiet mit Feuchtwiesen und Weiherlandschaft
- Vils und Pegnitz als naturnahe Fließgewässer, Lebensraum von Eisvogel und Bachmuschel
- Naabgebirge als westlicher Ausläufer des Oberpfälzer Waldes mit kristallinem Urgestein
- Kaolinabbau bei Hirschau und Schnaittenbach mit Bergbau-Folgelandschaften (Monte Kaolino)
- Streuobstbestände und Trockenmauern der Jura-Kulturlandschaft
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsprojekte in der gesamten Oberpfalz und kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen im Oberpfälzer Jura aus der Praxis. Wir stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach und der Regierung der Oberpfalz ab und verfügen über Zugang zu geeigneten Flächen und Ökokonten in der Region.
Typische Maßnahmen im Landkreis Amberg-Sulzbach
Kalkmagerrasen & Wacholderheiden
Pflege und Wiederherstellung der artenreichen Trockenrasen und Wacholderheiden des Oberpfälzer Jura durch Entbuschung und extensive Beweidung, im Verbund mit dem Biodiversitätsprojekt Juradistl.
Feucht- und Nasswiesen
Extensivierung von Grünland in Vilstal und Vilsecker Mulde als Lebensraum für Wiesenbrüter, Wachtelkönig und seltene Tagfalter, mit angepassten Mahdterminen und Verzicht auf Düngung.
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Vils, Pegnitz und Nebenbächen mit Ufergehölzen, Sohlanhebung und der Anlage von Laichgewässern für Fische, Amphibien und Libellen.
Waldumbau & Erstaufforstung
Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder auf Jura-Kalkstandorten und den Urgesteinsböden des Naabgebirges, klimaresilient und langfristig gesichert.
Artenschutz CEF/FCS
Zauneidechse auf Abbau- und Bahnflächen, Sicherung von Fledermausquartieren in Höhlen und Stollen, neue Amphibienlaichgewässer, maßgeschneidert nach BayKompV und § 44 BNatSchG.
Hecken, Trockenmauern & Biotopverbund
Vernetzung der Kulturlandschaft durch Hecken, Feldgehölze und Trockenmauern als Trittsteinbiotope für Wildbienen, Reptilien und Vögel.
Geschützte Arten im Oberpfälzer Jura und Vilstal
Fledermäuse in Jurahöhlen
Die Karsthöhlen und Stollen des Oberpfälzer Jura sind bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse, darunter Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Typische Maßnahmen sind die Sicherung von Höhlen- und Stolleneingängen sowie Quartiere in Wäldern und Streuobstbeständen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Trocken- und Abbauflächen
Kalkmagerrasen, Steinbrüche und die Sandflächen der Kaolinabbaugebiete um Hirschau bieten wärmeliebenden Reptilien Lebensraum. Für die streng geschützte Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie) sind Steinriegel, Sandlinsen und Habitatverlagerungen häufige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch & Weißstorch
Die störungsarmen Wälder des Jura und die Feuchtgebiete der Vilsecker Mulde sind Lebensraum für Schwarzstorch und Weißstorch sowie zahlreiche Greifvögel. Für Vorhaben in Waldnähe kommen Horstschutz und die Sicherung störungsfreier Nahrungshabitate in Betracht.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Vils und Pegnitz
An den naturnahen Uferabschnitten von Vils und Pegnitz brütet der Eisvogel in Steilwänden. Renaturierte Gewässerabschnitte, Uferabbrüche und angelegte Brutwände sind wirksame Kompensations- und CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch in der Weiherlandschaft
Die Weiher und Feuchtwiesen der Vilsecker Mulde beherbergen Amphibien wie den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie), Laubfrosch und Gelbbauchunke. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind typische Maßnahmen zur Sicherung der Populationen.
Mehr zur Art ›Feldlerche & Wiesenbrüter
In der offenen Feldflur der Jura-Hochflächen brütet die Feldlerche, in Feuchtwiesen des Vilstals auch der Wachtelkönig. Lerchenfenster, Blühstreifen und eine späte Mahd sichern als CEF-Maßnahmen die Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Rohstoffabbau
Der Kaolin- und Feldspatabbau um Hirschau und Schnaittenbach sowie Kalk- und Dolomitsteinbrüche im Jura zählen zu den prägenden Eingriffen. Abbauvorhaben und Erweiterungen lösen regelmäßig Kompensations- und Renaturierungspflichten aus.
Infrastruktur & Verkehr
Die Autobahn A6, die Bundesstraßen B85 und B299, Ortsumgehungen sowie Arbeiten an der Bahnstrecke Nürnberg, Schwandorf und Regensburg erzeugen Ausgleichs- und Ersatzbedarf nach BayKompV.
Energie & Erneuerbare
Windkraftstandorte auf den bewaldeten Jura-Höhen und Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, etwa für Fledermäuse und Greifvögel.
Gewerbe & Siedlung
Als Teil der Metropolregion Nürnberg entwickelt der Landkreis Gewerbegebiete entlang der A6 und Wohnbauflächen in Sulzbach-Rosenberg und Kümmersbruck, verbunden mit Ausgleichsverpflichtungen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Amberg-Sulzbach
Ökopunkte im Landkreis Amberg-Sulzbach anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Amberg-Sulzbach.