
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Aichach-Friedberg
Ökopunkte im Landkreis Aichach-Friedberg sind über greeNature kurzfristig verfügbar. Als Full-Service-Partner übernehmen wir die Kompensation nach BayKompV von der Flächenauswahl bis zur rechtssicheren Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Aichach-Friedberg im Überblick
Der Landkreis Aichach-Friedberg, historisch als Wittelsbacher Land bekannt, liegt im Osten des Regierungsbezirks Schwaben und grenzt unmittelbar an den Ballungsraum Augsburg. Im Westen bildet der Lech die Kreisgrenze, im Süden reicht das Kreisgebiet bis in den Verdichtungsraum zwischen Augsburg und München. Kreisstadt ist Aichach, während Friedberg als größte Stadt eng mit dem Augsburger Umland verflochten ist. Diese Lage im doppelten Einzugsbereich zweier Oberzentren prägt sowohl die Siedlungsentwicklung als auch den Bedarf an Kompensationsflächen.
Landschaftlich ist der Landkreis vielgestaltig. Entlang des Lech erstrecken sich die Kiesterrassen und Auen des Lechfelds, im Nordwesten steigt die Aindlinger Terrassentreppe über hundert Meter zum lössbedeckten Tertiärhügelland an. Die Paar durchzieht den Landkreis von Südwesten nach Nordosten, im Norden liegt das nacheiszeitlich entstandene Donaumoos mit seinen Niedermoorböden. Naturräumlich gehört das Kreisgebiet zu den Donau-Iller-Lech-Platten (D64) und zum Unterbayerischen Hügelland (D65), was die Bandbreite von Auen, Magerstandorten, Moor und strukturreichem Hügelland erklärt.
Ökologisch bedeutsam sind vor allem die Fluss- und Auensysteme von Lech und Paar. Der Landkreis umfasst mehrere FFH-Gebiete des europäischen Netzes Natura 2000, darunter die Lechauen sowie die Auen von Paar und Ecknach, dazu Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete. Die Lechheiden, Feuchtwiesen des Donaumooses und die Gewässerränder beherbergen zahlreiche nach BNatSchG streng geschützte Arten. Eingriffe in diese Lebensräume lösen regelmäßig artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG und funktionserhaltende Maßnahmen aus.
Wirtschaftlich ist Aichach-Friedberg von einem breiten Mittelstand, Handwerk und wachsenden Gewerbestandorten geprägt und profitiert von der Nähe zu Augsburg sowie der guten Anbindung über A8, B300 und die Bahnachsen Richtung München und Ingolstadt. Der anhaltende Siedlungs- und Gewerbedruck im Augsburger Umland führt dazu, dass Bebauungspläne, Verkehrsprojekte und Anlagen der erneuerbaren Energien laufend Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erforderlich machen. Damit besteht im Landkreis ein kontinuierlicher Bedarf an anerkannten Ökopunkten und rechtssicheren Kompensationskonzepten.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Lage im doppelten Verdichtungsraum von Augsburg und München mit hohem Siedlungs- und Gewerbedruck
- Lech als westliche Kreisgrenze mit ausgedehnten Auen und wertvollen Lechheiden
- Paar und Ecknach als prägende Fließgewässer mit FFH-Auen im Natura-2000-Netz
- Donaumoos im Norden mit Niedermoorböden und schützenswertem Feuchtgrünland
- Aindlinger Terrassentreppe und lössbedecktes Tertiärhügelland als strukturreiche Kulturlandschaft
- Naturräumlich geteilt zwischen Donau-Iller-Lech-Platten (D64) und Unterbayerischem Hügelland (D65)
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Vorhabenträger im gesamten Wittelsbacher Land, von Aichach und Friedberg über die Gewerbestandorte im Augsburger Umland bis in den ländlich geprägten Norden um Pöttmes und das Donaumoos. Wir kennen die naturräumlichen Gegebenheiten zwischen Lech, Paar und Tertiärhügelland und stimmen Kompensationskonzepte frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Aichach-Friedberg ab. So sichern wir passende Ausgleichsflächen und Ökopunkte, die zu den betroffenen Lebensräumen und Arten des Landkreises fachlich passen.
Typische Maßnahmen im Landkreis Aichach-Friedberg
Auenrenaturierung an Lech und Paar
Reaktivierung von Altwässern, Uferentfesselung und Entwicklung von Auwald und Feuchtgrünland entlang der prägenden Flüsse. Solche Maßnahmen werten die FFH-Auen auf und schaffen dauerhaft anrechenbare Ökopunkte.
Wiedervernässung im Donaumoos
Anhebung der Wasserstände und extensive Grünlandnutzung auf Niedermoorböden erhalten Feuchtwiesen, binden Kohlenstoff und fördern Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Pflege von Lechheiden und Magerrasen
Entbuschung, Mahd und Beweidung magerer Kiesstandorte sichern wärmeliebende Lebensräume und dienen als CEF-Maßnahmen für die Zauneidechse.
Gewässerränder an Ecknach und Paar
Anlage von Uferrandstreifen, Steilwänden und strukturreichen Böschungen verbessert den Lebensraum für Eisvogel und Amphibien und puffert Nährstoffeinträge ab.
Hecken und Streuobst im Tertiärhügelland
Vernetzende Hecken, Feldgehölze und Streuobstwiesen strukturieren die ausgeräumte Agrarlandschaft und schaffen Lebensraum für Feldlerche, Haselmaus und Fledermäuse.
Anlage von Laichgewässern
Neue Kleingewässer und Weiher an geeigneten Standorten sichern Populationen von Kammmolch und weiteren Amphibien und lassen sich als funktionserhaltende Maßnahmen anrechnen.
Geschützte Arten im Wittelsbacher Land
Feldlerche
Charakterart der offenen Ackerlandschaft im Hügelland und auf dem Lechfeld. Bei Bebauungsplänen und Freiflächenanlagen sind Feldlerchen häufig durch Lebensraumverlust betroffen und über CEF-Maßnahmen auszugleichen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Wiesenbrüter der Feuchtwiesen und Niedermoorflächen im Donaumoos und in den Paarwiesen. Der Kiebitz reagiert empfindlich auf Entwässerung und Nutzungsintensivierung.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Besiedelt Lechheiden, Kies- und Bahnböschungen sowie sonnige Säume. Sie zählt zu den streng geschützten Arten nach § 44 BNatSchG und macht bei Eingriffen regelmäßig CEF-Maßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an Steilufern von Paar, Ecknach und Lech sowie an Baggerseen. Der Eisvogel ist an strukturreiche, saubere Gewässer gebunden und profitiert von naturnaher Uferentwicklung.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Lebt in besonnten Stillgewässern des Donaumooses und der Auen. Als Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie erfordert der Kammmolch bei Eingriffen den Erhalt und Neubau geeigneter Laichgewässer.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Arten nutzen Auwälder, Gewässer und Gebäude im Landkreis als Jagdrevier und Quartier. Bei Abriss und Rodung sind Quartiere zu prüfen und funktionserhaltend zu ersetzen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe- und Industrieansiedlung
Neue Gewerbegebiete im Augsburger Umland und entlang von A8 und B300 versiegeln Freiflächen und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach BayKompV aus.
Wohnbau und Siedlungserweiterung
Der Wachstumsdruck in Friedberg, Mering, Kissing und im Augsburger Speckgürtel führt zu Bebauungsplänen mit erheblichem Kompensationsbedarf.
Verkehrs- und Bahninfrastruktur
Ausbau von Straßen und der Bahnachsen Richtung München und Ingolstadt greift in Auen und Offenland ein und erfordert artenschutzrechtliche Maßnahmen.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen beanspruchen Flächen im Hügelland und Moor und ziehen naturschutzfachliche Kompensation nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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