
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Zollernalbkreis
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Zollernalbkreis. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Zollernalbkreis im Überblick
Der Zollernalbkreis liegt im Süden Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen. Kreisstadt und Sitz des Landratsamts ist Balingen, die größte Stadt des Kreises ist Albstadt. Der Landkreis umfasst 25 Städte und Gemeinden und trägt seinen Namen nach der Stammburg der Hohenzollern und der Schwäbischen Alb.
Landschaftlich wird der Kreis vom Naturraum Schwäbische Alb (D60) geprägt, mit der Hohen Schwabenalb, dem Großen Heuberg um Meßstetten als einer der höchstgelegenen Landschaften der Alb, dem markanten Albtrauf und verkarsteten Kalkhochflächen. Im Nordwesten geht das Kreisgebiet in das Albvorland des Schwäbischen Keuper-Liaslandes (D58) und die Oberen Gäue der Neckar- und Tauber-Gäuplatten (D57) um Hechingen und Haigerloch über.
Ökologisch bedeutsam sind die Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Alb, die naturnahen Täler von Eyach, Starzel, Schmiecha und Bära sowie ausgedehnte Buchenwälder am Albtrauf. Der Kreis hat Anteil an mehreren Natura-2000-Gebieten, darunter das FFH-Gebiet Schmeietal (DE-7820-341), der Truppenübungsplatz Heuberg (7820-342) und das Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal (7820-441), sowie an zahlreichen Naturschutzgebieten und dem Naturpark Obere Donau.
Wirtschaftlich prägen die Textil- und Maschinenbautradition um Albstadt, die Metall- und Präzisionsindustrie, der Kalksteinabbau am Plettenberg und das Zementwerk in Dotternhausen sowie die Windenergie auf dem Heuberg den Kreis. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D60 ›
Zum Naturraum D58 ›
Zum Naturraum D57 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Anteil am FFH-Gebiet Schmeietal (DE-7820-341) im Tal der Schmiecha, das zu den Naturräumen Hohe Schwabenalb und Mittlere Flächenalb zählt
- FFH-Gebiet Truppenübungsplatz Heuberg (7820-342) mit großflächigen Offenland- und Magerrasenlebensräumen
- Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal (7820-441) als überregional bedeutsames Vogelschutzgebiet
- Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Hohen Schwabenalb und des Großen Heuberg um Meßstetten
- Markanter Albtrauf mit Zeugenbergen, darunter der Hohenzollern mit der Burg Hohenzollern
- Kalkstein- und Ölschiefervorkommen am Plettenberg bei Dotternhausen
- Naturnahe Quellläufe und Täler von Eyach, Starzel, Schmiecha und Bära
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Zollernalbkreises ab, kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen der Schwäbischen Alb, dem Albvorland und den Oberen Gäuen und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Zollernalbkreis
Wacholderheiden und Magerrasen
Pflege und Wiederherstellung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Hohen Schwabenalb und des Großen Heuberg durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Zauneidechse und seltene Pflanzenarten.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an Albtrauf, Talrändern und im Vorland, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.
Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Eyach, Starzel, Schmiecha und Bära mit Uferabflachungen, Totholz und der Anbindung von Altgewässern, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für die Gelbbauchunke.
Trockenmauern und Biotopverbund
Anlage von Trockenmauern, Lesesteinriegeln und Hecken auf der Alb, Trittsteinbiotope für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten zwischen den verinselten Magerstandorten.
Feldflur und Waldränder
Aufwertung der offenen Feldfluren in den Gäulagen mit Lerchenfenstern, Blühstreifen und extensiven Ackerrandstrukturen sowie die Entwicklung strukturreicher, gestufter Waldränder am Albtrauf.
Geschützte Arten im Zollernalb zwischen Schwäbischer Alb und Oberen Gäuen
Zauneidechse auf Magerstandorten
Wacholderheiden, Kalkmagerrasen, Bahndämme und Steinbruchböschungen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.
Mehr zur Art ›Fledermäuse der Albhöhlen
Die höhlen- und felsenreiche Alb bietet bedeutende Quartiere, etwa für Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Streuobst und strukturreiche Wälder dienen als Jagdgebiete. Quartiersschutz und der Erhalt von Höhlenbäumen sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Albwäldern
Die ausgedehnten, störungsarmen Buchenwälder am Albtrauf und in den Tälern bieten dem Schwarzstorch Brutmöglichkeiten. Der Erhalt alter Waldbestände und naturnaher Bachläufe als Nahrungshabitat ist für die Art entscheidend.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Eyach und Starzel
Naturnahe Uferabschnitte an Eyach, Starzel, Schmiecha und Bära bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.
Mehr zur Art ›Gelbbauchunke und Amphibien
Steinbrüche, Abbaustellen und Ölschiefergruben am Plettenberg beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke sowie den Kammmolch. Temporäre Kleingewässer und wassergefüllte Fahrspuren sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.
Mehr zur Art ›Feldlerche der Gäulandschaft
Die offenen Ackerlandschaften der Oberen Gäue und des Albvorlands sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Kalksteinabbau und Zementindustrie
Der Kalksteinabbau am Plettenberg und das Zementwerk in Dotternhausen gehören zu den bedeutenden Rohstoffvorhaben der Region. Erweiterungen und Rekultivierungen lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen.
Windenergie auf dem Heuberg
Der Ausbau der Windenergie auf den Höhenlagen des Großen Heuberg erfordert artenschutzrechtliche Prüfungen und Ausgleichsmaßnahmen, insbesondere für windkraftsensible Arten. greeNature begleitet die Kompensation nach ÖKVO und die Abstimmung mit der Behörde.
Gewerbe- und Siedlungsentwicklung
Die Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten im Wirtschaftsraum Balingen und Albstadt führt zu Eingriffen in Boden, Natur und Landschaft. Wir ermitteln den Ausgleichsbedarf und ordnen sofort verfügbare Ökopunkte zu.
Verkehr und Infrastruktur
Straßenbau- und Infrastrukturvorhaben entlang der B27 und weiterer Verkehrsachsen erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature plant und setzt die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen um.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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