
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Waldshut
Ökopunkte für den Landkreis Waldshut aus behördlich anerkannten Ökokonten, bewertet nach der baden-württembergischen Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). greeNature solutions plant, sichert und betreut naturschutzrechtliche Kompensation am Hochrhein und im Südschwarzwald, bundesweit tätig.
Der Landkreis Waldshut im Überblick
Der Landkreis Waldshut liegt im äußersten Süden Baden-Württembergs am Hochrhein und bildet über rund 1.130 km² auf langer Strecke die Grenze zur Schweiz. Er gehört zum Regierungsbezirk Freiburg, Sitz der Kreisverwaltung ist die Große Kreisstadt Waldshut-Tiengen.
Landschaftlich reicht der Kreis vom milden Rheintal bis in die Hochlagen des Südschwarzwaldes. Prägend sind der Hotzenwald mit Bergwiesen und Hochmooren, die tief eingeschnittenen Täler von Wutach, Schlücht, Schwarza und Alb sowie der wärmebegünstigte Klettgau im Osten. Naturräumlich spannt sich das Kreisgebiet vom Schwarzwald (D54) bis ins Hochrheingebiet (D69).
Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Hochrhein östlich Waldshut, die naturnahen Schluchtwälder und Wasserläufe um die Wutach sowie zahlreiche Nass- und Magerstandorte. Der Landkreis weist 36 Naturschutzgebiete auf, dazu ausgedehnte Wälder des Südschwarzwaldes und die Auen entlang des Rheins.
Die Wirtschaft ist mittelständisch geprägt, mit Schwerpunkten in Metallverarbeitung, Maschinenbau, Chemie und Holzverarbeitung sowie einem starken Tourismus. Der Ausbau erneuerbarer Energien, Infrastrukturvorhaben und die Siedlungsentwicklung erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung, der über Ökopunkte nach ÖKVO gedeckt wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Hochrhein östlich Waldshut mit naturnahen Fließgewässerabschnitten und Trockenhängen
- Wutach, Schlücht und Schwarza, tief eingeschnittene Schluchttäler mit hoher Struktur- und Artenvielfalt
- Hotzenwald mit Bergwiesen, Hochmooren und alten Weidfeldern im Südschwarzwald
- Rhein als Grenzgewässer zur Schweiz, mit Auen, Altarmen und Stauhaltungen
- Klettgau im Osten, wärmebegünstigte Kalkstandorte mit Trockenrasen und Streuobst
- 36 Naturschutzgebiete auf rund 3.850 Hektar, ausgedehnte Wälder des Südschwarzwaldes
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions arbeitet bundesweit und begleitet Vorhabenträger, Kommunen und Flächeneigentümer im Landkreis Waldshut bei der Kompensation nach baden-württembergischem Recht. Wir kennen die Bewertung in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Waldshut und die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Hochrhein und Südschwarzwald.
Typische Maßnahmen im Landkreis Waldshut
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Verbauungen und Entwicklung naturnaher Ufer an Wutach, Schlücht, Schwarza und Alb, Anlage von Laichhabitaten und Auwaldsäumen zur Aufwertung der Gewässerdynamik.
Bergwiesen und Extensivierung
Wiederherstellung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen im Hotzenwald durch angepasste Mahd und Beweidung, Erhalt der traditionellen Weidfelder des Südschwarzwaldes.
Streuobst und Trockenstandorte
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen und Kalkmagerrasen im Klettgau und am Hochrhein, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Reptilien und Vögel der offenen Kulturlandschaft.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung strukturreicher, standortgerechter Laub- und Mischwälder im Südschwarzwald, Anreicherung von Alt- und Totholz sowie Waldrändern zur Förderung der Waldartenvielfalt.
Artenschutz CEF/FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen für Fledermäuse, Haselmaus, Zauneidechse und Amphibien, etwa Quartiere, Winterlebensstätten, Ersatzhabitate und Leitstrukturen, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trockenmauern zur Vernetzung von Lebensräumen zwischen Rheinaue, Klettgau und den Hanglagen des Hotzenwaldes.
Geschützte Arten im Hochrhein, Südschwarzwald und Hotzenwald
Fledermäuse am Hochrhein
Höhlen, Stollen und alte Gebäude am Hochrhein und im Südschwarzwald bieten bedeutende Quartiere, unter anderem für die Große und Kleine Hufeisennase. Quartiersicherung und Jagdhabitate sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Südschwarzwald
Die Europäische Wildkatze breitet sich in den strukturreichen Wäldern des Südschwarzwaldes wieder aus. Waldränder, Totholz und vernetzte Gehölzstrukturen fördern ihre Ausbreitung als Zielart im Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Haselmaus im Hotzenwald
Die Haselmaus besiedelt Waldränder, Hecken und Gebüsche des Hotzenwaldes. Sie reagiert empfindlich auf Rodungen und ist häufige Zielart bei Eingriffen, für die Ersatzhabitate und Leitstrukturen angelegt werden.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Wutach
An den naturnahen Abschnitten von Rhein, Wutach und Schlücht brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferabbrüche, Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind bewährte Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien der Schwarzwaldtäler
Gelbbauchunke, Feuersalamander und weitere Amphibien nutzen Quellbäche, Tümpel und Waldwege der Schwarzwaldtäler. Neu angelegte Kleingewässer und Laichhabitate sind gängige Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse im Klettgau
Auf wärmebegünstigten Böschungen, Bahndämmen und Trockenstandorten im Klettgau und am Hochrhein lebt die Zauneidechse. Sie ist häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben mit Bedarf an Ersatzlebensräumen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Erneuerbare Energien
Der Landkreis treibt den Ausbau von Windkraft in den Höhenlagen des Südschwarzwaldes und von Photovoltaik-Freiflächen im Klettgau und am Hochrhein voran. Jede Anlage löst Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über Ökopunkte nach ÖKVO gedeckt werden.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbaumaßnahmen an der Hochrheinstraße (B 34), Ortsumfahrungen sowie die Elektrifizierung der Hochrheinbahn erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Maßnahmen entlang der Trassen.
Industrie und Gewerbe
Erweiterungen mittelständischer Betriebe aus Metallverarbeitung, Maschinenbau und Chemie sowie neue Gewerbegebiete erzeugen Kompensationsbedarf, den greeNature über naturraumtreue Ökokontoflächen deckt.
Siedlungsentwicklung
Wohn- und Gewerbebauflächen in Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen und den Rheingemeinden erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Landwirte und Flächeneigentümer können geeignete Grundstücke als Ökokontoflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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