
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Tuttlingen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Tuttlingen, bewertet nach dem Biotopwertverfahren der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und geführt über anerkannte Ökokonten. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen zwischen dem Großen Heuberg, dem Oberen Donautal und der Baar.
Der Landkreis Tuttlingen im Überblick
Der Landkreis Tuttlingen liegt im Süden Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Freiburg. Sitz der Kreisverwaltung ist die Große Kreisstadt Tuttlingen, weitere größere Städte sind Trossingen und Spaichingen. Auf rund 734 Quadratkilometern leben etwa 145.000 Menschen in 35 Städten und Gemeinden. Der Kreis grenzt im Uhrzeigersinn an die Landkreise Rottweil, Zollernalbkreis, Sigmaringen, Konstanz und den Schwarzwald-Baar-Kreis.
Landschaftlich hat der Kreis Anteil an zwei BfN-Großlandschaften. Der überwiegende Teil gehört zur Schwäbischen Alb (D60) mit dem Großen Heuberg, der Baaralb und dem tief eingeschnittenen Oberen Donautal zwischen Tuttlingen und Fridingen. Auf dem Heuberg liegt mit dem Lemberg bei Gosheim (1.015 Meter) der höchste Berg der gesamten Schwäbischen Alb. Der Westen um Trossingen und Geisingen hat mit der Baar Anteil an den Gäuplatten im Neckar- und Tauberland (D57), einer Hochmulde zwischen Schwarzwald und Alb, über die die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau verläuft.
Ökologisch prägend ist der Naturpark Obere Donau mit seinen weißen Kalkfelsen, Buchenwäldern und Wacholderheiden. Bei Immendingen und Fridingen versickert die Donau im verkarsteten Untergrund (Donauversinkung) und fließt unterirdisch zum Aachtopf im Hegau ab. FFH-Gebiete am Großen Heuberg, im Oberen Donautal und an der Donau bei Immendingen sowie das Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal bilden ein zusammenhängendes Natura-2000-Netz. Kalkmagerrasen, Felsbiotope, naturnahe Fließgewässer und die Feuchtwiesen der Baar sind Lebensraum für zahlreiche europarechtlich geschützte Arten.
Wirtschaftlich ist der Kreis stark industriell geprägt. Tuttlingen gilt als Weltzentrum der Medizintechnik, hinzu kommen Präzisions- und Metalltechnik sowie in Trossingen die Musikinstrumentenherstellung. Die Erweiterung von Gewerbe- und Industrieflächen, der Ausbau von Straßen und Bahnstrecken, Windenergievorhaben auf dem Heuberg und die Rohstoffgewinnung lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über Ökopunkte nach der ÖKVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D60 ›
Zum Naturraum D57 ›
Zum Naturraum D58 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Obere Donau mit dem Durchbruchstal der Oberen Donau zwischen Tuttlingen und Fridingen, markanten Kalkfelsen, Burgen und ausgedehnten Buchenwäldern
- Lemberg bei Gosheim (1.015 Meter) auf dem Großen Heuberg, höchster Berg der Schwäbischen Alb
- Donauversinkung bei Immendingen und Fridingen, wo die Donau im Karst versickert und unterirdisch zum Aachtopf im Hegau abfließt
- FFH-Gebiete am Großen Heuberg, im Oberen Donautal und an der Donau bei Immendingen als Teil des Natura-2000-Netzes
- Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal mit Fels- und Waldbrütern
- 27 Naturschutzgebiete auf rund 3,7 Prozent der Kreisfläche
- Baar im Westen als Hochmulde zwischen Schwarzwald und Alb mit Feuchtwiesen und der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Süden Baden-Württembergs. Wir kennen das im Land maßgebliche Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Tuttlingen. Für Eingriffe im Landkreis entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen auf den Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Alb, in den Fließgewässern und Wäldern des Oberen Donautals sowie in den Feuchtwiesen der Baar, also in den Naturräumen D60 und D57.
Typische Maßnahmen im Landkreis Tuttlingen
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Erhalt und Wiederherstellung offener Trockenbiotope durch Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Entbuschung auf Heuberg und Baaralb. Diese besonnten, nährstoffarmen Standorte zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Alb und erzielen im Biotopwertverfahren hohe Aufwertungswerte.
Streuobst- und Heckenpflege
Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen mit regionalen Sorten sowie von Hecken und Feldgehölzen an den Albrändern und in der Baar. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und fördern Vögel, Insekten und die Haselmaus.
Gewässer- und Auenentwicklung
Rückbau von Uferverbauungen und naturnahe Entwicklung an Donau, Prim, Elta und Faulenbach. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien und gleichzeitig anrechenbare Ökopunkte.
Waldumbau und Alt- und Totholz
Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Mischwälder mit Förderung von Alt- und Totholz sowie naturnaher Waldrandgestaltung. Höhlen- und strukturreiche Wälder verbessern Lebensräume für Fledermäuse, Spechte und den Schwarzstorch.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, neue Fledermausquartiere sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien.
Feuchtwiesen und Kleingewässer
Extensivierung und angepasste Mahd von Feucht- und Nasswiesen in der Baar sowie Anlage besonnter Kleingewässer und Quellschutzmaßnahmen. Solche Maßnahmen sichern amphibientypische Lebensräume und werten den Wasserhaushalt der Landschaft auf.
Geschützte Arten im Großer Heuberg, Oberes Donautal und Baar
Fledermäuse im Donautal
Die Höhlen, Felsspalten, Wälder und Gebäude des Oberen Donautals dienen Fledermäusen wie Großem Mausohr und Wimperfledermaus als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Trockenstandorten
Magerrasen, Trockenhänge, Böschungen und Bahndämme auf der Alb und in der Baar sind Lebensraum der Zauneidechse und häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Wäldern
Der Schwarzstorch nutzt die großen, störungsarmen Wälder der Alb und der Baar als Brutraum und die naturnahen Fließgewässer und Feuchtwiesen als Nahrungshabitat. Erhalt alter Baumbestände und störungsarmer Gewässerabschnitte sind wirksame Maßnahmen zu seinem Schutz.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Donau und Zuflüssen
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Donau, Prim und Elta bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen an Gewässern.
Mehr zur Art ›Amphibien in Wäldern und Kleingewässern
Gelbbauchunke, Feuersalamander und weitere Amphibien besiedeln wechselfeuchte Senken, Waldtümpel und Quellbereiche der Alb und Baar. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Waldrändern
Die Haselmaus lebt in strukturreichen Hecken, Gebüschen und Waldrändern mit gutem Angebot an Früchten und Nüssen. Sie ist streng geschützt, bei Gehölzverlust sind Vernetzung und die Neuanlage strukturreicher Säume als Ausgleich geeignet.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Medizintechnik und Gewerbeflächen
Die Erweiterung von Industrie- und Gewerbegebieten in Tuttlingen, Spaichingen und Trossingen führt zu Flächenversiegelung und erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können als Flächenanbieter über Ökopunkte profitieren.
Straßenbau und Verkehr
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen wie der B14, B311 und B523 sowie Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das Biotopwertverfahren der ÖKVO bilanziert werden.
Schienenausbau
Vorhaben an der Gäubahn und am regionalen Ringzug greifen in Böschungen, Gehölze und Gewässer ein und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen, etwa für Zauneidechse und Fledermäuse.
Windenergie auf dem Heuberg
Windenergievorhaben auf den Höhen des Großen Heubergs greifen in Wald und Offenland ein und lösen umfangreiche artenschutzrechtliche Prüfungen aus, insbesondere für Fledermäuse und windkraftsensible Vogelarten. Der Ausgleich erfolgt über Ökopunkte und begleitende Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Tuttlingen
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