
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Tübingen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Landkreis Tübingen. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Tübingen im Überblick
Der Landkreis Tübingen liegt im Zentrum Baden-Württembergs und ist zugleich Sitz des Regierungsbezirks Tübingen. Mit rund 519 km² ist er der flächenkleinste Landkreis des Landes, zählt aber wegen der Universitätsstadt Tübingen zu den dicht besiedelten und wirtschaftlich dynamischen Kreisen. Er umfasst 15 Städte und Gemeinden, darunter die drei Großen Kreisstädte Tübingen, Rottenburg am Neckar und Mössingen.
Landschaftlich gehört der Kreis zum südwestdeutschen Schichtstufenland und hat Anteil an drei BfN-Naturräumen. Der Westen um Rottenburg zählt zu den Neckar- und Tauber-Gäuplatten (D57) mit den fruchtbaren Muschelkalkböden der Oberen Gäue. Die bewaldeten Keuperhöhen von Schönbuch und Rammert sowie das Albvorland gehören zum Schwäbischen Keuper-Liasland (D58), der Albtrauf um Mössingen reicht in die Schwäbische Alb (D60).
Prägend sind das Neckartal als zentrale Achse, die von Ammer, Steinlach und Echaz durchflossenen Seitentäler sowie der markante Albtrauf mit dem Dreifürstenstein bei Mössingen. Der Naturpark Schönbuch, der erste Naturpark Baden-Württembergs, bildet ein großes zusammenhängendes Waldgebiet im Norden des Kreises.
Wirtschaftlich prägen die Universität und der Wissenschaftsstandort Tübingen mit Forschung, Medizin und Biotechnologie, ein starker Siedlungs- und Gewerbedruck im Neckartal, Rohstoffabbau in den Neckarauen sowie Verkehrs- und Energievorhaben den Kreis. Diese Eingriffe lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D58 ›
Zum Naturraum D57 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Schönbuch, der erste Naturpark Baden-Württembergs, mit großflächigem FFH-Gebiet und Vogelschutzgebiet Schönbuch
- FFH-Gebiet Spitzberg, Pfaffenberg, Kochartgraben, Neckar (7419-341) und Vogelschutzgebiet Kochartgraben und Ammertalhänge (7419-401)
- Rund 31 Prozent der Kreisfläche liegen im Natura-2000-Netz aus FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten
- Albtrauf der Schwäbischen Alb bei Mössingen mit dem Dreifürstenstein und wärmeliebenden Kalkmagerrasen
- Streuobstgürtel und Trockenhänge am Spitzberg und an den Härten als artenreiche Kulturlandschaft
- Neckar, Ammer, Steinlach und Echaz als prägende Fließgewässer mit Renaturierungspotenzial
- Obere Gäue mit ackerbaulich genutzten Muschelkalkplatten und offenen Feldfluren
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Ausgleichsflächen auch im Raum Tübingen. Wir arbeiten konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen den Gäuplatten, dem Schönbuch und dem Albtrauf und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Maßnahmen stimmen wir mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Tübingen ab und übernehmen den gesamten Kompensationsprozess von der Bedarfsanalyse bis zum Monitoring.
Typische Maßnahmen im Landkreis Tübingen
Streuobstwiesen und Magerrasen
Erhalt und Neuanlage der ausgedehnten Streuobstbestände am Spitzberg, an den Härten und am Albtrauf sowie Pflege von Kalkmagerrasen durch extensive Beweidung und Entbuschung. Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.
Waldränder und Trockenbiotope im Schönbuch
Aufwertung strukturreicher Waldränder, Lichtungen und Trockenstandorte in Schönbuch und Rammert, Förderung von stufigen Übergängen zwischen Wald und Offenland als Habitat für Reptilien, Fledermäuse und Insekten.
Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Neckar, Ammer, Steinlach und Echaz mit Uferabflachungen, Totholz und Anbindung von Altgewässern, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.
Feucht- und Auenwiesen im Neckartal
Extensivierung und Vernässung von Talwiesen im Neckartal und in den Seitentälern, Anlage von Kleingewässern und Röhrichten zur Förderung von Amphibien, Libellen und feuchtegebundenen Vogelarten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Quartiere für Fledermäuse und Laichgewässer für Amphibien.
Biotopverbund in den Oberen Gäuen
Anlage von Hecken, Feldrainen, Blühflächen und Ackerrandstreifen auf den ausgeräumten Muschelkalkplatten, Trittsteinbiotope für Feldvögel und Feldhamsterbegleitarten in der offenen Agrarlandschaft.
Geschützte Arten im Neckartal zwischen Schönbuch, Oberen Gäuen und Albtrauf
Fledermäuse in Schönbuch und Rammert
Die alt- und totholzreichen Wälder von Schönbuch und Rammert bieten bedeutende Quartiere für waldgebundene Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr. Der Erhalt von Höhlenbäumen und die Sicherung von Wochenstuben sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenstandorten
Streuobsthänge, Magerrasen, Bahndämme und Böschungen am Spitzberg und im Albvorland sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.
Mehr zur Art ›Feldlerche in den Oberen Gäuen
Die offenen Ackerfluren der Muschelkalkplatten um Rottenburg und in den Oberen Gäuen sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Neckar und Ammer
Naturnahe Uferabschnitte an Neckar, Ammer, Steinlach und Echaz bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.
Mehr zur Art ›Amphibien in Auen und Abbaustellen
Kleingewässer im Neckartal, Baggerseen und Abbaustellen beherbergen Arten wie Kammmolch und Gelbbauchunke. Temporäre Kleingewässer, Laichtümpel und vernetzte Feuchtbiotope sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.
Mehr zur Art ›Haselmaus an Waldrändern und Hecken
Die strukturreichen Waldränder, Hecken und verbuschten Säume in Schönbuch, Rammert und am Albtrauf bieten der Haselmaus Lebensraum. Der Erhalt durchgängiger Gehölzstrukturen und beerentragender Sträucher ist für die Art entscheidend.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Der starke Wohnungsdruck in der Universitätsstadt Tübingen, neue Wohn- und Gewerbegebiete sowie der Ausbau des Wissenschaftsstandorts führen zu Flächenversiegelung. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung und Monitoring.
Verkehr und Infrastruktur
Vorhaben wie die Regionalstadtbahn Neckar-Alb, der Ausbau von Bundesstraßen wie der B27 und B28 sowie Rad- und Straßenprojekte erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Kies- und Rohstoffabbau im Neckartal
Der Abbau von Sand und Kies in den Neckarauen, etwa bei Kirchentellinsfurt, gehört zu den flächenwirksamen Vorhaben der Region. Erweiterungen und Rekultivierungen lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, für den greeNature passende Ökokonto-Maßnahmen entwickelt.
Erneuerbare Energien
Windenergievorhaben in den Wäldern von Schönbuch und Rammert sowie Freiflächen-Photovoltaik auf den Gäuplatten erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, insbesondere FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Tübingen.