
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Stuttgart
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten nach der baden-württembergischen Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der Landeshauptstadt Stuttgart und der gesamten Region.
Die Stadt Stuttgart im Überblick
Die Landeshauptstadt Stuttgart ist eine kreisfreie Stadt und mit rund 609.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs. Auf gut 207 km² gliedert sie sich in 23 Stadtbezirke und 152 Stadtteile. Charakteristisch ist die Kessellage im mittleren Neckarraum mit steilen Weinberghängen, den Höhen des Glemswaldes im Westen und der offenen Hochfläche der Filder im Süden.
Naturräumlich liegt das Stadtgebiet im Übergang zweier BfN-Haupteinheiten. Die Tallagen und das eigentliche Stadtzentrum gehören zum Neckarbecken im Naturraum D57 (Neckar- und Tauber-Gäuplatten), während die bewaldeten Höhen und die Filder dem Schwäbischen Keuper-Liasland (Naturraum D58) zuzuordnen sind. Diese Zweiteilung prägt Böden, Klima und die naturschutzfachliche Bewertung von Eingriffen.
Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Glemswald und Stuttgarter Bucht mit dem großen Naturschutzgebiet Rotwildpark, die Streuobst- und Waldflächen der Filder sowie das Neckartal als durchgängige Biotopverbundachse. Stuttgart verfügt über sieben Naturschutzgebiete auf rund 1.360 Hektar und zählt damit zu den grünsten Großstädten Deutschlands.
Wirtschaftlich ist Stuttgart einer der stärksten Industriestandorte Europas, geprägt durch Mercedes-Benz in Untertürkheim, Porsche in Zuffenhausen sowie zahlreiche Zulieferer und Technologieunternehmen im Umfeld von Bosch. Der hohe Siedlungs- und Infrastrukturdruck, etwa durch Stuttgart 21 und die anschließende Quartiersentwicklung, erzeugt einen erheblichen und dauerhaften Bedarf an naturschutzrechtlicher Kompensation.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D58 ›
Zum Naturraum D57 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Glemswald und Stuttgarter Bucht (7220-311), größtes zusammenhängendes Waldschutzgebiet der Stadt
- Naturschutzgebiet Rotwildpark bei Stuttgart mit rund 830 Hektar altem Laub- und Mischwald
- FFH-Gebiet Filder mit Hochflächenlandschaft, Streuobstgürteln und Feldflur
- Weinbergterrassen am Neckar mit Trockenmauern, Lebensraum für Mauereidechse und Zauneidechse
- Neckartal als Fließgewässer- und Biotopverbundachse quer durch das Stadtgebiet
- FFH-Gebiet Unteres Remstal und Backnanger Bucht im Nordosten der Stadt
- Sieben Naturschutzgebiete auf rund 1.360 Hektar innerhalb der Stadtgrenzen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und kennt das baden-württembergische Kompensationsrecht aus der Praxis. Für Vorhaben in Stuttgart übernehmen wir die Bewertung in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), stimmen alle Schritte mit dem Amt für Umweltschutz als Unterer Naturschutzbehörde ab und stellen Kompensationsflächen und Ökokonto-Maßnahmen für die Region Stuttgart bereit.
Typische Maßnahmen in der Stadt Stuttgart
Gewässerrenaturierung
Offenlegung und naturnahe Umgestaltung von Bächen wie Feuerbach, Nesenbach und Neckarzuflüssen, Anlage von Ufergehölzen und Retentionsräumen als hochwertige Kompensation im dicht bebauten Stadtraum.
Entsiegelung & Renaturierung
Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Gewerbe-, Bahn- und Verkehrsarealen, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und standortgerechter Vegetation, ein zentraler Ansatz für innerstädtische Eingriffe.
Streuobstwiesen
Neuanlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände an den Hanglagen und auf den Fildern, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals, Fledermäuse und seltene Wildbienen.
Trockenmauern & Weinbergbrachen
Sanierung von Trockenmauern und Reaktivierung aufgelassener Weinbergterrassen am Neckar, Lebensraum für Mauereidechse, Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.
Grünland-Extensivierung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen der Filder in artenreiche Wiesen und Ackerrandstreifen, Aufwertung offener Feldfluren für Feldvögel und Feldhase.
Waldumbau & Waldrefugien
Entwicklung struktur- und totholzreicher Laubmischwälder in Glemswald und Schurwald, Ausweisung von Habitatbaumgruppen und Waldrefugien für Fledermäuse und Haselmaus.
Geschützte Arten im Landeshauptstadt im Neckarbecken zwischen Filder und Schurwald
Zaun- & Mauereidechse in den Weinbergen
Die südexponierten Weinberghänge und Trockenmauern am Neckar sind Kernlebensraum für Zauneidechse und Mauereidechse. Bei Bau- und Bahnvorhaben sind CEF-Maßnahmen wie Steinriegel, Lesesteinhaufen und besonnte Saumstrukturen typisch.
Mehr zur Art ›Feldlerche auf den Fildern
Die offene Ackerlandschaft der Filder beherbergt Feldlerche und weitere Feldvögel. Für Siedlungs- und Gewerbeerweiterungen im Süden der Stadt sind Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen als CEF-Maßnahme bewährt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Parks und Wäldern
Rotwildpark, Glemswald und die alten Parkanlagen bieten Quartiere für Großes Mausohr, Zwergfledermaus und Braunes Langohr. Bei Gebäudeabriss und Gehölzrodung sind Ersatzquartiere und Habitatbaumsicherung erforderlich.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Waldteichen
Die naturnahen Stillgewässer im Glemswald und in den Waldrandlagen sind Laichhabitate für den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern sind typische Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel am Neckar
Der Neckar und seine renaturierten Zuflüsse bieten dem Eisvogel Nahrung und Brutmöglichkeiten. Uferabbrüche, Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind wirksame Aufwertungsmaßnahmen im Stadtgebiet.
Mehr zur Art ›Gebäudebrüter in der Innenstadt
Wanderfalke, Mauersegler und Mehlschwalbe nutzen hohe Bauwerke und Fassaden als Brutplatz. Bei Sanierung und Neubau sichern Nisthilfen und integrierte Niststeine den Fortbestand dieser besonders geschützten Arten.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Stuttgart 21 & Rosenstein-Quartier
Auf den freiwerdenden Gleisflächen entsteht mit rund 85 Hektar das neue Stadtquartier Stuttgart Rosenstein mit etwa 10.000 Wohnungen. Vermeidung, Artenschutz und Ausgleich sind hier über Bebauungsplan und städtebauliche Verträge zu leisten.
Wohnbau & IBA'27-Quartiere
Neue Wohn- und Mischquartiere im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA'27 und der Nachverdichtung erzeugen Eingriffe in Böden, Grünstrukturen und geschützte Arten, die nach ÖKVO in Ökopunkten auszugleichen sind.
Gewerbe & Industrie
Erweiterungen und Modernisierungen der großen Industriestandorte (Mercedes-Benz in Untertürkheim, Porsche in Zuffenhausen, Zulieferer im Umfeld von Bosch) sowie neue Gewerbegebiete lösen regelmäßig Kompensationspflichten aus.
Verkehr & Infrastruktur
Ausbau von S-Bahn und Stadtbahn, Straßen- und Brückenprojekte sowie Anlagen der technischen Infrastruktur führen zu Eingriffen, für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG erforderlich sind.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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