Junger Obsthochstamm mit Stützpfahl am Rand eines Getreidefeldes
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D58 · D57
Regierungsbezirk Stuttgart

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Stuttgart

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten nach der baden-württembergischen Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der Landeshauptstadt Stuttgart und der gesamten Region.

207
km² Stadtfläche
~609k
Einwohner (2024)
23
Stadtbezirke
D57/D58
Naturräume
7
Naturschutzgebiete
Stadt und Ökologie

Die Stadt Stuttgart im Überblick

Die Landeshauptstadt Stuttgart ist eine kreisfreie Stadt und mit rund 609.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs. Auf gut 207 km² gliedert sie sich in 23 Stadtbezirke und 152 Stadtteile. Charakteristisch ist die Kessellage im mittleren Neckarraum mit steilen Weinberghängen, den Höhen des Glemswaldes im Westen und der offenen Hochfläche der Filder im Süden.

Naturräumlich liegt das Stadtgebiet im Übergang zweier BfN-Haupteinheiten. Die Tallagen und das eigentliche Stadtzentrum gehören zum Neckarbecken im Naturraum D57 (Neckar- und Tauber-Gäuplatten), während die bewaldeten Höhen und die Filder dem Schwäbischen Keuper-Liasland (Naturraum D58) zuzuordnen sind. Diese Zweiteilung prägt Böden, Klima und die naturschutzfachliche Bewertung von Eingriffen.

Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Glemswald und Stuttgarter Bucht mit dem großen Naturschutzgebiet Rotwildpark, die Streuobst- und Waldflächen der Filder sowie das Neckartal als durchgängige Biotopverbundachse. Stuttgart verfügt über sieben Naturschutzgebiete auf rund 1.360 Hektar und zählt damit zu den grünsten Großstädten Deutschlands.

Wirtschaftlich ist Stuttgart einer der stärksten Industriestandorte Europas, geprägt durch Mercedes-Benz in Untertürkheim, Porsche in Zuffenhausen sowie zahlreiche Zulieferer und Technologieunternehmen im Umfeld von Bosch. Der hohe Siedlungs- und Infrastrukturdruck, etwa durch Stuttgart 21 und die anschließende Quartiersentwicklung, erzeugt einen erheblichen und dauerhaften Bedarf an naturschutzrechtlicher Kompensation.

Junger Obsthochstamm mit Stützpfahl am Rand eines Getreidefeldes

🗺️ Zugehörige Naturräume

D58
Schwäbisches Keuper-Liasland
Zum Naturraum D58 ›
D57
Neckar- und Tauberland, Gäuplatten
Zum Naturraum D57 ›

📍 Stadtteile

Stuttgart-Mitte (KS)Bad CannstattVaihingenFeuerbachZuffenhausenDegerlochMöhringenUntertürkheimWeilimdorfPlieningenBotnangStammheim

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Glemswald und Stuttgarter Bucht (7220-311), größtes zusammenhängendes Waldschutzgebiet der Stadt
  • Naturschutzgebiet Rotwildpark bei Stuttgart mit rund 830 Hektar altem Laub- und Mischwald
  • FFH-Gebiet Filder mit Hochflächenlandschaft, Streuobstgürteln und Feldflur
  • Weinbergterrassen am Neckar mit Trockenmauern, Lebensraum für Mauereidechse und Zauneidechse
  • Neckartal als Fließgewässer- und Biotopverbundachse quer durch das Stadtgebiet
  • FFH-Gebiet Unteres Remstal und Backnanger Bucht im Nordosten der Stadt
  • Sieben Naturschutzgebiete auf rund 1.360 Hektar innerhalb der Stadtgrenzen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und kennt das baden-württembergische Kompensationsrecht aus der Praxis. Für Vorhaben in Stuttgart übernehmen wir die Bewertung in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), stimmen alle Schritte mit dem Amt für Umweltschutz als Unterer Naturschutzbehörde ab und stellen Kompensationsflächen und Ökokonto-Maßnahmen für die Region Stuttgart bereit.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Stuttgart

💧

Gewässerrenaturierung

Offenlegung und naturnahe Umgestaltung von Bächen wie Feuerbach, Nesenbach und Neckarzuflüssen, Anlage von Ufergehölzen und Retentionsräumen als hochwertige Kompensation im dicht bebauten Stadtraum.

🧱

Entsiegelung & Renaturierung

Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Gewerbe-, Bahn- und Verkehrsarealen, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und standortgerechter Vegetation, ein zentraler Ansatz für innerstädtische Eingriffe.

🍎

Streuobstwiesen

Neuanlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände an den Hanglagen und auf den Fildern, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals, Fledermäuse und seltene Wildbienen.

🪨

Trockenmauern & Weinbergbrachen

Sanierung von Trockenmauern und Reaktivierung aufgelassener Weinbergterrassen am Neckar, Lebensraum für Mauereidechse, Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.

🌾

Grünland-Extensivierung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen der Filder in artenreiche Wiesen und Ackerrandstreifen, Aufwertung offener Feldfluren für Feldvögel und Feldhase.

🌳

Waldumbau & Waldrefugien

Entwicklung struktur- und totholzreicher Laubmischwälder in Glemswald und Schurwald, Ausweisung von Habitatbaumgruppen und Waldrefugien für Fledermäuse und Haselmaus.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Landeshauptstadt im Neckarbecken zwischen Filder und Schurwald

🦎

Zaun- & Mauereidechse in den Weinbergen

Die südexponierten Weinberghänge und Trockenmauern am Neckar sind Kernlebensraum für Zauneidechse und Mauereidechse. Bei Bau- und Bahnvorhaben sind CEF-Maßnahmen wie Steinriegel, Lesesteinhaufen und besonnte Saumstrukturen typisch.

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🐦

Feldlerche auf den Fildern

Die offene Ackerlandschaft der Filder beherbergt Feldlerche und weitere Feldvögel. Für Siedlungs- und Gewerbeerweiterungen im Süden der Stadt sind Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen als CEF-Maßnahme bewährt.

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🦇

Fledermäuse in Parks und Wäldern

Rotwildpark, Glemswald und die alten Parkanlagen bieten Quartiere für Großes Mausohr, Zwergfledermaus und Braunes Langohr. Bei Gebäudeabriss und Gehölzrodung sind Ersatzquartiere und Habitatbaumsicherung erforderlich.

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🐸

Kammmolch in Waldteichen

Die naturnahen Stillgewässer im Glemswald und in den Waldrandlagen sind Laichhabitate für den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern sind typische Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel am Neckar

Der Neckar und seine renaturierten Zuflüsse bieten dem Eisvogel Nahrung und Brutmöglichkeiten. Uferabbrüche, Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind wirksame Aufwertungsmaßnahmen im Stadtgebiet.

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🦅

Gebäudebrüter in der Innenstadt

Wanderfalke, Mauersegler und Mehlschwalbe nutzen hohe Bauwerke und Fassaden als Brutplatz. Bei Sanierung und Neubau sichern Nisthilfen und integrierte Niststeine den Fortbestand dieser besonders geschützten Arten.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏗️

Stuttgart 21 & Rosenstein-Quartier

Auf den freiwerdenden Gleisflächen entsteht mit rund 85 Hektar das neue Stadtquartier Stuttgart Rosenstein mit etwa 10.000 Wohnungen. Vermeidung, Artenschutz und Ausgleich sind hier über Bebauungsplan und städtebauliche Verträge zu leisten.

🏘️

Wohnbau & IBA'27-Quartiere

Neue Wohn- und Mischquartiere im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA'27 und der Nachverdichtung erzeugen Eingriffe in Böden, Grünstrukturen und geschützte Arten, die nach ÖKVO in Ökopunkten auszugleichen sind.

🏭

Gewerbe & Industrie

Erweiterungen und Modernisierungen der großen Industriestandorte (Mercedes-Benz in Untertürkheim, Porsche in Zuffenhausen, Zulieferer im Umfeld von Bosch) sowie neue Gewerbegebiete lösen regelmäßig Kompensationspflichten aus.

🛤️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau von S-Bahn und Stadtbahn, Straßen- und Brückenprojekte sowie Anlagen der technischen Infrastruktur führen zu Eingriffen, für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG erforderlich sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Stuttgart

Stuttgart liegt im Übergang zweier BfN-Haupteinheiten. Die Tallagen und das Zentrum gehören zum Neckarbecken im Naturraum D57 (Neckar- und Tauber-Gäuplatten), die bewaldeten Höhen und die Filder zum Schwäbischen Keuper-Liasland (Naturraum D58). Für die Kompensation ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
In Baden-Württemberg werden Kompensationsleistungen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten bewertet. Vorab durchgeführte Maßnahmen werden als Ökokonto anerkannt und im Kompensationsverzeichnis geführt, die daraus erzeugten Ökopunkte sind übertragbar. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation vollständig.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Gaisburgstraße 4, 70182 Stuttgart. Die Behörde bestimmt die erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und führt das Kompensationsverzeichnis. greeNature koordiniert die Abstimmung von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im dicht bebauten Stadtraum sind Entsiegelung ehemaliger Gewerbe- und Bahnflächen, Gewässerrenaturierungen, die Aufwertung von Streuobstwiesen und Weinbergbrachen sowie Artenschutzmaßnahmen für Eidechsen, Fledermäuse und Gebäudebrüter üblich. Ergänzend werden Ausgleichsflächen im Umland, etwa Grünland-Extensivierung auf den Fildern, herangezogen.
Ja. Im Stadtgebiet liegen die FFH-Gebiete Glemswald und Stuttgarter Bucht (7220-311), Filder sowie Unteres Remstal und Backnanger Bucht. Eingriffe in ihrem Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem intensiv genutzte Ackerflächen auf den Fildern, aufgelassene Weinbergterrassen, Streuobsthänge sowie Gewässerrandflächen am Neckar. Über ein Ökokonto nach ÖKVO können Sie Eigentümer bleiben und eine Nutzungsentschädigung erhalten. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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