Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Baden-Württemberg · ÖKVO
Naturraum D64 · D60 · D66
Regierungsbezirk Tübingen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Sigmaringen

Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben zwischen Schwäbischer Alb und Oberschwaben. greeNature solutions begleitet Kompensation nach der baden-württembergischen Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) im Landkreis Sigmaringen als Full-Service-Partner, bundesweit erfahren und mit dem Landesrecht vertraut.

1.204
km² Kreisfläche
~134k
Einwohner
25
Gemeinden
D60/D66
BfN-Naturräume
24
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Sigmaringen im Überblick

Der Landkreis Sigmaringen liegt im Süden Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen. Er erstreckt sich vom Südrand der Schwäbischen Alb über das Obere Donautal bis in die Hügellandschaften Oberschwabens. Kreisstadt ist Sigmaringen, weitere größere Städte sind Bad Saulgau, Pfullendorf, Mengen und Meßkirch.

Landschaftlich treffen im Kreisgebiet zwei sehr unterschiedliche Naturräume aufeinander. Der Norden gehört zur Schwäbischen Alb (Naturraum D60) mit verkarsteten Kalkhochflächen, Trockentälern, Wacholderheiden und dem markanten Donaudurchbruchstal. Der Süden liegt im Voralpinen Moor- und Hügelland (Naturraum D66), einer eiszeitlich geprägten Moränenlandschaft mit Feuchtgebieten, Weihern und Riedflächen.

Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Oberes Donautal zwischen Beuron und Sigmaringen (DE-7920-342) mit seinen Kalkfelsen, Hangwäldern und naturnahen Flussabschnitten sowie das Pfrunger-Burgweiler Ried, eines der größten Moorgebiete Südwestdeutschlands. Weite Teile des nördlichen Landkreises liegen im Naturpark Obere Donau, insgesamt weist der Kreis 24 Naturschutzgebiete aus.

Der Landkreis ist überwiegend ländlich geprägt, mit Land- und Forstwirtschaft, mittelständischem Gewerbe und Tourismus. Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG entsteht vor allem durch Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben, Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, Anlagen der erneuerbaren Energien sowie Rohstoffgewinnung. Bewertung und Ausgleich richten sich in Baden-Württemberg nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) in Ökopunkten.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D64
Donau-Iller-Lech-Platten
Zum Naturraum D64 ›
D60
Schwäbische Alb
Zum Naturraum D60 ›
D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Zum Naturraum D66 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Sigmaringen (KS)Bad SaulgauPfullendorfMengenMeßkirchGammertingenOstrachStetten am kalten MarktKrauchenwiesHerbertingenSigmaringendorfScheerBeuron

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Oberes Donautal zwischen Beuron und Sigmaringen (DE-7920-342)
  • Naturpark Obere Donau, prägt weite Teile des nördlichen Kreisgebiets
  • Pfrunger-Burgweiler Ried, eines der größten Moorgebiete Südwestdeutschlands
  • Donaudurchbruchstal mit Kalkfelsen, Hangwäldern und Trockenrasen
  • Wacholderheiden und Kalkmagerrasen der Schwäbischen Alb
  • Donauried und Ablachtal, feuchte Niederungslebensräume
  • 24 Naturschutzgebiete im Landkreis

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Baden-Württembergs vertraut. Wir arbeiten mit der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) und der Bewertung in Ökopunkten, kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Sigmaringen und stimmen Maßnahmen für Alb, Donautal und Oberschwaben fachlich fundiert ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Sigmaringen

🌿

Wacholderheiden & Magerrasen

Pflege und Wiederherstellung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb durch Entbuschung und extensive Beweidung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Orchideen und Reptilien.

💧

Fließgewässer-Renaturierung

Rückbau von Uferverbau und Anlage naturnaher Strukturen an Donau, Ablach und Andelsbach, Förderung von Kiesbänken, Steilufern und Auenlebensräumen für Fische, Eisvogel und Wasseramsel.

🐸

Moor- & Riedrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Moor- und Riedflächen im Umfeld des Pfrunger-Burgweiler Rieds, Bindung von Kohlenstoff und Aufwertung von Lebensräumen für Amphibien, Libellen und Wiesenbrüter.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Reaktivierung von Streuobstbeständen an den Hang- und Ortsrandlagen von Alb und Oberschwaben, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und seltene Wildbienenarten.

🌾

Grünland & Biotopverbund

Extensivierung von Grünland im Donauried sowie Anlage von Hecken und Feldgehölzen als Trittsteinbiotope, Vernetzung isolierter Lebensräume in der Agrarlandschaft.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsen-Habitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer, passgenau nach ÖKVO dokumentiert.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Obere Donau und Oberschwaben

🐦

Eisvogel & Wasseramsel

Die naturnahen Abschnitte der Oberen Donau und ihrer Zuflüsse bieten Brut- und Nahrungshabitate. CEF-Maßnahmen: Anlage von Steilwänden und Kiesbänken, Erhalt strukturreicher Uferbereiche.

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🦇

Fledermäuse im Donautal

Höhlen, Felsspalten und alte Hangwälder des Oberen Donautals sind bedeutende Quartiere, unter anderem für Mausohr und Hufeisennasen. Maßnahmen: Quartiersicherung, Erhalt von Jagdhabitaten und Streuobst.

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�triton🐸

Kammmolch & Amphibien

In den Weihern, Rieden und Feuchtgebieten Oberschwabens kommen Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien vor. Typische Maßnahmen sind Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern.

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Zauneidechse

Kalkmagerrasen, Böschungen und Bahndämme sind wichtige Lebensräume. Bei Eingriffen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart für CEF-Maßnahmen wie Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckstrukturen.

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🐤

Wiesenbrüter im Donauried

Feuchte Niederungen des Donaurieds bieten Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz. Extensivierung von Grünland und angepasste Mahdregime sichern Brut- und Aufzuchterfolg.

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🦅

Uhu & Wanderfalke

Die Kalkfelsen des Donaudurchbruchs sind traditionelle Brutplätze von Uhu und Wanderfalke. Schutz erfolgt über Besucherlenkung, Kletterregelungen und den Erhalt ungestörter Felspartien.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Infrastruktur & Verkehr

Aus- und Umbau von Bundes- und Landesstraßen (etwa B32, B311, B313), Ortsumfahrungen und Maßnahmen an der Donautalbahn lösen Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen nach §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🏘️

Siedlung & Gewerbe

Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Sigmaringen, Bad Saulgau, Pfullendorf und Mengen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Flächen können über Ökokonten nach ÖKVO bereitgestellt werden.

⚡

Energie & Erneuerbare

Windenergievorhaben auf den Höhenlagen der Alb und des Heubergs sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erzeugen Kompensationsbedarf und können artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen erfordern.

⛏️

Rohstoffgewinnung

Kies- und Kalksteingewinnung im Donautal und in den Schotterflächen Oberschwabens ist mit Eingriffen verbunden, für die Renaturierung, Rekultivierung und Ökopunkte-Ausgleich vorzusehen sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Sigmaringen

Der Landkreis hat Anteil an zwei BfN-Naturräumen. Der Norden gehört zur Schwäbischen Alb (D60) mit Kalkhochflächen, Wacholderheiden und dem Oberen Donautal, der Süden zum Voralpinen Moor- und Hügelland (D66) mit Moränen, Weihern und Riedflächen. Für den Kompensationsumfang ist die genaue naturräumliche Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Baden-Württemberg werden Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) bewertet und in Ökopunkten ausgedrückt. Ökopunkte stammen aus anerkannten Ökokonten und können auf einen Eingriff angerechnet werden. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächen- und Maßnahmenzuordnung, die Abstimmung mit dem Landratsamt Sigmaringen und die vollständige Dokumentation.
Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Umwelt & Arbeitsschutz, Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Anerkennung und Abnahme.
Häufig sind die Pflege von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen auf der Alb, die Renaturierung von Donau, Ablach und Andelsbach, die Wiedervernässung von Moor- und Riedflächen im Umfeld des Pfrunger-Burgweiler Rieds, Streuobst- und Heckenpflanzungen sowie die Extensivierung von Grünland im Donauried.
Ja. Ein bedeutendes Gebiet ist das FFH-Gebiet Oberes Donautal zwischen Beuron und Sigmaringen (DE-7920-342), dazu kommen weitere Natura-2000-Gebiete und insgesamt 24 Naturschutzgebiete. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Anforderungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- und FCS-Maßnahmen auslösen. greeNature prüft die betroffenen Schutzgüter im Einzelfall.
Ja. Geeignet sind unter anderem extensivierbares Grünland im Donauried, Feuchtflächen in Oberschwaben sowie Hang- und Magerstandorte der Alb mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring sowie die Bewertung in Ökopunkten nach ÖKVO.
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