
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rottweil
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Landkreis Rottweil. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Rottweil im Überblick
Der Landkreis Rottweil liegt im Süden Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Freiburg sowie zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Rottweil, die als älteste Stadt Baden-Württembergs gilt. Der Kreis umfasst 21 Städte und Gemeinden, darunter die Städte Schramberg, Oberndorf am Neckar, Sulz am Neckar, Dornhan und Schiltach.
Landschaftlich verbindet der Kreis zwei Naturräume. Der Westen mit Schramberg, Schiltach und Schenkenzell zählt zum Mittleren Schwarzwald (D54) mit bewaldeten Bergrücken und den Tälern von Kinzig und Schiltach. Der Osten um Rottweil, Oberndorf und Sulz gehört zu den Oberen Gäuen der Neckar- und Tauberland, Gäuplatten (D57), geprägt vom oberen Neckartal. Im Süden hat der Kreis zudem Anteil an der Hochmulde der Baar.
Ökologisch bedeutsam ist das FFH-Gebiet Neckartal zwischen Rottweil und Sulz mit Felsbildungen, Schutthalden, Höhlen, Wacholderheiden, Magerwiesen und naturnahen Auenlebensräumen. Hinzu kommen die Vogelschutzgebiete Schlichemtal und Brandhalde sowie Naturschutzgebiete wie Schlichemtal und Neckarburg. Die ausgedehnten Wälder des Schwarzwalds bilden großflächige, störungsarme Lebensräume.
Wirtschaftlich prägen den Kreis Maschinenbau, Feinwerk- und Präzisionstechnik, insbesondere im Raum Schramberg und Rottweil, sowie die Verkehrsachse der A81 und die Windenergienutzung auf den Schwarzwaldhöhen. Diese Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Neckartal zwischen Rottweil und Sulz (7717-341) mit Felsen, Wacholderheiden, Magerwiesen und Auenlebensräumen
- Vogelschutzgebiet Schlichemtal (7717-401) und Vogelschutzgebiet Brandhalde (7617-401)
- Naturschutzgebiet Schlichemtal und Naturschutzgebiet Neckarburg im oberen Neckartal
- Oberer Neckar mit seinen Zuflüssen Schlichem und Eschach als landschaftsprägende Fließgewässer
- Mittlerer Schwarzwald mit den Tälern von Kinzig und Schiltach und ausgedehnten, strukturreichen Wäldern
- Wacholderheiden und Kalkmagerrasen an den Talhängen der Oberen Gäue
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Wir stimmen Maßnahmen mit dem Umweltschutzamt des Landkreises Rottweil als Unterer Naturschutzbehörde ab, kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen den Waldlandschaften des Mittleren Schwarzwalds und dem offenen Neckartal der Oberen Gäue und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächensicherung bis zur Pflege und Dokumentation übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rottweil
Wacholderheiden und Magerrasen
Pflege und Wiederherstellung von Wacholderheiden und Kalkmagerrasen an den Talhängen des Neckartals und der Oberen Gäue durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Zauneidechse und seltene Pflanzenarten.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an Ortsrändern und Talhängen mit regionalen Obstsorten, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.
Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Neckar, Schlichem, Eschach, Kinzig und Schiltach mit Uferabflachungen, Totholz und der Anbindung von Altgewässern, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.
Naturnahe Waldentwicklung
Umbau und Aufwertung der Schwarzwaldwälder hin zu strukturreichen, standortgerechten Beständen mit Alt- und Totholz, Lebensraum für Haselmaus, Fledermäuse und störungsempfindliche Waldarten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für Amphibien.
Trockenmauern und Biotopverbund
Anlage von Trockenmauern, Lesesteinriegeln und Hecken an den Neckarhängen, Trittsteinbiotope für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten zwischen den Felsen und Magerstandorten des oberen Neckartals.
Geschützte Arten im Oberer Neckar zwischen Mittlerem Schwarzwald und Baar
Zauneidechse an Fels- und Magerstandorten
Wacholderheiden, Kalkmagerrasen, Felsköpfe und Bahndämme im Neckartal sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Höhlen und Wäldern
Die Höhlen und Felshänge des Neckartals sowie die strukturreichen Wälder des Schwarzwalds bieten Quartiere und Jagdgebiete für mehrere Fledermausarten. Quartiersschutz und der Erhalt von Höhlenbäumen sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Mittleren Schwarzwald
Die ausgedehnten, störungsarmen Wälder des Mittleren Schwarzwalds gelten als Lebensraum der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Biotopverbund und die Vernetzung von Waldlebensräumen fördern die Art.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Neckar und Schlichem
Naturnahe Uferabschnitte an Neckar, Schlichem und Eschach bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch der Waldtäler
Der Schwarzstorch gilt als Charakterart ruhiger, gewässerreicher Waldgebiete, wie sie der Mittlere Schwarzwald bietet. Der Schutz störungsarmer Brutwälder und naturnaher Waldbäche zählt zu den relevanten Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Wäldern und Steinbrüchen
Waldtümpel, Steinbrüche und Abbaustellen beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke sowie weitere Amphibien. Temporäre Kleingewässer und wassergefüllte Fahrspuren sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Maschinenbau und Feinwerktechnik
Der Ausbau von Gewerbe- und Industrieflächen für Maschinenbau, Feinwerk- und Präzisionstechnik im Raum Schramberg, Rottweil und Oberndorf führt zu Flächenversiegelung und löst Ausgleichspflichten aus. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen.
Verkehr und Infrastruktur
Die A81 und Bundes- sowie Landesstraßen im Neckartal erzeugen bei Aus- und Neubau Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, die in Ökopunkten nach der Ökokonto-Verordnung bewertet werden.
Windenergie im Schwarzwald
Windenergievorhaben auf den Höhen des Mittleren Schwarzwalds erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, insbesondere FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten wie Fledermäuse und Greifvögel.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Wohn- und Gewerbegebiete in den Kommunen des Kreises führen zu zusätzlicher Flächeninanspruchnahme. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung und Monitoring.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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