
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Rhein-Neckar-Kreis. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Rhein-Neckar-Kreis im Überblick
Der Rhein-Neckar-Kreis liegt im Nordwesten Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Karlsruhe. Mit rund 559.000 Einwohnern ist er der bevölkerungsreichste Landkreis des Landes. Das Landratsamt hat seinen Verwaltungssitz in der kreisfreien Stadt Heidelberg, die selbst nicht zum Kreisgebiet zählt, ebenso wenig wie die von Kreisgemeinden umschlossene Stadt Mannheim.
Landschaftlich vereint der Kreis vier prägende Naturräume. Im Westen die weite Oberrheinische Tiefebene (D53) mit Rheinauen, Sandböden und Binnendünen, im Osten der bewaldete Odenwald (Naturraum Odenwald, Spessart und Südrhön, D55), dazwischen die klimatisch begünstigte Bergstraße und im Süden das lössbedeckte Hügelland des Kraichgau als Teil der Neckar- und Tauberland, Gäuplatten (D57).
Ökologisch bedeutsam sind die Binnendünen und Sandrasen bei Sandhausen als bundesweit seltener Lebensraumtyp, die ausgedehnten Laubwälder des Odenwalds, die Streuobsthänge der Bergstraße sowie die Fließgewässer von Neckar und Elsenz mit ihren Auen. Der Kreis hat Anteil an mehreren FFH- und Vogelschutzgebieten des Natura-2000-Netzes und weist 51 Naturschutzgebiete aus.
Wirtschaftlich ist der Raum stark verdichtet. Die Metropolregion Rhein-Neckar, große Gewerbe- und Industriestandorte wie Walldorf und Wiesloch, der Rohstoffabbau in der Rheinebene und der dichte Verkehrskorridor mit den Autobahnen A5, A6 und A656 erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach der Ökokonto-Verordnung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D57 ›
Zum Naturraum D53 ›
Zum Naturraum D55 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Binnendünen und Sandrasen bei Sandhausen, bundesweit seltener FFH-Lebensraum mit wärmeliebenden Arten und Zauneidechse
- Odenwald mit ausgedehnten Buchen- und Eichenwäldern, Lebensraum für Schwarzstorch, Haselmaus und Fledermäuse
- Bergstraße als klimatisch begünstigter Weinbau- und Streuobststandort am westlichen Odenwaldrand
- Kraichgau als lössbedecktes Hügelland mit Ackerbau, Hohlwegen und Streuobstwiesen
- Neckartal und Elsenz als Fließgewässer mit Auenstrukturen, Lebensraum für Eisvogel und Amphibien
- Rheinauen und Altarme im Westen des Kreises mit Feuchtlebensräumen für Amphibien und Kammmolch
- Anteil an mehreren FFH- und Vogelschutzgebieten des Natura-2000-Netzes
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Baden-Württemberg konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreises ab, kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen Rheinebene, Bergstraße, Kraichgau und Odenwald und ordnen Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten passgenau dem jeweiligen Eingriff zu. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Dokumentation übernehmen wir den gesamten Kompensationsprozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
Sandrasen und Binnendünen
Pflege und Wiederherstellung offener Sandrasen und Binnendünen der Rheinebene durch Entbuschung, Mahd und Nährstoffentzug, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, spezialisierte Pflanzenarten und die Zauneidechse.
Streuobstwiesen an der Bergstraße
Anlage und Reaktivierung traditioneller Streuobstbestände an Bergstraße und Kraichgaurändern, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.
Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Neckar, Elsenz und kleineren Bächen mit Uferabflachungen, Totholz und Anbindung von Altarmen, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.
Waldumbau und Alt- und Totholz
Entwicklung strukturreicher Laubmischwälder im Odenwald, Erhalt von Alt- und Totholzinseln und Höhlenbäumen als Lebensraum für Haselmaus, Fledermäuse und den Schwarzstorch.
Extensivierung und Biotopverbund im Kraichgau
Anlage von Ackerrandstreifen, Hecken und extensivem Grünland in der ausgeräumten Lösslandschaft, Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn und Feldhase.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für Amphibien und den Kammmolch.
Geschützte Arten im Kurpfalz zwischen Rheinebene, Bergstraße, Kraichgau und Odenwald
Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Sandrasen und Dünen der Rheinebene, Bahndämme, Weinbergsmauern und Böschungen. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben und erfordert regelmäßig vorgezogene CEF-Maßnahmen mit Ersatzhabitaten.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützte Kammmolch nutzt fischfreie Kleingewässer und Tümpel in Rheinauen, Kraichgau und Odenwaldrandlagen. Neu angelegte und vernetzte Laichgewässer sind eine typische Kompensationsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet störungsarm in den ausgedehnten Wäldern des Odenwalds und ist auf strukturreiche Bäche und Feuchtwiesen als Nahrungshabitat angewiesen. Vorhaben im Waldumfeld können FCS-Maßnahmen auslösen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus lebt in unterholzreichen Laubwäldern, Waldrändern und Hecken des Odenwalds und der Bergstraße. Bei Gehölzverlusten sind Vernetzungsstrukturen und der Erhalt strauchreicher Säume erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Der Eisvogel besiedelt naturnahe Abschnitte von Neckar, Elsenz und ihren Zuflüssen und benötigt Steilwände für den Brutbau. Uferabbrüche und renaturierte Gewässerstrecken sind wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in der offenen Agrarlandschaft des Kraichgau, leidet aber unter der Intensivierung der Nutzung. Feldlerchenfenster, Ackerrandstreifen und extensives Grünland verbessern ihre Brutbedingungen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe und Industrie
Große Wirtschaftsstandorte wie Walldorf und Wiesloch, Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete in der Metropolregion Rhein-Neckar erzeugen fortlaufend Kompensationsbedarf. greeNature stellt passende Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten bereit und übernimmt die Behördenabstimmung.
Verkehr und Infrastruktur
Der dichte Verkehrskorridor mit den Autobahnen A5, A6 und A656, Ortsumgehungen sowie der Ausbau von Bahn- und S-Bahn-Strecken im Raum Rhein-Neckar lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.
Rohstoffabbau in der Rheinebene
Kies- und Sandabbau in der Oberrheinischen Tiefebene erfordert naturschutzrechtliche Kompensation. Rekultivierung und die Entwicklung von Gewässer- und Sandlebensräumen bieten zugleich Potenzial für hochwertige Ausgleichsflächen.
Energie und Erneuerbare
Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Kraichgau und Windkraftvorhaben auf den Höhen des Odenwalds erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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