
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Reutlingen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Eingriffe im Landkreis Reutlingen. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Anerkennung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Reutlingen im Überblick
Der Landkreis Reutlingen liegt im Süden Baden-Württembergs und gehört zum Regierungsbezirk Tübingen. Kreisstadt ist die Große Kreisstadt Reutlingen. Auf rund 1.092 km² leben etwa 293.000 Menschen in 26 Städten und Gemeinden, hinzu kommt der gemeindefreie Gutsbezirk Münsingen. Gemeinsam mit Tübingen und dem Zollernalbkreis bildet der Kreis die Region Neckar-Alb.
Landschaftlich gliedert der BfN das Kreisgebiet in zwei Naturräume. Der Norden gehört zum Schwäbischen Keuper-Liasland (D58) mit dem Mittleren Albvorland, seinen Streuobsthängen und den Tälern von Echaz und Erms. Der Süden steigt über den markanten Albtrauf zur Schwäbischen Alb (D60) mit Kuppen- und Flächenalb, Wacholderheiden und verkarsteten Hochflächen auf.
Ökologisch prägend ist das UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb, an dem der Landkreis Reutlingen den größten Flächenanteil der beteiligten Kreise hat und dessen Kernbereiche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen liegen. Hinzu kommen 42 Naturschutzgebiete, das Europäische Vogelschutzgebiet Vorland der mittleren Schwäbischen Alb und der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb.
Wirtschaftlich prägen Maschinenbau, Elektro- und Textilindustrie den Verdichtungsraum um Reutlingen und Metzingen, dazu kommen Tourismus und Landwirtschaft auf der Alb. Vorhaben wie Gewerbe- und Wohngebiete, der Ausbau von Verkehrsachsen, die RegionalStadtbahn Neckar-Alb, Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, die in Baden-Württemberg über die Ökokonto-Verordnung in Ökopunkten bewertet werden.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D60 ›
Zum Naturraum D58 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Landkreis Reutlingen mit dem größten Flächenanteil der beteiligten Kreise
- Kernbereiche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen mit großflächigen Offenland- und Magerstandorten
- Europäisches Vogelschutzgebiet Vorland der mittleren Schwäbischen Alb
- 42 Naturschutzgebiete auf rund 1.969 Hektar, etwa 1,9 % der Kreisfläche
- Markanter Albtrauf mit Wacholderheiden, Kalkmagerrasen und ausgedehnten Streuobstwiesen
- UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb mit Karsterscheinungen, Höhlen und Quelltöpfen
- Tallandschaften von Echaz, Erms und Lauter sowie das obere Donautal um Zwiefalten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Kompensationsmaßnahmen auch im Landkreis Reutlingen. Wir arbeiten konsequent mit der Bewertungssystematik der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Reutlingen ab und kennen die naturräumlichen Unterschiede zwischen Albvorland und Schwäbischer Alb. Aus anerkannten Ökokonten ordnen wir Ökopunkte passgenau dem jeweiligen Eingriff zu und begleiten Vorhabenträger von der Bedarfsanalyse über die Flächenzuordnung bis zur Dokumentation.
Typische Maßnahmen im Landkreis Reutlingen
Wacholderheiden und Kalkmagerrasen
Pflege und Wiederherstellung von Wacholderheiden und Magerrasen der Alb durch extensive Schafbeweidung und Entbuschung, Lebensraum für wärmeliebende Insekten, Zauneidechse und seltene Pflanzenarten.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung der für das Albvorland typischen Streuobstbestände an Albtrauf und Talrändern, Lebensraum für höhlenbrütende Vögel, Fledermäuse, Wildbienen und Haselmaus.
Gewässerrenaturierung
Revitalisierung von Echaz, Erms und Lauter mit Uferabflachungen, Totholz und Anbindung von Auengewässern, Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Habitaten für Eisvogel und Fische.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse, Fledermausquartiere und Laichgewässer für die Gelbbauchunke.
Trockenmauern und Biotopverbund
Anlage von Trockenmauern, Lesesteinriegeln und Hecken auf der Alb als Trittsteinbiotope für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten zwischen den verinselten Magerstandorten.
Feuchtgrünland in den Talauen
Extensivierung und Vernässung von Grünland in den Tälern von Echaz und Erms sowie im Donautal, Förderung von Wiesenbrütern, Amphibien und blütenreichen Nasswiesen.
Geschützte Arten im Schwäbische Alb, Albtrauf und Albvorland
Fledermäuse der Albhöhlen
Die höhlen- und felsenreiche Alb bietet bedeutende Quartiere, etwa für Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Streuobst und strukturreiche Wälder dienen als Jagdgebiete. Quartiersschutz und der Erhalt von Höhlenbäumen sind typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Magerstandorten
Wacholderheiden, Kalkmagerrasen, Bahndämme und Steinbruchböschungen sind Kernhabitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und die Anlage von Ersatzhabitaten mit Steinriegeln und Totholz gängige Praxis.
Mehr zur Art ›Feldlerche der Albhochfläche
Die offenen Feldfluren der Münsinger Alb und der Flächenalb sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstrukturen zählen zu den passenden Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Gelbbauchunke und Amphibien
Steinbrüche, Abbaustellen und die Offenlandflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke sowie den Kammmolch. Temporäre Kleingewässer sind zentrale Elemente der Ausgleichsplanung.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Echaz und Erms
Naturnahe Uferabschnitte an Echaz, Erms und Lauter bieten dem Eisvogel Brutplätze in Steilwänden. Renaturierungen mit Uferabbrüchen und strukturreichen Gewässerrändern schaffen neue Habitate.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Streuobst
Hecken, Waldränder und Streuobstwiesen des Albvorlands und Albtraufs sind Lebensraum der Haselmaus. Der Erhalt und die Vernetzung von Gehölzstrukturen sowie die Neuanlage von Hecken zählen zu den wirksamen Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau von Bundesstraßen wie der B27, B312 und B28 sowie die RegionalStadtbahn Neckar-Alb erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature entwickelt hierfür passende Ökokonto-Maßnahmen.
Industrie und Gewerbe
Der Verdichtungsraum um Reutlingen und Metzingen mit Maschinenbau, Elektro- und Textilindustrie bringt Betriebserweiterungen und neue Gewerbeflächen mit sich, deren Kompensation in Baden-Württemberg nach ÖKVO in Ökopunkten zu erbringen ist.
Windenergie auf der Alb
Windenergievorhaben auf der Schwäbischen Alb erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, insbesondere FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten wie Fledermäuse und Greifvögel.
Siedlung und Photovoltaik
Wohn- und Gewerbegebiete im Neckar-Alb-Raum sowie Freiflächen-Photovoltaik auf der Alb führen zu Flächeninanspruchnahme. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung und Monitoring.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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