
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rastatt
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) im Landkreis Rastatt, von der Rheinaue über das Murgtal bis in den Nordschwarzwald.
Der Landkreis Rastatt im Überblick
Der Landkreis Rastatt liegt im Westen Baden-Württembergs, im Regierungsbezirk Karlsruhe, und reicht vom Rhein an der Grenze zu Frankreich bis in die Höhen des Nordschwarzwaldes. Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Rastatt. Der Kreis umschließt den Stadtkreis Baden-Baden, der selbst nicht zum Kreisgebiet gehört. Im Uhrzeigersinn grenzt er an den Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz, den Landkreis Karlsruhe, die Landkreise Calw und Freudenstadt sowie den Ortenaukreis, im Westen bildet der Rhein die Grenze zu Frankreich. Zu den 23 Städten und Gemeinden zählen die Großen Kreisstädte Rastatt, Gaggenau, Bühl und Gernsbach, größte Stadt ist Rastatt.
Landschaftlich gliedert sich der Kreis in zwei große Räume. Der Westen gehört zur Oberrheinebene mit der Rheinaue, den Kiefernwäldern der Hardt und einer offenen Acker- und Vorbergzone (BfN-Naturraum D53, Oberrheinisches Tiefland). Nach Osten steigt das Gelände über die Vorbergzone rasch in den Nordschwarzwald an (BfN-Naturraum D54, Schwarzwald), der mit dem Murgtal zwischen Gernsbach und Forbach tief in den Kreis einschneidet. Entwässert wird das Gebiet vom Rhein sowie von Murg und Oos, die aus dem Schwarzwald in die Rheinebene fließen.
Ökologisch prägend sind die Feuchtlebensräume am Oberrhein und die naturnahen Wälder des Schwarzwaldes. Die Rastatter Rheinaue ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000, sie zählt zu den bedeutenden Rast- und Brutgebieten am nördlichen Oberrhein. Insgesamt liegen im Kreisgebiet 29 Naturschutzgebiete. Im Süden reicht der Nationalpark Schwarzwald im Raum Forbach in den Kreis, mit Bergmischwäldern, Karseen und Mooren. Rhein, Murg und ihre Auen bilden ein durchgängiges Band an Fließgewässer- und Auenlebensräumen.
Wirtschaftlich ist der Landkreis stark von der Automobilindustrie geprägt. Die Mercedes-Benz Werke in Rastatt und Gaggenau gehören zu den größten Arbeitgebern der Region. Hinzu kommen der Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel, Autobahn und Bundesstraßen, der Hochwasserschutz am Oberrhein sowie eine anhaltende Siedlungs- und Gewerbeentwicklung im Verdichtungsraum. Für den damit verbundenen Ausgleichsbedarf ist in Baden-Württemberg die Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) maßgeblich, die Aufwertungen in Ökopunkten bewertet.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
Zum Naturraum D54 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Rastatter Rheinaue als Naturschutzgebiet und Natura-2000-Gebiet, bedeutendes Rast- und Brutgebiet am nördlichen Oberrhein
- Murgtal als tief eingeschnittenes Schwarzwaldtal mit naturnahen Wäldern und der Murg als prägendem Fließgewässer
- Anteil am Nationalpark Schwarzwald im Raum Forbach mit Bergwäldern, Karseen und Mooren
- Umschließt den Stadtkreis Baden-Baden, der nicht zum Kreisgebiet gehört
- Staustufe Iffezheim am Rhein mit einer der größten Fischaufstiegsanlagen Europas
- Starke Automobilindustrie mit den Mercedes-Benz Werken in Rastatt und Gaggenau
- 29 Naturschutzgebiete zwischen Rheinaue, Vorbergzone und Nordschwarzwald
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und betreut Ausgleichs- und Ökokontoflächen, die zum Charakter der Naturräume im Landkreis Rastatt passen, etwa die Renaturierung von Rheinaue und Fließgewässern, extensives Feuchtgrünland in der Rheinniederung, Streuobst in der Vorbergzone und naturnahen Waldumbau im Nordschwarzwald. Wir sichern geeignete Flächen, planen die Aufwertung nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), setzen die Maßnahmen um und übernehmen die dauerhafte Pflege, Dokumentation und Berichterstattung gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Rastatt. Die ÖKVO bewertet die Aufwertung in Ökopunkten und berücksichtigt dabei den räumlichen Bezug zum Eingriff, weshalb wir darauf achten, dass die Kompensation möglichst im betroffenen Raum wirksam wird. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rastatt
Auen- und Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung an Rhein, Murg und Oos. Altwasser, Steilufer und Auwaldsäume verbessern die Lebensräume für Eisvogel, Biber und Fische und lassen sich als Ökopunkte nach ÖKVO anrechnen.
Feuchtgrünland-Extensivierung
Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland mit Blänken, Nassstellen und angepasstem Mahdregime in der Rheinniederung. Späte Mahd und höhere Wasserstände fördern Wiesenbrüter und Amphibien und werten die Aue ökologisch auf.
Streuobst in der Vorbergzone
Neuanlage und Pflege hochstämmiger Streuobstbestände am Übergang von der Rheinebene zum Schwarzwald bei Bühl, Ottersweier und Sinzheim. In Verbindung mit extensiver Grünlandnutzung entstehen wertvolle Lebensräume für Höhlenbrüter, Wildbienen und Fledermäuse.
Waldumbau und Waldrandgestaltung
Naturnaher Umbau und strukturreiche Waldränder im Murgtal und im Nordschwarzwald. Alt- und Totholz, gestufte Säume und höhere Laubholzanteile stärken den Biotopverbund und schaffen Lebensräume für Spechte, Fledermäuse und die Wildkatze.
Bergwiesen und Moorschutz
Erhalt und Extensivierung von Bergmähwiesen sowie Wiedervernässung von Mooren auf den Schwarzwaldhöhen. Diese seltenen Offenland- und Feuchtlebensräume sichern eine hohe Artenvielfalt und lassen sich als Aufwertung nach ÖKVO abbilden.
Artenschutz CEF und Reptilienhabitate
Anlage von Steinriegeln, Lesesteinhaufen, Trockenmauern und besonnten Säumen für die Zauneidechse an Bahndämmen, Böschungen und Trockenhängen. Als vorgezogene CEF-Maßnahmen sichern sie die ökologische Funktion nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Rheinaue, Murgtal und Nordschwarzwald
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch nutzt die Rastatter Rheinaue als Rast- und Nahrungsgebiet und brütet in den störungsarmen Wäldern des Schwarzwaldes. Er benötigt naturnahe Fließgewässer und ruhige Altholzbestände, deren Erhalt und Entwicklung zugleich Kompensationswert erzeugen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Der Nordschwarzwald gilt als Ausbreitungsraum der Wildkatze, die strukturreiche, unzerschnittene Wälder mit Totholz und Waldrändern besiedelt. Biotopverbund, naturnaher Waldumbau und die Sicherung von Wanderkorridoren sind wirksame Maßnahmen für diese streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Böschungen, Kiesflächen der Rheinaue und Trockenhänge der Vorbergzone. Als streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG erfordert sie bei Eingriffen häufig CEF-Maßnahmen wie Steinriegel, Lesesteinhaufen und besonnte Säume.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Murg
An naturnahen Ufern von Rhein und Murg findet der Eisvogel Nahrung und Brutplätze. Er benötigt Steilwände für die Bruthöhlen, weshalb Gewässerrenaturierungen und der Erhalt von Prallhängen Lebensraum schaffen und zugleich Kompensationswert erzeugen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien der Rheinaue
Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien besiedeln die Kleingewässer, Altwässer und Gräben der Rheinaue. Die Neuanlage besonnter, fischfreier Tümpel als CEF-Maßnahme sichert Fortpflanzungsstätten und stärkt den Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Siedlung
Die Wälder des Murgtals, die Streuobstbestände der Vorbergzone und alte Gebäude bieten Fledermäusen Quartiere und Jagdhabitate. Erhalt von Höhlenbäumen, Sicherung von Gebäude- und Kellerquartieren sowie vernetzende Gehölze sind typische Maßnahmen im Landkreis.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Automobilindustrie und Gewerbe
Die Mercedes-Benz Werke in Rastatt und Gaggenau sind prägende Industriestandorte. Werks-, Logistik- und Gewerbeflächenentwicklung erzeugt laufend Eingriffe, deren Versiegelung naturschutzrechtlichen Ausgleich nach ÖKVO erfordert.
Ausbau der Rheintalbahn
Der viergleisige Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel führt durch den Landkreis. Trassen, Lärmschutzbauwerke und Bahnkörper lösen umfangreiche Ausgleichs- und regelmäßig artenschutzrechtliche Anforderungen aus, etwa für Zauneidechse und Fledermäuse.
Hochwasserschutz am Oberrhein
Zum Hochwasserschutz am Oberrhein gehören Rückhalteräume des Integrierten Rheinprogramms sowie die Staustufe Iffezheim. Bau und Betrieb dieser Anlagen sind mit naturschutzrechtlichen Anforderungen und Ausgleichsmaßnahmen in Rheinaue und Auwald verbunden.
Siedlung und Infrastruktur
Als Teil des Verdichtungsraums weist der Landkreis laufend Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen aus. Die damit verbundene Versiegelung erfordert Kompensation nach ÖKVO, für die Eigentümer und Landwirte Flächen als Ausgleichsflächen bereitstellen können.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Rastatt.